Im andere HundehalterInnen zu erziehen, bin ich Profi. Ich lasse mir unser jahrelanges Training nicht kaputt machen und meine Hündin ist mir dankbar. Es passiert hier bestimmt jeden 2. Tag eine Situation wie eure.
Wenn es zu eng, zu plötzlich ist oder meine Hündin vorgestresst, lasse ich sie auf meinem Arm springen und gehe abgewand vorbei. Das wurde als Entspannungssignal antrainiert.
In den meisten Fällen informiere ich die andere HundehalterIn frühzeitig. "Bitte, kein Kontakt" und gehe den größten Bogen. Wenn dann kommt "mein Hund ist lieb" antworte ich "meiner nicht".
Die Fälle, bei denen der andere Hund ohne Einfluss auf uns zukommt, blocke ich rigoros ab. Konsequent, ungestresst, frühzeitig, bereits auf die Ferne (das nehmen auch die HalterInnen ernster). Lautes "AAABB", Schritt nach vorn, Schranke vor meinem Hund aufbauen und es ernst meinen. Das funktioniert überraschend gut für uns. Haben die Hunde das kapiert, gehen sie freiwillig einen Bogen oder zurück. In den meisten Fällen habe ich uns die anderen HundehalterInnen nun erzogen und sie leinen an, sobald sie uns erblicken. Die halten uns für komisch und aggressiv (Mission erfolgreich)
Leckerlis werfen, oder Schlüsselbund etc. da hab ich keine erfolgreichen Erfahrungen gemacht.
Wenn ich im Park schon "Archiiie, hiiieeer" höre, gehe ich bereits den Bogen in die andere Richtung. Wir spazieren grundsätzlich vorausschauend und ausweichend. Aber wenn ein Hund kommt, passe ich meine Intensität an diesen an. Ruhige, neugierige Hunde sind anders als die bellend anrasenden.
Die Übung machts.