Beiträge von BettiFromDaBlock

    Falls dein eigener Hund ängstlich oder sonstwie problematisch ist, mußt du ihn auch gar nicht in der Prüfung führen, sondern kannst die Prüfung mit einem anderen Hund ablegen. Es geht nämlich nur um dein Verhalten und nicht um Gehorsamsleistungen des Hundes.

    Ich persönlich sehe so da wenig Sinn darin, weil es doch auch darum geht, ob man mit seinem Hund im Alltag klarkommt. Ein gehorsamer super verträglicher Nachbarshund mit dem man die Prüfung besteht bringt nichts, wenn man dann seinen eigenen ungehorsamen und unverträglichen eigenen Hund genau so ableinen und an andere heranlassen würde.

    Aber es macht doch genauso wenige Sinn einen z. B. angstaggressiven Hund durch belebtere Plätze zu führen. Das würde man als Halter nie machen. Müsste dann fast jede Prüfungsaufgabe verweigern 🙈

    Ich lese hier heimlich/erstaunt mit und drücke die Daumen das die ausgearbeitete Lösung von jemanden mit Ahnung erstellt wird.

    Ich würde es so formulieren, dass es anscheinend bei der Rücksprache mit Ihnen ein Kommunikationsproblem gab und die/der TA nur 3 Werte beauftragt hat.

    Oh ja, so schreibe ich das, danke. Das ist nicht zu scharf, aber klar.

    Ich mags mir halt mit der Spezialistin auch nicht verscherzen und dann da nochmal neu suchen, wo es jetzt schon so lange gedauert hat, deshalb hatte ich noch gezögert, aber runterschlucken mag ich es auch irgendwie nicht.

    Ja genau. Die Spezialistin braucht man auf seiner Seite.

    Ich bin übrigens direkt zum TA und hab das große Schilddrüsenprofil vom Labor geordert. Aber da bist du wahrscheinlich eh schon informierter als der TA.

    https://laboklin.de/de/leistungen/…senprofil-hund/

    Die Schilddrüsenspezialistin wollte meine Haustierärztin anrufen und ihr durchgeben, welche Werte sie abnehmen soll. Das hat sie aber vergessen, woraufhin meine Tierärztin - trotz meiner Bitte, dann notgedrungen ein vollständiges Schilddrüsenprofil mit 8 Werten zu erstellen, nur 3 Werte in Auftrag gegeben hat, was natürlich nicht so aussagekräftig ist. Jetzt möchte ich der Spezialistin die Werte schicken.

    Würdet ihr das erwähnen, daß es leider nur so wenige Werte sind, weil sie vergessen hat, anzurufen. Ich bin echt sauer, denn das Ganze war sehr wichtig, da es ein Grenzfall ist, wo wir lieber noch ein zweites mal Werte nehmen wollten und jetzt steht die Läufigkeit an und wir müssen dann wieder 3 Monate warten, bis wir die Werte nochmal nehmen können.

    Argh. Wie argh. Da wäre ich auch angesäuert und würde gleichzeitig meinen HausTA wechseln wollen...

    Ich würde es so formulieren, dass es anscheinend bei der Rücksprache mit Ihnen ein Kommunikationsproblem gab und die/der TA nur 3 Werte beauftragt hat.

    Vielleicht noch nachfragen, ob du wegen Läufigkeit jetzt die 3 Monate warten sollst oder wie das weitere Vorgehen ist.

    Wirklich ärgerlich...

    Oh man, eure Geschichte ist tragisch und tut mir leid für euch.

    Tatsächlich mache ich nichts. Dabei sind unserer täglichen Runden auf Grannenwiesen. Geht in der Stadt nicht anders, die Pflanzen sind hier überall. Ich suche nach jeder Runde den Körper nach Zecken als auch anderem Unrat ab. Bis jetzt toi toi. Hatte das Problem bei früheren Hunden auch nie.

    Ich sollte die Kritiker einfach ausblenden

    Ich tappe einfach mal, dass das nicht das ist, was BettiFromDaBlock meinte. Ich an Deiner Stelle würde die Kritiker nicht ausblenden, sondern überlegen wo diese Kritik herkommt und was der berechtigte Kern daran ist und wie ich dem begegnen kann.

    Wenn hier jemand schreibt "Ich verstehe nicht, wie man sich in so ein Unfeld einen unbekannten Auslandshund holen kann" ist der berechtigte Punkt daran in meinen Augen: es kann sein, dass dieser Hund dauerhaft nicht mit Deinem Umfeld und Tagesablauf klarkommt und dass Du beides drastisch ändern musst, wenn Du Lava nicht kreuzunglücklich machen willst. Beispiele hat BettiFromDaBlock schon genannt: die vielen Fußgänger und den Trubel im Büro kannst Du durch Ändern Deiner Bürozeiten umgehen. Wenn man um fünf da ist, begegnen einem auf dem Weg nicht so viele Fußgänger und die Hündin kann sich in Ruhe einfinden, ehe Kollegen kommen. Solche und ähnliche Anpassungen bedeuten aber, dass der Tag deutlich unbequemer wird und man ggf sogar den Job wechseln muss o.ä. Bist Du dazu bereit? Musst Du ja alles gar nicht hier beantworten, geht ja auch niemanden etwas an, aber das würde ich mir mal für mich überlegen.

    Beide haben recht. Wahrscheinlich meint ihr sogar dasselbe. Ich gehe einfach davon aus, dass TE bewusst und reflektiert ihr(?) Leben betrachtet und Lösungen sucht es der Hündin angenehmer zu machen. Wenn das einerseits eine Umstellung des eigenem Lebens ist oder aber auch eine Relokalisierung des Hundes bedeutet, falls alle Früchte nicht fruchten, oder ein Weg dazwischen. Von daher ein Schritt nach dem nächsten. Natürlich kann ich nachvollziehen woher die negativeren Stimmen kommen. Auf den Hosenboden der Tastsachen muss man sich setzen und Grenzen anerkennen. Aber vom gestrigen Start zur Erkenntnis es mit einem langsameren Weg zu probieren traue ich einer Hundehalterin, die sich so informiert, zu, eventuelle Möglichkeiten zu suchen, wenn Dinge im Leben doch nicht zu funktionieren.

    Ich kann allerdings aus persönlicher Erfahrung nachvollziehen wie hart der "lieber dem Hund neues Zuhause suchen" Tonus sich anfühlen kann. Von daher immer über alles atmen und reflektieren, wenn man gerade Oberwasser hat. Hundehaltung kann eine sehr emotionale Sache sein.

    Meine Hündin war/ist übrigens auch das Modell: ich solle sie auf keinen Fall behalten. Der Hund gehört in andere Umgebung. Das sind lebenslange Einschränkungen, die ihr nicht leben könnt usw.

    Tja, wir sind immer noch zusammen und meistern Dinge, die mal unvorstellbar schienen.

    Es ist gerade auch im Forum nicht immer leicht durch Texte miteinander zu kommunizieren, weil man nicht ahnen kann wieviel der Gegenüber bereit ist zutun. Oder man den Hund nur vom Lesen kennt.

    Hör auf dein Bauchgefühl und lies hier so reflektiert wie möglich. Ich bekam hier dadurch Tipps, die wirklich halfen.

    Es ist noch nicht absehbar, wohin sich deine Hündin entwickeln wird. Ich für meinen Teil musste mein komplettes Leben umstrukturieren. Von der Aufstehzeit angefangen bis zu nicht mal mehr einfach in den Wald fahren können, um zu wandern. Entspanntes Liegen am See/im Park ade, Einschränkungen beim Job... Aber ich war/bin bereit dazu. Das muss also jeder für sich entscheiden.

    Zum Thema Büro. Da kannst du ja einiges anpassen. Wo ihr Ruheplatz steht, eine Höhle statt nur ein Körbchen. Anleitung an die Kollegen. Gegebenenfalls Telefonton anpassen, Routinen zur Orientierung einhalten. Davon ausgehenden das Büroalltag für sie stressig ist, alle anderen Trainings weiter reduzieren.

    Bezüglich Weg/Umgebung zum Büro. Ist die Hündin klein genug, um in einen Buggy gefahren zu werden? Muss man auch alles aufbauen, aber wirkt hier Wunder. Oder man passt die Arbeitszeiten so an, dass man zu ruhigeren Zeiten ankommt/geht/Pause macht.

    Manche Fremdbetreuung bei Familie, je nach Wohnort, kann sogar Erholung sein, wenn es dort keine Erwartungen gibt und/oder Garten.

    So entspann und langsam man vieles machen sollte, diese Hunde haben schon enorm viel überstanden. Manches kann man ihnen auch zutrauen und wird überrascht. Solange man sie gut lesen kann und ein Gefühl für den Nervenzustand entwickelt.

    Hi,

    wie alt ist denn deine Hündin?

    Ihr habt sie erst seit zwei Monaten und gebt ihr täglich das volle Programm? Dafür schafft sie schon verdammt viel.

    Gibt es einen Grund warum ihr sie unbedingt anfassen wollt? Meine Hündin bewegt sich in der Wohnung auch nicht hin und her, warum sollte sie Energie verschwenden? (so ein Verhalten hilft super beim Alleinseintraining)

    Eigentlich klingt das nach einer normalen Tierschutzhündin, die etwas überfordert ist. Gebt ihr Zeit. Hunde, die nicht mit menschlichen Kontakten aufgewachsen sind und recht wenig kennengelernt haben während ihrer Sozialisationsphase haben manchmal keine Lust auf Kuscheln. Hat hier ca 2 Jahre gedauert und ist weit weg vom Instakuschler.

    Ich würde das Gas etwas runterschrauben. Auch dieses nur aus der Handfüttern ist für einen wirklichen Angsthund echter Stress. Das wäre als würde man Kinder nur bekm Zahnarzt füttern. Grundbedürfnisse sollten ohne Bedingungen erfüllt werden.

    Und menschliche Psychologie auf Hunde anwenden macht keinen Sinn. Du hast eine zurückhaltende, offensichtlich auch höfliche Hündin. Ihr Universum wurde erst vor kurzem komplett verändert. Sie weiß noch nicht mal das sie bei euch bleibt.

    Beständiges Verhalten deinerseits baut echte Bindung auf.

    Meine Hündin zuckt heute noch wenn ich stolpere oder niese oder mir etwas herunterfällt. Draußen in der gefährlichen Welt anfassen lassen und an mir orientieren war langsam aufgebautes Training.

    Wenn ich heute nochmal neustarten könnte, würde ich viel viel langsamer mit meiner Hündin anfangen. Gerade zuviel Gassi, wenn sie draußen unsicher war, war eher kontraproduktiv.

    Der Hund muss Stress verarbeiten können. Bei uns war Auslastung Überlastung. Also wenn deine Hündin andeutet nicht rauszuwollen, würde ich überlegen ob ihr nicht zu viel oder zu oft geht. Nur so als Anhaltspunkt.

    Hier gibt es einiges zum Thema Angsthund, da findest du bestimmt ähnliche Geschichten:

    CheshireDogs
    23. März 2021 um 14:41

    Was ist feindselig an Leben und leben lassen?

    Warum sollte man sich spontan in Hundeerziehung Anderer integrieren dürfen, aber nicht in deren Gangbild, Erziehung, Kleidung, Beziehungen, Ernährung, Hautpflege, ...

    Ein Ratschlag unter (Gassi)Bekannten, die aktiv nach Hilfe suchen, ist für mich etwas anderes als in der Ausgangsbeschreibung erläutert wurde. Die meisten hier im Hundeforum geben ja hilfsbereit Tipps an Leute, die Fragen stellen. So schlimm sind wir gar nicht.

    ;)