Genervt und voll mit Unverständnis

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  • Hallo ihr Lieben,
    Wie ich ja bereits geschrieben habe, sind wir vom Dorf in die Großstadt gezogen. Eigentlich hat unser Hund das ganz gut weggesteckt, das war schließlich nicht der erste Umzug.

    Jetzt dreht er aber völlig am Rad. Draußen ist er nicht mehr ansprechbar, es riecht anscheinend alles neu und nach Kaninchen. Das ist wirklich furchtbar. Er war immer sehr gut leinenführig, jetzt reagiert er nicht mehr auf Ansprache und auf Leckerchen nur manchmal. Ich gehe also mit einem ziehenden, nicht hörenden und prinzipiell ja auch noch leinenaggressiven kleinen Giftwerg durch die Straßen.

    (Wegen der Leinenaggression gehen wir Mittwoch auf Empfehlung von u.A. Fanta in die Hundeschule Hundeleben.)

    Gestern Abend kam dann der Clou. Wir haben ihm eine Schale für seinen Platz gekauft, in der er dann auch drinlag, und dann mit großer Hingabe an seinem Kissen kaute. Leider sind da aber Dinkelkörner drin. Ich habe seine Schnauze also ganz sanft weggeschoben und habe "Nein" gesagt, da schnappt er nach mir und fletscht die Zähne! Ich habe gedacht ich seh nicht richtig. So etwas ist noch nie vorgefallen, in keiner Situation, nicht beim Essen, nie! Ich habe es also nochmal versucht, habe wirklich gedacht, ich habe mich verguckt, aber er hat mich wieder angeknurrt und sah wirklich so aus als wäre er bereit, mich zu beißen. Ich konnte ihn nicht mehr anfassen, gar nichts.

    Habe ihn dann seines Körbchens verwiesen, dieses in den Flur gestellt, ihn hinterher geschickt und die Tür zu gemacht.
    Ich konnte gar nicht schlafen, so aufgebracht war ich.

    Was ist mit ihm los? Ich bin mit den Nerven wirklich am Ende.
    :hilfe:

  • Zitat


    Was ist mit ihm los? Ich bin mit den Nerven wirklich am Ende.
    :hilfe:

    Na da hast Du wahrscheinlich mit Deinem Hund was gemeinsam!!!

    Der hat garantiert den Umzug nicht mal eben einfach so weggesteckt. Das scheint anfangs oft so weil Tiere oft phlegmatisch bis stoisch reagieren wenn sie mit einer Situation vollkommen überfordert sind.
    Wenn dann die "Lebensgeister" wieder ein wenig erwachen zeigen sich erst die Umstellungsprobleme. Und die sind bei so einer gewaltigen Umstellung sicher nicht so schnell verarbeitet.

    Wir sind nur zwei Straßen weiter gezogen - also gleiches Gassigebiet, gleiche Gerüche draußen - und trotzdem haben die Jungs gute sechs Wochen gebraucht bis es für sie wieder okay war.

    Bei Euch ist aber ALLES anders - und jetzt auch noch der Schlafplatz.
    Einzig das Kissen war bekannt und roch gut - und darauf hat er rumgekaut um sich zu beruhigen.

    Lass Deiner Fellnase Zeit, erklär ihr alles liebevoll und geduldig (wie einem Kleinkind) - tausch das Kissen aus wenn Du Sorge hast das er den Inhalt frisst. Und gibt ihm ansonsten viel zu kauen (Ochsenziemer, Kong) -

    und soweit wie möglich viel bekanntes und gewohntes.

  • Klingt für mich als wäre er mit der Großstadt überfordert und kommt nicht zur Ruhe.
    Ich würde vorerst immer die gleiche Gassirunde gehen, wenn möglich zu gleichen Zeiten. Viel Routine in den Tag bringen, damit der Hund etwas hat woran er festhalten kann.

  • Hey,
    Danke für die Antworten, genau so etwas habe ich jetzt gebraucht... Es fehlt mir einfach die Objektivität.
    Es ist halt schon komisch, weil er bis jetzt nie so richtig "gelitten" hat.
    Meint ihr, mit der Zeit legt sich auch das mit dem Ziehen wieder?
    Liebe Grüße.

  • Das ist so eine Sache. Auch wenn der Hund in dem Moment eigentlich gar nicht wirklich weiß was er tut, verknüpft er trotzdem. Also eben auch das Ziehen.
    Es kann sich eine Besserung einstellen, wenn er wieder ruhiger geworden ist, aber meistens muß man wieder trainieren, weil das Ziehen trotzdem abgespeichert ist.

  • Wenn die Schale ganz neu war, wundert das mich nicht, als unserer sein neues Bett bekam, hat es 8 Tage gedauert bis er sich rein gelegt hat.

    Durfte er von selber reingehen oder habt ihr ihn reingeschickt.
    Ich würde jetzt mal nicht so streng sein :???:

  • Hey,
    Das Kissen und seine Decke waren alt und sein üblicher Platz. Wir haben ihm die Schale gegeben, damit er sich beim Liegen geschützter fühlt und das Kissen nicht immer wegrutscht. Er ist allein reingegangen, ich glaube, er hat die Schale gar nicht so richtig registriert...

    PS: Gibt es denn noch andere Tipps, mit denen man ihn ein wenig mehr an die veränderte Situation gewöhnen kann?

  • Ich würde viel mit ihm spielen und die Übungen machen, die er von früher kennt. Zunächst mal in der Wohnung und dann auch draußen, zunächst immer am gleichen Ort und erst später an verschiedenen. Viele kleine Schritte machen die Eingewöhnung wohl erst so richtig möglich.

  • Ich würde ihm unterstützund Bachblüten geben.
    Hättest Du die Möglichkeit, Dir eine Mischung machen zu lassen?

    Ich habe selber einen Kasten und ein paar Bücher und habe bei mir selbst und meinen Tieren verschiedene Mischungen angewandt und gelegentlich das Gefühl gehabt, dass es unterstützend gut geholfen hat.

    Wenn Du möchtest, kann ich gerne in meine Lektüre einsteigen, welche Blüten mit Chance passen.

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