Mir fällt auf, dass gerade Entscheidungen, die man laaange plant und im Kopf hat, danach die größten Ernüchterungen und Ängste mitbringen. Das was in dir gerade passiert, hat wahrscheinlich nicht wirklich was mit Arlo zutun. Eher mit deinen eigenen Emotionen, inneren Perfektionismus und Gedankengulasch.
Es klingt sehr nach "Ich bin nicht gut genug" Gedanken. Und die werden dich möglicherweise in jeder neuen Situation treffen.
Eine Woche ist wirklich noch gar nichts. Der Hund packt seine Koffer erst in ein paar Monaten aus. Du merkst gerade das sich dein Leben verändert. Und das wolltest du doch eigentlich auch?
Die ersten 3 Monate ist mir hier bei meiner Angsthündin fast das Gehirn durchgeschmort. Nach einem Jahr hatte ich einen guten Plan, was ich hier eigentlich mache.
Was aus deinem Hund mal für ein Hund wird, kann dir keiner sagen. Aber du musst das überhaupt nicht alleine rausfinden. Je früher ein Trainer desto besser.
Ansonsten liegt die Entscheidung gerade bei dir. Würde allerdings bis dahin einmal den Fokus vom Hund nehmen. Der braucht am Anfang eh eher Ruhe. Dein Leben muss sich nicht, um den Hund drehen. Deine Gedanken behaupten das nur.
Egal, wie du dich entscheidest. Alle Gefühle sind normal und richtig. Bei Veränderungen werden Hormone ausgeschüttet, hinzu kommt dein eigener Gedankenkreis und bißchen (bzw viel) gesellschaftlicher ansozialisierter Vorstellungendruck, ergo natürlich fühlst du gerade ganz viele Dinge, die Veränderung. Das muss quasi so sein. Ängste sind nicht nur Hinternisse, sondern auch die Vorbereitung zum Meistern neuer Lebenssituationen.
Viel Erfolg bei der Entscheidung. Ich kenne tatsächlich keine HundehalterInnen, die nicht ab und zu straucheln und unsicher sind. Andererseits lernt man ja gerade, dass man als HalterIn für den Hund gar nicht perfekt sein muss.
ToiToi. Du wirst deinen Weg finden.