Ich schiele zum Hund und frage "Haben wir die Problematik unter Kontrolle"? Kommen gerade vom Park und sind durch die ravende Jugend gelaufen als wäre nix. Nenne ich definitiv Fortschritt 😅
Zumindest haben wir seit anderthalb Jahren keine blauen Flecken mehr und entwicklungstechnisch riesen Sprünge gemacht. Heißt allerdings auch morgens 5Uhr Gassi zu gehen. Training bis zum Abwinken, viiiiiele Ruhe/Lernpausen. Eigene Körpersprache anpassen (ich muss manchmal laufen wie ein Weihnachtsmann mit Swag). Mit Hund ins nirgendwo, um gute Momente aufzubauen. Unendlich viel über sich selbst lernen, um die eigenen Ansprüche/Muster nicht auf den Hund zu übertragen. Unsicherheiten und Aggressionen aushalten lernen...
Meine Hündin wurde zum Beispiel frisch operiert, selbst für 2min vor der Haustür muss seitdem der Maulkorb drauf. Damit ich agieren kann ohne mich um etwas zu sorgen. Egal, ob mein Hund da jetzt Ansätze zeigt oder nicht. Ich weiß ja, instabiler Hund reagiert instabil. Also räume ich mir die Komponente aus dem Weg.
Meinen und wahrscheinlich auch deinen Hund wird nie jemand unaufmerksam führen können. Wichtig ist zu wissen warum etwas passiert. Dann wird der Hund einschätzbarer. Man kann dann die Umwelt/das Training passend gestalten.
Zum Maulkorb aufsetzen. Eigentlich hab ich das Draht nur mit Leberwurst eingeschmiert, drauf und ohne lange rummachen zu gemacht. Hatte das zumachen vorher geübt, weil das Leder noch so frisch war.
Bei euch fände ich ja interessant, ob dein Hund sich vom TA, Tierheimmitarbeiter oder draußen oder oder.. den Maulkorb draufmachen lässt.
Wir können hier auch nur erahnen wie sich bei euch die Situation abspielt. Deshalb rate ich dir hier keine Experimente zu machen. Da müssen Profis vor Ort helfen.
Wahrscheinlich würde ich mir jemanden mit Ahnung holen, der den gutsitzenden (!) Mauli drauf macht und den für eine Weile einfach drauflassen. Essen, Trinken, Schlafen geht auch mit Maulkorb. Bis ihr wisst wie der Hase läuft.
Das Gefühl, wenn man vom eigenen Hund gebissen wird, muss man ja auch loslassen lernen. Und ich hätte das selbst nicht gekonnt, wenn ich nicht gelernt hätte, was in der Situation genau passierte.
Ah, ich drücke euch echt die Pfoten. Ja, auch ohne große Hundeerfahrung kann man lernen die Situation zu managen. (sofern der Hund einschätzbar ist) Aber da kommt es drauf an wieviel Hilfe man in Anspruch nimmt und wie man das gestaltet.
Selbst mit Hundeerfahrung hat mein Kopf die ersten Monate geraucht, konnte kaum noch essen..
Pass bitte auf dich auf!