Beiträge von noda_flake



    Es geht um das WIE.

    Ähm - nein, hier eigentlich gerade nicht, dachte ich? Über den ganzen Threadverlauf bemühen sich doch Leute aus verschiedensten Richtungen, auszudifferenzieren, was sie unter aversiver Absicherung und Strafe bzw. Nutzung der 4 Quadranten verstehen - und wann es sinnvoll sein könnte, was einzusetzen.

    Wo ist das Problem?

    Ihr könnt doch alle pos Strafen anwenden wie ihr wollt, keiner spricht euch das ab.

    Aber es ging hier darum wer wie trainiert und da muss es auch okay sein zu sagen das man versucht R+ zu arbeiten. Egal ob das die breite Masse hier sinnvoll findet oder nicht :ka:


    Es läuft immer aufs Selbe raus, ihr wollt mir sagen das man nicht straffrei arbeiten kann, obwohl ich das nie behauptet habe, dass man das kann oder bei R+ macht.

    Wonder2009 Ich meinte wie man so einen Hund R+ trainiert musst du dann einen Trainer fragen, der so arbeitet.

    Und wenn du es erfragt hast… wieso dann die Frage?

    Ich hab nicht gefragt, wie man den Hund mit R+ trainiert. Ich wollte wissen, wie man einem solchen Hund mit maximal negativer Strafe, weil positive verteufelst du ja, erzieht.

    Hätte mich interessiert, nicht als Angriff, sondern wirklich aus Interesse

    Deswegen sagte ich, das musst du einen R+ arbeitenden Trainer fragen.

    Und ich hab gar nichts “verteufelt” :roll:

    Ja, zb. wenn du es halt machst mit dem festen Vorhanden den Hund dann über eine pos Strafe davon abzuhalten zu klauen.

    Was ist denn mit Möglichkeit 3:

    Den Hund davon abhalten hinzulaufen und ihn für richtiges Verhalten wie zb warten zu belohnen?


    Und das ist vermutlich der Punkt, an dem wir aneinander vorbei reden. Wenn ich erfolgreich davon abhalte loszulaufen, dann habe ich in meiner Lesart eine Komponente Strafe dabei. Ich habe ein Verhalten abgebrochen, das ich nicht wünsche, nämlich das Loslaufen (Abbruch). Und ich habe es so verständlich getan, dass der Hund sein eigentliches (sehr hoch gelagertes) Interesse aufgegeben hat (Strafe). Und das gezeigte erwünschte Alternativverhalten belohnt.

    Ja? Training ohne Strafe is nicht möglich, haben wir jetzt schon mehrmals festgestellt. Und ich behaupte auch nichts gegenteiliges.

    Es geht um das WIE.

    Nein, ein Tauschgeschäft ist wenn ich dem Hund eine Alternative bieten würde. Also in dem Fall, der beschrieben war, den Kinderkeks gegen Futter oder Kauzeug, Spielzeug, whatever.

    Meine Hunde belohnen sich selbst mittels sichern und sammeln, die tauschen nicht gerne. So „blöde“ ist hier nur der Mali.

    Dann fallen Tauschgeschäfte da raus?

    Weiss nich genau was mir das sagen soll.

    Mich würde echt interessieren, wie ich einen Hund der es wirklich ernst meint, mit einem nett aufgebauten Abbruch sagen möchte, dass er doch bitte den anderen Hund, die Katze, oder ein Wildtier nicht töten mag. Aber vermutlich betreibt man da dann jahrelanges Management, was ja für alle Beteiligten auf Dauer Einschränkung bedeutet.

    Ich glaube jeder von uns arbeitet sehr gern „nett“ mit dem Hund. Aber wirkliche Grenzen setzen wird ohne positive Strafe irgendwann schwierig. Negative Strafe bedingt ja dann doch irgendwie, dass etwas schönes, was dem Hund entzogen wird, dann so hochwertig ist, dass es wirksam ist. Geht in vielen Situationen, das streite ich nicht ab. Für meinen eigenen Hund ist der Abbruch der Arbeit im Prinzip Höchststrafe. Lässt sich aber auch nicht überall so umsetzen, da ich nicht immer der motivierendste Faktor bin.

    Wenn alles so einfach „nett“ ginge, gäbe es nicht so viele Threads, wo über Leinepöbeln oder jagen geschrieben wird. Manche arbeiten ja tatsächlich über Jahre an dem Problem, Hauptsache „nett“. Das ist für mich teils unfair dem Hund gegenüber, da es Stress bedeutet.

    Nur “nett” heisst ja nicht das es gut ist. Wie bei allen Trainingswegen gibt es auch da nicht so gute Trainer, die Mist erzählen.

    Ich könnte jetzt genauso in den Raum werfen das es diverse Hunde gibt die durch aversives Training Verschlimmerungen im Verhalten erfahren haben. :ka: Schlecht gemacht, ist schlecht gemacht - egal auf welche Art und Weise!

    Und wie man so einen Hund, wie du es schilderst trainieren würde musst du einen Trainer fragen?

    Es kommt so oft dieses Argument “Das geht mit Hund xy nicht” - warum nicht? Schon probiert? Also jetzt nich speziell an dich gerichtet aber wie will ich denn behaupten das etwas NICHT geht, wenn ich es nicht ernsthaft probiert habe?


    Und nur weil man es auf SM vielleicht nicht sieht, heisst nicht das es keine pos arbeitenden Trainer gibt die solche Hunde trainieren.

    Die Hunde lernen doch trotzdem ein “nein” oder “lass das” - nur halt nicht über positive Strafe

    Dann ist es aber auch eher kein Abbruch sondern Tauschgeschäft oder ein "ups , nicht richtig". Kein absolutes Verbot bzw Abbruch eines Verhaltens.

    Nein, ein Tauschgeschäft ist wenn ich dem Hund eine Alternative bieten würde. Also in dem Fall, der beschrieben war, den Kinderkeks gegen Futter oder Kauzeug, Spielzeug, whatever.

    Die Hunde lernen doch trotzdem ein “nein” oder “lass das” - nur halt nicht über positive Strafe

    Ich nehme mal ein ganz konkretes Beispiel. Tag 1 Momo Einzug. Fütterungszeit. Momo fraß ihre eigene Portion und stürzte sich dann zu Lillys Portion, um die zu klauen. Habe ich unterbunden, war natürlich erstmal nur akute Verhinderung.

    Tag 2 wussten wir ja schon Bescheid. Jetzt gabs zwei Möglichkeiten: 1. Wir gehen den Konflikt nicht ein, sondern füttern die Hunde räumlich getrennt. 2. Wir bereiten uns darauf vor, dass Momo versucht zu klauen, unterbrechen das und rechnen damit, dass wir den Abbruch auch durchsetzen müssen.

    Wäre Möglichkeit 2 das, was Du meinst, wenn Du sagst, man gestaltet Training so, dass der Hund was falsch machen muss?

    Ja, zb. wenn du es halt machst mit dem festen Vorhanden den Hund dann über eine pos Strafe davon abzuhalten zu klauen.

    Was ist denn mit Möglichkeit 3:

    Den Hund davon abhalten hinzulaufen und ihn für richtiges Verhalten wie zb warten zu belohnen?

    Die Hunde lernen doch trotzdem ein “nein” oder “lass das” - nur halt nicht über positive Strafe

    Ich nehme mal ein ganz konkretes Beispiel. Tag 1 Momo Einzug. Fütterungszeit. Momo fraß ihre eigene Portion und stürzte sich dann zu Lillys Portion, um die zu klauen. Habe ich unterbunden, war natürlich erstmal nur akute Verhinderung.

    Tag 2 wussten wir ja schon Bescheid. Jetzt gabs zwei Möglichkeiten: 1. Wir gehen den Konflikt nicht ein, sondern füttern die Hunde räumlich getrennt. 2. Wir bereiten uns darauf vor, dass Momo versucht zu klauen, unterbrechen das und rechnen damit, dass wir den Abbruch auch durchsetzen müssen.

    Wäre Möglichkeit 2 das, was Du meinst, wenn Du sagst, man gestaltet Training so, dass der Hund was falsch machen muss?