Beiträge von BettiFromDaBlock

    Sowohl ich der Mensch als auch mein Hund nehmen CBD. Aus unterschiedlichen Gründen und unterschiedliche Konzentration. Hab’s erst angefangen als es meinem Hund half. Durch Absetzen war das sehr deutlich.

    Aber Betti hat ja ein generelles Angst (Aggressions) Problem und reagierte extrem, konnte nix lernen.

    Das es uns Silvester speziell hilft, glaub ich nicht. Es gibt eine minimale Grundentspannung, aber beim Knallen geht es um ganz andere Angstzustände bei uns.

    Aber grundsätzlich wirkt es bei jedem Lebewesen unterschiedlich. Also geht nur probieren.

    Das Melden von Personen vor der Tür hab ich durch für den Hund nachgucken und sie ins Körbchen schicken wegbekommen. Mittlerweile sage ich „alles gut“ sobald ihre Ohren hochgehen und nix passiert.

    Wegen Weihnachten. Das kann für euch eine tolle Möglichkeit sein, neue Personen einzuführen. Hast du eine Transportbox, die als Rückzug dient? Die platziert du an zwei Sichtblockaden und etwas abgeschirmt vom Rest durch dich. Dann lernt der Hund niemand tut mir hier was. Die Familie ignoriert den Hund einfach. Wenn Kids mit dabei sind Maulkorb drauf.

    Ich halte Betti an einer Hausleine und führe sofort ihre Rückzugsmöglichkeit (also ihre Decke an die Stelle und was gutes zu essen) ein. Mittlerweile liebt sie meine Familie. Versteckt sich am liebsten hinter meinem Vater, statt bei mir zu verbringen. Habe ihr aber auch jeden einzeln außerhalb des Trubels vorgestellt.

    Also es gäbe Möglichkeiten. Andererseits mache ich eh kein Weihnachten mehr, das geht also auch.

    Ich nehme extrem viel Rücksicht auf unsere Umwelt. Aber ich hab ja auch den problematischen Hund, der selbst viel Verständnis braucht.

    Aber auch ich habe Situationen, da wünschte ich mir ein wenig mehr Menschenverstand. Ein Radfahrer hat uns letztens umkreist und versucht zu treten, weil er sauer war. Betti auf abgewandter Seite, kurze Leine, Radfahrer fährt vorbei, zeitgleich niest Betti (war erkältet), Radfahrer eskaliert. Während mein Hund vollkommen unbeeindruckt neben mit tappelt, überlege ich ab wann man die Polizei rufen darf.

    Aber ja, wenn jemand zeigt er hat Angst vor meinem Hund oder Kinder laufen durch die Gegend, bin ich die erste die für Raum und Platz sorgt. Andere Hundehalter könnten gern ein wenig mehr Rücksicht auf meinen Hund nehmen, aber man kann ja nicht alles haben.

    Schätze das ist eher eine Frage der inneren Einstellung oder des eigenen Stresslevels.

    Wiesenpippau

    Die Wohnsituation bei euch klingt etwas wild. Und ich habe in vielen WGs gelebt. Hund im Zimmer lassen und Trenngitter dazwischen geht nicht?

    Das mit dem Kontrollieren ist ja auch nur eine Beschreibung dafür aktiv für Abstand sorgen wollen. Betti würde auch hinrennen und versuchen zu vertreiben.

    Deshalb nehme ich ihr das komplett ab.

    Sie ist immer abgewandt von allen Gefahren und NichtGefahren. Bögen, Richtungen wechseln. Bevor sie überhaupt die Entscheidung treffen kann nach vorne zu gehen, hab ich längst alles gemarkert oder Schönhefüttert. Menschenkontakt hat sie nur wenn ich vorher beiden Seiten das Go gegeben habe. Drinnen hat sie immer Schutz, keiner rennt zu ihr. Erst wenn alle sich kennen und entspannt sind.

    Draußen zeigt sie mir alle „Gefahren“. Wenn sie das nicht kann, nehme ich sie kurz. Dann tut es ihr gut wenn sie ihre Aufgaben kennt. Zum Beispiel Richtungswechselkommandos, da kann sie sich drauf konzentrieren statt sich zu fürchten

    Sowas wie das Hinrennen von euch würde nie passieren, ich würde schon beim Ansatz stoppen. Weil ich eben weiß das ihr Motiv nicht Freude ist.

    Den Spaß haben wir dann entweder Zuhause oder an abgelegenen Orten.

    Das klingt zwar alles anstrengend und ist definitiv nicht so wie ich es bei anderen Hunden hatte. Aber mittlerweile gehören wir zusammen. Betti ist zauberhaft. Eine Pfefferrakete. Gibt sich soviel Mühe, nur kann sie manchmal einfach nicht. Sie ist eine Meisterin in der Spurensuche.

    Ich habe meine Erwartungen abgelegt und auch den Fokus auf das Problem. Wenn ich Stress mit allem habe kümmere ich mich um mich und gönne uns eine Pause.

    Die ersten Monate hab ich öfter den Kopf in den Sand gesteckt oder geheult. Es kam einfach überraschend und dann der erste Biss...

    Mit einem Angsthund kannst du jederzeit wieder Rückfälle erleben. Das ist einfach so. Egal ob Hormone oder eine Begegnung oder einfach so.

    Ihr werdet das hinbekommen. Hör aber besser nicht auf zuviele Mitmenschen. Was für euch funktioniert, ist eure Sache. Zeit, Zeit, Zeit und Hund lesen lernen.

    Aber auch deine eigenen Bedürfnisse nicht vergessen!