Wär ja eigentlich schön, wenn das dann kenntlich gemacht wird?
Jup, das war ein KI-Beitrag. In dem Fall sehr plump, weil ein Teil des Prompts mitkopiert wurde.
Simples Kopieren erkennt man sehr schnell an vielen Gedankenstrichen, Smileys, die manchmal ein bisschen seltsam platziert sind, random fett geschriebene Worte, Aufzählungen (gerne auch mit Smileys als Aufzählungszeichen).
Generell hat man beim Lesen oft das Gefühl, dass da jemand Deutsch schreibt, der das nur aus Büchern gelernt hat. Es klingt gerne ein bisschen... falsch.
Außerdem kreist die KI gerne drei oder vier Mal um ein Thema. Ganz beliebt ist zur Zeit auch die Formulierung "Es ist nicht X, sondern Y".
Auch sehr, sehr gern schreibt die KI über das "Nervensystem" und dass es angespannt ist. "Therapie-ChatGPT" redet auch gerne davon, was alles richtig gemacht wird, wie reflektiert man mit einer Situation umgeht.
Dreier-Aufzählungen sind auch sehr oft in den Texten drin. Also, drei Adjektive hintereinander. Oder drei "nicht X, nicht Y, nicht Z, sondern ABC".
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Und auf der HP der IHA kann man den Check auch durchführen. 8/10 Punkten muss ein Hund erreichen, um noch in die Zucht zu dürfen. Den "quick-check" kann man einfach so machen, für den detaillierteren muss man eingetragener Züchter sein...
Wir sind zu Beginn zweigleisig gefahren: Carlo *muss* draußen MK tragen, da gabs kein großes Trara, der wurde angezogen und fertig. Parallel haben wir daheim im entspannten Setting mit Kooperationssignalen an der Akzeptanz gearbeitet.
Bei uns hats auch mehrere Körbe gebraucht, bis wir den gefunden haben, den Carlo wirklich total entspannt und gerne trägt. Einer seiner anderen Körbe sitzt zwar nochmal einen Ticken besser als sein Lieblingskorb (CS Dancer), aber er mag ein bisschen mehr Freiheit um die Nase offensichtlich lieber. Mir solls recht sein, solange der Korb sicher ist.
Wir sagen immer, es ist sein "Goldkettchen", das zeigt, was für ein krasser Gangster er ist - denn er besteht darauf, dass er ihn trägt, wenn wir durch Ortschaften gehen oder jemand entgegen kommt.
Inzwischen zieht er ihn draußen tatsächlich deutlich freudiger und schneller an, als drin. Daheim sieht das so aus:
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Tatsächlich ist Carlo aber auch immer ein bisschen.. gehemmter, wenn er den Korb trägt. Fällt nicht so sehr auf, wenn man ihn nicht kennt, aber er schnüffelt etwas weniger, ist etwas ruhiger und vorsichtiger. Ich denke, bei Carlo liegts daran, dass die Vibrissen mit MK nicht so frei arbeiten können.
Merkt ihr, bei dem Verhalten eurer Hunde, einen Unterschied im Frühling oder bei Wetterwechsel?
Ich merke keinen jahreszeitlich bedingten Unterschied, aber einen je nachdem, wie gut die Bedingungen zur besseren Speicherung von Gerüchen sind. Schnee, Nebel, Regen und wenig Luftbewegung -> reaktiverer Hund, weil Geruchsüberforderung Sonne, trockenes Wetter, laues Lüftchen -> entspannterer Hund
Carlo hat Pregabalin bekommen in einer sehr niedrigen Dosierung über 1,5 Jahre.
Zum einen wegen einer Radikulopathie im Bereich der Lendenwirbelsäule und auch wegen seiner Verhaltensproblematik.
Wir haben über die Zeit regelmäßig die Leberwerte gecheckt, die bei Carlo aber wegen anderer chronischer Krankheit eh immer ein bissl außerhalb der Norm sind. Aber es gab immerhin keine Verschlechterung.
Auch in der niedrigen Dosierung gabs einen deutlichen Einfluss aufs Verhalten, der uns geholfen hat, einen Fuß in die Türe zu kriegen, um mit Training endlich etwas zu erreichen. Er ist zwar immer noch ausgerastet, aber gedämpfter. Generell war er sehr viel ruhiger, schläfriger und langsamer in allem, was mir so richtig aber erst nach dem Absetzen aufgefallen ist, als er langsam wieder "aufgewacht" ist.
Andere Nebenwirkungen gabs keine.
Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie schnell es gegen die Schmerzen gewirkt hat, aber dass es gewirkt hat, weiß ich noch (Schnappen nach hinten, knabbern an Knien und Beinen und Berührungsempfindlichkeit sind alle deutlich zurück gegangen).
Und dann hab ich noch im Buch "Nutrition and Metabolism of Dogs and Cats" nachgeschaut, 2024er Auflage. Da gibts ein eigenes Kapitel zum Thema Alter und Proteinversorgung und da wird deutlich darauf eingegangen, dass ein höherer Proteingehalt angeraten wäre, um Muskelschwund und verminderte Proteinbiosynthese auszugleichen. Die Quelle dafür ist aber auch nur ein einziges Buch von 2006, auf das ich grad keinen Zugriff hab.
Finds spannend, dass es dazu irgendwie nix Aktuelles gibt, aber ich schau nachher nochmal mit ein bisschen mehr Zeit genauer, das interessiert mich jetzt nämlich auch
Und weißt du wie lange er auf sich gestellt gelebt hat?
Weiß man nicht so genau. Laut Pass ist er 2016 geboren, was aber mMn gar nicht wirklich stimmen kann. Als er zu uns kam, ist er nochmal ein Stück in die Höhe und dann ganz ordentlich in die Breite gewachsen, niemals war der schon fast 5, als wir ihn übernommen haben.
Über seine Zeit in Rumänien weiß ich leider nicht viel. Da gabs viel Chaos, denn er ist mit Orga A nach Deutschland gekommen, da wollten ihn dann die Adoptanten doch nicht mehr haben, also war er schon wieder auf dem Weg zurück nach Rumänien, bis sich Orga B eingeschaltet hat und ihn kurzfristig doch auf eine Pflegestelle setzen konnte. Bei dem Hin und Her sind viele Infos verloren gegangen.
Er kam im Februar 2018 nach DE, im November haben wir ihn übernommen. Ich schätze, da war er so um die zwei Jahre alt, also war er etwa ein Jahr auf sich allein gestellt.
Leider war das Jahr aber wohl geprägt von Schmerzen, denn als man ihn gefunden hatte, war er in Draht eingewickelt (wahrscheinlich eine Hasenschlinge), der schon tief in die Muskulatur eingewachsen war. Wir wissen, dass er, als er nach DE kam, einen Hinterlauf gar nicht bewegen konnte und beide Hinterläufe wohl gefühllos waren.
Viel von seiner kurzen Zündschnur und seinem Hang zur Aggression ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sein Leben lange von Schmerz geprägt war und alles an Berührung/Interaktion mit anderen Lebewesen ziemlich sicher nicht angenehm war.
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Er ist mein erster Hund, deshalb hab ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Aber vieles von dem, was ihr so über eure Village Dogs schreibt, erkenn ich in Carlo wieder.
Das Wort, das Carlo am besten beschreibt, ist wohl eigenständig. Er weiß sehr genau, was er will und noch genauer, was er nicht will. Und dann kann er ein "Nein" auch äußerst deutlich kommunizieren.
Carlo lernt unglaublich schnell, vor allem Dinge, die ihm Vorteile bringen. Auch Verhaltensketten. Auch unerwünschte Verhaltensketten. Aber: sobald es anstrengend wird oder der Vorteil zu klein ist, sind diese Verhaltensketten genau so schnell wieder abgestellt, wie sie erlernt wurden.
Er ist ein Energiesparmodell durch und durch. Jagdliches Interesse bringt er schon mit, aber er wägt sehr genau ab, ob es sich lohnt, Energie ins Jagen zu stecken, wenn man stattdessen auch mit 100%iger Sicherheit einen Keks bei mir abholen kann. Tja, Keks gewinnt immer (und ich hab mich erst für eine so großartige Trainerin gehalten, bis ich auch verstanden hab, dass ich nur die sicherere Bank für ihn bin )
Trotzdem hat er sehr, sehr viel Spaß daran, mit mir zusammen zu arbeiten. Wir clickern sehr viel, arbeiten gerade an einem Obedience Online-Kurs und er ist mit Feuereifer mit dabei. Generell macht es ihm sehr viel Spaß, sein Köpfchen anzustrengen (und dafür Kekse zu verdienen).
Carlo liebt es, gestreichelt zu werden, aber so richtiges Kuscheln, ne. Es ist kuscheln genug, wenn sein Ohr auf meinem Oberschenkel liegt, oder seine Pfote meine Hand berührt
Er ist wahnsinnig territorial und möchte bitte Spaziergänge dafür nutzen, an den Grenzen zu patrouillieren. Da ists sehr spannend zu beobachten, welche Grenzen wie oft kontrolliert werden und welche nur alle paar Wochen mal. Irgendwo kreuz und quer durchs Territorium zu streifen, ne, da sieht er keinen Sinn drin.
Gemeldet wird alles. Immer. Mehrmals. Kann ja sein, dass der Nachbar diesmal wirklich hier einbrechen will. Aber er lässt sich da gut anleiten und wenn man ihm sagt, wer das ist, ist auch schnell wieder Ruhe.
Mit Fremdhunden kann er gar nicht. Er braucht Zeit, um den anderen Hund kennen- und einschätzen zu lernen, dann gehts aber mit den meisten Hunden recht schnell ganz gut. Vor allem, wenn sie seine Sprache sprechen und höflich sind.
Mit Menschen wars Anfangs sehr, sehr, sehr schwierig. Bevor er zu uns kam, gabs mehrere Beißvorfälle und er ist ausgerastet, wenn er fremde Menschen nur am Horizont gesehen hat. Inzwischen ist er mit Menschen zauberhaft Also, wirklich. Alle in unserer Straße mögen ihn, er hat mehr Menschenfreunde als ich und wir kommen an keinen alten Damen vorbei, ohne einen Plausch anzufangen. Er kann erst weiter gehen, wenn ihm gesagt wurde, dass er ein schöner Kerl ist Besuch? Gerne! Immer! Nur rein! Bitte den Hund streicheln! Und Kekse mitbringen!
Seine liebsten Hobbies sind auf Anhöhen stehen oder herumsitzen und die Gegend beobachten...