9 Monate: knurrt und schnappt nach Kindern, Hilfe!!!

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  • Noch so ein ergänzender Gedanke, um deinen Kindern das Einhalten der Regeln zu erleichtern:
    Bei den Hundeliegeplätzen ein farbiges Klebeband auf den Boden kleben und mit einem gemalten Stoppzeichen und einem zufriedenen Hundebild ergänzen, so erinnern sich die Kinder daran, dass sie durch ihr Verhalten zur Zufriedenenheit des Hundes beitragen können.
    Das Zeichen soll aber auch bedeuten, dass die Kinder gar keine Interaktionen mit dem Hund starten sollen, wenn er dort liegt, also sich dort nicht hinsetzen, nicht anstarren, ihn nicht zu wecken versuchen, NICHTS!
    Vielleicht findest du noch ein lustiges "NICHTS"-Bild.

    Wenn das deine Kinder strikte einhalten, wird es auch einfacher, Besucherkinder zu diesem Verhalten anzuhalten.

    Für die Erziehung des Hundes hast du ja viele Tipps bekommen und verstanden. Beginnen musst du ja JETZT. Einen guten Trainer zu finden ist schwierig und braucht Zeit und Erfahrung. Im Moment musst du wirklich mit Kind und Hund handeln.

  • staffy

    ich gehe (z.Z.) nicht zum Trainer, weil ich der Meinung bin, diese Herausforderung gemeinsam mit der Familie und gesundem Menschenverstand meistern zu können.

    Dafür ist dieses Forum eine große Hilfe.

    Ich habe weniger Hundeerfahrung und treffe hier auf Menschen, die viel Erfahrungen haben, vor allem, die viele verschiedene Erfahrungen haben.

    Dankenswerterweise haben sich ja viele zu dem Thema geäußert, einige Hinweise kamen immer wieder, somit denke ich, der Weg kann nicht falsch sein und leuchtet mir auch ein.

    Ich warte auch nicht auf eine Eskalation, sondern suche frühzeitig Hilfe.

    Die Verantwortung trage letzten Endes immer ich.

    Und...geht es gut, sagt man: ja prima, war genau richtig.

    Sollte es doch schief gehen, dann ist es natürlich auch leicht zu sagen, das habe ich ja gleich gewußt, das packt sie nicht alleine.

    Aber ich denke mir auch, im "Menschenbereich" gehe ich nicht zum Therapeuten weil mein Sohn pubertiert und dabei irgendwelchen Blödsinn anstellt mit dem ich nicht gleich umgehen kann.

    Ich informiere mich erstmal und gucke, wie ich damit klar komme.

    Oft fehlt auch einfach das Alltagswissen oder die Tipps und Anschauungen der vorherigen Generation (bei Kindern).

    Bei Hunden ist das vielleicht ähnlich. Gäbe es in meiner Familie seit Generationen Hunde, wäre ich mit der Thematik vertraut und hätte bestimmt gelassener und vorher schon anders reagiert.
    Diese Funktion übernimmt vielleicht dieses Forum.

    Ich bin halt auch kein "Cassandra-Typ", der vom schlimmsten ausgeht, das passieren kann. Wobei man das Risiko natürlich nicht von der Hand weisen kann. Aber dann beginnt das Risiko bei der Anschaffung eines Hundes. Und Recht hat naturgemäß immer der, der warnt und mahnt, weil ausschließen kann man es halt nicht....

    soviel vielleicht zur Erklärung, ich hab also nix gegen Hundetrainer.

    liebe Grüße von
    Anna

  • Zitat

    ... Im Moment bei Anna ist es meiner Meinung nach ein normales pubertäres Verhalten, dass man mit Konsequenz wieder los wird. Wenn es aber schlimmer wird, sollte man sich wirklich professionelle Hilfe holen. Genauso wie bei einem Kind.


    NEIN! Das ist eine Warnung des Hundes, dass es für ihn nicht stimmt.
    Ich habe schon viele Hunde aufgezogen, das Sozialisieren mit (Klein-)Kindern ist Arbeit, Anstrengung, Freude. Das A und O ist das Beobachten der Stresszeichen des Hundes, und ihn aus der Situation zu nehmen, solange es für ihn noch stimmt. Im besten Falle BEVOR er überhaupt das kleinste Stresszeichen zeigt.

  • Zitat

    angst ist okay, dominanz nicht. würde er ein kind von weitem anknurren, weil es zu mir will, würde ich das keineswegs durchgehen lassen. der hund könnte seinen platz bei mir verlassen und sich auf seinen platz verziehen und dort bleiben.

    Nur kurz. Du verwechselst was. Das ist keine Dominanz sondern meist Ressourcen Verteidigung. Hunde nehmen Kinder nicht ganz für voll und je nach Charackter nutzt der eine das mehr aus und der andere weniger.

    In deinem Fall würde ich eher sagen, dass es a) eine falsche Verknüpfung war (Schreck) mit dem Kind oder b) er nicht allzu gute Erfahrungen mit Kindern hat oder c) er ein sehr territorialer Hund ist.

    Im letzten Fall hast du natürlich Recht wenn Du sagst ich bestimme wer reinkommt und dann auch recht strikt dabei bist, ohne wenn und aber.
    In den anderen Fällen hilft nur Gegenkonditionierung (Leckerlis sind ganz gut damit) und viel loben bei richtigem Verhalten.

    Ich sehe Dominanz eher in der Form des Kontrollierens von anderen Hunden. "Geh mal da lang" "Leg dich jetzt hin" "Hört auf zu streiten" usw. Eine sehr dominante Hündin ist meist die ruhigste im Rudel. Und meist ist es dann auch nicht sehr aktiv , dass sie dominanter ist, sondern alle anderen unterwerfen sich ihr gleich. Was viele als "dominant" bezeichnen, bezeichne ich meist als flegelhaftes Verhalten, Unsicherheit oder in einer Stresssituation. Ich bezweifle stark, dass Hunde uns gegenüber dominanz zeigen.

  • Zitat


    NEIN! Das ist eine Warnung des Hundes, dass es für ihn nicht stimmt.
    Ich habe schon viele Hunde aufgezogen, das Sozialisieren mit (Klein-)Kindern ist Arbeit, Anstrengung, Freude. Das A und O ist das Beobachten der Stresszeichen des Hundes, und ihn aus der Situation zu nehmen, solange es für ihn noch stimmt. Im besten Falle BEVOR er überhaupt das kleinste Stresszeichen zeigt.

    Oh je. Sogar ein rotes Nein. Woher weisst du das mit Sicherheit? Ich hab auch nicht gesagt, dass der Hund nicht rausgenommen werden soll beim knurren. Woher weisst du das es Stress ist? Meiner Meinung nach ist es ein Ressourcen Verteidigung wenn er auf dem Schoß liegt, Sohn will ihn streicheln und er knurrt od. er liegt vor der Tür (nimmt also die Küche in Beschlag) und knurrt wenn der Sohn reinkommt.
    Hunde nehmen Kinder nicht für voll und gerade in der Pubertät kuckt er mal wie weit er bestimmen darf, wo die Kinder was machen können.

    Es gibt unterschiedliches knurren. In seinem Korb ist das sicher einfach nur ein genervt sein und das hatten wir ja geklärt - Tabuzone für die Kinder. Und die Kinder sollten ihn auch nicht zu dolle in Beschlag nehmen. Aber verteidigen geht gar nicht.

  • Ein letztes mal, dann solls mir egal sein:

    Vielleicht hat der Hund schon als Welpe gelernt, wie er sich gut durchsetzen kann, mag sein, daß er jetzt in einem Alter ist, wo er das zu wiederholen versucht, wo er einfach mal „DU packst mich jetzt nicht an!“ testet, wo der Kauknochen als Eigentum betrachtet und verteidigt wird.

    Vielleicht war der Hund auch unauffällig, ist nur völlig von den Kindern genervt, gegängelt worden, ist halt nicht der Typ der flüchtet oder einfach erträgt sondern hat irgendwann angefangen zu sagen „Nu laßt mich doch bitte mal in Ruhe“!.

    Spielt eigentlich keine Rolle.

    Nun kommen die Tipps und man beginnt zu managen. Der Hund wird im Körbchen nicht mehr angefaßt nur, wenn er selber ankommt. Frißt die Bestie pardon, das Hundchen, dann halten alle Abstand, lassen ihn mit seinem Kauknochen in Ruhe.

    Es funktioniert. Kein Knurren mehr, keine Auffälligkeiten, alles ist toll.

    3 Monate später, Kind X hat Staubsaugdienst, schleppt den Vorwerk ins Wohnzimmer, fängt an und bückt sich völlig unbedarft nach dem im Weg liegenden Kauknochen. Plötzlich, aus heiterem Himmel, ohne Vorwarnung und völlig grundlos schießt der Hund nach vorne und beißt. Mit Glück nur in die Hand, vielleicht erwischt er aber auch das Gesicht.

    Warum ?

    Der Hund hat, egal wie der ursprüngliche Grund war, die Erfahrung gemacht, daß knurren auf Abstand hält. Man geht nicht weg wenns einem zuviel ist, man schickt die anderen weg. Dieser kleine Test war scheinbar (aus Sicht des Hundes) so wirkungsvoll, daß ihn nun keiner mehr im Korb belästigt und hat er was zu knabbern, dann machen alle einen respektvollen Bogen um ihn. Super Hundeleben, da gibt’s nix zu meckern.

    Tja und nun, 3 Monate später, der angefressene Kauknochen liegt strategisch wichtig 2 m vor dem Korb (Mehrhundebesitzer kennen dieses Szenario) und da wagt sich doch diese unverschämte, respektlose Nervensäge tatsächlich, den Knochen an sich zu nehmen !! Da muß Hund deutlich werden und an die alten Regeln erinnern, wirksam und verständlich.

    Hundi landet im TH mit dem Vermerk: Plötzlich, ohne Grund, ohne Vorwarnung Kind gebissen. Wochenlang war nix, völlig unauffälliger Hund, die Kinder mochten ihn ....


    Das muß nicht passieren, ist aber leider der Klassiker, den jeder Trainer mehrmals in seiner Laufbahn hat – nach dem ersten, richtigen Biss.

    Daher halte ich nix von Ferndiagnosen, nicht bei Kindern, sondern rate zu einem Trainer.
    Ich wünsche dir aber viel Glück und daß es nie soweit kommt.

    Gruß, staffy

  • hallo staffy,

    ja, das ist natürlich echt eine Horrorvorstellung.

    Aber wenn es davon so viele Fälle gibt, was würde denn ein Tiertrainer raten?
    Die individuellen Gegebenheiten mal nicht berücksichtigt.

    Das Verhalten scheint ja recht stereotyp...

    Sicher ist jede Situation unterschiedlich, aber der Raum der Möglichkeiten ist ja begrenzt.

    lg von Anna

  • Ich möchte mich staffy da ganz anschliessen.

    Hier Tips holen im Forum ist das eine, aber Hundetraining lernen....in der Praxis, mit Timing, Reaktion, Aktion, Beobachtung, Körperhaltung, die Kinder adequat mit einzubieziehen....das halt ich ohne guten Trainer sehr schwierig, da Du ja schreibst, dass es Dein erster Hund ist und Du noch keine Erfahrung hast.

    Glaube mir....was hab ich schon für Dramen miterlebt.
    Es wird meist erst eingeschritten wenn das Kind in den Brunnen gefalen ist. Wenn der Hund schon knurrt, ist das doch das erste Anzeichen, tu was. deinen Kindern zuliebe.
    Ich hab einfach schon einige Kinder mit Bissverletzungen gesehen, einige im Gesicht, vonmeiner besten Freundin kurz neben der Halsschlagader.....und sie sagt bis HEUTE- er ist doch eigentlich so ein lieber Hund.....

    Ich sag nur wehret den Anfängen. Du kannst Dir gerne meinen Beitrag bei sonstigem Talk " wie aus einem Rabauken ein alltagstauglicher Hund wurde" durchlesen. Wie das dann aussieht wenn sich Verhalten verinnerlicht und festigt. Es ist der reinste Horror im Familienalltag, kann ich nur sagen. Das wieder hinzukriegen ist fast unmöglich in ener Familienkonstellation.

    Aber natürlcich musst Du selbst entscheiden!
    bedenke nur, dass staffy und ich wissen wovon wir sprechen, wir haben bereits die Erfahrung die Dir noch fehlt.

    Und auch ohne ferndiagnose bin ich mir leider recht sicher, dass Du allein mit den Tips hier die Situation nicht i den Griff bekommen wirst.

  • hm. Ich kann dich verstehen wenn Du das so sagst Staffy.
    Auf jeden Fall eine Konstellation die unter Beobachtung bleiben sollte. Nur sollte man vielleicht nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Ich glaube es haben schon einige Hundebesitzer diese Situation durchgemacht und deren Hund ist auch nicht gleich auf die Kinder los.

    Ich vertraue auf Annas Verstand und dass sie merkt wenn es zuviel wird. Auf jeden Fall sollte dem mit der Schulung der Kinder vorgebeugt werden und der Hund sollte keine Möglichkeit zur Verteidigung gegeben werden. Dazu eine gute körperliche Auslastung.... Wenn immer noch nichts wirkt bin ich auch absolut für einen GUTEN Trainer.

  • Das heutige Kalenderblatt:
    "Wir schenken Situationen, die sich möglicherweise zum Konfliktfall auswachsen können, nicht genügend Aufmerksamkeit, solange sie sich noch im Frühstadium befinden."

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    anna26: Ich finde es toll, dass du die Situation als verdächtig erkannt hast und bereit bist, etwas zu ändern. Ich wünsche dir gutes Gelingen!

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