Beiträge von BettiFromDaBlock

    Ganz was anderes: wie schwer ist Betti nochmal? Unter 10kg oder?

    Da ihr ja ein generelles Unter-Strom und Überreizungsthema habt, überleg ich so vor mich hin, ob sie an nen Rucksack (leichter weiter zu tragen, als ne Tasche) gewöhnbar wär, um zb in ruhigere Gebiete zu kommen, ohne gleich vor der Tür auf 270 und damit komplette Hirnsperre zu stehen.

    Manche Eurer Probleme kommen ja auch mitunter auch daher, dass sie Reize anhäuft bis zur Explosion und dann im Grunde eh nix mehr lernen kann.

    Schaut sicher doof aus. Ich täts aber glatt probieren, wenn meine Stresstöle in tragbarem Format wär.

    Sie wiegt 10kg und ist für die Taschen und Rucksäcke leider zu schwer bzw. zu lang. Ich hatte mal einige getestet zum Wandern. Einen wo sie offen dranhängt kann ich nicht nehmen.

    Wann der Reiz kommt ist eigentlich egal. Ob er kommt auch. Die Erwartung das draußen etwas passiert, ist immer da.

    Wir schlafen ja auch manchmal in einer anderen Wohnung, ruhigere Ecke, nah am Wald. Da hab ich zwar kein vor der Haustüredrama, aber die Reaktionsbereitschaft ist trotzdem hoch. Auch allein im Wald 5Uhr morgens am Sonntag.

    Waren ja auch schon zweimal einen Monat lang auf dem Dorf. Also wohnen neben dem Feld. Wenn es gar keine Feinde gibt, hat sie auch nicht viel entspannteres. Ich war da natürlich entspannter.

    Manchmal fahre ich mit ihr im Radanhänger weiter weg, also wenn es wärmer ist. Ich würde da auch keinen großen Unterschied sehen. Diesen Frühling muss ich das noch testen, vielleicht ist das jetzt besser.

    Was vielleicht doch interessant ist, die Nachtrunde gegen Mitternacht, da läuft sie manchmal ruhig/locker und will dann auch früher umkehren nachdem sie ihr Geschäft erledigt hat. Erst wieder kurz vor der Hauswiese fängt sie an mit unruhig werden.

    Dabei ist Dunkelheit bei den anderen Gassirunden ein Negativverstärker.

    Ich denke manchmal, sie hat nie gelernt Gassigehen ist etwa positives. Eher für die Verteidigung gegen Feinde. Sehr ernsthaft und überfordert. Das Gegenteil zu drinnen. Da ist sie ein Tanzclown oder Schlafdrops.

    Ich denke auch "Respekt" ist ein sehr menschliches Wort.

    Aber mein Hund sollte meinen körperlichen Raum/ meine Dinge respektieren. Hier wird sich nicht gewagt über mich drüber zu steigen oder mich von irgendwo wegzudrängen. Es wird von beiden Seiten kommuniziert was gewünscht wird, der andere kann darauf dann mit einer Einladung oder Ablehnung reagieren.

    Würstchen oder ähnliches würde hier auch nicht genommen werden, wenn sie auf den Boden fällt. Fragend gucken vielleicht. Wenn ich anbiete und noch dazu sage "nimms" dann ist es doch klar erlaubt. Einfach aus dem Mund nehmen würde ich nicht machen lassen, aber mein Hund kann auch beißen, da will ich gar nicht haben, dass sie das mal aus Spaß bei einem anderen Menschen probiert.

    Respekt ist aber für mich tatsächlich nicht das richtige Wort. Eher höffliche Kommunikation vor Aktion.

    Ach ja, im Intimbereich kann auch von einem Meter Abstand geschnuffelt werden...

    Ich finde die Idee mit dem „Bettithread“ sehr gut - wenn in Einem gesammelt wird, kann man vielleicht nach einiger Zeit auch verborgene Muster da erkennen.

    Wenn Du selbst schon auf dem Schirm hast, dass da die Gefahr der Fokussierung aufs Negative besteht, dann passiert Dir genau das glaube ich nicht :smile: - dann steierst Du schon gleich gegen.


    Wie hat sich denn Eure Beziehung so entwickelt - irgendwo hab ich mal gelesen, dass jetzt mehr Körperkontakt möglich ist?


    Und - vielleicht gar nicht (nur) für hier: Könntest Du diesen „Reinsteigerprozess“ mal von jemandem filmen lassen?

    Natürliche gibt es viel was sich seeehr gut entwickelt. (von 15sek Berühren lassen, zu auf meinem Schoß sitzen wollen während der Arbeit oder spielen können, etc)

    Aber die Aggression gegen die Umwelt ist eben ein heftiges Thema. Mein Drinnenhund ist sehr anders als das Draußentier.

    Für das Video müsste ich auf die Wiese gehen mh ich guck mal ob das mal geht. An ihr kann man zum Glück immer sofort Ablesen was Sache ist. Lehrbuchmäßige Körpersprache.

    Vielleicht starte ich die Tage mal einen Thread über sie. Nach dem Motto positiver Fokus mit "kleinen" Negativitäten.

    ich denke es ist mehr Stress und abchecken wollen .

    Ich würd das nicht gleich auf territorial schieben:ka:

    Was macht sie wenn du mit ihr raufgehst und sie schnüffeln lässt?

    Also wenn keiner da ist

    Sie schnüffelt sich in den Wahnsinn. Der Kamm geht hoch, sie wird aggro und folgt der Spur als wäre sie auf der Jagd.

    Das ist allgemein etwas das ich meist unterbinden muss, sie schaltet sonst das Gehirn aus und der nächste potentielle Reiz wird attackiert. Und wenn es Dönerpapier ist... Kann man ganz deutlich von entspanntem Schnüffeln unterscheiden.

    Zurzeit trägt sie meist Maulkorb, das reduziert dieses negative Schnüffeln. Auch das Markieren.

    Und wenn du versuchst, die Wiese positiv zu belegen?

    Wenn du die vom Haus aus im Blick hast, könntest du dann raus, wenn nix los ist und mit ihr spielen oder sie dort füttern? Irgendwie die Stimmung umlenken?

    Draußen spielen macht sie leider nicht, da gewinnt die Gefahr. Draußen ist immer gefährlich.

    Ich könnte sie vom Balkon aus auf die Wiese gucken lassen, aber habe Bedenken sie würde das in einen Wachjob mit Belohnung verwandeln. :denker:

    Auf der Wiese sitzen und Leberwurst in den Mund hatte ich schon probiert. Problem ist das die Auslöser sich ja ständig ändern. Sie generalisiert kaum. Der Nachbarspudel und Besitzerin (Betti liebt diese Nachbarin) sind die Einzigen, die wiedererkannt werden. Da geht es statt nach vorne, auf großen Abstand vorbei.


    Aktuell geht es auf dem Gehweg relativ zügig weg von der Grünfläche. Und hoffen, das danach kein anderer den Frust abbekommt.

    @pinkelpinscher

    Bin mir unsicher, hab Sorge das ich mich dann zu sehr aufs Negative fokussiere. Ich denke mal darüber nach.

    Auf der Wiese gibt es jeden Tag eine oder mehrere Begegnungen mit Dingen, die sie nicht mag. Es ist ein HundeHotspot. Beim Rausgehen kann ich vorher aus dem Fenster sehen, aber nicht beim Heimkommen. Manchmal laufe ich dann hinter den Autos mit ihr an den Häusern vorbei. Also noch eine Straße weiter bis der andere Hund weg ist und drehe dann zurück. Aber allein das Wissen/der Geruch/Leinengeräusch triggert schon.

    Ausweichen geht gar nicht. Sie ist quasi einen Meter von der Haustür entfernt. Selbst die Kellertür führt darauf. Helikopter vom Dach vielleicht ;)

    Innerhalb der Wohnung gibt es kein Problem. Sie mag zwar keine Fremden. Aber sie weiß auf ihrem Platz ist sie sicher bzw. es gibt eine feste Routine.

    Mich stresst das Verhalten, weil es jetzt schon so früh anfängt. Sie steigert sich in den Frust. Es ist ihr normales Unsicherheitsverhalten hoch 10. Als würden wir in den Boxring gehen statt nach Hause.

    Manchmal trage ich sie nach Hause, wenn ich merke sie wird scheitern... :tropf:

    :ka:

    Hey,

    Betti ist ja grundsätzlich eine Angstaggressive Hündin (Artgenossen, Gegenstände und Menschenproblem ), aber an der Wiese vor der Haustür bis zu 60m davon entfernt ist wirklich extrem.

    Zur Beschreibung, direkt vor der Haustür ist eine Wiese die zur Genossenschaft gehört (ca 30x80m), es sind 5 Hauseingänge, die darauf münden und alle Hunde des Stadtteils nutzen diese Wiese.

    Noch bevor wir die Wiese auf dem Heimweg sehen, fängt Betti schon Teilweise an wie eine irre zu Hecheln, sich hochzupuschen und bellt dann auch mal in die Luft, wenn gar kein Hund in der Gegend ist. Im Dunkeln wird jeder Mensch, jedes neuabgestellte Rad in dem Bereich gemeldet. Meist bin ich schnell genug und markere bevor sie macht. Aber sie ist erregt. Auch wenn ich mal von der anderen Straßenseite mit ihr ankomme oder wir Zickzack, Bögen oder dauerfütternd oder was/wie auch immer gehen. Ändert nix.

    Mittlerweile (seit drei Monaten, da hat das Verhalten erst richtig angefangen)erlaube ich ihr nicht mehr die Wiese zu betreten und führe sie eng bis ins Haus oder weg. Sie hat da einfach nix zu regeln. Es stresst sie die Wiese nicht betreten zu dürfen. Wenn wir aus dem Haus herauskommen und sie hat beim Türöffnen eine Fährte in der Nase (was bei dem Hundeanteil der Stadt fast immer ist), dann ist sie schon auf 165.

    Würde ich sie lassen, würde sie jede Fährte einsaugen und dabei ihren Aggrokamm aufstellen, warten bis der Feind kommt etc. Je dunkler es ist desto aggressiver.

    Denkt ihr das ist Teil von Territorialen Verhalten? Wie weit kann sich ein Territorium ausdehnen? Es geht halt schon außer Sichtweite los. Kann man die Ausdehnung reduzieren?

    In der Wohnung/ Hausflur gibt es übrigens kein solches Verhalten.

    Gestern habe ich mich eine Viertelstunde mit der Nachbarin in der Einfahrt unterhalten. Betti saß daneben und hat angespannt die Welt der Wiese beobachtet. Es ist wirklich nix passiert, niemand gekommen, aber sie war konzentriert = gestresst.

    Mir geht es vor allem darum, das sich das Verhalten nicht weiter räumlich ausdehnt. Kann man das irgendwie reduzieren? Es dreht sich schon sehr klar um diese Wiese. :verzweifelt: :barbar:

    Kann sich nur ändern, wenn man es offen anspricht oder auch der eigene Mann reagiert und zB. sagt "da kann meine xxxx mehr mit ihnen sprechen, ist ihr Auto"

    Oder den Dienstleister wechseln. Gibt dafür oft noch kein Bewusstsein.

    Hab es in Fahrradläden erlebt. Oder wenn ich mir eine Workstation zusammenstellen ließ, eine Kamera kaufen wollte oder oder oder.

    Ich spreche es entweder direkt an und / oder frage sehr spezifische Fachfragen.

    PS ein Freund arbeitet in einem Autohaus und regt sich regelmäßig darüber auf, dass nur der Mann spricht, wenn es um das Auto für die Frau geht. Er versucht dann sehr aktiv mit der Frau zu kommunizieren, aber die bleiben gerne mal stumm.