Spondylose - Hyperaktivität
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Mein Cocker war drei Jahre lang im Turnierhundesport aktiv, dann kam die Diagnose Spondylose. Jetzt ist er seit einem Jahr "Frührentner" - er ist jetzt erst 6 Jahre alt - und ich suche händeringend nach einer ausgleichenden Beschäftigung. Er darf nicht springen, sollte nicht an der Leine ziehen, sollte keine Stopps aus dem Laufen hinlegen und sich möglichst entspannt und gleichmäßig bewegen. Tatsache ist leider, daß der Hund permanent wuselig ist. Er zieht am Rad, er geht verkrampft Unterordnung, er ist zu überdreht für Denkspielchen oder Fährtenarbeit. Wir haben schon Treibball, Fährte, Mantrailing und Geschicklichkeitsspiele versucht (die Holzdinger, bei denen er Hütchen schieben soll usw), aber alles scheitert an zuviel Triebkraft.
Hat jemand noch Ideen für Beschäftigungsmöglichkeiten oder hat jemand Erfahrung mit Bachblüten oder ähnlichen sanften Relax-Hilfen?
Danke und Gruß,
Julia - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hm, schwierig.
Meine Kleene hat auch Spondylose, aber sie hat dabei auch große Schmerzen, die scheint er ja nicht zu haben, oder?
Wie hochgradig ist die Spondy denn?
Bei Bibo sah es vor 1,5 Jahren so aus:
Sie hat wegen schwerer HD mit dem Schutzdienst aufhören müssen.
Man muss sich das so vorstellen, Du stellst einen Extremsportler vor die Entscheidung, sofort kein Sport mehr.
Bei ihr war es aufgrund der Schmerzen nicht so schwierig, denn sie konnte einfach nicht mehr.Hat Deiner denn keine Schmerzen oder bekommt er Medis?
Gruß
Bianca -
Hi Bianca,
die Schmerzschübe kommen so alle 8 Wochen ungefähr. Es geht dann mit Dünnpfiff und Erbrechen los, er mag dann keine Treppen mehr gehen und kommt nach dem Schlafen schlecht hoch. Bis vor kurzem haben wir auch noch mit Traumeel gut gegensteuern können, aber inzwischen brauchen wir Metacam. Wenn er schmerzfrei ist, dann will er hüpfen und sausen wie früher. Und darin liegt das Problem, denn wenns nicht zwickt, dann ist er so arbeitsnarrisch, daß ich Mühe habe, ihn zu bremsen. Bei ihm sind zwei Knochenspangen in der Lendenwirbelsäule festgestellt worden, das war im Herbst 2008. Inzwischen dürften es drei oder vier sein, schätz ich mal. Ich bin halt echt in der Zwickmühle. Entweder ich schone ihn, damit die Spondy nicht schneller fortschreitet, oder ich riskiere ein schnelleres Wachstum und lass ihn eine glückliche Zeit mit Action erleben...LG Julia
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Hallo Julia,
bei Bibo war es irgendwann so schlimm, daß sie nicht mehr laufen konnte und irgendwann auch nicht mehr wollte.
Die letzte Möglichkeit war die Goldakupunktur.Nach der GA war sie wie neu, sie hatte das "Glück", daß die Spondy relativ schnell verwachsen ist und nicht mehr gebrochen ist, was ja die akuten Schmerzen auslöst.
Sie konnte nach der GA wieder alles machen, gut springen nicht unbedingt, aber alle anderen Dinge, die vorher strikt verboten waren.
Gruß
Bianca -
Hi Bianca,
da hat Dein Hundi ja Glück, daß die GA so gut gewirkt hat. Hauptsache ist ja, daß unsere Vierbeiner ein schmerzfreies und artgerechtes Leben führen dürfen. Das ist auch mein Gedanke, deshalb finde ich es so furchtbar, wenn ich Primo den Spaß an der Bewegung verbieten soll. Solang er keinen Schub hat, wäre er so gerne wieder Sportler.... Ist schwierig, ich hab jahrelang einen Ferrari aus ihm gemacht und jetzt sollen wir in der 30er-Zone fahren... Saublöd.
Ich hab ja schon an Baldrian gedacht, damit er von sich aus ruhiger wird und nicht mehr so extrem sausebedürftig ist. Aber ich hab keine Ahnung, ob man einem Hund so was geben darf. Ist ja pflanzlich, oder? Alles was es speziell für Hunde gibt ist ja eher was für TA-Besuche oder Reisen usw. Das macht sie müde aber nicht entspannt. Hast Du da Erfahrungen?LG Julia
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Das hört sich für mich ein bisschen danach an, als ob Du ihn etwas zuviel Beschäftigung bietest.
Für einen Cocker sollte doch sowas wie Flächensuche oder Spurensuche geradzu ideal sein.
Wenn er so überdreht ist, würde ich mich darauf konzentrieren - das kann man auch mit kaputtem Rücken machen - und das zwei bis drei Mal die Woche vernünftig trainieren. Dazwischen sollte Ruhezeit sein, inklusvie normalem Gassi, versteht sich. Das sollte für einen sechsjährigen, kranken Hund völlig ausreichen (, weil es für einen gesunden Hund längst ausreichend wäre).
Viele Grüße
Corinna -
Zitat
Ist schwierig, ich hab jahrelang einen Ferrari aus ihm gemacht und jetzt sollen wir in der 30er-Zone fahren...
Hallo Julia,
dann mach halt jetzt einen 20 Jahre alten Nissan Patrol aus ihm - der läuft am liebsten bei 2000 Umdrehungen und fühlt sich im Gelände in der Untersetzung im ersten Gang am wohlsten...
Aber mal im Ernst - klar ist es nicht einfach, einen "getunten" Hund wieder runterzufahren, aber machbar ist es schon. Es gibt noch so viele Aktivitäten für eine Hund, um sich auszupowern, ohne den Rücken zu sehr zu belasten.
LG, Chris
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Also, zuviel Beschäftigung hat er sicher nicht. Früher haben wir zwei mal die Woche THS gemacht, heute beschränkt es sich auf einmal täglich eine Stunde Feld-Wald-Wiese mit Ball-Suchen, Futterbeutel-Verstecken und ab und zu mal am Rad laufen. Sucharbeit wie Fährten und Mantrailing haben wir ja schon ausprobiert. Es ist auch nicht so, daß ihm das keinen Spaß machen würde - im Gegenteil. Das Problem ist nur, daß er beim Fährten zu hibbelig ist, um der Spur konzentriert zu folgen und beim Trailen soll der Hund ja an der langen Leine im Geschirr hängen und den Partikeln in der Luft folgen - er soll aber nicht zerren, weil das fürs Kreuz Gift ist. Also hatten wir das schon abgehakt. Die Suchspiele auf der Wiese ohne Leine sind ok, aber nicht immer machbar (wir haben statt dem Dummy schon prima Hasen und Fasane gefunden und da war er erst mal weg...). Hat jemand Erfahrung mit Longieren? Ich hab das nur mal im Fernsehen gesehen. Das wäre Bewegung ohne extreme Belastung oder?
LG Julia
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