Das waren ja tolle Berichte!
Es gibt aber auch Hirtenhunde,die regional eingesetzt werden, einfach weil es so entstanden ist, wie der Bergamasker oder Gos d atura. Hier eine Veranschaulichung:
Der Bergamasker Nicht nur ein Hirtenhund
(Übersetzung aus dem Italienischen)
Originaltext
Vor einigen Jahren traf ich am Flussufer des Serio einen Hirten mit seiner Schafherde und diskutierten über Schafe, Lämmer und natürlich Hunde. Wir waren umringt von ca. 1000 Schafen, die am Ufer grasten. Mit dieser Herde waren noch Lastesel dabei die den Hausrat des Hirten trugen und vor allem zum Transport der schwächeren Lämmer dienten. Während ich und der Hirte sprachen, sagte er, ohne die Stimme zu verstellen, zu seinem Bergamasker: "Bring die Esel hier her" . Es hörte sich nicht an wie ein Befehl, sondern eher wie ein Ratschlag zu einem guten Freund. Der Bergamasker ging voller Gemütlichkeit zu den Eseln und brachte sie zum Hirten, während die Herde dabei ruhig blieb. Der Hirte bestätigte dem Hund seine Zufriedenheit nur mit einem nickendem Blick, ohne Belohnung oder einer Streicheleinheit. Der Bergamasker legte sich hin, und wartete auf eine neue Aufgabe. Die Bergamasker leben für ihren Rudelführer, immer bereit für eine neue Arbeit, zwischen ihnen wächst eine enge und freundschaftliche Beziehung. voller gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Es sind Hunde, die zuhören und verstehen was ihnen gesagt wird. Für den Hirten sind es nicht nur Helfer sondern auch gute Freunde die sie in den langen einsamen Stunden auf der Wanderschaft begleiten.
Noch heute haben die Bergamasker alle diese Charaktereigenschaften beibehalten die schon damals von den Hirten selektioniert worden sind. Die Bergamasker sind Hunde die mit den Menschen sehr gut zusammenleben. Sie sind bereit Befehle auszuführen, zu spielen, zu rennen oder auch geduldig neben seinem Herrchen zu warten.
Sie sind aufmerksame und aufgeweckte Hunde, immer interessiert was in der Umgebung passiert, gute Wächter und bereit mit der notwendigen Kraft je nach Situation einzugreifen. Sie sind leicht auszubilden als Begleithunde, Obidience, Agility, Sanitätshunde usw. aber ihre eigentliche Aufgabe ist und bleibt das Hüten von Herden, dies tun sie mit Leidenschaft. Diese Begabung ist eine innere, spontane Pulsierung die aus der atavistischen Selektion herkommt. Zitat Ende.
Ich denke, das veranschaulicht zu Beispiel diesen Hundetyp, der dem altdeutschen Schäferhund sehr ähnlich ist.
LG Kindhund