Beiträge von spanielforlove

    Ich höre zu. Ich schrieb ja das ich mehr Ruhe reinbringen will. Aber ich brauche trotzdem irgendwelche Tipps für eine Sofortmaßnahme.

    Und nein sie soll nicht kacken und pinkeln in der Box, aber falls sie es tut ist ein saugfähiges Pad besser als nix.

    Ich komme aus der Nähe von Düsseldorf.

    Die einzige Sofortmaßnahme die mir einfällt: such eine Tagesbetreuung. Wenn du Glück hast findest du jemanden, der das für 20-30 Euro pro Tag macht. Wird ggf nicht so leicht jemanden zu finden, der einen so überdrehten Hund nimmt, aber probieren kannst du es.

    Wir bekommen unseren Hund am Wochenende (er ist aber schon 8 Monate alt) und haben einige Rentner im Haus, die früher Hunde hatten und Lust haben, tagsüber nach ihm zu gucken wenn wir arbeiten müssen. Vielleicht findest du so jemanden in deiner Nähe?

    Ich kann verstehen, dass eine Abgabe schwer ist wenn man schon so am Tier hängt. Aber in eine Box sperren ist einfach fies; stell dir mal vor, jemand würde dich 8 Stunden am Tag in eine Box sperren und du musst da auch noch reinpinkeln und reinkacken, und alle 2 Stunden lässt man dich mal kurz raus. Und drum herum ist Lärm und starke Gerüche, aber du kannst nicht nachgucken was los ist, und du kannst auch nicht schlafen weil so viel Trubel um dich herum ist (Hunde haben ja viel feinere Sinne als wir Menschen).

    Das ist kein schönes Leben. Auch nicht für einen Welpen.

    Hallo und willkommen im Forum! Schön, dass du zu uns gefunden hast 😊

    Ich schließe mich den anderen an: das wird dauern, bis sie wieder in der Lage ist ihren Stress zu regulieren.

    Schau mal, das hier passiert grade im Körper deines Hundes:

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    Das ist bei Menschen und bei Hunden gleich. Ist man kurz gestresst und geht dann in die Ruhe, fährt der Körper wieder runter, die Stresshormone werden abgebaut.

    Ist man dauerhaft im Stress, dauert es länger und länger damit der Körper wieder in der Lage ist, in die Entspannung zu gehen. Deshalb suchen sich zB Menschen, die viel Stress haben (aus für Außenstehende unerfindlichen Gründen) immer neue Projekte, weil es einem unaushaltbar vorkommt aus diesem Stresspegel wieder runterzufahren.

    Hunde die auf einem so hohen Stresslevel angekommen sind werden ebenfalls noch anstrengender und unruhiger, wenn sie dann zur Ruhe gezwungen werden.

    Wenn du also jetzt das einzig Mögliche tust um Ruhe reinzubringen, nämlich das Programm runterzufahren, wird dein Welpe mit hohe Wahrscheinlichkeit erstmal noch gestresster und noch anstrengender werden.

    Kleines Beispiel aus dem echten Leben: Freunde von uns haben ein Baby (9 Monate alt). Super unkompliziertes Kind, schläft immer sofort ein, spielt auch mal für sich, muss nicht die ganze Zeit bespaßt werden und ist mit sich und der Welt zufrieden.

    Jetzt gab es über Weihnachten ein großes Familientreffen, ganz viel Action und viele viele Reize.

    Was passiert? Nach zwei Tagen: Kind schreit viel mehr, kann nicht mehr einschlafen, schläft nicht mehr durch. Das war einfach zu viel Action, sie hätte einen Ruhetag ohne Action gebraucht um alles zu verarbeiten.

    Hundebabies und auch Junghunde „funktionieren“ genau so: ab und zu was Spannendes, dann wieder Ruhe um alles zu verarbeiten.

    Noch ein Beispiel: mein Sitterhund (English Setter, ebenfalls sehr reizoffen) hat mit einem Jahr ca. 45 Minuten Gassi geschafft, ohne zu überdrehen. So 2x die Woche konnte man auch eine große Runde machen (1-2 Stunden), hat man es übertrieben wurde er anstrengend, als hätte er ADHS.

    Alles eine Frage der Balance zwischen Action und Ruhe.

    Ich wünsche euch beiden viel Glück und Erfolg, und dir starke Nerven bei der Entscheidungshilfe Hund abgeben/Urlaub nehmen/geeignete Betreuung finden.

    Falls du sie behältst möchte ich dir empfehlen, ganz schnell einen Trainer zu finden der freundlich und positiv trainiert (Finger weg von allen die irgendwas von „Dominanz“ und „Wölfen“ reden, das ist überholt).

    Alles Gute euch beiden!!


    Bild-Quelle: https://www.mbsr-kurs-koeln.de/was-ist-stress/

    Ich habe noch keinen Pudel (er zieht erst in 6 Tagen ein :applaus:), bei uns ist es aber ein GP geworden. Ich hab einfach beim Gassi gehen mit den Sitterhunden und auch sonst versucht, möglichst viele Pudel zu treffen und oft haben Leute ja auch Lust, ein bisschen von ihren Hunden zu erzählen.

    Ergebnis nach ca einem Jahr war, dass die GP oft mehr Pfeffer haben, mehr Jahdtrieb, „mutiger“ sind (die kleineren Varianten habe ich als vorsichtiger und distanzierter erlebt), manche GPs waren auch sehr hüpfig und ein bisschen bollerig aber mit deutlich mehr Feingefühl als ein Retriever (haben einfach viel eher mitbekommen, ob das Gegenüber auch einbilden möchte oder ob man da lieber vorsichtiger rangeht).

    Die Großen die ich so getroffen habe sind zB meist nach sehr kurzer Zeit mal rangekommen zum guckennoder durchkraulen lassen (ohne gleich in einen reinzurennen), die Kleinen waren eher so „ich guck mal von hier drüben wer du bist und vielleicht komm ich irgendwann rüber, vielleicht auch nicht“.

    Aus diesem Grund ist es jetzt ein Großer geworden, ich mag lieber die etwas mutigeren Hunde als einen zu vorsichtigen Hund.

    Das ist aber halt alles keine langjährige intensive Erfahrung, sondern mehr so zusammengesammelte Beobachtingen :)

    Hmmmmm, wie alt ist denn Nr. 2?

    Ich kenne das Verhalten von einem Labbi-Welpen/Junghund. Den musste man dann immer runterregulieren, das konnte er von alleine nicht. Muss einem schon ein bisschen liegen, die Art Hund 😊

    Ein Cocker möchte schon was tun, bisschen gefordert werden, dann sind es sehr angenehme Hunde. Ohne Auslastung (auch mal mehr als „nur“ spazieren) kenne ich einige, die dann jagen gehen oder merkwürdige Ticks entwickeln (zB Licht jagen, Schwanz jagen oder so). Kenne aber auch nur eine Hand voll.

    Ich hab direkt an einen Havaneser gedacht, kenne inzwischen ein paar die reine Begleithunde sind. Die wirken sehr ausgeglichen und zufrieden mit ihrem Leben, ihr einziger Job ist „dabei sein“. Zwei leben bei älteren Damen, da wird halt viel gekuschelt und jeden Tag 30-90 Minuten (je nach Wetter) rausgegangen.

    Die Hunde die ich kenne, die 24/7 bei ihrer Bezugsperson sind können allerdings nur sehr schwer bis garnicht fremdbetreut werden, selbst durch Menschen die sie sehr gut kennen. Die sind teilweise quasi nicht in der Lage zu existieren, sobald die Bezugsperson aus ihrem Blickfeld verschwindet. Das würde ich dann gezielt trainieren, zB durch einen Dogsitter der einmal die Woche kommt selbst wenn das eigentlich nicht nötig ist. Einfach, damit der Hund lernt auch für sich zu existieren, nicht nur in Kombination mit einer bestimmten Person.

    Papillon könnte auch noch gut passen, die haben mehr Pfeffer als Havaneser und es gibt auch größere Linien :)

    Hallo!

    Momentan ist es tatsächlich vergleichsweise einfach, einen gut sozialisierten Junghund vom VDH Züchter zu finden. Durch die Inflation und die Corona-Hundeschwemme warten da momentan echt einige auf ein schönes Zuhause. Einer davon zieht im Januar bei uns ein :herzen1: (ein Großpudel, 8 Monate jung).

    Der Portugiesen kenne ich nur vom Lesen, aber den Spanier (Perro) kenn ich ganz gut. Mein Gassi- und Sitterhund ist einer, inzwischen zwei Jahre alt. Er ist sehr viel wachsamer als die GPS die ich bisher so getroffen habe, sehr viel misstrauischer Fremden gegenüber, kleiner und kompakter, riecht deutlich mehr nach Hund, ist insgesamt griffiger, trotzdem sehr sensibel und bekommt Stimmungen extrem schnell mit. Wenn er das Gefühl hat der Mensch sei grade unfähig die Situation zu regeln, übernimmt er das. Er braucht eher enge Führung. Er möchte alles richtig machen.

    Pudel kenne ich noch nicht so genau, sie kommen mir aber in allem etwas weicher und friedlicher vor, hüpfiger, alberner. Aber geht in eine ähnliche Richtung insgesamt würde ich sagen: viel WTP, am liebsten immer dabei, Spaß zu arbeiten aber dreht nicht durch wenn’s grade keine Arbeit gibt.

    Wenn viel Besuch kommt würde ich aber keinen Perro nehmen…der den ich kenne findet es ziemlich überflüssig, wenn fremde Leute in sein Haus rein wollen 😋

    Macht mega Spaß der Kerl, aber nicht ganz ohne. Hach, er ist ein toller Hund :herzen1:

    Ich habe bei sowas (allerdings waren es drei VZM, angeblich 3 Mädels, tatsächlich aber drei Jungs) damals einfach diverse Oflegestellen angeschrieben bis ich eine gefunden habe, die sie nehmen wollte. Ich habe dann den Transport übernommen, die PS den Rest. Das kannst du versuchen, auch Facebookgruppen können da manchmal helfen.

    Manche halten auch Gruppen von weiblichen VZM mit einem männlichen Farbmausbock zusammen, dann muss er nicht kastriert werden. Ist nicht so gut wie Farbmausgesellschaft, aber vieeeeel besser als ganz alleine…das wäre ggf auch noch eine Möglichkeit :)

    Liebe @Mona852 ich wollte nur kurz sagen: wie schön, dass ihr im Alltag so gut miteinander auskommt! Und es freut mich sehr, dass ihr hier bei uns seid und schreibt. Ich hoffe, ihr bleibt uns erhalten!

    Es gibt einen Bereich im Forum, der heißt „Pfototalk“. Da kann man über das gemeinsame Leben berichten, Fotos zeigen und es geht dann um die Sachen, die man teilen möchte (und nicht um gesundheitliches oder so, außer man möchte drüber sprechen).

    Da erlauben sich die Leite auch zu sagen „man ist die Mona süß!!“ ohne über die Rasse oder so zu sprechen (auch wenn das wichtig ist, aber ich glaube da hast du in den letzten zwei Tagen sehr viel gelernt und Neues erfahren).

    Wenn dann konkrete Fragen sind oder man etwas über Probleme erfahren möchte, kann man das immer prima im allgemeinen Teil stellen, da bekommt man viele Antworten und lernt ganz viel.

    Aber für die Herzchen und das gemeinsame Freuen und einfach den Hund genießen kann ich dir den Pfototalk sehr empfehlen. Vielleicht hast du ja Lust, für euch beide einen aufzumachen (man muss sich dazu nur kurz freischalten lassen).

    Euch beiden alles Gute für euer gemeinsames Leben, ich würde mich freuen weiterhin von euch zu lesen! ❤️