Beiträge von BettiFromDaBlock

    Vielleicht ist dieses "viel mit dem Hund draußen sein" ja auch nicht so wirklich viel?

    Grundsätzlich schätzt sich eine depressive Person eher negativ ein. Aber natürlich könnte man die Frage stellen "Wie viel seid ihr denn draußen?", aber wie deine Antwort formuliert war, klang das nach Vorwürfen.

    Depressionen sind vielfältig und nicht nur die Personen, die regungslos im Bett liegen. Die meisten Betroffenen machen eher zuviel und verlieren dadurch frühzeitig Energie. TE arbeitet, ist in Therapie, kümmert sich um den Hund, versucht wieder am Leben teilzunehmen und geht auch mal alleine weg, holt sich Rat im Forum,... Da gehe ich von einem engagierten Menschen aus, der seine Energien versucht auf das richtige zu fokussieren, dabei gerade unsicher ist.

    Sich für den Tagesablauf interessieren und danach zu fragen, geht anders als an den Motiven und Angaben der TE zu zweifeln.

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber du meinst, du gibst deinem Hund zu wenig Abwechslung, weil du nicht mit ihr trainieren magst , aber du unternimmst alleine etwas und lässt sie in der Zeit stundenlang alleine zu Hause?

    Ich verstehe nicht so richtig, was du andeutest. Das ist super super super wichtig für die mentale Gesundheit sich von seinem Hund auch mal zu lösen. Alleine rauszugehen kann da so schwer sein. Da habe ich applaudiert beim Lesen. Gerade in dunkleren Phasen. Man quillt sonst in seinem Problem und der Hund wird in das Problem einverwoben. Und gibt sich ganz schnell schuld kein guter Halter zu sein und darf ohne Hund keinen Spaß haben. Das man sich davon löst und Dinge unternimmt ist super gesund.

    Gerade, wenn der Hund auch manchmal Stress mit der Umwelt hat (das Verbellen z.B.) kann der nicht überall mit ohne das es für alle Beteiligten anstrengend ist.

    Keine Energie für etwas zu haben, heißt nicht keine Lust auf Training mit dem Hund zu haben. Sondern man muss sich den Aufgaben einzeln widmen.

    Lässt Du denn Deine Hunde ins hohe Gras rennen?

    In der Stadt nutzen wir (und alle anderen Anwohnerinnen) die kleinen grünen Inseln zwischen dem Autospuren zum Lösen. Da gibt es keine richtigen Wege. Normalerweise wurden die kleinen grünen Streifen neben den Gehwegen an AutoStadtRing gemäht, aber das wird auch nicht mehr oft gemacht. Das sind ja nicht mal Wiesen. Dann gibt es ja nur noch Asphalt in der Stadt.

    Hier ist jetzt seit ca einer Woche Nexgard drin. Zum ersten Mal beim magensensiblen Hund. Haben ein Milbenproblem und das schlägt alle Fliegen mit einer Tablette. Und? Es ist nichts. Weder Nebenwirkungen, noch Zecken. Bin gespannt, ob die einfach im Urlaub sind.

    Langsam habe ich mehr Panik vor Granen. Hier wird nämlich auch nicht mehr gemäht. Das Gras ist teils höher als der Hund.

    Man kann nie genug Freunde haben… Freunde bringen EP.

    Ja, aber er spielt wenn überhaupt am Wochenende mal richtig, unter der Woche fängt er evtl mal ein Pokemon vom Sofa aus.

    Ich helfe ihm immer mal wieder und nehme am Wochenende das Handy von meinem Mann mit wenn ich mit dem Hund laufen gehe, sonst wäre er glaube irgendwann ziemlich frustriert wenn es nicht weiter gehen würde.

    Ich spiele fast nie unterwegs. (Hab allerdings eine gute Wohnlage) Und wenn mir noch Kilometer fehlen, dann hulahoope ich mit Handy in der Tasche. Also man auch kreativ von Zuhause aus vorankommen ;)

    Aber sie ist vom Typ her auch einfach so, sie ist super unaufdringlich. Wahrscheinlich habe ich auch deshalb Angst, dass sie im Stillen leidet. Unser Alltag ist halt einfach langweilig.

    Alle Emotionen, die dem Hund angesehen werden, sind die eigentlichen Emotionen des Halters.

    Das Ideal des glücklichen Hundes haben sich Menschen auf dem Papier ausgedacht. Das wandelt sich ständig. Und jede Gesellschaft schreibt dort das drauf, was in ihre sozialen Werte passt. In 50% aller Länder, wahrscheinlich sogar noch mehr, hätte deine Hündin ein tolles Leben.

    In Deutschland wiederum wird jedes Leben bis zum Ende ihres/seines Potentials ausgeringt. Man kann das Maximale erreichen, dann soll man das auch. Und dabei soll man auch noch Glück statt Zufriedenheit anstreben. Das ist so toxisch.

    Sicherheit,

    ein Sozialpartner,

    Nahrung,

    ein Revier.

    That's it.

    Der Rest ist dann ein Plus, wenn es für die Beteiligten passt. Es gibt Phasen mit vielen Extras und Phasen ohne.

    Du hast noch ca. 14 Jahre mit deiner Hündin, ihr werdet noch viele Phasen durchmachen. Mentale Krankheiten werden ganz gern mal von physikalischen Krankheiten unterschieden. Aber im Grunde hast du einen gebrochenen Kopf, der gerade Gips und Medikamente braucht, da ist es ok nicht die 8 Sterne plus HundehalterIn zu sein. Wenn der Gips ab ist, dann hast du dazu Kapazitäten. Wäre deine Hündin, die mit der Verletzung, würdest du auch auf ihre Heilung warten.

    Es gibt ein paar Dinge, die ich bezüglich gesunde Hundehaltung für mich mache. (Mein Hund ist etwas speziell und stößt gegen das Weltbild der Gesellschaft). Ich schreibe jeden Abend 3 gute Momente auf, die wir hatten. Zudem habe ich ein Armband und ich wechsle jedes Mal den Arm, wenn was gut lief. So kann man das Gehirn umprogrammieren, bewusst Positiveres wahrzunehmen. Ich steh bei meinem Heilungsprozess sehr auf das Bild mit dem Umbau der Gedankenautobahnen. ;)

    Ich drücke euch alle Daumen und Pfoten.

    Hi!

    Die Krux einer Depression ist ja die verschobene Wahrnehmung der Umwelt bzw. die Neigung Dinge negativer zu interpretieren, als sie sind. Das heißt, es kann sehr gut sein, dass dein schlechtes Gewissen deinem Hund gegenüber durch die Erkrankung eingefärbt ist. Gleichzeitig neigt man dazu sich selbst und das eigene Verhalten schlechter einzuschätzen als es ist. Diese Erkrankung ist, neben anderen Dingen, eine ziemliche Lügenbaronin.

    Deshalb ist die Frage, was genau zeigt deine Hündin, dass dich glauben lässt, sie hätte Langeweile von den vorherigen Foristen eine gute. 80% aller Hunde sind mit Spazierengehen super glücklich. Die brauchen gar nicht das perfekte, gesellschaftlich akzeptierte Leben. Gibt es Dinge, die dich daran konkret zweifeln lassen?

    PS ich habe auch eine mentale Erkrankung und musste in schlechteren Phasen immer aufpassen meine Hündin nicht zu einem Ablenkungs/Stellvertreterproblem werden zu lassen. Ich habe dank Hund extrem viel über meine Denkmuster gelernt, man kann den Fokus auch mal umlegen, schöne Dinge gemeinsam erleben und die Routine macht mich wahnsinnig stabil.

    PPS Menschen, die mit ihren Depressionen umgehen, sind superstark.

    TE kann allerdings nichts dafür, dass wir so aktiv antworten.

    Würde ich so nicht sagen. Dadurch dass wirklich null Komma null Einsicht oder Verständnis gezeigt wird, sich teils selbst widersprochen wird, kommen eben entsprechende Antworten.

    Ich will es nicht zu offTopic machen. Aber solange wir reagieren, bleibt der Thread intensiv. Auf eine Antwort von TE folgen 20 Rückantworten. Wen das zu wasauchimmer ist, kann sich rausziehen. Nur weil eine Person was besch… schreibt, muss ja nicht jeder was dazu schreiben. Natürlich kann das jeder. Aber dafür kann TE dann wieder nichts.

    Aber das war nur so mein Gedanke, weil manchmal haben Menschen einfach Meinungen, die einem nicht passen. Das löst allerdings noch keine Welle aus.

    Wenn man das so liest, hab ich persönlich den Eindruck, hier möchte jemand das Forum aufmischen.

    Vor 20 Stunden wurde der Beitrag erstellt und es gibt schon fast 30 Seiten von

    Wut und Fassungslosigkeit.

    Ich kann mir vorstellen, wenn ich als Threadersteller wirklich an Diskussion hier interessiert wäre, würde ich viel mehr auf Antworten und Rückfragen eingehen, ist aber meine persönliche

    Meinung.

    TE kann allerdings nichts dafür, dass wir so aktiv antworten. Zu 30 Seiten gehören immer mehr als 2 Seiten. Theoretisch ist es auch möglich von dem Gesamtkonsens des Forums überfordert zu sein. Wir haben schon eine Gruppendynamik, die sich über Jahre verändert hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass man damit erst lernen muss umzugehen. (Zudem zeigen Theorien wie Cognitive Load Theory immer wieder auf wie schwierig es ist, allein durch die Gehirnstruktur, neue Informationen neutral zu bearbeiten)

    Wie intensiv wir die Antworten von TE wahrnehmen, liegt theoretisch auch eher an uns.

    Auch wenn ich natürlich deinen Ansatz auch nachvollziehen kann.