Beiträge von Pfeffernaserl

    Das klingt super spannend! Wie arbeitet man damit denn? Das hilft ja sicherlich auch in vielen anderen Situationen, oder?
    Hast du den Link zu einer Anleitung bzw. zu einem eigenen Thread von dir o.Ä.?

    Für Carlo und mich sind die Startbuttons eins der wichtigsten Werkzeuge überhaupt - Kontrolle über diverse Situationen zu haben, ist für ihn der größte Verstärker überhaupt (und ganz schnell kann sich damit eine gruselige Situation zur Lieblinsgübung wandeln...).

    Die Arbeit damit ist ganz vielfältig, wir nutzen auch unterschiedliche Herangehensweisen und am Liebsten arbeite ich über Bodentargets als Startbuttons.
    Ich habs so gemacht, dass ich Carlo erst das Bodentarget verklickert hab (Pfote drauf -> Keks) und dann das Geschirr eingeschlichen hab, also Pfote auf Startbutton -> ich nehme Geschirr in die Hand -> Keks.

    Beim MK wars ein bissl anders, da hab ich den Startbutton erst später eingeführt.

    Beide Vorgehensweisen haben ihre Vor- und Nachteile, bei der ersten Variante könnte es passieren, dass der Hund das Bodentarget nicht als Startbutton wahrnimmt, sondern als Kommando, das er auszuführen hat, das könnte die Situation vergiften (vor allem bei Hunden, die viel WTP mitbringen - Carlo ist glücklicherweise ein überaus selbstbewusster Sturkopf, der auch sehr deutlich Nein sagen kann :lol: ).


    Wir haben hier im Forum zum Beispiel diesen Thread über Kooperationssignale.
    Carlos Pfoto-Thread ist in meiner Signatur verlinkt, darin gehts immer wieder mal um Startbuttons und Kooperationssignale, recht viel findest du dazu ab diesem Post, da hab ich einen Kurs zum Thema Startbuttons gemacht und berichte davon, zeige Videos, mache Manöverkritik etc.

    Wenn du gucken magst, wie ich das mit dem Geschirr damals gemacht hab, ich hab alle Trainingssessions (bis auf #2) aufgenommen und in eine Playlist gepackt.

    Bei Chirag Patel läuft die Kooperation über das Bucket Game, das aber in eurem Fall wahrscheinlich eher nicht so gut passt.

    Die Arbeit über Startbuttons hat meinen Blick für meinen Hund (und unser Training) übrigens auch nochmal deutlich geschärft. Denn schon ein Zögern, bevor er den Startbutton nutzt, gibt Information darüber, dass er das alles grad doch eher nicht so cool findet - das lässt einen auch nochmal mehr auf die Körpersprache gucken :nicken:

    Ich hab gestern bei der Abendrunde auch endlich mal an diesen Thread gedacht.

    Hier die Location:

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    Und die Bearbeitungsschritte eines der entstandenen Fotos:

    1. Out of Cam

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    2. Out of Lightroom

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    3. Photoshop-Finish

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    Exifs:

    Nikon D600

    Nikkor 24-70 2,8

    70mm

    f/3,5

    1/125

    ISO 6400

    Da ruf ich mal Pfeffernaserl Die hat das Geschirr und den Maulkorb positiv trainiert und "entgiftet", obwohl sie beides trotzdem ja jeden Tag brauchte.

    Danke fürs Rufen, mal schauen, ob ich was Sinnvolles beitragen kann :ops:

    Wenn du etwas entgiften möchtest, das du trotzdem jeden Tag brauchst, würde ich ganz klar zwischen Training und "jetzt ists ernst" trennen. So hab ich das gemacht, bei mir wars einfach räumliche Trennung. Geschirr/MK im Wohnzimmer hieß: jetzt wird trainiert, keine Sorge, musst nix davon anziehen, Geschirr/MK im Flur war das Zeichen für "wir machens so stressfrei wir möglich, aber du hast jetzt gerade keine andere Wahl".

    In deinem Fall würde ich wahrscheinlich das Auto an anderer Stelle parken, wenns ans Trainieren geht.

    Wenn du denkst, dass es am Aufschließen/der Türe liegt, dann würde ich da dem Hund die Macht geben, also über Startbuttons arbeiten. Sie gibt das OK, dass du dich zum Auto bewegen darfst, dass du mit dem Schlüssel klimpern darfst, dass du aufschließt, die Hand an die Türgriffe legst, unterschiedliche Türen öffnen und später auch schließen darfst. Sie kontrolliert die Situation und wenn sie kein OK gibt, oder ihr OK zurückzieht, wird sofort gestoppt. Das gibt irre viel Selbstvertrauen und entgruselt die Situation sehr schnell und nachhaltig.

    Bei uns hats übrigens insgesamt 7 Trainingssessions gebraucht, um von "ich beiße wild um mich und wehre mich mit allem, was ich habe, gegen das Geschirr" hin zu "Geschirrklimpern = Signal zum Kommen und selbstständig reinschlüpfen" zu kommen - geht also oft schneller, als man denkt.

    Davon abgesehen würde ich außerhalb der Trainingssituationen auch auf Management setzen und wies Sockensucher schon vorgeschlagen hat mit Hocker oder Rampe o.ä. arbeiten, damit ihr das leichter fällt.

    Herr Hund war heute - wie immer - so superfein :herzen1:

    Wir sind wieder die 3,7km lange Kolibri-Runde gelaufen und diesmal hat er das letzte steile Stück im Trab geschafft :hurra: Einmal ist er in den Pass gefallen, hat sich aber wieder raushelfen lassen und ist dann ganz fleißig hochgetrabt. Zwar langsam, aber man hat gesehen, wie die Muskulatur arbeitet.

    Danach war er selbst wohl ziemlich stolz auf sich und ist die letzten 1,5km einfach so im Zug gelaufen. Nur ganz zart, aber dafür sehr konstant. Und immer im schönen Trab oder Galopp :mrgreen-dance:

    Spannpass hatten wir nur am Anfang beim ersten steileren Stück, aber da ist auch die Eichhörnchen-Futterstelle, da muss man blöd glotzen und bereit sein, diesen frechen Viechern nachzuspringen.

    Jetzt liegt er zufrieden hier im Büro und ist bereit, für einen langen Arbeitstag :D

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    Am Sonntag wollen wir wieder los, mal schauen, was das Wetter so sagt. Da probieren wir dann mal die 5km Runde aus, die ich am Dienstag alleine angetestet hab (natürlich ohne Aufzeichnung, weil mein übermüdetes Ich es zwar geschafft hat, die App zu öffnen, aber dass man da auch noch auf Start drücken muss, ist mir nicht mehr eingefallen :pfeif: )

    Puh, hast du da wirklich was für den Alltag mitnehmen können letztes Jahr?

    Für den Alltag waren eher die ClickerExpo, die Lemonade- und die Aggression in Dogs Conference hilfreich, da gabs für mich auch deutlich mehr Praxisbezug.
    Die GeekWeek war für mich halt wirklich mehr zum "Nerden" (mein Fokus liegt da auch mehr auf der Neurobiologie) und mal hier, mal da Ideen für Trainingsansätze zu finden, zu gucken, was da grad von wem so erzählt wird und von wem ich mehr hören möchte.

    (Was ich dieses Jahr aber definitiv auslassen werde, ist die Conference Unleashed, da war ich letztes Jahr recht enttäuscht)

    Auch dieses Jahr findet die GeekWeek wieder online statt, von Samstag, 13.11. bis Mittwoch, 17.11.. Aufzeichnungen aller Sessions gibts dieses Mal allerdings wohl nur für 6 Monate, statt wie letztes Jahr für ein ganzes Jahr.
    Bis 31. August gilt noch der Early Bird-Preis von 250 USD für nicht-Mitglieder der PPG.

    Das Programm steht auch schon beinahe komplett, hier zu finden

    Für mich war letztes Jahr schon so viel genialer Input dabei (und ich bin erst so halb mit den für mich interessanten Vorträgen durch), dass ich mir auch dieses Jahr wieder ein Ticket gegönnt hab :pfeif:

    Es gibt eine Babesien-Art, die nicht mit Imidocarb behandelt werden kann, Babesia vulpes.

    Gegen die muss man mit Medis aus der humanen Malariatherapie vorgehen (und da gibt's leider auch keine 100%ige Heilungschance, bei meinem Hund hat's nichts gebracht).

    B.vulpes ist aber in DE noch sehr selten, eine PCR zur Erregerbestimmung bringt da Klarheit.

    Wir haben hier auch mit Pfotenschleifen und ab und an Tröpfeln zu tun. Im MRT ist nix rausgekommen, Auffälligkeiten hat man nur in der Elektromyographie gesehen. Bei Carlo kommts aus dem hinteren Rücken, die Muskulatur und Nerven sind da durch die Misshandlungen ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden.

    Mit regelmäßiger Physio (mind. 1x im Monat 15-20 Minuten UWL) und Canicross (wobei es da weniger um Zug als um wirklich ordentliches Traben geht) haben wirs im Griff. Jetzt hatten wir eine längere gesundheitsbedingte Sportpause und schon schleifen die Hinterpfoten wieder...