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Fragen die man sich sonst nicht zu stellen traut Teil XII

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      Es geht mir nicht darum, dass alles immer lustig und cool sein soll.

      Es wird ständig von Stress geschrieben als wäre es eine Krankheit. (Ja, ich weiß, dass Stress krank machen kann.) Stress gehört in einem bestimmten Rahmen aber zum Leben dazu.

      Tagesabläufe werden teilweise auf ein Minimum reduziert, Welpen dürfen kaum noch was von der Welt sehen (sonst sind sie - angeblich - überfordert), es wird penibel darauf geachtet, dass Hundchen ja jeden Tag sein Schlafpensum einhält und "extra" Beschäftigung für den Hund braucht es sowieso nicht, denn der Hund hat mit dem Alltag ja genug zu tun.

      Es gibt spezielle Hunde, es gibt Hunde mit Umweltproblemen, ... ja. Aber oft sind es - für mich - normale junge Hunde die hier geschildert werden. :ka: Ich finde diesen Ruhe Ruhe Ruhe-Trend einfach sehr seltsam und frage mich, woher das kommt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Getier ()

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      Ich habe gut, mh, 8 Jahre gebraucht um zu verstehen, dass Ashkiis Freude keine ist, sein Rennen oft genug auch nicht, sondern Stress. Ohne ihn habe ich es zwar im ganz kleinen Rahmen auch schon früher gesehen, wenn andere Hunde etwas aus Stress gemacht haben, aber erst durch Stresskeks Ashkii habe ich es auch verstehen gelernt, auf solche Zeichen zu achten. Macht eben auch keinen Sinn alles als Freude zu beschreiben, nur weil es besser gefällt. Und zwischen Schilderungen lesen und Hunde erleben liegen oft genug Welten.
      Ich kann nur aus meinen Erfahrungen schreiben, dass durch das Überangebot für Hunde (fast schon vom ersten Tage an) es leider umgeschlagen ist und Hunde oft genug tatsächlich mit ihrem Verhalten etwas anderes "sagen" als Mensch es versteht. Die Umwelt verstehen lernen hat genug Momente in denen "sinnvoller" Stress vorhanden ist und somit auch lernen können nicht ausflippen zu müssen. Das reicht für Welpen oder Hunden, die das nicht gewohnt sind und müssen nicht noch extra gepuscht werden, weil Mensch sie in ihrer vermeintlichen Freude noch unterstützen.
      Hauptproblem ist natürlich: Mensch muss es erkennen können.
      LG Terry mit Ashkii und Nia - sowie Barry, Brinky, Miez, Balu und Jimmy im Herzen
      - Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören um zu verstehen. Wir hören zu um zu antworten / Verfasser mir unbekannt -
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      Ist der Gegendtrend zu dem geläufigen "Ich muss mein Hund auslasten bis er tot umfällt (damit er ruhig zu Hause bleiben kann)"-Trend.
      Glaub mir es gibt Hunde, die haben ein strafferes Programm als Mittelschulkinder :ugly: .

      Ich seh nicht in jedem Hundepups Stress, aber mir ist der Trend zu mehr Entspannung/Ruhe im Hund lieber, als hochgepuschte, hypernervöse Hunde.
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      Getier schrieb:

      Stress gehört in einem bestimmten Rahmen aber zum Leben dazu.
      Absolut.
      Nur woher soll grad ein Hundeanfänger wissen, was gut ist und was nicht?

      Getier schrieb:

      und frage mich, woher das kommt.
      Das kommt von der Wohnungshaltung.
      Wenn die Hunde im Zwinger sind, stört's keinen wenn sie fiepen und janken wie blöd.
      Daheim im Körbchen merkt man's halt und irgendwann kam so ein Schlufi auf die Idee, dass es eventuell gar nicht soooo toll ist, wenn die Hunde so fiepen und rumnervösen.
      Und das hat sich rumgesprochen :smile:
      Auch dass Hunde AUCH unter Stress leiden können. Wenn ich bedenke dass meine Eltern nicht begriffen haben, dass ein Hund auch Schmerzen empfinden kann (bezw. das einfach irgendwie egal war), dass Menschen an nicht-sichtbaren Leiden leiden können :ugly: dass Allergien - Stopp, das gab's noch gar nicht :ugly: .... dann möchte ich nicht wissen, wie es ums Wissen / Interesse der tierischen Seele bestellt war.
      Jetzt ist's halt anders und wir wollen alle nur das Beste fürs Hundeli.
      Kehrseite der Medaille ist, dass Hunde an so hohen Erwartungen wie sie oft in "der Gesellschaft" herrschen, einfach nichts anderes als zerschellen können.

      Weisst was ich meine? :smile:
      Ds Bärnermeitschi im Mittuland mit zwöi Hüng um ne Gring vou Spinnzüügs.
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      CH-Troete schrieb:

      Weisst was ich meine?
      Ja. Trifft aber nicht ganz das Phänomen, was ich versucht habe zu schildern.

      Es ist ganz toll, dass Hundebesitzer sensibilisiert werden und auf ihren Hund achten sollen. Ganz klar. Für mich ist es aber OFT (nicht immer) nicht nachvollziehbar und überzogen bis schädlich für den Hund.

      Dein Beispiel z. B.:

      CH-Troete schrieb:

      Das kommt von der Wohnungshaltung.
      Wenn die Hunde im Zwinger sind, stört's keinen wenn sie fiepen und janken wie blöd.
      Daheim im Körbchen merkt man's halt und irgendwann kam so ein Schlufi auf die Idee, dass es eventuell gar nicht soooo toll ist, wenn die Hunde so fiepen und rumnervösen.
      Nein, das kommt nicht von der Wohnungshaltung. Ich bin mir sicher, noch vor drei Jahren hieß es hier nicht in jedem 3. Thread "der Hund ist überfordert". Da war eher noch die Beschäftigungswelle "in". Mir fehlt die gesunde Mitte. :smile:

      Und um bei deinem Beispiel zu bleiben: Sollte mein Hund in seinem Korb liegen und fiepen,... ich würde erstmal denken, er hat Schmerzen ODER er will meine Aufmerksamkeit. Nicht, dass er kurz vorm Burnout steht, weil wir heute mal ein bisschen getrickst haben oder in der Stadt waren.
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      Getier schrieb:

      Mir fehlt die gesunde Mitte.
      Das wäre zu simpel und keiner verdient das was dran.
      Es kommt immer in Wellen, alles und überall.

      Ich kenne wirklich hauptsächlich Menschen die ihre Hunde komplett überfordern.
      Sei's dass ein viermonatiger Junghund Mo-Fr eine Stunde am Rad laufen muss, dass es ganz tragisch ist wenn ein Halbjähling in den acht Stunden allein sein reinmacht.
      Dass ein knapp Jähriger Labbi unerwarteterweise zu andern hingeht zum gucken.
      Ein zwölf Wochen alter Jack Rüssel wird "kaputtgemacht" mit Rennspielen weil der sonst nie pennt.

      Die Normalen sind echt selten, ich wünsche mir die chillige Welle auch bei uns hinter den sieben Bergen.
      Ds Bärnermeitschi im Mittuland mit zwöi Hüng um ne Gring vou Spinnzüügs.
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      Naja aber bei vielen Hunden ist es halt wirklich so, das sie schnell überfordert sind. Grad bei Rassen wie Border Collies war bzw ist oft noch die Tendenz die viel zu früh "auspowern" zu wollen ja sehr weit verbreitet weil sie es eben auch anbieten und das ist ja Gift bei denen. Also finde ich es in vielen Fällen schon sehr angebracht vorsichtig mit Überbeschäftigung (kA ob ich das Wort grade erfinde) grad bei Welpen und Junghunden zu sein

      Edit: und um die gesunde Mitte zu finden muss man sich mit dem Thema schon ein bissel auseinandersetzen um die Zeichen von echtem Stress erkennen zu können und das machen eben nicht alle ​HH wie man ja oft genug sieht

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nerd-O-SaurusRex ()

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