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Panische Angst vor dem Nachbarshund

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    • Panische Angst vor dem Nachbarshund

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      Hallo ihr Lieben,

      ich bin ganz neu hier und mein momentanes Problem hat mich dazu gebracht, mich nun hier in diesem Forum anzumelden.

      Seit knapp einem halben Jahr wohne ich gemeinsam mit meinem Freund in einer kleinen Straße mit Einfamilienhäusern in unserer Kleinstadt. In einem dieser Häuse wurde so umgebaut, sodass hier nun mehrere Wohnungen drin sind. In einer davon wohnen wir. In dem Haus nebenan wohnt ein etwas älteres Paar, vielleicht auch mit Familie, mit Boxer-Mischling, der laut Aussage unseres Vermieters inzwischen um die 12 Jahre alt ist. Sehr oft sind wir diesem Hund noch nicht begegnet, erst zwei Mal, aber diese Begegnungen waren nicht sehr schön.

      Das eine Mal stiegen wir gerade aus dem Auto, da kam der Hund zu uns gelaufen und stand dann einfach bei uns herum. Es war kein Besitzer weit und breit zu sehen, also blieben wir erstmal dort stehen und warteten, bis der Besitzer letztlich auftauchte und den Hund mit sich nahm. Er hatte, wie immer, keine Leine um.

      Die zweite Begegnung war dann schon sehr beängstigend und sorgt nun inzwischen dafür, dass ich mich nicht mehr wirklich aus dem Haus traue oder immer panische Angst habe, wenn ich nach Hause komme. Wir kamen aus der Haustür heraus, an der Straße entlang ging der Mann mit seinem Boxer-Mix, wieder unangeleint. Dann lief der Hund auf uns zu, auf unsere Auffahrt, blieb ca. drei Meter weit von uns entfernt stehen, sah uns an und knurrte einmal. Danach sah er uns einfach nur an. Ich blieb wie erstarrt stehen, versuchte den Hund nicht zu sehr anzuschauen und blickte hilfesuchend nach meinem Freund, der gerade dabei war, die Tür heranzuziehen. Während das Herrchen nach dem Hund rief und beteuerte, der Hund würde ja nichts tun, dieser aber auch nicht direkt hörte, ging mein Freund einfach auf den Hund zu, weil er sich nicht einschüchtern lassen wollte. Mein Freund hatte aber selbst auch große Angst in diesem Moment. Der Hund hörte schließlich auf sein Herrchen und ging zu ihm. Dann traute auch ich mich, zur Straße zu gehen. Dort war der Hund dann wieder entspannter, ich ließ ihn an meiner Hand und an mir schnüffeln und konnte ihn dann auch ein wenig und vorsichtig streicheln. Ich erhoffte mir dadurch, er würde mich vielleicht kennenlernen und wäre dann auch in Zukunft etwas ruhiger.

      Dennoch plagen mich seitdem täglich Ängste. Ich vermeide es, wenn möglich, allein aus dem Haus zu gehen, insbesondere im Dunkeln. Wenn jemand bei mir ist, habe ich weniger Angst. Auch, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, habe ich große Angst, dem Hund zu begegnen.

      Vor allem auch, da der Hund ja nie angeleint ist und die Pforte zum Grundstück oftmals einfach offen steht.

      Unser Vermieter meinte, mit dem Besitzer des Hundes sei nicht gut zu sprechen, er wäre nicht belehrbar oder einsichtig was die Leinenpflicht betrifft. Wäre der Hund angeleint, wäre ich um einiges beruhigter. Auch meinte unser Vermieter, dass man bei dem Hund auf jeden Fall etwas aufpassen sollte. Das hat meine Angst nun nur noch mehr verstärkt.

      Ich habe nun absolut keine Ahnung, wie ich mich verhalten soll und wie ich meine Angst überwinden kann. Ich kann nicht einschätzen, warum der Hund uns angeknurrt hat und wie dieses Knurren wohl zu deuten gewesen ist. Ich kann nicht einschätzen, ob es ein unsicheres Knurren war, nach dem Motto "Oh, euch kenn ich nicht. Achtung!" oder ob es ein bedrohliches aggressives Knurren war. Was kann ich nun tun? Wie verhalte ich mich am besten?

      Ich hoffe, ich treffe hier auf Verständnis und ein paar hilfreiche Tipps, denn im Moment bin ich einfach nur verzweifelt :verzweifelt:
    • Bitte steigere dich nicht hinein, vom Hund geht deiner Schilderung nach keine Gefahr aus.
      Ein Knurren bedeutet immer erstmal "Halt Abstand , laß mich in Ruhe". Er riecht und sieht anhand eures (auffälligen) Verhaltens,daß ihr Vorbehalte habt. Haltet Abstand, dann macht der Hund das auch und versucht ruhig mit dem Nachbarn zu reden. Es ist auch denkbar, daß der Hund nicht mehr so gut sieht und deshalb so nah kommt.
      Ich hoffe ihr findet eine gute Lösung mit dem Nachbarn. :smile:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wow... ()

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    • Kann dein Vermieter nicht mit dem Besitzer reden? Ich gehe jetzt ganz naiv davon aus, das Hundehaltung eigentlich nur dann gestattet werden sollte, wenn alle Parteien damit einverstanden sind und es keine Probleme mit dem Hund gibt. Zumindest an die Leine nehmen sollte der Besitzer den Hund.

      Wo wohnst du denn? Herrscht da Leinenpflicht? So könntest du dem Besitzer mal mit dem Ordnungsamt drohen, wenn er seinen Hund nicht anleint.

      Und natürlich bekommst du dafür Verständnis. Meine Freundin hatte z.b. auch Angst vor großen Hunden und geheuer sind sie ihr immer noch nicht. Vollkommen legitim. Erst recht, wenn der Hund knurrend vor dir steht und du dich nicht mehr aus der Wohnung traust.
      Nika mit Havaneserrüde Neville
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    • Du wirst diesen ​HH nicht bekehren können und eine rechtliche Handhabe hast Du nicht, weil der Hund sich absolut anständig verhält. Ich weiß, für "Nicht-Hundemenschen " sieht das oft anders aus, da wirkt ein Knurren bedrohlich und ein großer Hund per se sowieso schon mal abschreckend. Was ich absolut verstehe!!!

      Nur: Wie gesagt: Der ​HH wird sich nicht ändern, "nur" weil Du Angst vor seinem (in seinen Augen) friedfertigem Hund hast.

      Meine Idee dazu wäre, mit dem Nachbarn zu sprechen, Dich mit ihm zu einem gemeinsamen Spaziergang MIT HUND zu verabreden, da kannst Du ein wenig den Hund und sein Verhalten beobachten und Dein Nachbar kann Dir sicher vieles erklären (z.B. Dass Knurren NUR Kommunikation ist und erstmal per se gar nicht bedrohlich ist)

      Vielleicht kannst Du auch eine Hundeschule aufsuchen und Dich dort über Hunde informieren und Schritt für Schritt an sie heran geführt werden.

      Sicher ist es nicht Deine Aufgabe und kein Zwang, dass DU von Dir aus einen Schritt auf Hunde zumachen solltest, schließlich ist es laut aller Hundeverordnungen so, dass kein Hund andere Menschen in irgendeiner Form zu belästigen hat, von daher bist Du natütlich "im Recht", wenn Du sagst, das willst Du nicht und der soll seinen Hund eben einfach fern von Dir halten.....
      Aber das Leben ist eben anders, Du wirst immer wieder ​HH mit mehr oder weniger aufdringlichen, undisziplinierten Hunden, die selber gar kein Verständnis für die "Ablehnung" ihres "Familienmitgliedes" haben, treffen.

      Wenn Du Deine eigene Angst überwinden kannst, indem Du ein wenig über Hunde lernst, ist Dir, glaube ich,, langfristig am meisten geholfen!

      Alles Gute Dir!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cattlefan ()

    • wow... schrieb:

      Bitte steigere dich nicht hinein, vom Hund geht deiner Schilderung nach keine Gefahr aus.
      Ein Knurren bedeutet immer erstmal "Halt Abstand , laß mich in Ruhe". Er riecht und sieht anhand eures (auffälligen) Verhaltens,daß ihr Vorbehalte habt. Haltet Abstand, dann macht der Hund das auch und versucht ruhig mit dem Nachbarn zu reden. Es ist auch denkbar, daß der Hund nicht mehr so gut sieht und deshalb so nah kommt.
      Ich hoffe ihr findet eine gute Lösung mit dem Nachbarn. :smile:
      Erstmal danke für deine liebe Antwort :-)

      Ich weiß, ich steigere mich da leider total hinein. Bisher war ich nie in einer solchen Situation, deshalb ist sie für mich total ungewohnt. Ich bin eigentlich ein totaler Hundeliebhaber, bin auch selbst mit einem groß geworden. Aber diese Situation jetzt ist für mich komplett neu und deshalb sehr beängstigend. Vor allem dann, wenn zu allem Unwohlsein mein Vermieter berichtet, dass man da aufpassen müsse und dass der Besitzer den Hund auch nicht angemessen erziehen würde (er soll einen Stock extra anfertigen lassen haben mit einer Spitze am unteren Ende, um entweder seinen Hund zurechtzuweisen oder gar fremde Hunde von seinem fernzuhalten). Ich weiß natürlich nicht, was an dieser Erzählung dran ist, aber mein Vermieter kennt den Hundebesitzer nun schon wesentlich länger als ich und mein Vermieter ist auch ein absoluter Hundemensch.

      Wie dem auch sei.. soll ich mich nun also komplett normal verhalten? Und wenn der Hund wieder auf mich oder auf uns zugerannt kommt? Wie verhalte ich mich denn am besten unauffällig und zeige dem Hund, dass ich keine Gefahr für ihn darstelle?
    • bello303 schrieb:

      Wie verhalte ich mich denn am besten unauffällig und zeige dem Hund, dass ich keine Gefahr für ihn darstelle?
      Dass Du keine reale GEFAHR darstellst für den Hund, das wird der selber wissen, der wird sehr schnell riechen, dass Du Angst hast.

      Aber DEINE Angst kann ihn verunsichern, weil er denkt "Verdammt, irgendwo muß es eine ganz gewaltige Bedrohung geben, sonst wäre dieses Menschlein hier nicht so am Schlottern!" und wirkt damit für Dich bedrohlicher, weil er im Grunde nur sich selber vor irgendeiner unbekannten Gefahr schützen will.
    • Nikus_ schrieb:

      Kann dein Vermieter nicht mit dem Besitzer reden? Ich gehe jetzt ganz naiv davon aus, das Hundehaltung eigentlich nur dann gestattet werden sollte, wenn alle Parteien damit einverstanden sind und es keine Probleme mit dem Hund gibt. Zumindest an die Leine nehmen sollte der Besitzer den Hund.

      Wo wohnst du denn? Herrscht da Leinenpflicht? So könntest du dem Besitzer mal mit dem Ordnungsamt drohen, wenn er seinen Hund nicht anleint.

      Und natürlich bekommst du dafür Verständnis. Meine Freundin hatte z.b. auch Angst vor großen Hunden und geheuer sind sie ihr immer noch nicht. Vollkommen legitim. Erst recht, wenn der Hund knurrend vor dir steht und du dich nicht mehr aus der Wohnung traust.
      Der Besitzer des Hundes wohnt im Einfamilienhaus nebenan, nicht in dem, in dem wir wohnen.

      Soweit ich informiert bin, herrscht hier Leinenpflicht. Nicht überall, aber in gewissen Gebieten, so beispielsweise in Wohngegenden. Ich habe auch schon darüber nachgedacht, das Ordnungsamt zu konsultieren, aber dann wäre die Stimmung natürlich direkt sehr geladen :/ Ich denke mal, der Hundebesitzer kann sich dann schon denken, dass das von uns kommt. Und die Frage ist natürlich auch, ob das dann überhaupt etwas bringt. Und wenn es nichts bringt, dann ist die gesamte Stimmung sehr geladen und der Hund würde es ja sicher auch spüren, wenn der Nachbar uns gegenüber dann Ablehnung zeigt. Deshalb bin ich sehr im Zwiespalt :/

      Danke für dein Verständnis :) ich würde meine Angst diesem Hund gegenüber so gern ablegen können :(
    • Das tut mir total leid für dich. Der Besitzer des Hundes reagiert nicht richtig. Egal wie groß oder klein, jeder Hundehalter hat seinen Hund so zu führen, dass dieser keinen anderen Menschen belästigt oder sogar Angst macht. Ob nun der Hund böse ist oder nicht, hat mit deiner Angst erstmal nichts zu tun. Und "lesen" musst du den Hund auch nicht, das ist nicht deine Aufgabe zu erörtern, ob das Knurren jetzt böse oder sonstwas war.

      Ich würde an deiner Stelle trotz der Meinung deies Vermieters zu eurem Nachbarn hingehen, wenn möglich mit deinem Freund als Rückhalt, und es trotzdem mit einem Gespräch erstmal versuchen. Vielleicht versteht er ja, dass der Hund dir Angst macht, sodass er ihn anleinen kann, wenn du in der Nähe bist. Einfach vernünftig reden hilft da schon manchmal. Jeder normale vernünftige Mensch versteht dich und passt ab dem Zeitpunkt auf.

      Wenn er wirklich nicht einsichtig ist, macht es das natürlich schwieriger. Du kannst dich dafür entscheiden, dich an das Ordnungsamt wenden und dort deinen Fall schildern. Dann gibt es für den Mann wahrscheinlich erstmal eine Abmahnung. Wie das ​OA danach verfährt, solltest es weiterhin passieren und du weiterhin Beschwerden einreichen, ist regional ganz unterschiedlich.
      Eine andere Möglichkeit wäre ggf. noch, dass du eine billige Packung Hundekekse kaufst und wenn du aus der Haustür gehst, einfach ein paar Kekse neben dich fallen lässt. Dann ist der Hund abgelenkt, du kannst weitergehen und es könnte den Nebeneffekt haben, dass du für den Hund zum Freund wirst. Die andere Seite der Medaille könnte sein, dass der Hund dann erst recht zu dir hinrennt, wenn er dich sieht, weil du die Leckerlitante für ihn bist.

      Mit dem Vermieter hast du ja schon gesprochen. Er ist dafür zuständig, die geltende Hausordnung durchzusetzen. Meistens steht da auch drin, dass Hunde auf dem Gelände an der Leine zu führen sind, weil es sonst eine Abmahnung geben wird. Dem Vermieter würde ich nochmal nachdrücklich auf die Füße treten....

      Bitte berichte, wie es bei dir weiterging. Alles Gute für dich!
    • bello303 schrieb:

      . soll ich mich nun also komplett normal verhalten?
      Ja, genauso. Ich glaube nicht, daß der Hund euch Böses will.
      Er wird halt bemerkt haben, daß ihr neu seid und jetzt werdet ihr genauestens beäugt.
      Ignorier ihn einfach und geh ganz normal aus dem Haus. Wenn du im Dunkeln Angst hast, daß der Hund irgendwo stehen könnte, dann nimm eine Taschenlampe mit.
      Wenn er dich beissen wollte, wäre das schon längst passiert.

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