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Hund ist völlig anders, wenn anderer Hund ins Spiel kommt

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    • Hund ist völlig anders, wenn anderer Hund ins Spiel kommt

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      Hallöle :winken:

      Aktuell habe ich eigentlich nur ein gravierendes Problem. Und zwar habe ich zu Hause einen total lieben gehorsamen Hund namens Mia, die alles tut, was ich sage. Das funktioniert draußen mittlerweile auch richtig gut. Wir treffen beim Gassi gehen im Park jeden Tag mehrere Hunde und manche mag sie, manche nicht so ganz, werden aber akzeptiert und dann gibt es noch die 3 absoluten Hasshunde. Die Anspannung beginnt schon 100m vorm Zusammentreffen und ich habe alles durchprobiert und bisher keinen Erfolg erlangt. Bei der Sache gibt es auch ein ganz großes Problem. Wenn der Hund auf uns zu kommt, dann laufen ich quasi auf der Seite, wo der Hund uns entgegen kommt. Sodass ich zwischen den beiden Hunden stehe. Ich nehme Mia kurz und laufe einfach geradeaus weiter und tue so als wäre das alles nichts schlimmes. Klappt auch ganz gut, da ich durch meine schrittbewegung sie immer automatisch dazu "zwinge" geradeaus weiter zu gehen und nicht abzudriften. Wenn wir vorbei sind und auch sofort alles wieder wir vorher. Das Problem nun ist, dass sie mich in der Zeit, wo ich zwischen den beiden Hunden mich befinde, mir ins Bein gnibst, wenn es im Weg ist. Es ist jetzt nicht so, dass sie sich verbeißt in meinem Bein. Ich habe auch nicht den Anschein, dass sie mir zwingend wehtun will, denn das macht sie sonst auch nie. Wie gesagt, mit ihr kann man alles machen. Allerdings befindet sie sich in der Zeit irgendwie in einer Art trance, sodass ich gar nicht an sie rankomme. Im Moment ist alles noch gar nicht so wild, allerdings weiß ich nicht, wie ich dabei zu handeln habe und habe etwas bedenken, dass es vielleicht irgendwann schlimmer werden könnte.

      Kennt jemand von euch solche Probleme? Habt ihr sie lösen können? Gibt es irgendwelche Tips, die ihr mir geben könnt? :ka: :ka:
    • Was heißt denn "alles durchprobiert"? Was und wie lange? Veränderungen brauchen ja doch eine ganze Weile, bis sie sich mal festsetzen. Mein erster Impuls in so einer Situation wäre, so weiträumig wie möglich auszuweichen und Abstand zwischen die Hunde zu bringen. Solange deine Hündin so in "Trance" ist, wirst du mit Training wenig Erfolg haben, weil sie in dem Zustand nicht mehr lernfähig ist. Mit mehr Abstand könntest du ihr ein Alternativverhalten beibringen. So wie bisher klingt's ja doch eher stressig für alle Beteiligten.
      "Training positively is more than just 'using a cookie most of the time'. Training positively is getting into your dog's head and knowing what he needs to be joyfully connected to you so that you can bring out the best he has to give." (Susan Garrett)
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    • Lulalene schrieb:

      ins Bein gnibst
      was heißt dieses Wort?

      Was ist sie für eine Rasse/ Mischung?

      Wo hast du sie her?

      Zeigt sich das Verhalten wirklich nur bei diesen drei Hunden?

      Was hast du bereites versucht? Warst du in einer Hundeschule die Gruppentraining macht? Auf Social walks oder ähnlichem?
      Flocke, Prager Rattler *01.04.2011
      Wilma, Whippet *18.04.2017

      Die Monster in Bildern
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    • Wir sind eine ganze Weile immer auf Abstand vorbei gegangen. Wenn ausweichmöglichkeiten gerade gegeben sind, dann machen wir das auch immernoch. Ganz am Anfang sind wir am Wegesrand stehen geblieben und ich habe sie sitz machen lassen. Klappte auch bis auf die letzten 2 Meter. Ich habe Leckerlis oder Spielzeuge zur Abwechslung mitgenommen, aber die nahm sie in den Mund und spuckte sie dann aber wieder aus, weil die Hunde wichtiger waren.

      Gnibsen heißt, dass nicht richtig reinbeißt, obwohl sie die Gelegenheit dazu hätte. Ich trage hinterher also keine Folgen bei mir. Man sieht an der Stelle nichts und es zwickt nur anfangs.

      Sie ist ein Dackel - Jack Russell - Mix, die vorher auf dem Dorf mit zwei weiteren Hunden gelebt hat. Allerdings nur auf Hof und im Haus. Wir hatten am Anfang beide viel nachzuholen, mittlerweile gibt es bis auf dies, aber gar keine weiteren Probleme mehr.

      Dieses total aggressive Verhalten zeigt sie wirklich nur gegenüber den 3 Hunden. Wenn sie andere Hunde nicht mag, dann stehen ihre Nackenhaare zwar zu Berge, aber sie gibt warnhinweise (knurren), wenn der andere Hund zu nahe kommt. Sie geht den Hunden die sie nicht mag auch grundsätzlich dann aus dem Weg. Bei den anderen drei Hunden bin ich mir sicher, dass sie hinlaufen würde, wenn ich sie nicht an der Leine hätte. Und was dann passiert, will ich nicht wissen.
    • Lulalene schrieb:

      Ich nehme Mia kurz

      Lulalene schrieb:

      am Wegesrand stehen geblieben und ich habe sie sitz machen lassen
      Damit setzt Du sie massiv unter Stress.
      Du zwingst sie, eine Situation auszuhalten, die sie doof findet.
      Und dann zwickt sie Dich ins Bein aus Stress/Übersprung.

      Alternative, wenn Bogen laufen nicht geht: 180°-Wende und damit aus der Situation raus.
      Johanna mit
      Crazy (*2004) Terrier-Mix aus dem ​TH Lübbecke
      Betsey (*2002) Kurzhaar-Border-Collie aus der Tieroase Birkenschold (ursprünglich aus Irland)
      und Ingo, Boy, Paula, Willi, Karlheinz und Tapsi (in den ewigen Jagdgründen)
    • frolleinvomamt schrieb:

      Lulalene schrieb:

      Ich nehme Mia kurz

      Lulalene schrieb:

      am Wegesrand stehen geblieben und ich habe sie sitz machen lassen
      Damit setzt Du sie massiv unter Stress.Du zwingst sie, eine Situation auszuhalten, die sie doof findet.
      Und dann zwickt sie Dich ins Bein aus Stress/Übersprung.

      Alternative, wenn Bogen laufen nicht geht: 180°-Wende und damit aus der Situation raus.
      Wir haben hier auch nach wie vor 2 Hunde, bei denen Mora das gleiche Verhalten zeigt. Normalerweise dreh ich auch ab und such mir dann eine Stelle, in denen ich ausweichen kann, leider klappt das aber eben nicht immer(unsere Morgen-Gassi Runde führt an einem Weg vorbei durch den ich zwingend durch muss - umdrehen geht nur, wenn ich 30 Minuten Zeit habe, was morgens nicht passt und ausweichen geht auch kaum)

      Grundsätzlich kenne ich mittlerweile die Gassizeiten und versuche diese einfach zu vermeiden (die Besitzer sind nett, da kann man sich ganz gut absprechen), für den Notfall hab ich mittlerweile eine Tüte Katzennassfutter dabei. Die wird dann frühzeitig auf den Boden gestreut und die anderen gehen schnell vorbei. Normales Futter nimmt sie in der Zeit auch nicht, aber Katzennassfutter (hab die Tüten von Aldi) geht eigentlich immer bei uns.

      Ist jetzt kein Training, aber da es ca 1-2x im Monat vorkommt, ist das für mich so ok.

      Gemeinsame Trainingsversuche haben hier immer nur kurzzeitig funktioniert und dann gab es wieder Rückfälle.. Die mögen sich einfach nicht...
    • Lulalene schrieb:

      Ich nehme Mia kurz und laufe einfach geradeaus weiter und tue so als wäre das alles nichts schlimmes. Klappt auch ganz gut, da ich durch meine schrittbewegung sie immer automatisch dazu "zwinge" geradeaus weiter zu gehen und nicht abzudriften.
      Du tust so, jedoch wird Mia Deine Anspannung spüren und natürlich veränderst Du dabei Deine Körperhaltung. Das sind ganz feine Signale, die Dein Hund aufnimmt.

      Das Schnappen in Dein Bein ist eine Übersprungshandlung, weil sie mit ihren Gefühlen irgendwo hin muss und sich nicht anders helfen kann.

      Ich würde die Leine nicht zwingend kurz nehmen, sondern mit Leckerli/Spieli Aufmerksamkeit (weit im Vorfeld bevor ihr an dem Hund vorbei kommt) fordern und den Hund so am anderen Hund vorbei geleiten. Funktioniert das so nicht, würde ich den Hund in den Vorsitz nehmen (Blickrichtung zu mir), Aufmerksamkeit einfordern und mit Leckerli belohnen.

      Hasshunde hat jeder Hund. Meiner Meinung nach darf er die auch haben. Man muss nur eben den Umgang miteinander regeln, so dass man mit Anstand vorbei kommt.
      Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
      Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
      Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
      Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben! ♡

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