Der finanzielle Status eines Tierhalters ist nur ein Fakt, der beeinflusst wie ausgiebige das Tier tierärztlich versorgt wird. Die Wichtigkeit eines Tieres entspringt aus Dingen wie der Sozialisierung, des aktuellen Kulturkreises, der Bindung zum speziellen Tier, der Aufgabe des Tieres, Vorerfahrungen etc. Ich kenne einen Millionär mit Frenchie und die sollte längst mal orthopädisch vorstellig werden, findet er aber nicht wichtig, solange der Hund rumläuft. In dem Dorf auf dem ich aufwuchs leben die Hunde teilweise noch wie vor 50 Jahren, auf dem Hof von Resten bis sie umfallen oder ausbüchsen. Von daher glaube ich die Gehaltsdiskussion ist gar nicht der super entscheidende Faktor.
Die Preise sind jetzt erhöht. Meine Praxis ist definitiv keine die „unsinnige“ Behandlungen vorschlagen würde. Ich vertraue den Ärzten. Heißt trotzdem ich persönlich gehe tatsächlich nicht mehr sofort zum TA bei Dingen wie Juckreiz und kleinen Wunden. Habe schon immer meine BehandlungsGrenzen im Kopf, die ich mit meinem jetzigen Hund nicht machen lassen würde.
Und so soll das jeder für sich selbst entscheiden.
Inwiefern dadurch mehr Tiere eingeschläfert werden, wird man ja sehen, da gibt es Tierärzte, die das mitentscheiden und die machen das nicht einfach so. Bisher ist die deutsche Gesellschaft bei allen Krisen eher gleich geblieben in ihrem handeln, die ersten Momente sind immer das große Entsetzen und dann sind wir häufig wieder brave Bürgerinnen.