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Austausch: Leinenführigkeitstraining

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      Noch kurz ergänzend hier zu:

      Millemaus schrieb:

      So habe ichs mit Whiskey auch gemacht. Hund an kurzer Leine (2m) an den Cani Cross Gürtel gehängt, Stück gegangen, um eine Wiese rum und dieselbe Strecke wieder zurück (das haben wir wirklich viele Wochen gemacht, 3x am Tag 15 Minuten, 1x die Woche gings zum Freilauf mit dem Auto auf ein entsprechendes Gelände, das wars an Gassi).

      Wir haben dann wöchentlich Strecke hinzugenommen. Also einfach pro Woche 15-30m mehr dran gehängt (je nachdem, wie aufregend die Gegend ist, was der Hund leisten kann), wieder umgekehrt und denselben Weg zurück.
      Mittlerweile können wir ca. eine halbe Stunde lang gehen. Dabei gehen wir in 2 "Sackgassen", an deren Ende wir gerade jeweils am Ausbauen sind.
      Wenn es dunkel ist, es also weniger Reize gibt, dann können wir bei der einen Sackgasse schon wesentlich weiter gehen, bevor wir umdrehen müssen.
      Joggen wir (nur nachts/im dunkeln), können wir sogar noch sehr sehr sehr viel weiter gehen als beim normalen Spazieren gehen. Er kommt dann einfach in so eine Art "Lauftrance", er läuft sich ein (dauert so 500m) und dann trabt er ganz entspannt vor mir her.
      Ruhiges, gleichmäßiges Laufen (Joggen oder auch am Fahrrad) hilft vielen Hunden, sich zu konzentrieren und überschüssige Energie abzubauen. Habt ihr es damit schon mal probiert?
      Lieben Gruß von Mila mit
      Whiskey (*30.09.2013, Kleiner Münsterländer/Appenzeller Sennenhund),
      Nala (*22.09.2017, griechischer Mix) und
      Sitterhündin Lucy (*01.09.2016, griechischer Mix)

      Hochprozentige Action trifft tiefenentspanntes Monsterchen
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    • KasuarFriday schrieb:

      Plankton schrieb:

      Was ist denn die methode nach Turid rugaas?
      Ich zitiere mich einfach mal selbst, aus einem anderen Leinenführigkeits-Thread (-> Leinenführigkeit zum x-ten!!!!!!)

      KasuarFriday schrieb:

      Einen Einblick in die Methode gibt das PDF hier: Leinenfuehrigkeit.pdf
      Ich habe mit dem Aufbau danach angefangen, dann nach dem Buch von Frau Rugaas weitertrainiert.
      Das Prinzip ist aber das gleiche und relativ einfach: Man konditioniert den Hund, einem auf ein Signal hin zu folgen. Mit dem Signal trainiert man dann Richtungswechsel, gibt es, bevor der Hund in die Leine läuft oder zwischendurch als Erinnerung. Je besser der Hund an der Leine läuft, desto seltener braucht man das Signal und natürlich belohnt man es bei fortgeschrittenem Training immer seltener. Auch nach Abschluss des Leinenführigkeitstrainings kann man das Signal für Richtungswechsel nutzen oder wenn man den Hund z. B. aus dem Weg eines Radfahrers lotsen möchte etc. (egal, ob an der Leine oder im Freilauf).
      Anhand des oben verlinkten PDFs kann man das m. E. super trainieren. Ich hab das damals per Google gefunden, als ich wissen wollte, wie die Methode funktioniert.
      Mir hat die Methode dann so gut gefallen, dass ich mir das kleine Büchlein von Turid Rugass dazugekauft habe,. Revolutionär anderes steht da nicht drin, aber ich habe es trotzdem sehr gerne gelesen und schaue auch immer mal wieder gerne rein. Unbedingt brauchen tut man es aber wie gesagt nicht zum Trainieren.
      Mir hat das Training so Spaß gemacht, das war echt ein Unterschied zu unserer vorherigen Methode. Dem verfressenen Elvis ging es ähnlich ... mit einem Hund, der sich nichts aus Futter macht oder draußen zu gestresst ist, um welches anzunehmen wäre das natürlich nix gewesen.
      Hallo :-)

      Ich habe mir gerade das PDF durchgelesen und finde, dass sich die Methode sehr gut anhört!
      Ich habe allerdings noch 1-2 Fragen. Bitte steinigt mich nicht, wenn die hier schonmal auftauchen :gott:
      Am 5.3. kommt unsere Rayna aus Kreta an. Sie ist dann ca.16-18 Wochen alt.
      Nun ist in der ersten Zeit ja in erster Linie Ruhe und möglichst wenig gezieltes Training, außer den "Alltagsregeln" angesagt. Das würde die o.g. Methode ja aber ausschließen.
      Ich möchte Rayna natürlich so bald wie möglich an das entspannte Gehen an der Leine gewöhnen, auf der anderen Seite wird sie sich ja aber erstmal an die Umgebung gewöhnen und Reize verarbeiten müssen.
      Wie sollte ich damit umgehen? Geschirr + kurze Leine und sie einfach machen lassen und dabei das Training an Halsband und Leine nach hinten verschieben?
      Auf der anderen Seite wurde mir geraten direkt alles so zu machen wie es auch später laufen soll, damit sie sich gar keine "falschen" Verhaltensweisen angewöhnt.
      Ich bin etwas verwirrt und bitte um Aufklärung :ops:
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    • ShadowWingXY schrieb:

      Ich bin etwas verwirrt und bitte um Aufklärung
      ich kann nur von mir reden. Als ich Chilly bekam mit drei Jahren, hat er an der Leine gezogen wie Sau. Bei 33 kg nicht witzig, aber viel von der Leinenzieherei kam einfach auch daher, weil er völlig überfordert war. Ich bin zu einer 5 meter Leine und Geschirr übergegangen, er hatte mehr Freiraum, was einiges schon erleichterte, und jetzt mit 2 Jahren ist er sehr gut Leinenführig, er ist es 'einfach' geworden, weil er ruhiger wurde, weil man ihn viel besser belohnen kann inzwischen.
      Ich würde mich mit der Leinenführigkeit nicht stressen

      Hier gehts zum Fotothread von Chilly und Bonnie: Kleine Lady und blonder Prinz


      “You never know how strong you are until being strong is your only choice." ​BOB Marley


    • Ich würde anfangs einfach Geschirr und lange Leine dran machen, 3 Meter haben bei uns in dem alter völlig gereicht. Du siehst ja dann wie schnell der Zwerg sich eingewöhnt und kannst dann ganz in Ruhe das Training mit Halsband und kurzer Leine starten.
      Liebe Grüße von Christin und Chico

      when you help others, you can't help helping yourself
    • ShadowWingXY schrieb:

      Am 5.3. kommt unsere Rayna aus Kreta an. Sie ist dann ca.16-18 Wochen alt.
      Nun ist in der ersten Zeit ja in erster Linie Ruhe und möglichst wenig gezieltes Training, außer den "Alltagsregeln" angesagt. Das würde die o.g. Methode ja aber ausschließen.
      Ich möchte Rayna natürlich so bald wie möglich an das entspannte Gehen an der Leine gewöhnen, auf der anderen Seite wird sie sich ja aber erstmal an die Umgebung gewöhnen und Reize verarbeiten müssen.
      Wie sollte ich damit umgehen? Geschirr + kurze Leine und sie einfach machen lassen und dabei das Training an Halsband und Leine nach hinten verschieben?
      Auf der anderen Seite wurde mir geraten direkt alles so zu machen wie es auch später laufen soll, damit sie sich gar keine "falschen" Verhaltensweisen angewöhnt.
      Ich bin etwas verwirrt und bitte um Aufklärung
      Ich finde die Frage spannend, nicht zuletzt, weil ich mich selbst inzwischen häufiger gefragt habe, wie ich es denn optimalerweise mit Elvis gemacht hätte. Mit Elvis war ich anfangs doppelt gesichert unterwegs, mit einer 3-Meter-Leine, die sowohl in ein Zugstopphalsband als auch in ein Sicherheitsgeschirr eingeklinkt war, er hatte also ca. 1,5 Meter Leinenlänge. Die doppelte Sicherung wäre bei ihm nicht nötig gewesen, aber sowas weiß man ja auch erst, wenn man den Hund dann besser kennt.

      Darum glaube ich, dass die Antwort auf die Frage erstmal in Gegenfragen liegt :)
      - Wie wohnt ihr denn? Habt ihr einen Garten, habt ihr ein Auto, in welcher Umgebung werdet ihr die ersten Gassirunden gehen?
      Davon hängt ja auch ab, welche Leinenelängen usw. überhaupt möglich sind. Ich wohne mit Elvis z. B. im Berliner Zentrum direkt an einer vierspurigen Hauptverkehrsstraße. Die Bürgersteige hier sind breit und wir haben es nicht weit zum nächsten kleinen Park, der aber auch von vielen anderen Hundehaltern, Spaziergängern, Radfahrern und Joggern genutzt wird. Leinenlängen von mehr als 2 Metern werden hier schnell schwierig, dafür ist aufgrund der engen Verhältnisse, des dichten Verkehrs und der vielen Möglichkeiten eines plötzlichen Erschreckens die Sicherung des Hundes für mich besonders wichtig gewesen. Konnte ja keiner ahnen, dass Elvis selbst bei direkt nebn ihm aufheulenden Martinshörnen gar nicht reagiert (im Gegensatz zu mir, aua!).
      Bei meinen Eltern in der Kleinstatdt sieht die Welt dagegen ganz anders aus.

      - Was wisst ihr über das Wesen, die Herkunft und die bisherige Umgebung von Rayna? Wird sie z. B. eher als ängstlich beschrieben oder eher als neugierig? War sie bisher auf einem ruhigen Hof bei Privatleuten untergebracht oder in einem großeren Tierheim? Ist sie z. B. im Tierheim zur Welt gekommen oder wurde der ganze Wurf ausgesetzt ohne Mutter gefunden? etc.

      - Wie möchtet/werdet ihr später mit ihr Gassi gehen, im Idealfall? Also z. B. ist es wahrscheinlich, das es reine Leinenrunden geben wird oder braucht sie nur einige hundert Meter nahe bei euch zu gehen und kann dann im Freilauf (oder ggf. an der Schleppleine) auf Feldern und Wiesen toben? Und was wird ihr sonst wahrscheinlich häufiger begegnen? Seid ihr z. B. viel unterwegs, auch in Wohngebieten und Städten oder lebt ihr sehr naturnah und würdet den Hund eher zu Hause lassen, wenn ihr mal in die Stadt fahrt?

      Das alles fällt mir gerade ein, damit man abwägen kann zwischen
      a) der Sicherung des Hundes
      b) einem möglichst großen, sinnvollen Leinenradius
      c) einem Training, das den Hund nicht überfordert und optimal zum späteren Alltag passt.

      Aus meiner jetzigen Sicht hätte ich es mit Elvis damals gerne so gehandhabt: das Zugstopphalsband mit dem Sicherheitsgeschirr unabhängig von der Leine gekoppelt, so dass die Leine nur im Geschirr eingehakt gewesen wäre. Zum Üben zuerst in der Wohnung die Leine idealerweise im Brustring des Geschirrs eingehakt, alternativ am Halsband, später dann das gleich an der Stelle draußen, die für ihn am wenigsten aufregend ist. Dann üben, Zeitraum und dann Schwieirgkeitsgrad langsam steigern.
      Bei uns wäre die Herausforderung einfach gewesen, dass wir uns auch ohne Leinenführigkeitstraining erst einmal bewegen müssen, einfach weil die nächste Lösemöglichkeit mindestens ca. 400 Meter und eine Straßenüberquerung entfernt liegt. Falls der Hund in dieser Zeit zieht, soll er sich dabei auch nicht den Hals brechen und falls er sich erschrickt, weil ein Laster vorbeidonnert oder ein Motorrad eine Fehlzünung hat, soll er auch nicht plötzlich ohne Geschirr auf der Straße rumrennen.

      Wenn man aber z. B. einen sicher eingezäunten Garten hat, sieht die Welt - und damit das Leinenführigkeitstraining von Anfang an - ganz anders aus.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von KasuarFriday ()

    • KasuarFriday schrieb:

      ShadowWingXY schrieb:

      Am 5.3. kommt unsere Rayna aus Kreta an. Sie ist dann ca.16-18 Wochen alt.
      Nun ist in der ersten Zeit ja in erster Linie Ruhe und möglichst wenig gezieltes Training, außer den "Alltagsregeln" angesagt. Das würde die o.g. Methode ja aber ausschließen.
      Ich möchte Rayna natürlich so bald wie möglich an das entspannte Gehen an der Leine gewöhnen, auf der anderen Seite wird sie sich ja aber erstmal an die Umgebung gewöhnen und Reize verarbeiten müssen.
      Wie sollte ich damit umgehen? Geschirr + kurze Leine und sie einfach machen lassen und dabei das Training an Halsband und Leine nach hinten verschieben?
      Auf der anderen Seite wurde mir geraten direkt alles so zu machen wie es auch später laufen soll, damit sie sich gar keine "falschen" Verhaltensweisen angewöhnt.
      Ich bin etwas verwirrt und bitte um Aufklärung
      Ich finde die Frage spannend, nicht zuletzt, weil ich mich selbst inzwischen häufiger gefragt habe, wie ich es denn optimalerweise mit Elvis gemacht hätte. Mit Elvis war ich anfangs doppelt gesichert unterwegs, mit einer 3-Meter-Leine, die sowohl in ein Zugstopphalsband als auch in ein Sicherheitsgeschirr eingeklinkt war, er hatte also ca. 1,5 Meter Leinenlänge. Die doppelte Sicherung wäre bei ihm nicht nötig gewesen, aber sowas weiß man ja auch erst, wenn man den Hund dann besser kennt.
      Darum glaube ich, dass die Antwort auf die Frage erstmal in Gegenfragen liegt :)
      - Wie wohnt ihr denn? Habt ihr einen Garten, habt ihr ein Auto, in welcher Umgebung werdet ihr die ersten Gassirunden gehen?
      Davon hängt ja auch ab, welche Leinenelängen usw. überhaupt möglich sind. Ich wohne mit Elvis z. B. im Berliner Zentrum direkt an einer vierspurigen Hauptverkehrsstraße. Die Bürgersteige hier sind breit und wir haben es nicht weit zum nächsten kleinen Park, der aber auch von vielen anderen Hundehaltern, Spaziergängern, Radfahrern und Joggern genutzt wird. Leinenlängen von mehr als 2 Metern werden hier schnell schwierig, dafür ist aufgrund der engen Verhältnisse, des dichten Verkehrs und der vielen Möglichkeiten eines plötzlichen Erschreckens die Sicherung des Hundes für mich besonders wichtig gewesen. Konnte ja keiner ahnen, dass Elvis selbst bei direkt nebn ihm aufheulenden Martinshörnen gar nicht reagiert (im Gegensatz zu mir, aua!).
      Bei meinen Eltern in der Kleinstatdt sieht die Welt dagegen ganz anders aus.


      Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus. Recht dicht an der oldenburger Innenstadt, aber auch nur ca. 1km vom Deich entfernt.
      Die ersten Gassirunden werden wohl an der Straße stattfinden, allerdings nicht direkt an der Hauptstraße, sondern in Nebenstraßen. Dann mal schauen, wie sie das so findet und langsam steigern. Es gibt eine Gemeinschaftswiese, die allerdings nicht komplett eingezäunt ist. Hier werden dann wohl die ersten Minuten an der Schleppleine stattfinden, wenn wir ein bisschen spielen/den Rückruf üben.
      Ein Auto ist vorhanden.


      - Was wisst ihr über das Wesen, die Herkunft und die bisherige Umgebung von Rayna? Wird sie z. B. eher als ängstlich beschrieben oder eher als neugierig? War sie bisher auf einem ruhigen Hof bei Privatleuten untergebracht oder in einem großeren Tierheim? Ist sie z. B. im Tierheim zur Welt gekommen oder wurde der ganze Wurf ausgesetzt ohne Mutter gefunden? etc.


      Rayna ist derzeit bei einer ganz tollen Pflegestelle auf Kreta. Die hatten in den letzten 2 Jahren 12 Welpen und haben selbst drei erwachsene Hunde aus dem Tierschutz. Rayna wird als sehr schlau und lieb beschrieben. Sie ist für ihr Alter so gut wie stubenrein, schläft nachts in einer eigenen Box und ist es gewohnt "Pause" zu machen, wenn die "Pflegemama" am Schreibtisch arbeitet. Super Voraussetzung, damit sie später mit mir ins Büro kann.

      Die Pflegemama wird jetzt anfangen, mit ihr an der Straße spazieren zu gehen. Ich werde dann mal fragen, wie die das Leinentraining (sofern vorhanden) aufziehen.
      Ängstlich ist sie laut Beschreibung überhaupt nicht.

      - Wie möchtet/werdet ihr später mit ihr Gassi gehen, im Idealfall? Also z. B. ist es wahrscheinlich, das es reine Leinenrunden geben wird oder braucht sie nur einige hundert Meter nahe bei euch zu gehen und kann dann im Freilauf (oder ggf. an der Schleppleine) auf Feldern und Wiesen toben? Und was wird ihr sonst wahrscheinlich häufiger begegnen? Seid ihr z. B. viel unterwegs, auch in Wohngebieten und Städten oder lebt ihr sehr naturnah und würdet den Hund eher zu Hause lassen, wenn ihr mal in die Stadt fahrt?


      Also da wir in der Stadt wohnen, ich viel zu Fuß mache und sie da auch mitnehmen will wird es reine Leinenrunden geben. Langfristig ist aber mindestens einmal am Tag eine Runde mit Freilaufoption geplant (oder eben Schlepp, solange der Rückruf noch nicht 100% sitzt). Fahrräder, Jogger, andere Hunde, viele Autos und so werden Alltag sein...


      Das alles fällt mir gerade ein, damit man abwägen kann zwischen
      a) der Sicherung des Hundes
      b) einem möglichst großen, sinnvollen Leinenradius
      c) einem Training, das den Hund nicht überfordert und optimal zum späteren Alltag passt.

      Aus meiner jetzigen Sicht hätte ich es mit Elvis damals gerne so gehandhabt: das Zugstopphalsband mit dem Sicherheitsgeschirr unabhängig von der Leine gekoppelt, so dass die Leine nur im Geschirr eingehakt gewesen wäre. Zum Üben zuerst in der Wohnung die Leine idealerweise im Brustring des Geschirrs eingehakt, alternativ am Halsband, später dann das gleich an der Stelle draußen, die für ihn am wenigsten aufregend ist. Dann üben, Zeitraum und dann Schwieirgkeitsgrad langsam steigern.
      Bei uns wäre die Herausforderung einfach gewesen, dass wir uns auch ohne Leinenführigkeitstraining erst einmal bewegen müssen, einfach weil die nächste Lösemöglichkeit mindestens ca. 400 Meter und eine Straßenüberquerung entfernt liegt. Falls der Hund in dieser Zeit zieht, soll er sich dabei auch nicht den Hals brechen und falls er sich erschrickt, weil ein Laster vorbeidonnert oder ein Motorrad eine Fehlzünung hat, soll er auch nicht plötzlich ohne Geschirr auf der Straße rumrennen.

      Wenn man aber z. B. einen sicher eingezäunten Garten hat, sieht die Welt - und damit das Leinenführigkeitstraining von Anfang an - ganz anders aus.
      Danke für deine ausführliche Antwort :-)

      Ich denke, wenn die Infos der Pflegestelle dem nicht widersprechen werden wir es wohl folgendermaßen machen:
      Gesichert über Leine + Zugstopp, 2m Leine ans Geschirr. Da kann sie dann machen was sie will und sich erstmal an die Umgebung gewöhnen.
      Dann Leinenführigkeit am Halsband wie im PDF beschrieben langsam aufbauen. Erscheint mir von allen Alternativen die ich so kenne irgendwie am stressfreisten, oder?
    • Wir sind ja immer noch mittendrin im Thema "Leinenführigkeit" trainieren. Ich habe jetzt mit zwei Hunden noch größeren "Druck", dass das funktioniert mit der lockeren Leine. Ich muss sagen, dass die Leinenrunden mit zwei Hunden sehr anstrengend sind. Ich trainiere deshalb häufig alleine mit dem Junghund (8 Monate). Aber ein Dauerzustand soll das ja auch nicht sein.

      Wir haben gerade mit beiden Hunden an einem Basistraining teilgenommen. Die Hundetrainerin hat mir die Videos von Bina Lunzer empfohlen. Sie trainiert nach einem ähnlichen Konzept. Das sieht ja immer alles so schön aus in den Videos. Hat hier jemand Erfahrung mit ihren Trainingsmethoden gemacht? Handtarget kennen meine Hunde schon. Ich finde das auch prinzipiell eine schöne Methode, ist halt auch sehr, sehr Futter lastig. :???:
    • Bin mir unsicher ob es der passende Thread ist...
      Knallschote hat sich etwas neues angewöhnt und ich bin mir nicht sicher ob ich das gut finde oder ignorieren soll.
      Wir arbeiten verstärkt an der Orientierung an mir im Alltag. Seit nem Monat wird quasi alles mögliche an Aufmerksamkeit geclickert und es funktioniert wirklich gut.
      Seit letzter Woche bietet mir die Knallschote plötzlich ein freiwilliges Sitz an wenn sie etwas aufregendes in der Entfernung sieht.
      Beispiel: Leinenspaziergang, Hund schnüffelt am Wegesrand, sieht nen Hasen übers Feld rennen, friert ein (keine Spannung auf der Leine), fixiert den Hasen. Ich spreche sie an um ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, keine Reaktion, nochmal angesprochen, Hund setzt sich hin.
      Beim ersten Mal dachte ich an Zufall. Inzwischen zeigt sie das regelmäßig, sowohl bei Wildsichtung als auch bei anderen Hunden die uns entgegenkommen und zwar immer dann, wenn ich einfach stehen bleibe und sie nicht in Richtung des Reizes laufen kann. Geb ich ihr 2-3 Sekunden Zeit kann ich sie aus dem Sitz mit einem einfachen "Weiter" lenken. Hin und wieder gibt es noch ein Wuff in die Richtung des Reizes aber danach ist ihr Fokus direkt bei mir.
      Will ich das so? Will ich das evtl. verstärken? Ich bin mir da nicht sicher, da mir der Zeitraum bis die Knallschote ansprechbar und lenkbar ist eigentlich zu lang ist. Von Sichtung des Reizes über Sitz bis zum Weiter dauert es gerne mal 10+ Sekunden.
      Ein wenig unsicher bin ich mir auch ob sich da nicht eine Verhaltenskette aufbaut die irgendwann in Frust umschlägt. Die Abfolge Reiz, Absitzen, Leine lösen, Warten wenn aufgeregt, Freigabe haben wir durchaus im Alltag im Gebrauch (Auslaufgebiet, Treffen mit Hundefreunden etc.).
      Luna "Knallschote", BBS, * 03.06.15


      " You aren't sailing past honor for the liking of a room. These questions are birthday basements. To end the blue radish is the upside of luxury and sparking a good lizard can only make tears fall in hindsight. Puddles do not ask for why not? It is cheese! Breath and wind. It is cheese." - Alan Shore
    • Dein Hund bietet Dir eine tolle Möglichkeit. Ich würde ins Sitzen reinbelohnen. Wenn der Hund sich nicht rumdrehen kann, serviere ich das Futter direkt vor der Schnauze. Und zwar in einer recht kleinen Taktung. Also, so: Servieren, aufnehmen, schlucken, servieren, aufnehmen, schlucken ... bis der Hund sich abwenden kann. meiner Erfahrung nach führt das langfristig dazu, dass der Hund immer schneller in der Erregung runterkommt und immer früher ansprechbar wird.

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