Der Hund ist aktuell 9 Monate alt, daher wurde uns das nach der ersten Läufigkeit empfohlen von Trainer & Arzt. Medizinische Grüne sind das Thema Tumore und zum anderen lebt der Hund in der Stadt.
Danke für weiteres Feedback :-)
In aller Regel wird das von Tierärzten empfohlen, um ungewolltem Nachwuchs vorzubeugen ... weil es leider Halter gibt, die die Läufigkeit ihrer Hündin schlicht übersehen oder gar nicht wissen, was das ist und sich dann wundern, warum die Hündin Babies im Bauch hat.
Einige Hundetrainer propagieren Kastration auch als DAS Allheilmittel gegen Leinenaggression, Ungehorsam, Jagdverhalten etc. pp. - dabei ist das völlig falsch. Da hilft nur Erziehung und Training.
Dass eine Kastration Tumore verhindert, stimmt allerdings tatsächlich ... wenn keine Gebärmutter mehr da ist, können sich keine Gebärmuttertumore bilden. Da hört's aber auch auf. Für alle anderen Tumorerkrankungen ist der Hund dann immer noch anfällig.
Ebenso werden kastrierte Hündinnen häufiger bzw. früher inkontinent im Alter als unkastrierte, gleichaltrige Hündinnen. Das Bindegewebe wird durch die fehlenden Hormone schwächer...
Eine Kastration ist kein Allheilmittel und vor allem kein Garant dafür, dass der Hund niemals Tumore bekommt. Bitte überleg es dir noch mal und lies dich in die Thematik, vor allem die aktuellen Erkenntnisse, ein. Eine Kastration entfernt bei der Hündin nicht nur die Eierstöcke und die Gebärmutter, sondern stellt damit auch einen massiven Eingriff in den Hormonhaushalt dar.
Ob der Hund in der Stadt oder aufm Land lebt, ist dabei völlig egal - mein Rüde z. B. lebt bei mir aufm Land, ist und bleibt aber unkastriert, weil ich ihn verantwortungsvoll führe und es v. A. schlicht keinen Grund für eine Kastration bei ihm gibt. 