Beiträge von BettiFromDaBlock

    Hier ist die Diskussion, ob positiver oder aversiver Abbruch. Vielleicht hilft dir das beim Lernverständnis. Auch im Bezug auf Verhaltensketten gut oder weniger gut.

    Hundundmehr
    19. Juni 2019 um 14:57

    Kommt wie immer auf das HundHalterGespann an. Ich führe Betti ja sehr eng, heißt ich greife früh in Situationen ein (schon bei bestimmten Blicken und Bewegungen). Hinzukommt, dass meine Hündin Menschen nicht richtig vertraut und gegebenenfalls aggressiv reagiert, da fahre ich mit früher positiver Umlenkung besser.

    Aber Adrenalinmomente in dem der Abbruch klar und deutlich und konsequent ist, da hört auch bei uns der Spaß auf. Allein mein Hormonausbruch lässt Betti da gefrieren. Einmal wollte sie einen Radfahrer hinterher, ich hatte mich unterhalten, und rannte direkt zur Straße mit Autos. Mein "Aus" hat sie im Flug gestoppt. Definitiv mein aggressivster Schrei jemals 😎

    Grundsätzlich lernen Hunde situativ/ortsbezogen. Heißt der Unterschied zwischen "Warte" am Straßenrand und "warte" (bleib) im Körbchen bis ich es sage, könnte gemacht werden. Aber man muss es dem Hund nicht unnötig schwer machen. Strukturierter Lernaufbau hilft Hund und Mensch.

    Abbruch nutze ich zum Beispiel, wenn mein Hund steif auf einen anderen zulaufen will oder sie unkonzentriert ist wegen Duftspuren oder hinter einem Hasen will. Oder mir die Leine wegen jagendem Hund aus der Hand rutscht und sie den Radfahrer anguckt als wenn sie ihn frühstücken will.

    Pfui ist bei uns die nette "Schnauze Weg" Variante, die habe ich nicht via Leckerli trainiert. Sondern durch leichten Schreckreiz. Reicht bei Betti schon zugehen und deutlicher sprechen/zischen. Hier liegen Giftköder und Glas etc. da habe ich gar nicht lange rumgemacht.

    Beim Abbruch mit Leckerli bringst du zu Beginn dem Hund eine Anleitung bei. Du sagts "nein" und Hund dreht sich zu dir. Hund erwartet Belohnung für den Abbruch. Und dann steigerst du ja die Herausforderung. Wenn sie weiß, was sie machen soll (in jedem Raum, von leichter Umgebung zu schwieriger), übst du nicht mehr nur mit Fressbaren. Dann liegt das etwas anderes oder will sie etwas anderes tun. So baut man vom leichten zum komplexen auf.

    Wenn du zum Beispiel deinem Hund beibringen willst an etwas zu ziehen, dann übst du das auch erst mit einem Gegenstand und erweiterst wenn es gut sitzt zum nächsten und nächsten und dann zu einer Geste, die zeigt hier ist etwas zum ziehen und so weiter. Von klarer Anforderung zum Abstrakten.

    Es gab letztes Jahr oder VorletzesJahr so einen tollen Thread wo der positive Abbruchaufbau erklärt wurde. Nur bin ich heute wirklich zu doof die Suche zu benutzen. Ich gebe mir Mühe mich zu erinnern.

    Wichtig ist immer das, was ihr für euren Alltag braucht. Das kann bei jedem anders aussehen.

    Bei uns sind die wichtigsten.

    "ok" (Kommandoauflösung)

    "bei mir" (neben mir laufen),

    "bleib",

    "warte" (anhalten),

    "aufde Decke", (auf einem festen Platz schicken können, hilft bei unsicheren Hundrn super)

    "Geschirr" (Geschirrgriff, u.a. damit ich nicht gebissen werde),

    "pfui", (Pippi, kacka, kotze bäh)

    "aus" (Abbruch),

    "hier" (Rückruf),

    "Fahrrad" (anhalten und zu mir gucken bis ich da bin, sonst wird der Radler gefrühstückt)

    Dann gibt es noch soviele Dinge, die ich extra benannt habe wie "weiter", "ausziehen", "Pfötchenkontrolle", "hops". Das trainiere ich nicht, sondern benenne es beim machen, meiner Hündin tut Ansprache und Welterklärung super gut.

    Beim Thema Autofahren wäre ich persönlich nicht auf clicker gekommen. Kesuki hat bei dem Thema gute Erfolge gehabt. Leider finde ich den "Mein Hund kann kein Autofahren Thread" nicht, der Titel war sooo gut. 🤭

    Zum Thema "schau" finde ich beim kleinen Hund immer etwas schwierig. Und gerade bei Unsicherheit lasse ich eher das Problem anschauen und belohne dann das mutige von selbst Weggucken. Aber soll vielen Hunden geholfen haben.

    Hör auf dein Bauchgefühl. Wenn es nicht passt, lässt man es meist eh bleiben. Es muss einem auch natürlich vorkommen. Manche brauchen viele Kommandos, andere kaum eines.

    Ich, als jemand mit komplexerem Stresshund, bekam bei einigen Gassirunden Ratschläge von allen Seiten, mehrere Menschen hintereinander weg. Wenn man dann der/die letzte in der Runde der Meinungen ist, kann es schon mal passieren, dass man Dinge nicht so ordnungsgemäß rauslässt.

    Wenn man Menschen Ratschläge oder auch Komplimente gibt, sollte man immer vorher checken, wo der andere gerade mental steht. Sonst kommen die Worte gar nicht oder falsch an. Man kann auch fragen "Was gibt es heute zu essen?" und eine Watsche kassieren... Das hatte dann nichts mit dir zutun und ich würde im Kopf einfach das Netteste über die andere Person denken.

    Aber zum Diskurs zwischen Rasse und Mischung. Für mich mit Angsthund finde ich eher, dass manche HundehalterInnen, die noch nie einen originell problematischen Hund hatten, manchmal kurz innehalten sollten, ob ihre Art von Ratschlägen ohne Erfahrungen in dem Thema wirklich sein mussten. Da musste ich auch manchmal mit ganz viel Liebe im Hinterkopf eine Antwort formulieren. Oder schnell weggehen.

    Mein Lieblingsstreitthema ist übrigens Freilauf. Es gibt hier eine Fraktion HundehalterInnen, die einen ansprechen und sagen ein nicht freilaufender Hund, ist unglücklich und man kann das nicht ertragen. Mach ihn bitte von der Leine. Mitten an der Hauptverkehrstraße einer Großstadt.

    Es gibt also Meinungen zu allem. Hat für mich mit der beschriebenen Situation eher weniger zutun. Das war eher der schnellste Abwehrpunkt, den die Dame im Stress formulieren konnte.

    Ist mir mittlerweile schon dreimal passiert und einmal war definitiv nur eine kastrierte Hündin dabei. Und einmal sind wir von einem Dachs verfolgt worden, das fand ich bei Weitem unangenehmer :ugly:

    Mit Tollwut brauchst Du bei Füchsen in Deutschland eher nicht rechnen. Andere Krankheiten können aber auch verändertes Verhalten bewirken. Zu viel Fütterung aus Menschenhand auch.

    Ist das ein Park? Ich würd da einfach mal bei der Gemeinde anfragen, wer für den Bereich zuständig ist.

    Füchse sind zwar zäh, aber klein und leicht. So lange sie nicht in die Ecke gedrängt werden, greifen sie aber normal keine Hunde an.

    Wir treffen ja den Fuchs (ich glaube es ist immer derselbe) und die 3 Waschbären regelmäßig. Bisher halten wir als auch die stets Abstand.

    Das ist der Clara Stadtpark. Es gibt einen Stadtwald nebenan. Ich kenne den Kontakt zum Verantwortlichen davon.

    In Leipzig wurde Staupe in toten Füchsen gefunden. Das wäre dann eher was worüber ich mir Gedanken mache. Aber eigentlich will ich keinen Wildtiere abwehren müssen. 🙈

    Wenigstens war Betti sehr entspannt. So wie immer, wenn echte Gefahr droht. :ugly:

    Wurde euer Hund schon mal vom Fuchs verfolgt?!

    Wir kennen diesen Fuchs schon, der hüpft manchmal in der Gegend rum, wenn wir im Park spazieren. Heute morgen mussten wir anhalten wegen einem Radfahrer, der uns kreuzte. Als wir weiter wollten kam ein lauter mega langer Schrei von hinten. Wir drehen uns um, Auftritt: der Fuchs. Ok. Also laufen wir weiter. Und Fuchs folgt uns. Schreit nochmal. Und immer wenn ich mich umdrehe, ist der Fuchs unauffällig am Sitzen.

    Haben dann die Pfoten in die Hand genommen und sind weiter. Und einmal hab ich ihn weggeschrien. Auf der Brücke waren dann Menschen und da ist er/sie umgedreht.

    Kann es an Bettis Stehtagen liegen? Wäre meine Vermutung. Oder sollte ich einen aggressiven Fuchs wo melden? 🙈 Es fühlte sich nicht aggressiv an. Betti war auch tiefenentspannt.

    Ich wollte früher immer einen Fuchs, aber das war bißchen unheimlich.

    Wehre ich den ab wie Hunde?

    Mein schäbiges, unscharfes Beweisfoto. Nicht täuschen lassen, hinterm Busch sind die Straßenbahnlinien. Wir gehen nicht in den Wald und Betti läuft auch nie frei...

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    Gibt es Hunde die dafür eher weniger geeignet sind?

    Ich finde den Clicker unhandlich (hab ja noch Hund, Pfeife, Futter etc in der Hand) und laut. Deshalb wird hier mit einem Wort gemarkert. Unsere Markerwörter sind "top" und "Leckerliparty" (bei Hundesichtung, weil man das nur positiv sagen kann)

    Das funktioniert genauso, vom Timing fixer und ich habe die Hände frei. Ich shape so Verhalten, das ich möchte.

    Ich kenne keinen Hund, der nicht clickern lernen konnte. Manche sind aber engagierter als andere.