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Hund hat Panik vor kleinen Kindern, wie gewöhne ich sie daran?

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    • Hund hat Panik vor kleinen Kindern, wie gewöhne ich sie daran?

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      Hallo ihr Lieben,

      nun hab ich mittlerweile auch mal ein Problem. Zur Vorabinfo wir wohnen in einem Wohngebiet in einer Wohnung und haben in unserer Straße 2 Kindergärten. Ich habe einen Sheltie 3 jahre und seit einem Jahr einen Mini Aussie, Diva. Mit Diva hab ich momentan ein katatrophales Problem. Wenn wir Spazieren gehen und wir auf Kinder treffen rastet sie vollkommen aus. Sie springt in die Leine (Richtung Kind) bellt und jault, ich versuche das zu unterbinden, jedoch ist sie sogut wie nicht ansprechbar....Nun hatten wir gestern die Situation, dass wir einen kleinen Jungen im Garten meiner Eltern hatten. Ich habe Diva so noch nie erlebt, der Junge saß oder stand nur da, und sie sprang immer wieder auf ihn zu (berührte ihn aber nicht) und kläffte heftig.
      Ich bin natürlich dazwischen gegangen weil ich teilweise Angst hatte, dass sie schnappen würde... Zum ersten Mal sah ich, dass sie extrem verunsichert war und richtig Panik vor dem Jungen hatte. Aber anstatt wegzugehen, ging sie lieber hin und kläffte halt. Da wir noch etwas Zeit hatten, dacht ich mir okay, du versuchst das jetzt zu nutzen um ihr zu zeigen, dass der kleine Junge ihr nichts tut und hab versucht sie vorsichtig heran zu führen. Der Junge hatte glücklicherweise keine Angst vor ihr und hat das mitgemacht, sie durfte schnuppern und er durfte ihr auch einen Ball werfen, aber sie hatte ihn immer panisch im Auge und sobald er eine zu schnelle Bewegung getan hat, ging das gekläffe und gespringe wieder los..Also scheinbar hat sie extrem Angst vor kleinen Kindern. Meine Frage ist nun, wie bring ich ihr bei, dass Kinder nichts schlimmes sind und sie sich nicht aufzuregen hat? Vor allem bei den alltäglichen Spaziergängen bräuchte ich da eine Lösung, da wir hier ständig auf Kinder treffen :/ Wir haben nächste Woche eine Trainerstunde, wo sich das ganze Problem angeschaut wird. Aber vllt hat jemand Tipps :D

      Momentan versuch ich sie mit dem Kommando "Schau" auf mich zu lenken, sobald sie ein Kind sieht. Klappt leider nur mäßig, vorallem wenn die dicht an uns vorbei rennen...Wenn sie es gut macht und das Kind kaum beachtet wird natürlich dolle gelobt...
      Diva & Julie - Etwas besondere Hunde
      Mini ​AUSSIE & Sheltie
    • Ich find's schon prima, dass du ein " Versuchsobjekt " mit dem Jungen hast. Vielleicht noch mehr von dieser Sorte in deinem Umfeld?!? Denn mit Hilfe solcher Kinder wirst du es schaffen, deine Vierpfote zu desensibilisieren... :gut:
      Liebe Grüße, Leni mit BA-LU (Tibet Terrier geb. 14. Juni 2005)
      ARON (Tibet Terrier 2001-2008)
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    • Heidesand schrieb:

      Ich find's schon prima, dass du ein " Versuchsobjekt " mit dem Jungen hast. Vielleicht noch mehr von dieser Sorte in deinem Umfeld?!? Denn mit Hilfe solcher Kinder wirst du es schaffen, deine Vierpfote zu desensibilisieren... :gut:
      Das ist leider mein Problem...ich habe nicht wirklich "Versuchskinder".. Weder in der Familie noch bei Freunden :verzweifelt: Der Junge von gestern war nur ausnahmsweise da und gehörte zu einer Kundin meiner Mutti... also war ein absoluter Ausnahmefall.
      Diva & Julie - Etwas besondere Hunde
      Mini ​AUSSIE & Sheltie
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    • Der Hund hat Angst vor Kindern, soll aber bei dem Kommando "Schau" dich die ganze Zeit angucken, obwohl die "Gefahr" weiterhin da ist. Ich denke das wird nicht klappen, kein Lebewesen auf diesem Planeten guckt bei Gefahr weg (oder höchstens um zu flüchten).

      Ich würde erstmal daran arbeiten, dass sie merkt, dass du ihr vor diesen Ungeheuern" Schutz bietest, z.B. du immer zwischen ihr und den Kinden stehst/gehst.
      Aber ich denke, die Trainerstunde vor Ort ist noch das Beste.
    • Borderlunde schrieb:

      Der Hund hat Angst vor Kindern, soll aber bei dem Kommando "Schau" dich die ganze Zeit angucken, obwohl die "Gefahr" weiterhin da ist. Ich denke das wird nicht klappen, kein Lebewesen auf diesem Planeten guckt bei Gefahr weg (oder höchstens um zu flüchten).

      Ich würde erstmal daran arbeiten, dass sie merkt, dass du ihr vor diesen Ungeheuern" Schutz bietest, z.B. du immer zwischen ihr und den Kinden stehst/gehst.
      Aber ich denke, die Trainerstunde vor Ort ist noch das Beste.
      Ich hatte mit dem "Schau" gehofft, dass sie sobald sie "Gefahr" sieht, mir das in diesem Sinne anzeigt sodass ich sie Schützen kann. Denn schützen tu ich sie, ich Stelle mich immer vor sie und bzw. zwischen die Gefahr und ihr. Schon immer, seit Welpenzeit... Bin leider etwas verunsichert was die Richtige herangehensweise ist. Wenn ich ein Kind sehe und sie anfängt zu fixieren, versuch ich sie rauszuholen. Wenn das nicht funktioniert stelle mich vor sie,aber irgendwie reagiert sie sehr schlecht darauf.
      Diva & Julie - Etwas besondere Hunde
      Mini ​AUSSIE & Sheltie
    • Bist du dir sicher, dass das Angst auf Seiten deines Hundes ist?

      Für 'nen (Mini-)Aussie in dem Alter wäre es nämlich absolut nix Ungewöhnliches, Kinder schlecht einordnen zu können und dann ins Maßregeln/Kontrollverhalten zu kippen.

      Ich würde da nicht unbedingt auf direkte "Konfrontation" gehen und den Hund immer wieder zum Kontakt überreden wollen, sondern stattdessen ganz klare Regeln schaffen und dem Hund vermitteln, dass du das klärst, er sich in deiner Nähe aufhalten muss (und da dann natürlich auch nicht plötzlich von einem Kind angefasst wird!) und er die Verantwortung, die er glaubt übernehmen zu müssen, gut an dich abgeben kann. Abstand halten, Ruhe reinbringen, bei Bedarf – und wenn das gut klappt – den Abstand verringern.

      So aus der Erfahrung mit einem erwachsenen Aussie, der Kinder blöd findet und die liebend gerne auf ähnliche Art wie du das beschreibst von sich und mir fernhalten würde, wenn man ihn lassen würde: je mehr Aufmerksamkeit (Ballspielen, "Schönfüttern") man den Kindern widmet, desto bedeutsamer werden sie aus Sicht des Hundes und desto größer der innere Konflikt.

      Was ist denn das langfristige Ziel: "Muss" der Hund Kontakt zu Kindern haben oder willst du einfach, dass er sie ignorieren kann und ruhig vorbeigeht?
    • pardalisa schrieb:

      Bist du dir sicher, dass das Angst auf Seiten deines Hundes ist?

      Für 'nen (Mini-)Aussie in dem Alter wäre es nämlich absolut nix Ungewöhnliches, Kinder schlecht einordnen zu können und dann ins Maßregeln/Kontrollverhalten zu kippen.

      Ich würde da nicht unbedingt auf direkte "Konfrontation" gehen und den Hund immer wieder zum Kontakt überreden wollen, sondern stattdessen ganz klare Regeln schaffen und dem Hund vermitteln, dass du das klärst, er sich in deiner Nähe aufhalten muss (und da dann natürlich auch nicht plötzlich von einem Kind angefasst wird!) und er die Verantwortung, die er glaubt übernehmen zu müssen, gut an dich abgeben kann. Abstand halten, Ruhe reinbringen, bei Bedarf – und wenn das gut klappt – den Abstand verringern.

      So aus der Erfahrung mit einem erwachsenen Aussie, der Kinder blöd findet und die liebend gerne auf ähnliche Art wie du das beschreibst von sich und mir fernhalten würde, wenn man ihn lassen würde: je mehr Aufmerksamkeit (Ballspielen, "Schönfüttern") man den Kindern widmet, desto bedeutsamer werden sie aus Sicht des Hundes und desto größer der innere Konflikt.

      Was ist denn das langfristige Ziel: "Muss" der Hund Kontakt zu Kindern haben oder willst du einfach, dass er sie ignorieren kann und ruhig vorbeigeht?
      Huhu,

      also ja ich denke sie kann Kinder schlecht einordnen, weil sie sich anders Verhalten und Bewegen. Es könnte auch sehr gut Maßregeln/Kontrollverhalten sein, da sie allgemein momentan stark auf Bewegungsreize reagiert... Ich denke aber auch dass sie sehr verunsichert ist, denn gestern hat sie wirklich panisch geguckt obwohl der Junge sich nicht bewegt hat. Sie hat sich auch kaum rangetraut. Ich habe sie bisher nur gestern kurz konfrontiert und gemerkt, dass das leider gar nichts bringt. Aus der Ferne sind Kinder in Ordnung. Wir waren grad im Park, in ca 30m Entfernung hat ein Kind Fussball gespielt, das war in Ordnung. Dafür wollte sie grad einem Radfahrer hinterher...also ich denke es sind momentan kleine Kinder gepaart mit Bewegungsreizen, mit denen sie total überfordert ist. Jetzt ist die Frage, wie gebe ich ihr Sicherheit...
      Mein Langfristiges Ziel ist es lediglich dass sie die Kinder ignorieren kann und ruhig vorbeigeht, sie muss nicht gestreichelt werden oder in Kontakt sein zum Glück.

      PS.: Sie wird evtl auch bald läufig...keine Ahnung ob das auch mit reinspielen kann..
      Diva & Julie - Etwas besondere Hunde
      Mini ​AUSSIE & Sheltie

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jumy14 ()

    • Woraus schliesst Du denn, dass sie "Panik" hat, wenn sie anscheinend recht offensiv nach vorn marschiert?

      Wir haben momentan eine ähnliche Situation mit dem Border Collie von Freunden, der übrigens auch ca ein Jahr alt ist. Unser Sohn ist den Umgang mit Hunden sehr gewohnt und provoziert den Hund absolut nicht (schaut ihn nicht an, rennt nicht, kreischt nicht, spielt mit viel Abstand etc), aber der Hund geht trotzdem beim kleinsten Bewegungsreiz hin und kläfft ihn an. Die Besitzer und wir haben das weniger als Angst ausgelegt und mehr als altersbedingte Unsicherheitsphase kombiniert mit rassebedigtem Trieb/niedriger Reizschwelle. Icb bin nicht so der Hütehund Typ, aber evtl ist das bei Deinem Aussi ähnlich.

      Unsere Freunde sind sehr engagiert und arbeiten mit Hilfe eines Trainers daran. Ich denke, bei all solchen Problemen ist der Ansatz ähnlich - dem Hund keine Gelegenheit geben, solche Situationen selbst zu "lösen" (= bei Begegnungen immer anleinen), Halter muss alle Interaktionen zwischen Hund und Kind kontrollieren, und Impulskontrolle üben.

      Der Hund wird möglicherweise Kinder nie super finden. Möglicherweise wird man ihn auch nie frei mit Kindern laufen lassen können. Aber angeleint an einem Kindergarten vorbeilaufen ohne beim blossen Anblick eines Kindes nach vorne zu gehen, das kann eigentlich jeder Hund.

      Ganz ehrlich, ich bin eigentlich wirklich entspannt mit Hunden, aber wenn einer meine Kinder angeht finde ich das nicht mehr witzig. Als "Versuchsobjekt" würde ich meine Kinder sicherlich nicht zur Verfügung stellen.

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