Er meint aber dass ich sie z.B. "am Kragen" (das heißt am Fell) zurück schleppen soll wenn sie nicht im Platz bleibt. Oder auf den Boden presse wenn sie nicht möchte. Oder ich soll mal brüllen, ich rede zu leise mit ihr.
Er meint sie testet mich und ich muss ihr zeigen dass ich die Führung habe und weiß was gut für sie ist.
Er sagt bei den Aussies muss man das machen, sonst tanzen sie einem auf der Nase herum.
Ich habe eine Rasse die ähnlich gestrickt ist, wie deine. Nicht identisch... aber es geht schon in eine ähnliche Richtung.
Meine Hündin ist jetzt 3 Jahre alt.
Am Anfang wurde mir auch genau das Selbe gesagt wie dir.
"Die muss wissen wo sie steht, sonst hast du später Probleme!" "Das ist ein Cattle Dog... die werden die Pest wenn man denen nicht zeigt wer das sagen hat" "Diese Hunde sind sehr körperlich, die vertragen sowas... kannst ruhig mal bisschen doller sein."
Das sind jetzt keine exakten Zitate, aber Dinge die mir gesagt wurden, die an mich heran getragen wurden und welche ich auch (in Maßen) umgesetzt habe.
Was ich davon habe? Bis heute eine Hündin die mich meidet wenn sie merkt ich werde sauer, die sofort anfängt zu fiddeln in Situation wo sie früher für bestimmtes Verhalten richtig Anschiss kassiert hat, zb. bellen wenn sie nicht weiter wusste.
Ich behandle sie bestimmt schon reichlich 2 Jahre nicht mehr so und sie zeigt dieses Verhalten nach wie vor. Sie hat sich das ganz genau gemerkt.
Cattle Dogs sind körperlich und sie sind "hart" aber sie haben eine weichen Kern, und auf den muss man aufpassen (ist natürlich auch immer eine Typ Frage).
Ich bin heute viel viel netter zu Cali als damals, ich nehme gewisse Sachen mit Humor und finde sie eher witzig als das ich sie schimpfen würde.
Sie ist sicherlich nicht perfekt erzogen
Manch HuHa hier würde die Hände überm Kopf zusammen schlagen, aber für unseren Alltag ist sie perfekt.
Sie ist frech, ohja... sie ist unerschrocken und mutig, gewillt mit mir ALLES zu machen. Und ich glaube, wenn ich damals nicht einen anderen Weg eingeschlagen hätte - wäre sie all das heute nicht.
Ich denke, die brauchen Konsequenz - ja, auf jeden Fall. Und es darf auch mal richtig rappeln im Karton (verbal) aber körperliche Härte vertragen diese Hunde schlecht. Cali ist nicht der Typ der sich umdrehen würde - der Rüde, den ich aktuell in Pflege habe, aber sehr wohl. Er hat eine lange Zündschnur aber wenn man ihn immer und immer wieder korrigierend gängeln würde - dreht er sich 100% irgendwann um. Und dann ist aber Feuer in der Hütte - wenn er das einmal spitz kriegt dass das funktioniert.
Ich habe das schon angesprochen, aber der Trainer meint dass dieser Umgang absolut notwendig ist um später nicht ein Hundeleben lang jeden Tag diskutieren zu müssen.
Frage ist ja... was sind das denn für Sachen wo ihr diskutiert? Müssen die überhaupt diskutiert werden?
Ich kenne mittlerweile einige Cattle Dogs sehr gut und hab die Erfahrung gesammelt das Fairness sehr wichtig ist und das sie auf positive Geschichten wesentlich besser und schneller reagieren als wie auf negatives Training und Strafen. Ich denke da musst du schauen, wie ist dein Hund drauf, wie ist sie charakterlich, was hälst du für richtig fair, kannst du authentisch vermitteln.
Wie bereits gesagt wurde...Konsequenz hat nichts mit Härte zu tun.
Aber eins ist klar: Wenn du ein schlechtes Bauchgefühl hast - hör auf dieses.
Ich habe es damals nicht getan und es tut mir heute Leid, ich habe meinem Hund oft Unrecht getan, hab Sachen verpasst die ich heute unheimlich genießen würde. Man kann die Zeit aber nicht zurück drehen. Deswegen, hör auf dein Bauchgefühl. Schau dir die andere HuSchu an und dann kannst du ja immer noch entscheiden
Ist ja nichts verbindliches!