Beiträge von BettiFromDaBlock

    Lebt ihr auch eher städtisch?

    Sind die Schwankungen nach der Kastration besser geworden? (das frage ich aus eigenen Interesse)

    Die Sorge mit den andere Menschen verletzen, kenne ich. Wenn es bei euch noch so akut ist, würde ich den Mauli immer drauf lassen, wenn ihr rausgeht.

    Hatte heute erst wieder eine Situation, wo ich meinen Nachbarn stoppen musste, weil er meinen Hund vorm Haus begrüßen wollte. Betti kennt meinen Nachbarn in der Wohnung oder im Hausflur, aber vor der Haustür (im Land der Gefahr) hab ich sofort gesehen wie ihr Kamm hochging. Mein Nachbar kennt die Problematik (auch wenn er es nicht richtig nachvollziehen kann), heißt er reagiert nicht so beleidigt im Gegensatz zu anderen Menschen.

    Ich markere jeden Menschen. Es gibt da immer eine Routine, die abläuft. Ich laufe auch mal 300m Umweg, weil uns sonst ein Mensch in enger Gasse entgegen kommen würde. Da Betti nur 10kg wiegt, haben wir "Auf den Arm" als Entspannungssignal eingeführt. Das "böse" Hochnehmen rettet uns öfter den Hintern.

    Drücke euch alle Daumen und Pfoten

    Edit Zurückziehen lernt meine Hündin jetzt durch mich. Endlich ist ihr Freeze lang genug dass ich da reinmarkern kann. Vorher war Aggression und überschlagen.

    Hey,

    wie alt ist denn deine Hündin jetzt? Arbeitest du mit einem Trainer zusammen? (Wenn nein, dann definitiv damit anfangen)

    Ich habe eine Angst-aggressive Hündin, die irgendjemand mal im Wald ausgesetzt/vergessen hat. Wahrscheinlich ist sie ohne Reize aufgewachsen. Jedenfalls war zu Beginn jede Papiertüte gefährlich und bei Menschen und Hunden ist sie sofort nach vorne gegangen. Als ich noch nicht soviel Ahnung hatte, landeten ihre Zähne auch mal in meinem Unterschenkel.

    Nach ca anderthalb Jahren Training und Anpassung der Lebensstrukturen ist meine Hündin deutlich handelbarer. Die ersten Monate war ich oft in der Nacht Gassi, damit sich Betti erstmal vom Stress erholen kann ohne Reize. Mache ich am Wochenende heute noch so. Meine Trainerin hat mir die nötigen Skills angelernt. Wichtig ist allerdings eine sehr geregelte Routine. Nach stressigen Situationen Pausentagen. Dem Hund in keine Situation führen, die er noch nicht leisten kann. Später dann zusammen durch herausforderndere Situationen gemeinsam. Hund schützen und leiten. Tagesaktuelle Individualdistanz einschätzen und einhalten.

    Den Hund akzeptieren und verstehen lernen.

    Betti wird nie ein einfacher Mitlaufhund werden, aber das ist ok. Der Beißkorb ist ein stabiler Partner an schwierigeren Tagen (auch wenn ich z.b. mal nicht gesund/gestresst bin).

    Dinge, die mir gut tun, tun manchmal meiner Hündin nicht gut, also passieren sie nicht oder ich arbeite kleinschrittig (in Zeitlupe) dahin. Manchmal geht man bei so einer Lebenseinschränkung ein wenig auf dem Zahnfleisch.

    Hormonell bedingt haben wir auch Triggerwochen, Wetterwechsel sind doof, Jahreszeiten sowieso, Lebewesen meist überflüssig usw.

    Allerdings bin ich in Absprache mit meinen Tierärzten weiterhin gegen die Kastration, weil die Wahrscheinlichkeit von noch mehr Unsicherheiten sehr hoch ist.

    Ich gestehe jetzt einfach mal, dass ich meine KamikazeTrulla mittlerweile wirklich leiden kann und mir innerlich das Herz springt, weil wir soweit gekommen sind. Innerlich sind wir beide gereift und zu einer gemeinsamen Insel geschwommen. Wir sind nun an dem Punkt an dem wir aus allem Gelernten und diverser Trainingsversuche die richtige Startbasis gefunden haben.

    Ich rate ganz stark zu einem Trainer, der sich damit auskennt. Einzeltraining.

    Deine Hündin wurde per Hand aufgezogen, das lässt automatisch Defizite Entstehen. Im Shelter viel zu wenig Reize in prägnanter Phase kennengelernt. Das sind Dinge, die sich nicht wieder aufholen lassen. Vielleicht nun zu früh kastriert. Plus möglicherweise eine Rasse, die sowieso eher nach vorne geht bzw. Ist das ihre erlernte Methode (weil ihr ja vorher keiner zugehört hat)

    Ungewöhnlich klingt die Geschichte für mich nicht. Der Lebensstil und Tagesablauf ist natürlich mitentscheidend.

    Was macht ihr denn gegen Schuppen beim Hund? Ich will den Hund nicht unnötig waschen. Funktioniert da etwas von innen??‍♀️

    Kommt auf die Ursache an.

    Öl kann helfen. Wenn es stressbedingt ist, dann vielleicht beruhigende Zusätze und weniger Stress.

    Ist es futterbedingt, ggf eine Futterumstellung.

    Ich schätze es ist läufigkeits- und fellwechselbedingt. Jedenfalls passiert es nur in der Kombination.

    die Whimzees sind aber Kalorienbomben, also aufpassen!

    Hier werden sie geliebt, leider schmieren sie. Also wenn sie angekaut sind verteilt sich die Stärke überall auf der Oberfläche auf der sie gekaut wurden.

    Bei euch bleiben angekaute Teile liegen ?

    Bei uns sind die schneller verschwunden wie man "Hallo" sagen kann:hust:

    Gut. Ich war schon verwirrt. Bei uns berühren die auch nie eine Oberfläche ?

    Ich muss gestehen jetzt sieht man schon, dass manche eurer Probleme hausgemacht sind. Beim Mitlesen würde ich dich auch kontrollieren wollen, man weiß ja nie welche Regeln gerade gelten.

    Es wird leider zu oft angenommen, dass Hunde menschliche Gedankengänge nachvollziehen können. Einerseits schreibst du deine Kinder müssen den Hund in Ruhe lassen und du sorgst dafür. Im nächsten Moment dürfen die Kinder mit ihr agieren / sie bespielen oder whatever und das während du daneben sitzt. Da denkt die Hündin nicht "ah, sie sitzt daneben und passt auf das nichts schlimmes passiert" sondern "die sitzt daneben und kümmert sich nicht, wenn ich bedrängt werde" Das ist kein konsequentes Verhalten deinerseits und dem Hund zeigt das eure Unberechenbarkeit. Klar das mehrere Kids noch mehr Alarmbereitschaft bedeuten. Sie muss ja mit allem rechnen.

    Nimm den Hund immer raus aus der Situation. Wenn der Hund sich mitten in die Kinderspielecke legen will, dann unterbinde das. Es gibt den Bereich für den Hund und den Bereich für die Kinder. Katze wird nicht verfolgt, Mensch wird nicht verfolgt.

    All diese Dazwischensituationen machen für einen Hund keinen Sinn.

    Einmal von einem Pudding gekotzt und man merkt sich das für immer. Einmal vom Kind bespielt ...

    Hey,

    ich kann mir vorstellen das u.a. Rasse und die ersten Lebensmonate sie skeptisch gegenüber Fremden machen. Manche Hunde brauchen und wollen das nicht. Ihr Verhalten beim Erwachsenwerden ist nicht so ungewöhnlich für einen überforderten /ungünstig geforderten Tierschutzhund im Familienhaushalt.

    Wie führt ihr sie denn? Wie beschäftigt ihr sie aus? Zeitlich, aber auch inhaltlich?

    Warum ich eigentlich angefangen habe zu schreiben, es liest sich so als würdet ihr versuchen Fremde durch "Nimm das Leckerli vom Fremden" trainieren? Ist das so? Das wäre dann als würde man sich auf das Bohren von Zahnarzt freuen, weil es danach einen Keks gibt.

    Wenn das euer Ansatz ist, würde ich nochmal den Trainer wechseln...

    Eigentlich hat man jetzt 800 Millionen Fragen, weil man die Situation vom geschriebenen nicht einschätzen kann. Schwierig.

    Grundsätzlich kann gerade natürlich einiges unpassend laufen und euer beider Stress kommt daher.

    Andererseits sehe ich schon die mögliche Rasse, die Aufzucht, merkwürdige Trainermethoden (und so weiter) und dann eure großen Anforderungen an den Hund. Wildes Familienleben ist harte Arbeit für Hunde. Diese ganzen Begleithunde werden oft unterschätzt.

    Meine Hündin würde nie in eurer Leben passen und da auch nicht glücklich werden.

    Von daher, wenn du gefühlt alles probiert hast und nicht mehr weiter weißt, keine Energien mehr hast, dann kann Abgabe der richtige Weg sein. Das wird keine Mitläuferhund werden. Ansonsten klingen die ganzen Probleme nach einem allgemeinen Führungs-und Lebensstrukturproblem zum Nachteil des Hundes. (kann man beim Lesen natürlich nur vermuten) Die einzelnen Baustellen zu bearbeiten bringt nix, wenn das Gerüst nicht steht.

    Nach viiiiel Arbeit klingt es allemal. Und das du nervlich durch bist, ist verständlich. Die Entscheidung was richtig ist, kannst du nur für euch treffen.