HILFE!! TA/Klinik für Kiefer-Zahnheilkunde in B-W??

  • Ach je...

    Kennt jemand einen Kiefer-Zahn-Spezialisten für Hunde im Raum 7xxxx?

    Ich hab grade mit meiner Mutter telefoniert, sie macht sich grosse Sorgen um ihren Hund. Pedro ist 1,5 Jahre alt und kam mit ca. 11 Monaten aus Spanien zu meinen Eltern. Er ist ein vermutlich ein Setter/Spaniel-Mix, kastriert, auf Mittelmeerkrankheiten getestet.

    Vor zwei Wochen stellte der Tierarzt eine Schwellung im Gesicht fest, nachdem meine Mutter bemerkt hatte, dass Pedro so laut atmet. Es stellte sich heraus, dass der ganze rechte Oberkiefer bis in die Nasen- und Tränengänge hinein geschwollen und vereitert war. Eine Augenentzündung wurde festgestellt, sowie die Ursache des Problems: ein abgebrochener und angefaulter Backenzahn. Meine Mutter fiel erst mal aus allen Wolken, denn man hatte dem Hund ausser dem lauten Schnaufen und den entzündeten Augen nichts angemerkt: Gefressen wie immer, lebhaft wie immer. Nur seine Kauknochen mochte er nicht mehr so gern, das fiel ihr aber erst im Nachhinein auf.

    Nun ja, Pedro bekam erst mal Antibiotika, dann wurden letzten Samstag der abgebrochene sowie ein weiterer Zahn gezogen, obwohl die Entzündung noch nicht zurück gegangen war. Der TA meinte aber, man könne nicht mehr viel länger warten.

    Bei der OP stellte der TA fest, dass am Oberkiefer auf der rechten Seite "kein Knochen fühlbar" sei, eher sei das alles "wie Gummi", so dass sich die intakten Zähne (3 sind es hinten noch) hin- und herschieben liessen. :schockiert:
    Was das sein könne, bzw woher das bei so einem jungen Hund kommen könnte, wusste er selber beim besten Willen nicht.

    Inzwischen ist die OP fünf Tage her, und die Schwellung ist immer noch da (etwa walnussgross, unter dem rechten Auge). Die Wunde um die Zahnlöcher herum verheilt gut, der Hund frisst und ist munter, aber es kommt immer noch eine leichte Schmierblutung aus der Nase. Antibiotika bekommt er in Hammer-Dosen, aber sie scheinen gegen die Entzündung nichts zu bewirken.

    Es wurde noch einmal Blut genommen und u.a. auf Mittelmeerkrankheiten untersucht, alle Titer im grünen Bereich. Der TA ist ratlos, hat bisher schon mit 2 Tierkliniken telefoniert, aber die konnten wohl auch nicht weiterhelfen. Heute hat er meiner Mutter vorgeschlagen, man könne höchstens noch die restlichen 3 Zähne im rechten Oberkiefer ziehen, an der Stelle vom "Gummiknochen". Meine Mutter hat dies jedoch abgelehnt, solange man gar nicht weiss, was der Hund überhaupt hat.

    Meine Idee war nun, auf jeden Fall einen Spezialisten zu Rate zu ziehen. Kennt jemand einen TA oder eine Klinik in der Nähe HN/HD/S/KA, die Pedro helfen könnte? Falls es weiter weg sein sollte, nehmen meine Eltern dies natürlich auch in Kauf.

    Oder falls jemand schon mal Ähnliches bei seinem Hund erlebt hat, bin für jeden Hinweis dankbar. Ich hatte auch schon überlegt, ob es vielleicht ein Fremdkörper, Splitter etc. im Oberkiefer sein könnte, der diese Entzündung auslöst. Meine Mutter will den TA mal danach fragen, falls er nicht schon längst selber daran gedacht und diese Möglichkeit ausgeschlossen hat.

    Meine Eltern und ihr Kleiner tun mir so leid ! :sad2:

  • Leider keine guten Neuigkeiten :sad2:

    Meine Eltern waren mit Pedro bei einem sehr guten Kieferspezialisten bei Stuttgart. Leider sind die Prognosen alles andere als gut, denn der Verdacht liegt auf Krebs, ein grosser Teil des Kieferknochens ist bereit zerstoert. Das muss rasend schnell gegangen sein, was wiederum ein schlechtes Zeichen ist. Gestern wurde eine Biopsie gemacht, auf das Ergebnis muessen meine Eltern 1 Woche warten. Aber der Arzt sagt, es sieht nicht gut aus, und bei so einem jungen Hund hat er so einen massiven Kiefer-Abbau noch nicht erlebt. Und wenn es Krebs sein sollte, hat Pedro wahrscheinlich kaum noch eine Chance...

    Wir waren am Wochenende bei meinen Eltern, und es hat einem fast das Herz gebrochen, daran zu denken, dass dieser tolle Hund vielleicht nicht mehr lange da sein wird. Pedro ist so ein suesser, lebensfroher Kerl, haette am liebsten die ganze Zeit mit unserem Milo getobt, zumindest solange bis ihm das Blut aus der Nase lief und meine Mutter ihn auf seinen Platz geschickt hat. Meine Eltern sind unendlich traurig und verzweifelt, auch wenn sie die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben wollen.

    Manche Leute wollen ihre Tiere loswerden und tun ihnen schlimme Sachen an. Und andere Leute wie meine Eltern wuerden alles dafuer geben, damit sie ihren geliebten Hund nicht verlieren muessen.

  • Hallo Alex, es tut mir fürchterlich leid, dass die Aussichten wohl so negativ sind.
    Wenn der Kiefer schon so massiv zerstört ist...geniest die Zeit, die ihr noch habt... :streichel:

  • Danke fuer die Anteilnahme.

    Es gibt wohl noch so ein Fitzelchen Hoffnung, dass eine bakterielle Infektion den Kiefer zerstoert haben koennte (wie bei ner Paradontitis), aber das ist bei einem 1,5 Jahre alten Hund, der gut ernaehrt und gepflegt wird, seeeehr unwahrscheinlich.

    Meine Eltern machen sich momentan auf das Schlimmste gefasst, aber ganz genau wissen sie es erst Dienstag in einer Woche, wenn das Biopsie-Ergebnis da ist.

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