Aufreiten = Dominanz = Sozialverhalten?

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  • Hallo ihr Lieben,

    ich brauche mal eure Meinungen. =)

    Ja, es gibt schon einige Threads zu diesem Thema, aber so wirklich DIE Antwort habe ich in denen auch noch nicht gefunden. :???:

    Arnold ist nun ca. 8 (vllt. auch 9) Monate alt und hat bereits vor einigen Wochen hier zu Hause angefangen, mich "zu besteigen". Habe das sofort kommentarlos unterbunden und es kam auch eine ganze Zeit lang nicht mehr vor. Habe mir also nichts weiter dabei gedacht.

    Nun hat er vor etwa einer Woche wieder angefangen und ich hab ihn wieder leicht und kommentarlos weggeschoben. Besuch und meinen Freund lässt er in ruhe. Gestern Abend hat er es dann beim "auf dem Sofa liegen und kuscheln" versucht.

    Beim Spielen kann ich mir das Dominanzverhalten noch erklären, aber auch, wenn er neben mir liegt und dann mehr oder weniger plötzlich aufspringt um mich zu besteigen?

    Heute auf der Hundewiese hat er sich dann unter aller Kanone benommen. Er schob heute einen älteren Rüden über die Wiese und ich hatte alle Mühe ihn da runter zu bekommen. Der Rüde hat sich mehr oder minder gewehrt und der andere HH meinte, die regeln das alleine.

    Ist ja soweit richtig, aber muss ich dulden, dass mein Rüde einen anderen besteigt? Wenn ich das richtig gelesen habe und die Aussagen stimmen, dann MUSS ich ihn da runter holen, oder?

    Das Dominanzverhalten kann ich mir dann auch hier erklären, allerdings ist das natürlich ganz schön anstrengend, dem Hund immer hinterher zu laufen.

    Der Grundgehorsam ist soweit gut, ich kann ihn gut abrufen, wenn er mit anderen Hunden zugange ist, aber heute hatte er scheinbar Durchzug. Ich musste über die Wiese hinterher jagen, hatte immer den HH im Nacken, der meinte, ich solle ihn doch lassen und Arnold hatte seinen Spaß. :headbash:

    Ich habe dann versucht, ihn zum rennen zu animieren, sodass er was anderes macht - irgendwas, hauptsache nicht aufreiten.

    Möchte ausdrücklich sagen, dass ich NICHT über eine Kastration nachdenke, unter anderem auch, da ich stark davon ausgehe, dass es eben mit seiner Dominanz zu tun hat.

    Nun meinte ein anderer HH, dass übermäßiges Dominanzverhalten auf unzureichendes Sozialverhalten hindeutet? :hilfe: Kann ich mir aber - sofern es stimmt - gar nicht erklären, da er ständig mit anderen Hunden (alt, jung, männlich, weiblich) zu tun hat und auch die Hundesprache beherrscht. Er unterwirft sich auf der Wiese unserem Platzhirsch und akzeptiert ein geknurre, an ängstliche Hunde geht er vorbei oder ist nicht so stürmisch etc. pp.


    Also meine Fragen nochmal zusammengefasst:

    Ist es richtig, dieses Verhalten zu unterbinden und den Hund sofort vom anderen runter zu holen - ob nun intakter/kastrierter Rüde oder Weibchen?

    Hat jemand Erfahrung damit, dieses Verhalten "abzugewöhnen" bzw. umzulenken? Wie ist der Erfolg? Ist mein Weg richtig?

    Stimmt es, dass Dominanz mit Sozialverhalten zusammenhängt? Wenn ja, inwiefern?


    Ich möchte mich vorab für den langen Text entschuldigen und auch dafür, wenn hier im Forum meine Fragen schon irgendwo beantwortet sind.

    LG

  • Hallo,

    ich fasse mich mal kurz:

    Dass dein Hund dich besteigt, ist nicht akzeptabel!
    Aus welchen Beweggründen er es auch immer macht:

    Sofort runter mit ihm und zwar so deutlich, dass er es nie wieder macht.
    Hier hört die Wattebäuschchen-Methode auf, sei stinksauer. :D

    Bei anderen Hunden:
    Tja, wenn sie es untereinander ausmachen dürfen, rechne damit, dass er demnächst richtig einen auf die Mütze bekommt!

    ICH persönlich würde meinen Hund runterziehen und ein weiteres Aufreiten unterbinden.

    Er pubertiert und seine Hormone spielen verrückt, er testet Grenzen aus, das gehört zur Entwicklung eines Hundes.
    Von hier aus kann man nicht sagen, warum er es macht.
    Da er gleichgeschlechtliche Hunde besteigt, ist es in dem Moment schon ein Ausprobieren wer wen dominiert.
    Deswegen ist dein Hund nicht asozial oder grundsätzlich dominant.

    Seine Grenzen wirst du ihm nun setzen.

    Gruß
    Leo

  • Euer Hund ist mitten in der Pubertät, da hat "Aufreiten" wenig mit Dominanz zu tun, sondern eher etwas mit den Hormonen und übersteigertem Selbstbewußtsein. :D

    Dieses Verhalten, egal ob Mensch oder Hund gegenüber, sollte man unbedingt unterbinden.

    Und wenn ein HH meint, sein Hund bräuchte das, dann mache Dir bewußt, dass Dein Hund kein Dummytrainer für andere Hund ist und er auf gar keinen Fall lernen soll, dieses Verhalten zu ritualisieren.

  • Sehr gut, dann geh ich da schon richtig ran, nur mit den Hormonen hab ich mich wohl verschätzt. ;)

    Dann heißt es erstmal weiterhin "Arnold runter holen" auf der HuWi.

    Sieht bestimmt super aus, wenn ein Hund wegläuft, Arni auf ihm reitet, eine wildgewordene HH (ich) hinter ihm her rennt und hinter ihr ein komischer HH, der die HH (mich) davon abhalten will. :headbash:

    Vielen Dank für die Antworten. :)

  • Tja ... Dusty ist kastriert und macht das auch schon seit Ewigkeiten. Wahrscheinlich sogar schon bei der Tierschutzorga. Selbst mit 2 Jahren jetzt, pflück ich ihn ständig von intakten Rüden und manchmal auch von Hündinnen runter. Von "die regeln das schon unter sich" halte ich rein gar nix ... viele Hunde lassen sich das gefallen und Dusty hat das einfach nicht zu machen. Punkt!

    Ich bin in der Hinsicht ziemlich resolut geworden. Wenn wir irgendwo auf einem Hundeplatz oder Hundewiese stehen, dann hole ich ihn zweimal streng runter, wenn er es ein drittes Mal versucht hol ich ihn auch runter und gehe mit ihm. Fertig! Wer nur "poppen", statt spielen kann, kann auch mit mir nach Hause gehen. Vorallem da er selbst auf dieses Aufreiten von anderen Hunden ziemlich allergisch reagiert ... :headbash:

    Es wird weniger, es gibt Tage da kann ich lange auf einer Hundewiese stehen, es gibt Tage da geh ich nach 5 Minuten wieder. Das des bei Dusty mit Hormonen zu tun hat, glaube ich nicht. Als Leo-Mix könnte er noch ein pupertierender Spinner sein, ansonsten ist er eh ein Hund der sehr gerne die Grenzen aller Beteiligten austestet.

    Wenn jemand besser Tipps hat ... immer her damit. ^^

  • Au wei, ich hoffe, das legt sich mit Arnold bald.

    Ich glaube aber, ich würde das genauso machen.

    Noch hol ich ihn dann erst runter und verdonner ihn in Einzelhaft in meiner Nähe. Passt ihm natürlich nicht. Wenn er sich beruhigt hat und wieder ruhig neben mir sitzen kann, ohne seinen "Begatteten" zu fixieren, lass ich ihn wieder laufen. Dann rennt er auch meist woanders hin und spielt normal.

    Würde das dann nochmal vorkommen, würde ich ihn vermutlich auch an die Leine nehmen und gehen.

    Denke, dass hier ohnehin nur konsequentes Training hilft. :???:

  • Jupp :gut:

  • Zitat

    Ist es richtig, dieses Verhalten zu unterbinden und den Hund sofort vom anderen runter zu holen - ob nun intakter/kastrierter Rüde oder Weibchen?


    Ja, außer du nimmst in Kauf, daß ihn ein Hund egal ob Rüde oder Hündin ihn ordentlich maßregelt.
    Ich würde darauf nicht warten, sondern meinem Hund zeigen das ich sein Verhalten gerade gar nicht toll finde.

    Zitat

    Hat jemand Erfahrung damit, dieses Verhalten "abzugewöhnen" bzw. umzulenken? Wie ist der Erfolg? Ist mein Weg richtig


    Ich würde abrufen, zur Not abholen und dem Hund eine Auszeit verschaffen. Fängt er damit wieder an, geht es an die Leine und ich gehe kommentarlos weiter. Dazu sollte man natürlich das NEIN als Abbruch trainieren.

    Zitat

    Stimmt es, dass Dominanz mit Sozialverhalten zusammenhängt? Wenn ja, inwiefern


    Ich würde das Ganze erstmal trennen, denn dein Hund steckt mitten in der Pupertät, dem gehen die Hormone durch.
    Du mußt da dran bleiben und konsequent bleiben. Aufreiten hat nichts mit Dominanz zu tun, zumindest nicht in meinen Augen.

    Du hast einfach einen flegelhaften Jungspund, der aus vielen Gründen bei anderen Hunden aufreitet. Vermutlich um seine Grenzen zu testen und schaut wie weit er gehen kann.

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