Athritis wegtrainieren?
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Hallo!
Meine Hündin Susi (12 J.) hat ein Problem. Wenn sie viel unterwegs war und dann lange ausgeruht hat, kommt sie schwer mit der Hüfte hoch. Die Tierärztin meint, dass es normal ist in dem Alter (wie beim Menschen ja auch, wenn er alt wird).
Sie hat uns geraten "Teufelskralle" zu jedem Fressen zu geben. Ist so ein natürliches Rheumamittel, dass man in jedem Supermarkt kaufen kann, eigentlich für den Menschen. Ob es jetzt direkt hilft, weiß ich nicht, denn es tritt ja allgemein nur gelegentlich auf.
Wie gesagt, tritt es meist auf, wenn sie viel gelaufen ist. Gerade wenn sie einen Tag bei meinen Schwiegereltern war. Mein Schwiegervater geht 3-4 Mal am Tag mit ihr über eine Stunde spazieren. Am nächsten Tag ist es für sie eine riesige Qual mal aufzustehen. Das tut mir soooo leid...
Nun meine Frage:Soll ich versuchen mit ihr so viel wie möglich zu laufen, damit sie in Bewegung bleibt oder sollte ich mich ihr anpassen und, wenn es schlimmer wird, weniger laufen?
Im Sommer sind wir immer am See, da planscht sie gern im Wasser... Und gerade jetzt, wenn das Wetter besser wird, gehen wir oft wandern, d.h. lange Spaziergänge von mind. 4 Std. Würde sie schon gern mitnehmen (außer wir gehen irgendwohin, wo es viele Steigungen gibt), aber will sie auch nicht überfordern. Sie zeigt auch nicht, wenn es nicht mehr geht, wenn sie Schmerzen hat. Sie würde alles für mich tun, wenn ich sage, komm, dann kommt sie...Danke für ein paar Tipps, was ich machen kann bzw. besser lassen sollte.
wewo!
- Vor einem Moment
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Hallo,
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Als 1. würde ich mal abstellen, daß soviel mit dem Hund gelaufen wird das sie am anderen Tag nicht mehr hoch kommt.
Wie hat die TA das denn festgestellt, hat dein Hund was mit der Hüfte oder Arthrose in den Wirbeln.
Teufelskralle ist nicht schlecht, aber einem Hund in dem Alter würde ich schon Schmerzmittel geben, hat die TA nichts davon gesagt, es gibt doch welche beim TA dafür. -
Zitat
Meine Hündin Susi (12 J.) hat ein Problem. Wenn sie viel unterwegs war und dann lange ausgeruht hat, kommt sie schwer mit der Hüfte hoch. Die Tierärztin meint, dass es normal ist in dem Alter (wie beim Menschen ja auch, wenn er alt wird).
Normal? Nunja - was hat sie denn untersucht?
ZitatSie hat uns geraten "Teufelskralle" zu jedem Fressen zu geben. Ist so ein natürliches Rheumamittel, dass man in jedem Supermarkt kaufen kann, eigentlich für den Menschen. Ob es jetzt direkt hilft, weiß ich nicht, denn es tritt ja allgemein nur gelegentlich auf.
Teufelskralle ist ein pflanzliches Mittel, dass gegen Entzündungen im Körper wirkt. Aber nur bei Langzeitgabe und wenn Du auch genug Wirkstoff im Medikament hast - daher bitte in der Apotheke kaufen!
ZitatWie gesagt, tritt es meist auf, wenn sie viel gelaufen ist. Gerade wenn sie einen Tag bei meinen Schwiegereltern war. Mein Schwiegervater geht 3-4 Mal am Tag mit ihr über eine Stunde spazieren. Am nächsten Tag ist es für sie eine riesige Qual mal aufzustehen.
Stellt sich die Frage, ob man einen kranken Hund 3-4 Stunden durch die Gegens scheuchen sollte. Wie wäre es mit weniger?
ZitatSoll ich versuchen mit ihr so viel wie möglich zu laufen, damit sie in Bewegung bleibt oder sollte ich mich ihr anpassen und, wenn es schlimmer wird, weniger laufen?
Ich würde abklären lassen, was genau das Problem ist. Wenn eine akute Entzündung vorliegt (was ja bei Arthritis der Fall wäre), dann ist mehr Bewegung natürlich ersteinmal Gift bevor die Entzündung nicht behandelt wurde.
Ich persönlich würde meinen Hund nicht unter Schmerzen durchs Leben laufen lassen und ihn behandeln.
Viele Grüße
Corinna -
Hallo,
der Arthritis/Arthrose-Komplex ist im Grunde ja genau dadurch gekennzeichnet - dass Schmerzen erst in der Ruhephase NACH Überlastung auftreten.Heißt, Du musst Deine Hündin davor schützen, sich zu viel zu belasten und die Dauer der Bewegung einschränken.
Gleichzeitig aber durch ein "gesundes" Maß an Bewegung dafür sorgen, dass die Gelenke "geschmiert" werden und die Muskulatur eine gewisse Stabilisierungsfunktion aufrecht erhalten kann.
Schwimmen ist dazu prima geeignet.
Grundsätzlich würde ich klären, um was für Schädigungen in welchem Gelenk es sich handelt.
Klar, so etwas gehört zu relativ normalen Alterserscheinungen, aber das soll ja nicht heißen, dass es unbehandelt bleibt.Teufelskralle ist zwar pflanzlich und hört sich dementsprechend harmlos an - ist aber ein sehr potentes Mittel, das aber als Dauer-Medikament gegeben werden muss, um Wirkung zu zeigen.
Einfach so aus dem Supermarkt kann ich da nicht empfehlen. Es gibt auf die Bedürfnisse von Hunden abgestimmte Präparate.
Hier mal ein allgemeiner Link zu Arthrose:
http://www.tierphysiotherapie-homburg.de/news/arthrose-beim-hund/LG, Chris
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Hallo,
Arthrose lässt sich nicht wegtrainieren und ist auch nicht heilbar. Man kann aber die Beschwerden zumindest lindern. Zum Beispiel durch Teufelskralle oder Extrakt der grünlippigen Muschel.
Wichtig ist gleichmäßige Bewegung, am besten wenn der Hund im leichten Trab läuft. Vermeiden sollte man abruptes Abbremsen wie z.B. beim Ballspiel. Springen ins Auto oder wieder raus ist auch nicht gerade der Kracher, weil die Gelenke dabei doch arg gestaucht werden.
Du solltest auch darauf achten, dass der Hund keine "Kaltstarts" macht. Sich also erstmal warm läuft und nicht von 0 auf 100 los galoppiert.Die Touren, die ihr mit dem Hund unternehmt sind eindeutig zu viel. Die müsst ihr verkürzen. Dann vielleicht öfter kleinere Touren laufen.
Teufelskralle muss schon entsprechend dosiert werden, damit es eine Wirkung zeigt. Ob das mit Kaspeln aus dem Supermarkt getan ist, weiß ich nicht.
Ich würde auch mal darüber nachdenken, dem Hund Schmerzmittel zu geben. Das heißt dann aber nicht, dass der Hund mit Schmerzmittel weiterhin 3-4 Stunden durch die Gegend tobt. Wie gesagt, Bewegung ist sehr wichtig, aber in Maßen.
Viele Grüße aus HH
Silke -
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Das mit dem vielen Laufen und den Schwierigkeiten dann beim Schwiegervater ist auch erst die letzten beiden Male gewesen. Das wird er jetzt auch nicht mehr machen, seine Angst, dass er den Hund dann nicht mehr haben darf, ist viel zu groß, als das er sich dem widersetzen würde...
Zu den Schmerzmitteln: Sie hat gesagt, ich soll Teufelskralle geben, wenn es schlimmer wird, muss man halt Schmerzmittel spritzen.
Das ist es ja, was ich komisch finde. Sie wurde gar nicht untersucht. Wir haben das Wurmkurmittel abgeholt. Da habe ich gefragt, was es sein kann, wenn sie immer so Probleme mit dem Hochkommen hat. Sie meinte, wie gschrieben, dass es in dem Alter schon sein kann... halt Altersgebrechen ähnlich wie beim Menschen.
Das Problem ist außerdem, dass es erst hinterher auftritt. Also wenn man mit ihr läuft, dann ist sie total glücklich. Sie rennt auch immer mal wieder bzw. springt (nicht von mir animiert!) über nen Bach oder so. Wenn es nach ihr ginge, kann man den ganzen Tag laufen. Die Probleme tauchen auch erst später auf.
Bisher bin ich mit der TÄ total zufrieden... Aber da wir eh demnächst noch zu nem Meerschweinchen Check-Up müssen, wollte ich sie eh mitnehmen und das nochmal ansprechen. Wie kann man das untersuchen?
Im Übrigen, nicht dass ihr glaubt, ich würde meinen Hund unnötig quälen oder mit Schmerzen rumlaufen lassen: Das hat sie das erste Mal im Januar gehabt, das nächste Mal im März. Es ist nach einer Stunde wieder omplett weggewesen. Also es kommt wirklich sehr selten vor....
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Hallo,
dann sprich sie doch einfach noch mal konkret an - manchmal geht sowas bei "zwischen Tür und Angel Gesprächen" einfach unter.Lg, Chris
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Oh, die letzten beiden Beiträge habe ich noch gar nicht gesehen...
Die Touren, die ich beschrieben habe, sind 1. nicht unbedingt immer mit Hund und 2. beziehen die Angaben sich auf das letzte Jahr. Da war ja noch alles in Ordnung. Dieses Jahr habe ich noch keinerlei solche Spaziergänge gemacht. Außer halt der SchwieVater und der wird das jetzt sowieso unterlassen, ist schon abgesprochen.
Danke für eure Antworten.
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Ich würde erstmal untersuchen lassen, was es überhaupt ist, dann kann man das gezielt behandeln
Schwimmen ist aber schon mal gut. -
Hallo,
ich würde dir empfehlen in eine gute Tierklinik zu fahren und den Wuffel dort genau untersuchen zu lassen, ggf. auch Röntgen, CRT, MRT.
Unsere Frieda hat im Winter auch immer wieder gehumpelt nach Anstrengungen - alles deutete auf Arthrose hin. Die Röntgenuntersuchung und die darauf folgende Untersuchung des Bewegungsapparates hat dann leider ergeben, dass die Knie-Stellung völlig falsch war und Frieda "immer" Schmerzen bei bestimmten Bewegungen hat - das Humpeln kommt dann erst dazu, wenn es sehr stark geschmerzt hat und auftreten nicht mehr möglich war, eben nach Anstrengung.
Vor knapp vier Wochen haben wir das Problem operieren lassen und die bisherigen Nachuntersuchungen waren sehr erfreulich - die Schmerzen sind definitiv weg und die Beweglichkeit des Knies ist viel besser.Also nicht lockerlassen, die Ursache erforschen und dann schauen was möglich ist.
Drück dir die Daumen, dass alles wieder in Ordnung kommt.
- Vor einem Moment
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