Hund hört nicht / paar Fragen

  • Wie haben vor 6 Wochen einen Mischling aus einer Hundenothilfe geholt. Er kommt ursprünglich aus Rumänien, ist ein Jahr alt, also noch sehr jung und man weiss nicht genau was mit ihm passiert ist..

    Anfangs war er verständlicherweise sehr schreckhaft und schüchtern als er zu uns nach Hause gekommen ist, jedoch hat sich das jetzt schon gebessert. Zu andern Personen ist er immernoch sehr ängstlich.

    Also zu meiner Frage: Heute war ich mit ihm spazieren und er hat sich aus seiner Leine lochgemacht und ist über die Hauptstrasse gerannt, zittere immernoch total. Zum Glück habe ich ihn dann 100Meter weiter gefunden, er lag auf einem Bürgersteig.

    Natürlich habe ich mir dann eben sofort ein Hundegeschirr gekauft, damit sowas niewieder passiert.

    Aber wie bringe ich ihm bei, dass er auf seinen Namen hört. Man kann ihn rufen wie man will, selbst wenn ich futter dabei habe kommt er nicht.

    Auch wenn er abends im garten gespielt hat, rennt er vor uns weg oÔ und ich muss ihn reintragen.,

    Komischerweise ist er, wenn er dann drinnen ist garnicht mehr ängstlich.

    Wir kuscheln ja auch mit ihm und wenn wir nach Hause kommen hüpft er uns an und leckt uns im gesicht und legt sich auf den rücken und lässt sich kraulen

  • Also als aller 1. an seinen Namen gewöhnen, dass geht relativ leicht.

    Du rufst seinen Namen und sobald er Dich anguckt lobst du ihn und gibst ihm ein Leckerlie - aber den Namen nicht so oft nacheinander sagen, weil wenn du ihn zu oft sagt, stellt sich der Hund dann irgendwann auf durchzug.

    Also immer den Name sagen, Hund guckt - und wird belohnt, zwischen den Sagen des Namen, wenn er nicht gleich beim 1. mal guckt, so 10 bis 20 sec. ne Pause zwischen machen.

    Beschäftige Dich mit dem Hund mach Suchspiele im Garten, mach UO mit íhm und lobe ihn überschwenglich wenn er was toll gemacht, wenn er was falsch macht - ignoieren.

    Viel Beschäftigung zwischen Mensch und Hund verstärkt die Bindung enorm.

    Was mir noch einfällt, betüttelt ihn nicht ständig, lass ihm seine Ruhepausen, er kommt schon irgendwann von allein, wenn er sich zurückzieht, dann lasst ihn auch seine Ruhe.

    Wenn Du noch Fragen hast, immer stellen - hier helfen Dir viele

    LG Sandra

  • Zitat


    Natürlich habe ich mir dann eben sofort ein Hundegeschirr gekauft, damit sowas niewieder passiert.

    Das finde ich schon mal klasse - eine prompte und gute Reaktion von Dir.
    Falls ein normales Geschirr nicht ausreicht - denn "draußen" kann ein ängstlicher, unsicherer Hund noch oft in Versuchung geraten, sich durch Flucht zu retten, gibt es bei Far from Fear (einfach Tante Google fragen...) einen Shop, der spezielle, ausbruchsichere Geschirre anbietet.

    Was das Namen lernen und ranrufen angeht:
    Fang ganz klein an und üb erst einmal in der Wohnung, in der sich der Kerle ja schon zu Euch hin traut. Draußen wird er momentan noch viel zu überwältigt sein von den vielen oft auch ängstigenden Eindrücken.

    Wenn der Hund in der Wohnung sowieso auf Euch zukommt, dann sagt Ihr leise und lockend seinen Namen und das Hier-Kommando, so dass er beides mit dem Herankommen zu Euch verknüpft.
    Das baut man dann ganz allmählich aus - indem man das Üben in der Wohnung allmählich in den Garten verlagert.

    Das wird mit der Zeit schon, wenn sich ein wenig Vertrauen aufgebaut hat.
    Beschütz ihn momentan noch vor zu vielen neuen Eindrücken - das muss von so einem Hund auch erst mal alles verarbeitet werden und tastet Euch allmählich von zu Hause aus an die Außenwelt ran.

    LG, Chris

  • Meine Freundin hatte ein ähnliches Problem.

    Sie ist Anfangs nur kleine Runden mit Ihm gegangen und hat sich nach 2 Wochen eine Begleitung in der Nachbarschaft gesucht. Nette Frau mit selbstbewusstem Hund.
    Draußen nicht zu viel neues. Immer gleiche Runde, möglichst gleiche Uhrzeit.

    Hat er zuhause einen Ruheplatz? Wo nur er hin darf und dort auch voll und ganz in ruhe gelassen wird ?

    Zu dem würde ich dir eine Schleppleine empfehlen.
    Aber erst wenn er euch draußen voll und ganz vertraut.

  • Wo genau kommt Euer Hund denn her? Wenn Du den Ort in Rumänien weißt, dann nutz doch mal den Gockel und schau Dir Bilder von dort an.

    Vergleich es mit Deinem Umfeld jetzt und hier und Du wirst ungefähr einschätzen können, was da an neuer Umwelt auf Deinen Hund hereinstürzt.

    Du wirst erkennen, dass für Deinen Hund so viel neu ist, was Du als Selbstverständlichkeit schon gar nicht mehr wahr nimmst. Auf diese Weise kannst Du Deine Wahrnehmung etwas schärfen.

    Diese Informationen behältst Du für Dich und behandle sie sachlich, sie dürfen / sollen nicht in Dein Verhältnis zum Hund einfließen. Das ist wichtig um für sich selbst das Thema "Mitleid" abzuhaken.

    Denn Mitleid schadet Deinem Hund, es nützt ihm nichts.

    Ich glaube, Dein Hund weiß schon, wie er heißt. Probier es doch mal aus: 'ruf Zuhause mal Deinen Vater oder Deine Mutter beim Vornamen und zwischendurch den Hund. Bin mir fast sicher er kommt.

    Draußen sieht das ganze anders aus. Auch wenn der Hund entspannt wirkt ist er oft angespannt. Auch das kannst Du herausfinden. Schlürf mal ganz kurz mit der Sohle vom Schuh über den Asphalt dort wo Split liegt. Ja kein Stampfen oder etwas, was ihn wirklich erschreckt. Wenn er zusammenzuckt steht er immer noch unter totaler Anspannung. Solange dieser Zustand bleibt, kannst Du Training in dem Umfeld vergessen und solltest Dir einen ruhigeren Platz zum Üben suchen.....

  • Ok, danke für die guten Tipps, werde ich alle ausprobieren.
    Ja, er hat einen Ruheplatz, dort wo sein Körbchen liegt, laufen wir nicht her und dort lassen wir ihn auch in Ruhe.

    Wenn man "Bono" im Haus ruft, kommt er auch schon gespannt zu mir. Wahrscheinlich sollte ich dann auch mal im Garten trainieren.

    Weil da glotzt er nur doof.

    Danke für Die Tipps

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