Goldie bleibt ständig sitzen.....

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  • Hallo,

    unsere 5 Jahre alte, kastrierte Golden Retriever Dame macht uns im Moment echt Probleme.

    Vorausschicken muss ich, dass unsere Dame schon "etwas" (oder doch ziemlich) verwöhnt ist. Dadurch dass wir den ganzen Tag arbeiten, mittags zwar eine Stunde zuhause sind, zwischenduch mein Vater gassi geht, sind wir allesamt inkonsequent in der Erziehung. :ops: Ja ich weiß, das ist falsch und ich fürchte das kriegen wir langsam zu spüren.

    Madame meint zur Zeit beim Gassi gehen ständig stehen bleiben zu müssen und will nicht weiter gehen oder möchte gern in eine andere Richtung - warum auch immer. Ziehen bringt überhaupt nichts, sie rammt alle vier samt Popo in die Erde und da bewegt sich nix. Manchmal helfen leckerchen aber meist eher nicht. Wir wissen nicht was wir tun sollen. Mein Vater weigert sich jetzt schon morgens während wir Arbeiten mit ihr zu gehen. Ist ja auch voll peinlich wenn man z.B. vor dem Lidl steht und alle Leute lachen sich kaputt "will er nicht??" Nein Sie will nicht !! :ops:

    Hat jemand sowas auch schon durch gemacht und hat vielleicht eine Lösung? Zur Zeit ist es echt schlimm.

    Und wenn sie nicht bockt, dann hat sie Angst. Jeder kleinste Knall oder jedes Müllauto, egal wie weit weg - wir hören das schon meist gar nicht - und Madam dreht sich auf dem Absatz um und will nach Hause. Was kann man gegen diese überzogene Angst machen. Das wird echt immer schlimmer und ich weiß nicht woran es liegt. Hilft hier nur ein Hundepsychologe oder was?

    Oder gibt es Krankheiten, auf die vielleicht so Reaktionen erfolgen könnten die wir bisher noch nicht erkannt haben? Glaube ich aber eher nicht.


    :hilfe:

    Wäre echt super!

    Danke
    Nicole

  • Hallo Nicole,

    wenn Du an eine Krankheit denkst, suche bitte einen TA auf, denn eine Krankheit ausschließen kann man über das forum nicht. Das wäre grob fahrlässig.

    Da die Hündin sehr verwöhnt, Ihr nicht konsequent im Umgang mit ihr seid, denke ich, will sie ihren Willen durchsetzen. Da sie dafür oft noch Leckerchen bekommt, wäre Hund doch blöd, würde er es nicht weiter so versuchen.

    Ändere den Umgang mit ihr, achte darauf, dass alle von Euch gegebenen Kommandos ausgeführt werden.
    Kennt sie das Kommando VORAUS?
    Wenn nicht, trainiert es mit ihr.
    Lasse sie bei Fuß laufen und ihr kommt auch weiter.

  • Naja...das das Problem "hausgemacht" ist hast du ja schon selbst vermutet. Es wird wohl nur möglich sein etwas zu verändern wenn ihr den kompletten Umgang mit dem Hund umstellt, d.h. wirklich konsequent sein, an einem Strang ziehen und dem Hund den Platz im "Rudel" zuzuweisen, der ihm zusteht - den LETZTEN!

    Unabhängig würde ich das Angst-Problem betrachten, dem werden wohl andere Ursachen zugrunde liegen!

  • Das Angstproblem kann genau so gut mit dem inkonsequenten Verhalten der Familie zu tun haben.

    Wenn ein Hund so wie hier angetönt wird, keine Strukturen kennt, wieso soll er sich dann in einer Situation die ihm unheimlich ist, genau auf diese Familie verlassen?

    Und solange der Hund hier das Sagen hat, solange wird er vor dem Lidl parken ;)

  • :ops: :ops: :ops:

    Oje, ja ich hatte es ja schon vermutet. Ich glaube wir werden doch noch einmal eine Hundeschule aufsuchen und an unserer Konsequenz arbeiten.

    Wenn sie frei laufen kann an Feldern oder Fluss geht es normalerweise gut, aber auch hier bockt sie in letzter Zeit manchmal. Im Moment ist es allerdings auch echt extrem. Wir waren ja schon mal in einer Hundeschule und selbst die hat gesagt, dass sie ein derart stures Exemplar von Golden Retriever noch nie gesehen hat. Na toll und die krieg ich (aber ich hab se ja trotzdem lieb :gut:). Na ja da bleibt wohl echt nur an der Konsequenz zu arbeiten.

    Aber das mit der Angst wird echt immer schlimmer. Zuhause kommt sie dann immer bei mir angekrochen, wenn es draußen knallt. Also fühlt sie sich doch bei mir beschützt, zumindest in den eigenen vier Wänden oder? Wahrscheinlich traut sie uns das in der freien Natur aber nicht zu.

    Da bleibt wohl nur die Hundeschule. Also ab ans Telefon und Termin vereinbaren. Oder vielleicht in zwei Wochen mal den Herrn Rütter ansprechen (da gehen wir auf eine Veranstaltung), der vollbringt doch immer Wunder mit Hunden :D

    Danke jedenfalls.

    LG

  • Ist denn eigentlich ausgeschlossen, daß sie Schmerzen hat?
    Sind die Gelenke mal untersucht worden?

    Mir kommt das komisch vor, daß es, wie du schreibst, schlimmer wird.

  • du kannst an der Angst separat arbeiten. Mein Hund hat auch Schiss wenn's knallt. Zu Hause wird das ignoriert, da kann er sich irgendwo hin verziehen oder zu uns kommen - es ist aber nicht so dass er zitternd irgendwo liegt. Da gibt es viel schlimmere Fälle.

    Ich habe mit ihm am Schiessstand geübt mit dem Erfolg, dass er nicht mehr alles so extrem beachtet. War aber intensivers Training über Monate!

    Glaub mir, Konsequenz und vor allem konsequente Strukturen machen so enorm viel aus. Ich war heute mit Hund und Trainer unterwegs, fremder Ort, viel Betrieb (Menschen, Autos, rauschender Fluss unter der Brücke etc.) Dann hat es immer wieder mal geknallt von irgendwo her.

    Mein Hund hat die Knallerei ignoriert, weil er in dem Moment mir MIR arbeiten MUSSTE. Alles andere war sehr unbequem, aber die Mitarbeit mit mir war toll und es gab Belohnung - also hat sich das für ihn gelohnt.

    So hatte er weder Zeit noch freie Kapazität, sich um den Knall zu kümmern, er wusste auch dass es bei mir ok ist. Daran haben wir hart gearbeitet - du siehst, nichts ist unmöglich ;)

    Such dir einen guten Trainer, der dir erklärt worauf es ankommt, wieso es nicht klappt wenn jeder macht was er will, wieso Strukturen für den Hund so wichtig sind, der euch zeigt wie ihr arbeiten könnt und wo ihr zusammen spannen müsst.

    (immer vorausgesetzt dass der Hund gesund ist!)

  • Wir haben sie im Rahmen der Kastration auf HD röntgen lassen, war aber nichts. Ist allerdings auch wieder 2 Jahre her. Aber eigentlich glaube ich nicht das sie schmerzen hat, weil man ihr sonst nichts anmerkt. Wir haben heute noch eine Hundefreundin getroffen und die sind über die Felder gerannt und haben gekämpt und hatten voll Spass.

    Ich denke wir werden uns eine andere Hundeschule suchen und noch einmal anfangen zu arbeiten, sie ist ja erst 5 und wir haben hoffentlich noch viele Jahre. Parallel werd ich trotzdem demnächst mal den Arzt prüfen lassen ob tatsächlich alles in Ordnung ist.

    Vielen lieben Dank und einen schönen Abend.

    LG
    Nicole

  • Ich musste auch gleich an Schmerzen denken, denn Leika zeigte letzte Woche das gleiche Verhalten.

    Wir waren beim TA und haben Schmerzmittel bekommen, da sie offensichtlich auch seltsam lief (sehr x-beinig, Schonhaltung, schiefe Rute).

    Bereits heute (nach knapp drei Tagen Schmerzmittel) läuft sie wieder normal und macht auch keine "Pausen" mehr. Die Rutenhaltung ist auch wieder normal (uff, ich hatte schon Cauda Equina befürchtet, obwohl die Reflexe ok waren).

    Hin und wieder gibt es auch bei Leika "Sturheit" - wenn sie unbedingt irgendwo schnuffeln muss, wenn sie vermutet, dass ihr Lieblingsfeind oder ihr Lieblingsfreund irgendwo in der Nähe ist, wenn sie im Wald im Dunklen Gespenster sieht.... aber damit können wir leben.

    Ich würde mal bei TA nachfragen und untersuchen lassen (muss ja nicht gleich nochmal Röntgen sein, TA hat oft so seine Griffe, um Schmerzstellen zu finden).

    Gruss
    Gudrun

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