Beiträge von Pfeffernaserl

    Kauft ihr das Fleisch im Supermarkt, oder kauft ihr BARF und kocht es?

    Hier auch Supermarkt. Ganz oft Rindergulasch, das ist schon gestückelt, da muss man nix mehr anfassen. Packung auf, in den Topf rein, fertig (ich bin trotzdem froh, dass das hier der Mann macht. Ich kann Fleisch zwar anfassen, aber ich mag den Geruch beim Anbraten und Kochen nicht :xface: ). Ok, hab gerade nochmal nachgelesen, Rind ist vielleicht eher nicht so eure erste Anlaufstelle, aber gibt ja auch Hähnchengeschnetzeltes, da muss man auch nicht mehr schneiden.

    Für Unterwegs kochen wir portionsweise in großen Gläsern ein, aber das haben wir bisher auch nur so für eine Woche gemacht, danach hat sich eigentlich immer irgendeine Möglichkeit ergeben, nochmal frisch zu kochen...

    wie habt ihr euch ins Kochen für den Hund rein gefuchst? Habt ihr euch den konkreten Bedarf errechnen lassen, oder einen Onlinerechner genutzt?

    Ich hab diverse Onlinerechner genutzt, selbst mit dem Zentek gerechnet und die Ergebnisse dann verglichen. Da kam überall so in etwa das Gleiche raus, was mich direkt beruhigt hat :lol:
    Dazu noch ein paar aktuellere Paper gelesen, vor allem was Stärkeverdauung betrifft und dann... einfach mal ausprobiert. Mir war wegen der chronischen Krankheiten nur wichtig, dass das Futter auch leberfreundlich ist, also hab ich da auch nochmal ein bisschen Zeit investiert, um herauszufinden, was "leberfreundlich" eigentlich bedeutet.

    Ich wusste schon, dass Carlo auf zu viel tierisches Protein mit Sodbrennen reagiert und zu viel Fett auch Bauchweh macht, dass er Milchprodukte sehr gut verträgt, genauso wie Kartoffeln, dafür aber Reis nix für ihn ist.

    Die ersten Portionen waren noch kleiner, da haben wir ein bisschen herumgespielt mit den Verhältnissen, bis wir bei einem Verhältnis von 1:1:1 von Protein:Kohlenhydraten:Ballaststoffen gelandet sind.
    An Ergänzungspulver gibts CookIt von Napfcheck drüber.

    Hier waren die positiven Auswirkungen des Selbstkochens zum Glück sehr schnell zu sehen. Ich war am Anfang auch super unsicher, aber am Ende geht nicht so viel kaputt, wenn der Hund eine Woche lang nicht perfekt mit allen Nährstoffen versorgt ist. Ich ärger mich nur, dass ich nicht direkt vor dem Experiment Blutwerte hab checken lassen. So zum Vergleich...

    Ein paar Dinge haben wir dann "on the fly" herausgefunden. Zum Beispiel dass er das Selbstgekochte noch besser verträgt, wenn es über Nacht erstmal kühl steht, am nächsten Morgen nochmal aufgekocht wird und dann erst portioniert wird. Oder dass es noch besser verträglich ist, wenn wir das Fleisch einen Tick länger kochen. Oder so Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, dass ihm Mangold gar nicht schmeckt und der fein säuberlich aussortiert wird :lol:

    Aktuell bastelt mein Mann an einer App für mich herum, damit ich den Nährstoffgehalt noch besser tracken kann und eeeendlich schöne Graphen und Auswertungen bekomme :herzen1:

    Wir haben auch einen der Tests bei Canix durchführen lassen.
    War halt eins von drei Ergebnissen, die alle unterschiedlich waren :lol:

    Aber Canix hatte die hübscheste Verpackung und das Ergebnis wurde auch per Post zugeschickt, nicht nur per Mail (falls das weiter hilft :lol: ). Dafür aber keine schicke Weboberfläche, in der man alle Daten nochmal anschauen kann, so wie es Embark hat. Und Canix hat von den drei Tests am längsten gedauert.

    Ich bräuchte mal Rat bitte:
    ich suche nach einem qualitativen X- oder Y-Geschirr mit Haltegriff, der nicht so dünn und leicht ist/aussieht. Mit Polsterung und auch "gute" Verschlüsse (Cobra oä), Gurtband eher breit (>3 cm), lieber einfarbig als kunterbunt (der Hund hat "Motiv" genug ^^), gerne auch zum selbst entwerfen. Wenns geht, unter 70 Euro. Hundine (intakt) hat ca. 30 kg und noch 75 Brustumfang, ist aber auch erst 1.5 J alt.
    Bisher fand ich zB CaneStaff ganz gut (haben HB von denen), aber selbst bei denen sieht der Griff irgendwie klein aus, Bumer nix, Erpaki nix, Blaire nix, und ein paar Andere, wo ich auch nicht wirklich fündig wurde.
    Habt ihr noch Ideen? :???:

    Vielleicht wär eins von wowpaw was für euch?

    Selbstkochen hat die Hundehaltung bei mir wirklich zum positiven verändert.

    Hier auch.
    Wir kochen jetzt seit knapp einem Jahr für Carlo. Angefangen haben wir, weil er so ein paar Kleinigkeiten gezeigt hat, die mir in Summe aber zu viel waren. Nachts nicht mehr durchschlafen und nochmal raus müssen, alle paar Monate mal Sodbrennen oder Schmatzen und insgesamt wirkte er einfach so müde und schlapp und immer hungrig.
    "Ist das Alter" war mir nicht überzeugend genug - und siehe da, schon nach wenigen gekochten Mahlzeiten (bzw. bis wir das für Carlo optimale Verhältnis von Kohlenhydraten:Protein:Ballaststoffen gefunden haben) haben sich alle Probleme in Wohlgefallen aufgelöst :applaus:

    Dazu mehr Fell- und Augenglanz, schnelleres Krallenwachstum und er hat so gut abgenommen und wirkt nicht mehr so aufgebläht.
    Für uns war Selbstkochen auch eine richtig krasse positive Veränderung 💛

    Und der Thread hier war auf dem Weg auch ganz wichtig und ich hol mir hier ganz viel Inspiration :herzen1:

    Wie kann man auch kein Tolkien Fan sein? 🫣

    Das geht ganz leicht :pfeif:|)

    Ok, stimmt nicht so ganz, ich hab großen Respekt vor seinem Werk und finds beeindruckend, was und in welcher Tiefe er es erschaffen hat.

    Aber ich kann ihn einfach nicht lesen.
    Geht nicht.
    Habs mehrmals mit verschiedenen Büchern probiert, immer nach spätestens einem Drittel lags in der Ecke. Liegt aber vielleicht auch daran, dass es mir sehr, sehr schwer fällt, zu visualisieren und mich detaillierte Beschreibungen von Landschaften, Flora und Fauna extrem ermüden. Kann ich mir nicht vorstellen, aber ich kanns auch nicht einfach überspringen. Dann lieber doch was anderes lesen.


    Aber eigentlich wollt ich eine Empfehlung hier lassen.
    Ich hab mir für dieses Lesejahr vorgenommen, mich mehr um die Welt zu lesen - angefangen hab ich mit Mauritius.

    Eve Out of Her Ruins von Ananda Devi
    (in der Übersetzung von Jeffrey Zuckermann - der einen fantastischen Job gemacht hat, trotzdem würd ichs so gern im Original lesen, aber müsste dafür erst noch Französisch lernen :lol: )

    Erzählt die Geschichte von vier Teenagern, die in den Slums von Port Luis leben und alle auf ihre Weise versuchen, mit Armut, Gewalt und Hoffnungslosigkeit umzugehen.

    Geschrieben in einer wunderschönen, poetischen Sprache, in der ich gerne noch viel länger versunken wäre. Abschnittsweise schwer verdaulich und hart zu lesen, dann wieder voller Hoffnung und Zuversicht.
    Kein langes Werk und dazu auch noch mit hohem Tempo - aber es hallt lange nach.

    Mich würde mal interessieren, wo eure Rumänen herkommen.

    Carlo, ursprünglich Ronny, wurde wohl in Sighișoara eingefangen, also ziemlich genau in Rumäniens Mitte.
    Wann das war, wissen wir nicht genau.
    Sicher wissen wir nur, dass er im Februar 2018 in Augsburg auf einer Pflegestelle war. Von dort gings für ihn dann, weil er mehrmals ausgebüxt ist, in die Nähe von Schäftlarn zu einer erfahreneren Pflegestelle und von dort, nach mehreren Beißvorfällen, im Mai ins Tierheim, wo wir ihn im Oktober kennengelernt und im November 2018 übernommen haben.
    (Zwischendurch war er auch mal für 2 Wochen beim Probewohnen bei einer anderen Familie, die ihn aber wieder zurück gegeben haben)

    Das älteste Foto, das von Carlo existiert (lag in seinem Pass mit dabei :herzen1: )

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    Und zwei relativ aktuelle

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    Hat sich überschnitten, weil ich zwischendrin immer wieder meinem Mann behilflich sein musste. Danke Dir. Wenn Du da ggf. mal einen guten Buchtipp hättest, würde mich das sehr glücklich machen :smile:

    Hätte da drei :)

    Für fundierte und trotzdem einsteigerfreundliche Neurobiologie zum Thema Lernen und Emotionen: The Emotional Brain von Joseph LeDoux
    Leichter zu lesendes zum Thema dopaminerges System: The Compass of Pleasure von David J. Linden
    Und, mehr auf Verhalten, als auf Neurobiologie fokussiert, aber der Klassiker, wenn es um Strafen geht: Coercion and Its Fallouts von Murray Sidman

    Ich wäre da durchaus gespannte Leserin, hab da viel zu wenig Ahnung :smile: .

    Aaah, du möchtest Panodras Box öffnen, sehr gut :lol: Da es aber nicht alle interessiert, pack ichs in den Spoiler :smile:

    Spoiler anzeigen

    Mein Erkältungsgehirn ist gerade nur ein bisschen unkreativ und kann keine langen Ausführungen kreieren.

    Was ich aber, seit Schlangen ins Spiel gebracht wurden, sagen wollte: es gibt ganze Bücher darüber, die sich mit der evolutionsbedingten Angst vor Schlangen beschäftigen - und da gehts nur um Primaten.
    Laut meinem letzten Wissensstand ist die aktuelle Theorie, dass es keine genetisch verankerte "Angstreaktion" auf den Reiz "Schlange" gibt, aber dass es eine genetische Mustererkennung gibt, die dazu führt, dass das Lernen in der Situation, in der das Muster erkannt wird, beschleunigt wird. Also, Primat sieht zum ersten Mal in seinem Leben das "Muster Schlange" (Bewegung, Zischlaut, Umgebung) und kann in der Situation schneller lernen - was auch immer.

    Gibt auf jeden Fall viel Diskussion zu dem Thema bei den Neurobiologen (und bezieht sich nicht nur auf Schlangen, sondern auf andere "angeborene Angstreaktionen"), weil durch das arg beschleunigte Lernen sehr einfach falsche Schlüsse und Korrelationen gezogen werden können.

    Naja, und sonst... Laufen Strafe und Belohnung über komplett unterschiedliche (unterschiedlich, nicht gegensätzlich!) Bahnen im Gehirn. Und ja, die Amygdala ist bei der Strafe mit dabei, aber weder alleine, immer in Feedback-loops mit anderen Bereichen des Gehirns, noch darf man die Amygdala reduzieren auf die Verarbeitung von ausschließlich Angst-/Furchtreaktionen.
    Belohnung läuft über das dopaminerge System, an dem ganz andere Bereiche im Gehirn beteiligt sind.

    Also, Strafe ist, zumindest im Gehirn, nicht das Gegenteil von Belohnung, sondern etwas Eigenes.

    Und dann... kann ich noch sagen, dass es, soweit ich weiß, Konsens ist, dass Strafe zu Beginn schnelleres Lernen erlaubt (teilweise reicht ein einziges Event aus, um etwas nachhaltig zu lernen) aber ist, sofern das Individuum keine sonstigen Einschränkungen hat, wie zum Beispiel traumatische Vorerfahrungen, stark kontextbezogen und wird schwerer generalisiert.

    Belohnungsbasiertes Lernen startet langsamer, braucht mehr Wiederholungen, ist aber am Ende robuster im Sinne von "wird schneller in neuen Kontexten gezeigt".

    Auch hier wieder: sofern das Individuum keine sonstigen Einschränkungen mitbringt.

    Naja und dann gibts ja noch das ganze Umfeld, soziales Lernen, die Beziehung zum Trainer, der "innere Zustand" des Lernenden,...