Beiträge von Pfeffernaserl

    Dankeschön fürs Rufen fliegevogel (und für die lieben Worte :herzen1:)

    Ja, also... ich weiß nicht, ob Carlo und ich hier rein gehören, ist ja nicht ganz sicher, ob er ein HSH ist oder nicht (2/3 Gentests fanden zumindest Spuren von HSHs in ihm :lol: ). Und... ich seh Carlo auch gar nicht (mehr) als HSH-Mix.

    Als ich damals neu ins Forum gekommen bin und das erste Mal von HSHs gelesen hab und der erste Gentest dann den aufkommenden Verdacht von "OMG, HSH-Mix!" bestätigt hat, hab ich erstmal alles an Verhalten, das Carlo gezeigt hat, auf die HSH-Gene geschoben. Was zum einen ganz gut war, weil es viel erklärt hat (und auch von mir ein ganz großes Danke an McChris und ihre ausführlichen Beschreibungen zum Thema HSH und was sie sind und was sie nicht sind!). Aber ich hab mir damit gleichzeitig den neutralen Blick auf meinen Hund verbaut.

    Hat ein bisschen gedauert, bis ich die HSH-Brille wieder abgesetzt hab und Carlo so sehe und nehme, wie er ist. Wir probieren aus, behalten, was funktioniert und verwerfen, was nicht klappt. Egal, ob das jetzt als Lösung für HSH oder Bichon verkauft wird.

    Was er auf jeden Fall ist: ein sehr ursprünglicher Typ Hund.
    Der nicht so viel davon hält, zu tun, was man ihm sagt, sehr viel eigene Meinung mitbringt und den man erst knacken muss. Carlo hält nicht viel von Dingen, die ihm keinen direkten Nutzen bringen und er möchte eigentlich bitte gerne den ganzen Tag wachen und/oder schlafen.
    Ich musste mir erst erarbeiten, ihn abzubrechen und einschränken zu dürfen. Bis das etabliert war, war sehr, sehr viel um-die-Ecke-denken, ganz viel Management und noch mehr vorausschauend-durchs-Leben-wandeln wichtig, um Situationen zu entschärfen.
    Was es unbedingt braucht im Leben mit ihm: Geduld, einen noch dickeren Sturkopf als den seinen und ordentlich Humor.

    An Problemen hatten wir Anfangs sehr, sehr viele, die sich runterbrechen lassen auf: Aggression gegen alles, was atmet (inkl. meinem Mann und mir). Und ja, der weiß, dass er Zähne hat und wie man die nutzt.

    Inzwischen spazieren wir relativ unauffällig durchs Leben.
    Also, so unauffällig man mit einem Hund mit Maulkorb sein kann, mit dem man anderen Hunden weiträumigst ausweicht und der gerne mal bei Gerüchen die innere Wildsau raus lässt :lol:

    Ich bin noch nicht so mit KI vertraut und checke nicht immer, was mit KI verfasst ist, gerade im Forum.

    Ist Das wahrscheinlich mit KI verfasst?

    Wär ja eigentlich schön, wenn das dann kenntlich gemacht wird?

    Jup, das war ein KI-Beitrag. In dem Fall sehr plump, weil ein Teil des Prompts mitkopiert wurde.

    Simples Kopieren erkennt man sehr schnell an vielen Gedankenstrichen, Smileys, die manchmal ein bisschen seltsam platziert sind, random fett geschriebene Worte, Aufzählungen (gerne auch mit Smileys als Aufzählungszeichen).

    Generell hat man beim Lesen oft das Gefühl, dass da jemand Deutsch schreibt, der das nur aus Büchern gelernt hat. Es klingt gerne ein bisschen... falsch.

    Außerdem kreist die KI gerne drei oder vier Mal um ein Thema. Ganz beliebt ist zur Zeit auch die Formulierung "Es ist nicht X, sondern Y".

    Auch sehr, sehr gern schreibt die KI über das "Nervensystem" und dass es angespannt ist. "Therapie-ChatGPT" redet auch gerne davon, was alles richtig gemacht wird, wie reflektiert man mit einer Situation umgeht.

    Dreier-Aufzählungen sind auch sehr oft in den Texten drin. Also, drei Adjektive hintereinander. Oder drei "nicht X, nicht Y, nicht Z, sondern ABC".

    Eine eindeutige Auflistung der 10 Merkmale, die im Text erwähnt werden, finde ich jetzt auch nicht, nur eine grobe Info-Grafik:

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    Und auf der HP der IHA kann man den Check auch durchführen. 8/10 Punkten muss ein Hund erreichen, um noch in die Zucht zu dürfen. Den "quick-check" kann man einfach so machen, für den detaillierteren muss man eingetragener Züchter sein...

    Wir sind zu Beginn zweigleisig gefahren: Carlo *muss* draußen MK tragen, da gabs kein großes Trara, der wurde angezogen und fertig.
    Parallel haben wir daheim im entspannten Setting mit Kooperationssignalen an der Akzeptanz gearbeitet.

    Bei uns hats auch mehrere Körbe gebraucht, bis wir den gefunden haben, den Carlo wirklich total entspannt und gerne trägt. Einer seiner anderen Körbe sitzt zwar nochmal einen Ticken besser als sein Lieblingskorb (CS Dancer), aber er mag ein bisschen mehr Freiheit um die Nase offensichtlich lieber. Mir solls recht sein, solange der Korb sicher ist.

    Wir sagen immer, es ist sein "Goldkettchen", das zeigt, was für ein krasser Gangster er ist - denn er besteht darauf, dass er ihn trägt, wenn wir durch Ortschaften gehen oder jemand entgegen kommt.

    Inzwischen zieht er ihn draußen tatsächlich deutlich freudiger und schneller an, als drin. Daheim sieht das so aus:

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    Draußen so (inzwischen geb ich da den Keks auch erst, wenn der MK fertig angezogen ist)

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    Tatsächlich ist Carlo aber auch immer ein bisschen.. gehemmter, wenn er den Korb trägt. Fällt nicht so sehr auf, wenn man ihn nicht kennt, aber er schnüffelt etwas weniger, ist etwas ruhiger und vorsichtiger. Ich denke, bei Carlo liegts daran, dass die Vibrissen mit MK nicht so frei arbeiten können.

    Merkt ihr, bei dem Verhalten eurer Hunde, einen Unterschied im Frühling oder bei Wetterwechsel?

    Ich merke keinen jahreszeitlich bedingten Unterschied, aber einen je nachdem, wie gut die Bedingungen zur besseren Speicherung von Gerüchen sind.
    Schnee, Nebel, Regen und wenig Luftbewegung -> reaktiverer Hund, weil Geruchsüberforderung
    Sonne, trockenes Wetter, laues Lüftchen -> entspannterer Hund

    Carlo hat Pregabalin bekommen in einer sehr niedrigen Dosierung über 1,5 Jahre.

    Zum einen wegen einer Radikulopathie im Bereich der Lendenwirbelsäule und auch wegen seiner Verhaltensproblematik.

    Wir haben über die Zeit regelmäßig die Leberwerte gecheckt, die bei Carlo aber wegen anderer chronischer Krankheit eh immer ein bissl außerhalb der Norm sind. Aber es gab immerhin keine Verschlechterung.

    Auch in der niedrigen Dosierung gabs einen deutlichen Einfluss aufs Verhalten, der uns geholfen hat, einen Fuß in die Türe zu kriegen, um mit Training endlich etwas zu erreichen. Er ist zwar immer noch ausgerastet, aber gedämpfter. Generell war er sehr viel ruhiger, schläfriger und langsamer in allem, was mir so richtig aber erst nach dem Absetzen aufgefallen ist, als er langsam wieder "aufgewacht" ist.

    Andere Nebenwirkungen gabs keine.

    Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie schnell es gegen die Schmerzen gewirkt hat, aber dass es gewirkt hat, weiß ich noch (Schnappen nach hinten, knabbern an Knien und Beinen und Berührungsempfindlichkeit sind alle deutlich zurück gegangen).

    Naja sagen wir Mal so, die meisten wissenschaftlich fundierten Quellen stammen aus der Futtermittelindustrie.

    Mmmh, nein. Die meisten wissenschaftlich fundierten Quellen stammen aus der Veterinärmedizin.

    Im Gegensatz zu früher sagt man heute, dass gerade für Senioren der Fleischanteil höher sein muss um dem Muskelabbau vorzubeugen.

    Hast du mir da eine Quelle?

    Mich hat das interessiert, also hab ich schnell ein bisschen Literatur überflogen.
    Leider hauptsächlich recht alte Literatur, aus den späten 90ern

    Harper, 1998, The Journal of Nutrition; Changing Perspectives on Aging and Energy Requirements: Aging and Energy Intakes in Humans, Dogs and Cats - hier gehts darum, wie viel weniger Energie ältere Hunde brauchen

    Finco et al., 1994, Am J Vet Res; Effects of aging and dietary protein intake on uninephrectomized geriatric dogs - hier gehts um Nierenschäden bei proteinreicher Diät bei älteren Hunden

    Kenneth, 1992, The Journal of Nutrition; Influence of Dietary Protein on Renal Function in Dogs - nochmal ein Review zu Nierenschäden und hohem Proteingehalt (kein Einfluss auf Nierenfunktion)

    Und dann hab ich noch im Buch "Nutrition and Metabolism of Dogs and Cats" nachgeschaut, 2024er Auflage. Da gibts ein eigenes Kapitel zum Thema Alter und Proteinversorgung und da wird deutlich darauf eingegangen, dass ein höherer Proteingehalt angeraten wäre, um Muskelschwund und verminderte Proteinbiosynthese auszugleichen. Die Quelle dafür ist aber auch nur ein einziges Buch von 2006, auf das ich grad keinen Zugriff hab.

    Finds spannend, dass es dazu irgendwie nix Aktuelles gibt, aber ich schau nachher nochmal mit ein bisschen mehr Zeit genauer, das interessiert mich jetzt nämlich auch :lol: