Beiträge von Degurina

    Ich habe mein Handy eigentlich immer bei mir, weniger, um selbst erreichbar zu sein, sondern um im Notfall andere erreichen zu können.

    Eine Art Tracker lasse ich beim Gassi auch oft mitlaufen, hauptsächlich um selbst zu sehen, wieviel ich mich bewege. Im Notfall kann mein Mann mich so aber orten (umgekehrt macht er es genauso, wenn er alleine Gassi geht oder mit dem Mountainbike unterwegs ist).

    Das ist aber auch ganz normale Pubertät. War bei uns auch so. Ende 8 Monat war Schluss mit Freilauf und 100% Gehorsam.

    Ja hier auch. Er wurde selbstbewusster, hat seine Libido und seine Jagdambitionen entdeckt.

    Ohja, hier auch. Koda ist jetzt 8,5 Monate alt und die Pubertät haut richtig rein. Leinenführigkeit ist eine Katastrophe, sobald es irgendwo nach Hund riecht (auch wenn es 5 Tage alte Pipistellen sind). Seine Aufmerksamkeitsspanne liegt bei 2 Sekunden, und ansonsten wird viel gefiept. Und er ist generell schnell drüber und gestresst, vor allem bei den vergleichsweise seltenen Hundebegegnungen.

    Das ist für mich aktuell richtig anstrengend. Zum Glück ist der Großteil unseres Alltags mit ihm entspannt und die anstrengenden Momente nur kurze Augenblicke.

    Ich liebäugele schon seit Monaten mit einer Art Küchenhexe für draußen um mit Holz kochen und backen zu können, das hat mein Mann aber bisher für unsinnig erklärt (wir heizen im Wohnbereich mit Holz, haben also entsprechend einige Meter Holz gelagert). Seit ein paar Tagen findet er die Idee gut, er hat sich wohl von einem Freund anstecken lassen.

    Er kam vorgestern nach Hause und meinte, dass wir dringend Vorräte kaufen müssen, damit wir im Notfall zwei Wochen gut über die Runden kommen. Ich habe ihm dann mal unseren Küchenschrank voller Konserven gezeigt. :winking_face:

    Es ist nicht übermäßig viel, aber 10 Dosen Eintopf, einiges an Dosengemüse und -obst, 3kg Nudeln, 3kg Mehl, diverses anderes wie Reis, Aufbackbrötchen... Plus eingefrorenes Gemüse und Obst (und Fertiggerichte) in der TK, was wir bei Stromausfall zuerst zubereiten würden. 20 Tage könnten wir also gemütlich im Haus bleiben und sicher weitere 20 Tage noch ausreichend essen. Und die Schwiegereltern haben nochmal ihren eigenen Vorrat.

    Das einzige, was uns in der Menge noch fehlt, sind sowas wie Kerzen und Wasser. Daher werde ich heute noch ein paar Kisten mit Glasflaschen besorgen. Ansonsten fühle ich mich ausgesprochen gut vorbereitet, um im Haus bleiben zu können.

    Ein Notfallrucksack für eine Flucht ist nochmal ein anderes Thema, da muss ich mir noch Gedanken machen... ist gerade für den kommenden Winter ein echt schwieriges Thema.

    Ja, vor allem kommt es so unvermittelt.

    Gestern noch ein normaler Spaziergang, heute zieht Baku wie verrückt an der Leine, weil wahrscheinlich wieder eine läufige Hündin unterwegs war. Das ist echt anstrengend, ich kann mich ja vorher nie drauf einstellen.

    Ja, das finde ich auch anstrengend. Gestern Abend war es ähnlich, da war ich das erste Mal seit Wochen wieder bei meiner Mutter und wir sind zusammen kurz spazieren gegangen. Koda war null leinenführig und hat jeden Grashalm abgeschnüffelt, super anstrengend...

    Ich habe ihn dann ein bisschen frei laufen lassen, damit er den Stress abrennen konnte. Ich konnte ziemlich weit gucken, nur in einer Kurve war nicht alles einsehbar. Und genau dort liefen zwei Frauen mit zwei Bulldoggen (1x frz., 1x englisch) mindestens 100m vor uns. Koda sieht sie gleichzeitig mit mir und startet natürlich durch. Ich atme kurz durch, rufe ihn ("Hiiiier!" ist unser fester Rückruf neben der Pfeife) und der Kleine dreht sich im vollen Gallopp um und rennt zu mir. Das gab natürlich eine Leberwurstparty :partying_face: Ich bin so froh, dass ich ruhig geblieben bin und der Rückruf im Junghundehirn ankam. Es ist also noch nicht alles verloren :rolling_on_the_floor_laughing:

    Können Frenchies keine Maulkörbe tragen? Habe gerade einen Artikel gelesen/angeteasert zu einem Streit mit einem Busunternehmen (ist leider hinrer einer Paywall, aber für den ersten Eindruck reicht es):

    https://www.mittelhessen.de/lokales/wetzla…-paula_25704708

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    Ich habe auf Instagram öfters solche Stoffmaulkörbe gesehen für Frenchies und Möpse, auch wenn diese eher nach Unterhosen aussahen, die man dem Hund vors Gesicht spannt. Sollte das nicht reichen? Alternativ eine Transportbox für den Frenchie?

    Degurina In der Halle seid ihr ja nur zum Trainieren oder? Insofern bestätigt sich ja seine Erwartungshaltung, dass ihr dort immer was tolles macht... vielleicht hast du die Möglichkeit, da auch mal so hinzugehen und zum Beispiel einfach nur mit ihm rumzusitzen oder einfach 10 Minuten durch die Halle zu laufen. Und dann wieder gehen?

    Das ist eine gute Idee, danke dir!

    Ich werde das am Samstag mal mit der Ausbilderin besprechen, dass ich mit Koda in den nächsten Wochen Dienstags nur zum Rumsitzen in die Halle gehe und mich ggf. mit ihm dazusetze, wenn einer der erfahrenen Hunde in der Halle trainiert.

    Auf die Geräte geht es dann erstmal nicht mit ihm, du hast recht, dass ich damit sonst seine Erwartungen und seine Aufgedrehtheit bestätige.

    Er verknüpft das echt ortsbezogen (bei Vorführungen auf Firmengeländen ist das nämlich kein Problem, obwohl wir da die Geräte mitnehmen. Da konnte er schon mit 12 Wochen wie die Großen mitmachen).

    Das war auch unser Problem im Welpenkurs. Nach zwei Besuchen wusste der 10 Wochen alte Kerl schon, dass beim Welpenkurs auch mal kurz und kontrolliert mit den anderen Hunden gespielt wird, dementsprechend aufgekratzt war er dann durchgehend.

    Koda und ich hatten gestern keinen schönen Trainingsabend. Also eigentlich war es gar nicht so schlimm, das meiste liegt wohl an mir.

    Es fängt ja damit an, dass Koda in der Halle angeleint werden muss. Nicht, weil er sonst aus der Halle rennt, andere Hunde sind auch nicht da, sondern weil er jeden Zentimeter der Halle abschnüffeln muss (schließlich waren vorher andere Hunde drin und vielleicht hat sogar jemand Futter liegen lassen!) und kopfmäßig null bei mir ist. Und im Übermut macht er dann die Geräte auch ohne mich, was echt gefährlich werden kann.

    Also ist eine Leine dran, damit er sich nicht fest schnüffeln kann und ich mehr Kontrolle über ihn habe, bis er sich länger als 5 Sekunden auf mich konzentrieren kann.

    Als er noch jünger war, habe ich ihn anfangs erstmal die Halle erkunden lassen, bevor wir gestartet haben. Das hat aber augenscheinlich nichts gebracht, und seit kurzem kommt ja das Markieren dazu, was er natürlich in der Halle nicht soll, also bin ich zwischen den Geräten im Sekundentakt dabei meinen Hund zu ermahnen. Einmal musste ich lauter werden, da hat er mich dann kurz gemieden. Super frustrierend für uns beide. Aber da müssen wir durch, bis es im Pubertätshirn angekommen ist.

    Meine Ausbilderin hilft in dem Moment auch nur bedingt, ihre Tipps an mich sind Rückruf üben (klappt, auch in der Halle), Ruhe üben (außerhalb der Halle fährt Koda schnell runter) und Grundstellung üben (dabei sagt sie zu anderen, dass sie mit Junghunden erst ab einem Jahr mit der BH Vorbereitung anfängt). Dieses extreme unkonzentrierte Verhalten zeigt er nur in der Halle, nirgendwo sonst.

    Sobald er an einem Gerät arbeitet, ist er übrigens super. Leitern, steile Aufgänge, schmale Balken, Wippe, alles kein Problem. Manchmal ist er ein bisschen zu schnell und ich muss ihn bremsen, aber ansonsten ist er da auf mich fokussiert.

    So eine Trainingssession dauert für Koda übrigens keine 15min und findet 1x pro Woche statt.

    Ich muss mir jedenfalls mal einen Plan machen, wie ich seine Erwartungshaltung in der Halle runterfahren kann.

    Als er jünger war, bin ich vorher mit ihm spazieren gegangen, damit er nicht ganz so frisch in die Halle kam. Aber dann war er in der Halle erst recht drüber, weil es zu viel war.

    Mittlerweile kann er kopfmäßig mehr vertragen, deshalb überlege ich den Spaziergang wieder auszuprobieren (ansonsten mache ich an Trainingstagen kaum etwas mit ihm, er läuft dann einfach im Alltag mit).

    Das ist wirklich der einzige Punkt, wo ich Probleme habe das richtige Gleichgewicht zu finden. Ansonsten läuft alles super. Im Flächentraining ist er übrigens überhaupt nicht so unkonzentriert. Wir haben zwar wechselnde Trainingsgebiete, aber da kann er sich auch freirennen und muss nur wenig Kommandos befolgen. Im Wald herrscht auch eine ganz andere Atmosphäre als in einer kleinen Industriehalle.

    Koda ist mir manchmal auch zu klug, er hat nach wenigen Wiederholungen schnell etwas neues gelernt (manchmal reicht auch nur eine Situation, die merkt er sich dann, er kann unglaublich schnell eine Erwartungshaltung aufbauen, das kann schonmal nerven). Ich habe in der Quarantäne mit ihm angefangen zu klickern und wir haben mit einem Bodentarget geübt, da hat er sich fast überschlagen vor Enthusiasmus. Aber es macht riesen Spaß, seinen Lernwillen in die richtigen Bahnen zu lenken. Im RHS Training ist er einfach wahnsinnig toll, da haben wir jetzt eine passende Bestätigung für ihn gefunden (er darf als Belohnung vom Helfer einen Fell-Futterbeutel apportieren und zergelt dann mit mir). Genauso auf den Geräten, die er einfach ohne Angst, aber trotzdem besonnen begeht/beklettert (nur dazwischen fällt es ihm noch schwer, zu entspannen). Man merkt, dass diese Arbeit wie für ihn geschaffen ist. Daheim darf er dann noch ein bisschen den Garten bewachen, und er ist glücklich.

    Anstrengend ist er bei Hundebegegnungen ohne Kontakt, aber da wir relativ selten anderen Hunden begegnen (maximal einmal pro Woche), wird er halt eng geführt und vorbeibugsiert. Nicht schön, aber irgendwann wird das über Gehorsam/Fuß laufen funktionieren.

    Da werfen uns die unregelmäßigen unerwünschten Kontakte von blöden Hundehaltern immer wieder im Training zurück, deshalb versuche ich es entspannter zu sehen. Er wird nie ein Hund werden, der Artgenossen ernsthaft doof finden wird, deshalb mache ich mir da keine großen Sorgen.