Hilfe - weiß nicht weiter :(

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  • Hallo,
    in einem anderen Thread schreibst Du ja Dein Hund ist ein Angstbeisser aus Rumänien und hat höchstwahrscheinlich auf der Straße gelebt. Da Du ja schon im anderen Thread davon ausgehst das Hundi nicht so gute Erfahrungen mit Menschen hat, sollte er nicht von der Leine gelassen werden.

    Bitte suche Dir einen Verhaltensberater, denn da liegt so einiges im argen.

    LG Tina

  • Wie lang ist deine Schleppleine denn? Ich habe eine 8 Meter Schleppleine, die ich aber auf 16 Meter erweitern könnte. Ich bevorzuge die 8 Meter Leine, weil ich die schnell gepackt kriege, wen ich sie verkürzen will. Entweder ich pack rein (und fliege ein Stück hinterher) wenn der Hund an mir vorbei läuft oder ich trete drauf und laufe dann über die Leine zum Hund (geht bei einer 8 Meter Leine schnell)! Ich weiß, das sind jetzt nicht gerade die offiziellen Methoden, aber ich komme damit klar :gut: An eine Schleppleine muss man sich erstmal gewöhnen (und der Hund auch)...

  • Hallo,

    das Problem an der Sache ist, dass ein Hund nicht erst beissen muss um zu einem Wesenstest zu müssen.
    Wenn ein Hund an jemandem hochspringt und dieser sich bedrängt fühlt und Angst hat, dann reicht das teilweise schon aus.

    Du kannst ja auch mit einer 5 Meter Schleppleine anfangen und Dich langsam dran gewöhnen. Später dann auf 10 Meter.
    Es wirklich sehr wichtig, dass Deine Hündin nicht mehr abhaut und Menschen anknurrt oder anbellt, vom zwicken will ich gar nicht reden.

    Ein Auslandshund ist oftmals ein Hund mit Vergangenheit und da dauert es schon mal ne Weile bis man weiss auf was er reagiert, oder vor was er Angst hat. Diese Zeit solltest Du Dir unbedingt nehmen und Deinen Hund genau beobachten.

    Erfahrungen prägen uns und so wie wir schlechte Erfahrungen gemacht haben und diese uns beeinflussen, so ist es auch bei den Hunden.

    Sie muss ja auch erstmal Vertrauen in Dich bekommen und das geht nicht von heute auf morgen.

    Filou war über ein Jahr lang nur an der Schlepp. Er hat Menschen angebellt und angeknurrt wenn sie ihn angesprochen, oder auch nur angesehen haben. Wäre er in der Enge gewesen, dann hätte es sein können, dass er auch geschnappt hätte.
    Heute, nach zwei Jahren kann ich ihn laufen lassen, denn er hat gelernt, dass er zu mir kommen, oder weggehen kann wenn ihm Menschen unheimlich sind. Er ignoriert diese dann. Klar, dass ich eingreife und ihn von solchen Situationen fernhalte, aber manchmal steht einfach jemand vor einem, den man vorher nicht gesehen hat. Als ich noch unsicher war was sein Verhalten anging war er an der Schlepp, da ich da eingreifen konnte und ihm auch zeigen konnte, was er machen soll.

    Wie gesagt, heute ist es kein Problem mehr wenn mich jemand nach der Uhrzeit fragt, oder mich einfach einspricht. Ich kann mich normal unterhalten und mein Hund ist ruhig.

    Das war aber ein Prozess von zwei Jahren und ging nicht von heute auf morgen.
    Es wird viel Arbeit werden, aber es lohnt sich.

    Liebe Grüße und viel Erfolg

    Steffi

  • Zitat

    Hallo,

    das Problem an der Sache ist, dass ein Hund nicht erst beissen muss um zu einem Wesenstest zu müssen.
    Wenn ein Hund an jemandem hochspringt und dieser sich bedrängt fühlt und Angst hat, dann reicht das teilweise schon aus.

    Steffi


    So siehts leider aus. Deshalb pass einfach auf, dass nichts mehr passiert und beheb das Problem.
    Ich will dir keine Angst machen, sonder helfen.
    Viel Erfolg

  • Unsere Schleppleine ist 10 m lang.

    Denke schon, das ich mit der Zeit wieder mit der Schleppleine anfangen werde, aber erstmal wird Spocky nur an der Leine bleiben - bis wir einen Trainer gefunden haben.

    Bisher hatten wir nicht den Eindruck das es Probleme beim freilaufen gibt, da Spocky sich da bisher echt prima verhalten hattte und auch immer abrufbar war - sonst hätten wir ihn auch nicht von der Leine gelassen. Die Problematik hatte bisher einen anderen Schwerpunkt und uns war nicht bewusst, das es sooo gravierend ist.

    Das das ganze blöd gelaufen ist und man da dringend dran arbeiten muss und Spocky nicht mehr frei laufen wird - das weiß ich selbst.

    Wo man jedoch einen guten Hundetrainer findet, der nicht nach Schema F und 0815 mäßig arbeitet, das weiß ich nicht - habe aber netterweise einige Mails mit Adressen bekommen :D

    Finde die Erfahrungsberichte und Lernerfolge von anderen auch sehr hilfreich und es tut unheimlich gut zu hören, das andere das geschafft haben :gut:

    Beiträge wie ich soll meinen Hund nicht mehr von der Leine lassen, das es Probleme gibt wenn sowas weiterhin passiert etc. - das sagt einem meiner Meinung nach der normale Menschenverstand und hilft mir, auch wenn es mit Sicherheit nett und lieb gemeint ist leider nicht weiter in meiner Situation :???:

    Liebe Grüße und danke für eure Ratschläge :smile:

  • Ich finde es richtig, dass Du Deinen Hund erstmal an der (kurzen) Leine lässt, wenn Du Dich so sicherer fühlst.

    Ansonsten könntest Du mit ihm schon mal üben, sich mit Maulkorb wohl zufühlen. Mein Fynn war ja auch so ein Angstbeißer...

    Mit Maulkorb war ich viel sicherer und diese Sicherheit hat sich deutlich auf Fynn übertragen. Außerdem sind die meisten Leute ihm dann ausgewichen, statt ihn ungefragt anzutatschen. Auch das gefiel uns beiden sehr gut.

    Dann hab ich damals versucht im Menschen schönzufüttern. Das hat im Prinzip auch ganz gut geklappt, allerdings habe ich damals den "Fehler" gemacht, ihn auch von fremden Menschen füttern zu lassen. Das führte dann dazu, dass er irgendwann anfing, fremde Menschen anzubetteln. Das hätte mich nicht so sehr gestört, aber oft haben die Menschen sich dann erschreckt, woraufhin sich Fynn auch erschreckt hat. Das war eher kontraproduktiv.

    Ich glaube auf jeden Fall, dass ihr es schaffen könnt. Und deshalb schubse ich einfach nochmal, in der Hoffnung, dass jemand auf den Thread aufmerksam wird, der Dir einen guten Trainer empfehlen kann.

    liebe Grüße und viel Erfolg

  • Hallo Madisonelane!

    Ich hätte noch einen anderen Ansatz, etwas, dass du in der Zwischenzeit bis zum "profesionellen" Training üben kannst und das mir in einer ähnlichen Situation sehr sehr (sehr) geholfen hat. Es ging dabei nur nicht um Menschen, sondern andere Hunde, aber gleiches Prinzip (Unsicherheit).

    Meine "Management" Lösung hierzu ist der Superrückruf, ein Ruf, der immer, in jeder Situation, bei jeder Stimmung befolgt wird. Und der nur sehr sehr selten eingesetzt wird.

    Ich kann mir gut vorstellen, wie du dich in der Situation gefühlt hast, man ist völlig perplex, weiß nicht, wie reagieren und die Schreckstarre überwinden. Bei mir hat alles Rufen/Brüllen, egal was, nix gebracht. Bis ich eben einmal auf die Idee gekommen bin, einfach "Hier" (unser Superrückruf) zu rufen. Er ist gekommen, und das aus dem Vollsprint und mit Emotionen auf 180.

    Ich habe gerade nicht so viel Zeit, aber wenn dir das sinnvoll erscheint, schreibe ich gleich nochmal, wie wir das aufgebaut haben. Und man hat schneller gerufen als die Schleppleine aufgerollt! ;) (obwohl Schleppleine natürlich auch nicht verkehrt ist)

    Lg
    ~Felis

  • Zitat


    Bin hier ehrlich gesagt noch nicht über all zu viele (kompetente) Trainer gestoßen - wo find ich die?
    Suche jemanden der mit positiver Verstärkung arbeitet und weniger mit Druck, Zwang o. gar Gewalt - also nichts mit Schütteldose oder leinen rucken - aber auch konstruktiver als nur "nein" sagen.

    Vielleicht bin ich schwer von Begriff, aber warum soll ich Schleppleine vor normaler Leine vorziehen wenn eine Überprüfung statt findet?

    LG

    Vielleicht hätte deinem Hund in seiner Erziehung etwas mehr "Druck" gut getan.
    Immer Wattebällchen bringt 's ja scheinbar nicht.
    Was soll denn bitte noch passieren. Diesmal ist es glimpflich abgelaufen, nächstes mal auch ?
    Du solltest auch mal, die in deinen Augen "inkompetenten" Trainer um Hilfe bitten.

  • :lol:

    Wie wärs mit gründlich lesen?

    Wir hatten 2 "inkompetente" Trainer zuhause - hätten die mit Ihrer "Druckmethode" Erfolg gehabt, wär das garnicht passiert, oder???

    Mach dir da mal keine Gedanken, ich habe den Ernst der Situation durchaus begriffen, dennoch werde ich meinen Hund mit Sicherheit nicht mit "Druck" erziehen, wie du das so nett umschreibst.

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