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Ich kann meinem Hund nicht auslasten. :-(

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      Wenn man einen Mix aus zwei Arbeitshundrassen hat, dann sollte man so einen Hund auch typgerecht auslasten.

      Der Airedale hat nunmal Jagdtrieb, er wurde zum selbstständigen Jagen gezüchtet, er braucht dafür keine Helfer.

      Wenn ein Hund sofort losprescht, wenn man ihn ableint, geht er sehr wahrscheinlich auf Spur. Er muß das Wild nicht sehen, wenn nix in Sichtweite ist, sucht er sich halt was.

      Mit so einem Hund muß man arbeiten. Der Hund muß auf den Übungsplatz und eine solide Grundausbildung bekommen.
      Anders kriegt man den Jagdtrieb nicht in den Griff.

      Fährtenarbeit, Mantrailing, Dummyarbeit; all das sind Trainingsmöglichkeiten um einen solchen Hund auszulasten, aber nicht stundenlanges Rumgelatsche.
    • Hallo @Louis_XIV :winken:

      Ich habe auch so eine jagdlich interessierte Hündin an der Schleppleine und kenne dieses Gefühl des latenten schlechten Gewissens aus ihrer Jugendzeit ebenfalls, also dieses ein bisschen Selbstniedermachende: "alle können ihre Hund draußen frei lassen, nur ich nicht, alle anderen sind für ihren Hund interessant, nur ich nicht - alle können ihren Hund erziehen, nur ich nicht... blablabla". Mein Rat: Mach' Dich frei davon! Ich habe einen tief verankert motivierten Hund, der jagen will, basta. Damit musss ich umgehen.

      Ich bin fast ein wenig neidisch, wie viel Zeit Du mit deinem Hund verbringen darfst! Meine Zeit ist wegen Arbeit, Garten, Lesen leider begrenzter, deswegen nutze ich sie auch ein wenig anders als Du. Hier mal ein paar Beispiele:

      Geholfen hat mir, um meine Bertha wieder ein bisschen nach innen zu mir zu bringen, die Arbeit mit dem Futterbeutel, Dummy-Arbeit, Beschäftigungen wie ZOS, mal hier und da ein bisschen Tricksen (mit Clicker). An der Schlepp darf sie auch buddeln, über Stämmchen traben und springen (Natur-Cavaletti sozusagen) und und und.

      Unsere Spaziergänge sind dadurch wirklich interessanter geworden. Nebenbei zeigt sie mir an, wo das Damwild steht, wo die Feldhasen hingehoppelt sind, ob es Igel im Garten gibt, welche Mäuselöcher bewohnt sind und ob wir in der Nacht Besuch von Fremdkatzen im Vorgarten hatten. Ich habe sooo viel über die Natur gelernt durch meinen (abgesicherten) jagenden Hund! Und bin dafür sehr dankbar.
      Mittlerweile kann ich Reh- von Hasenkacke unterscheiden (nun, das ist nicht so schwierig...) aber ich hoffe, Du verstehst, worauf ich hinaus will.

      In der Hundebetreuung gibt's dann Freilauf und bei mir im Garten - entweder nur rumliegen oder zum Energie-loswerden auch mal die irren 5 Minuten - die mir und ihr große Freude bereiten, aber nicht mehr so oft vorkommen wie früher.

      Nun, mein Text ist doch sehr lang geworden, ich hoffe, Du liest ihn trotzdem. Lebe mit Deiner Hündin, wie sie ist. Wenn du AJT machen willst, dann klemm' dich dahinter (ich bin in letzter Instanz nicht konsequent genug).

      Ansonsten gibt es sooo viel Möglichkeiten und Ideen, einen tollen Hund, der Labrador&Terrriereigenschaften hat, auszulasten und glücklich zu machen! :herzen1:
      Viele Grüße,

      Doro mit Riesenschnauzerhündin Bertha, pfeffer-salz (Calluna von der Eilenriede, geboren am 31.03.2010)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kamille ()

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    • Hallo. Bin zwar nicht sicher, ob mein Beitrag in diesen Thread gehört aber wollte euch um Rat bitten:

      Seit 3 Wochen leben wir nun in unserem Eigenheim mit Garten und idealer Umgebung für Gassi gehen etc. Vorher hatten wir in einer Eigentumswohnung im 2. Stock gelebt, auf die Dauer war es uns jedoch mit rauf/runter zuviel und auch aus Rücksicht für JJ haben wir uns für dieses Objekt entschieden.

      Nun hat er seit einigen Tagen die Macke, dass er praktisch nach dem Gassi gehen hinter die Hauseingangstüre geht, dort wartet und winselt. In den Garten geht er nicht und wenn ja, nur wenn wir auch draussen sind. An seinen Spielsachen hat er praktisch kein Interesse mehr, seit wir hier sind gehen wir auch öfter und im Tagestotal auch länger Gassi mit ihm. Ihr könnt denken, dass es frustrierend ist sein Gewinsel anzuhören wo wir doch erst 1 Stunde mit ihm gelaufen sind. Zugegeben, weil er winselt gehe ich mit ihm auch raus weil es eben mich nervt. Was kann ich tun, um ihn anderweitig zu beschäftigen bzw. ihm dieses Gewinsel abzugewöhnen? Vielen Dank im Voraus.
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    • Hey @esena :winken:

      Geduld, gute Nerven, Konsequenz und einen Pamir :D dann geht das.
      Heisst: einen Umzug kann (muss nicht, aber kann) einen Hund ganz schön durcheinanderbringen.
      Heisst dass Du jetzt sowieso extraspeziell Geduld brauchst :streichel:
      So viele neue Eindrücke! Neue Geräusche... das muss Hund erst mal verarbeiten und als "normal" erkennen. Das kann dauern.
      Dann bestätigst Du ja immer wieder dieses Winseln :smile: warum sollte er also damit aufhören?

      Ich würde:
      ganz bewusst für Ruhe sorgen
      in ruhigen Momenten ein Abbruchsignal aufbauen mit wahnsinnig guten Keksen :herzen1:
      Vielleicht auch ein Ritual etablieren, heisst zum Beispiel heimkommen, aufs Sofa gehen und eine Viertelstunde lang das Hundchen etwas kauen lassen.
      Ruhe einkehren lassen.

      Und wenn das alles sitzt, das Abbruchsignal einsetzen bevor es losfiept (ganz wichtig!!!) :smile:
      aufs Sofa oder auf dem Boden rumfläzen, ein Kauteil für den Hund dabeihaben und einfach Ruhe ausstrahlen.

      Sei cool :smile: Dein Hund braucht Dich als stabilen fels in der Brandung, grad wenn alles um ihn herum neu ist :smile:
      Du kannst auch die Spaziergänge etwas reduzieren, mal einen Gammeltag einlegen und nur rausgehen für Pipi und Glückswurst.
      Ruhe müssen Hunde meist lernen - und das ist ja auch nicht ganz so einfach :smile:
      Ds Bärnermeitschi im Mittuland mit zwöi Hüng um ne Gring vou Spinnzüügs.
    • Hallo @esena: Versetz dich erstmal in JJs Lage, damit das Verhalten vielleicht nicht mehr ganz so frustriert - vielleicht fallen dir dann selbst noch Maßnahmen ein, die helfen könnten.


      Neue Umgebung - draußen und drinnen. Und der Hund hat keine Ahnung warum. Eventuell reicht es ihm jetzt langsam im Urlaub und er würde gerne wieder nach Hause, weil er nicht versteht, dass ihr jetzt da wohnt.
      Hat er eine Ruhe-Ecke mit vertrauten Sachen? Sein Bett, sein Ball, sein Lieblingskissen?

      Nach einem Umzug steht die Welt ja erstmal für eine Weile Kopf. 3 Wochen ist da noch keine Zeit, in der jemand so richtig wirklich ankommt. Seid ihr vermutlich auch noch nicht. Man sucht noch nach dem Lichtschalter, während man im alten Zuhause im Stockdunkeln und im Halbschlaf ohne nachzudenken jeden Raum in und auswendig kannte.
      Manche Kiste ist noch nicht ausgepackt. Man sucht noch häufig dieses oder jenes oder macht die falsche Schublade auf, weil das bis vor drei Wochen eben jahrelang anders war.
      Das kann sich auch auf euch auswirken. Vielleicht findet ihr die Spaziergänge gerade schön und entspannend (Auszeit vom Umzugstress und selbst die neue Umgebung erkunden) und Zuhause warten dann zig Aufgaben und Kartons und Termine mit Handwerkern und Vorbereitungen für den Winter und alles, was ein Haus eben mit sich bringt. Und genau die potentiell damit verbundene Anspannung kann sich auch auf JJ übertragen. Kann, muss nicht so sein.


      Ich würde erstmal vermuten (ohne eure Situation zu kennen): Es ist alles neu, die Spaziergänge sind länger = mehr und vor allem neue Eindrücke = euer Hund ist eventuell durch, kann im neuen Zuhause noch nicht entspannen und möchte nach Hause. Vielleicht hilft es, wenn ihr ihm Sicherheit gebt. Mehr kuscheln. Eigener Ruhebereich (kann auch auf der Couch sein, wenn da seine Lieblingsdecke hingelegt wird). Routine im Tagesablauf einführen und vielleicht zunächst die Spaziergänge auch routinieren. Also nicht jeden Tag eine neue Strecke, sondern erstmal ein bis zwei Runden, bis er die gut geht, dann mal etwas ausdehnen, dann mal wechseln.
      Möglicherweise ist es gerade einfach zu viel des Neuen. :ka:
    • Ich weiss, dass der Umzug und der damit verbundene Wechsel des Heims und Umgebung eine gewisse Zeit benötigt, bis alles wieder den gewohnten Ablauf hat. In der Tat konnten wir uns selbst noch nicht ganz einrichten, vieles ist noch in Kartons bzw. noch nicht an dem gewünschten Platz. Ich habe mir die Mühe gegeben, den Ablauf für ihn so gut es geht so zu gestalten wie in der früheren Wohnung. Er hat seine Lieblingsdecke auf dem einen Ende des Sofas, sein Bett und Spielsachen auch dort wie sie im alten Haus waren. Ein Problem ist wohl auch, dass in der Wohnung alles halt auf einer Ebene war und nun hier auf 3 Halbgeschosse verteilt ist. Da ist Frauchen halt im UG während ich im ​OG bin. Werde die nächsten Tage nur gleiche Runden drehen und mich in Geduld üben.

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