Beiträge von peikko

    Hmm, ich würde diese Entscheidung wohl auch so treffen und das auch aus moralischen Gründen....
    Aber damit meine ich dann nicht meine eigenen Überzeugungen, sondern die moralischen Vorgaben der Gesellschaft die diese einem dann auch "mit Gewalt" aufzwingt (unterlassene Hilfeleistung, vielleicht sogar Tötung durch Unterlassen usw.).


    Was mich wundert ist, dass du Probleme hättest zwischen deinem eigenen Hund und einem fremden Hund zu unterscheiden und dies sogar schwerer findest als zwischen fremder Mensch und dein eigener Hund? Es wäre doch vollkommen normal das was einem nahe steht, zu dem man eine Verbindung hat, höher zu bewerten. Davon lebt die Fragestellung eigener Hund (Nähe) vs. fremder Mensch (Moralvorstellung) doch überhaupt erst.

    Während ich bei der Frage Mensch vs Hund hin und her gerissen wäre zwischen tun was ich will und dem was ich muss, müsste ich beim Thema eigener Hund vs. fremder Hund überhaupt nicht nachdenken, solange nicht andere Faktoren mit rein spielen (wie zB die Risikobewertung).

    Bei eigener Hund vs. fremder Hund würden viele Faktoren für mich eine Rolle spielen. Fiktives Beispiel: Mein Hund wäre steinalt und vielleicht auch noch chronisch krank. Der andere Hund wäre jung und gesund da würden vielleicht noch ein Kind dahinter stehen oder eine Person, die auf den Hund als Unterstützung angewiesen ist. Da wäre es für mich eine Frage der Abwägung. Wo auch wieder der Mensch im Hintergrund moralisch eine Rolle spielen würde.

    Wenn er die Tablette wieder rauswürgt (nicht auskotzt), hast du sie nicht weit genug nach hinten geschoben. Wenn sie wwit genug hinten ist, ist das gar nicht viel Stress. Dann wird kurz geschluckt und gut. Am besten geht das tatsächlich mit Tabletteneingeber. Mit Wasser muss man etwas vorsichtig sein. Wenn das beim Eingeben spritzt, geht schnell mal was in die Luftröhre und das führt dann wieder zu Husten. Ich würde das nach der Eingabe immer gut belohnen, mit etwas, was die Katze richtig gerne mag. Und ritualisieren. Also nicht die Katze überfallen und rein damit, sondern wirklich ankündigen, Katze auf nen Tisch setzen, Tablette rein, leckere Belohnung hinterher. Und die Tablette möglichst beherzt reinbefördern. Ich hab meine. Katze dafür tatsächlich kurz im Nackenfell genommen. Das ging im Endeffekt besser als mit viel Dutschi.

    Rein emotional gesehen steht mit mein Hund natürlich näher, als ein fremder Mensch. Sogar näher als entfernte Verwandte. Wenn mein Hund stirbt, dann empfinde ich Trauer. Wenn ich vom Tod eines fremden Menschen erfahre, dann bedauere ich den Tod eines Menschen, kann aber nicht behaupten, dass ich echte Trauer empfinde.

    Moralisch gesehen steht für mich trotzdem der Mensch über dem Hund. Ich spinne jetzt mal eine Situation zusammen, sie ziemlich sicher nie eintreten wird: Ich muss entscheiden, wer stirbt. Ein mir fremder Mensch, oder mein Hund. Ich würde mich dafür entscheiden, dass der fremde Mensch lebt. Und das wäre für mich eine moralische Entscheidung, denn rein emotional wäre mir mein Hund wichtiger. Andere Faktoren wie "was für ein Mensch ist das, wie alt ist er, hat er Familie, ist er schwer krank" etc.... lasse ich jetzt mal aussen vor. Müsste ich zwischen einem fremden Hund und meinem Hund entscheiden, könnte ich glaube ich schon keine so einfache Aussage mehr treffen. Da würden viele viele Faktoren mit reinspielen.


    Für mich ist also irgendwie doch klar, dass Mensch uns Hund moralisch nicht auf der gleichen Ebene stehen. Emotional dagegen können sie das durchaus.

    So ein Hund ist aber selten tödlich.