Beiträge von Karpatenköter

    9 Stunden sind natürlich schon eine recht lange Zeit, die er alleine ist. Wenn noch Fahrzeiten dazu kommen, ist der Hund oft 10-11 Stunden lang alleine ... natürlich nicht optimal, aber viele Hunde stecken das meiner Erfahrung nach besser weg, als man denkt.

    Wichtig ist jedoch, dass sie mindestens 1x innerhalb dieser Zeitspanne rauskönnen, um sich zu lösen. Dafür kannst du z. B. jetzt deinen kleinen Bruder oder deine Mutter engagieren, wenn du später ausziehst, vielleicht eine Nachbarin oder ein befreundeter Hundebesitzer. Ich würde mich aber auch schon jetzt um eine weitere Gassiperson kümmern und mich auch schon mit dieser Person treffen, damit du siehst, wie Hund und Gassiperson miteinander klarkommen. Weil wenn z. B. dein Bruder oder deine Mutter mal nicht können, muss natürlich jemand anderes einspringen ...

    Als ich noch Vollzeit gearbeitet habe, hab ich das auch so gelöst, dass eine meiner Nachbarinnen, deren eigener Hund vor ein paar Monaten verstorben war, sich um Teki (und dann auch Dino) gekümmert hat. Die ist mittags zu mir in die Wohnung, hat die beiden durchgeknuddelt und ist mit ihnen spazieren gegangen. Hat für uns so prima funktioniert, die Jungs konnten sich mittags lösen, sie hat(te) Hundekontakt und ich musste mir keine Sorgen darum machen, dass die Jungs ewig einhalten müssen. Trotzdem gabs nach der Arbeit dann eine große Runde (45+ min).

    Jetzt, wo ich überwiegend von zuhause aus arbeite, fällt das natürlich weg. Falls ich dann aber doch mal länger weg muss, frag ich, ob sie einspringen möchte =)

    Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht.

    Die schlechte zuerst ... Dinos Leckproblem wird gerade richtig schlimm. Momentan leckt er mit Vorliebe an seinem (vom Betrachter aus) linken Hinterlauf rum. Mittlerweile hat er sich das Fell soweit ausgerupft und weggeleckt, dass man die Kniescheibe sehr gut erahnen kann - der Bereich rund um die Kniescheibe ist inzwischen also auch haarlos :verzweifelt::( :

    Es ist so beschissen, den Hund leiden zu sehen und nichts machen zu können - außer ihm eben Kragenknast aufzudrücken. Und ihn beim Gassi mit einem sanften Zug an Geschirr o. Ä. zu unterbrechen ...

    Dafür die gute Nachricht: ich hab heute sehr gut beobachten können, dass Dinos Problem hauptsächlich durch Stress getriggert wird. Alles, was nicht in seinen gewohnten Tagesablauf passt, erzeugt Stress - wie bei einem Autisten quasi. So auch heute, als wir zum Gassi rausgehen wollten.

    Wir sind aus unserem Hauseingang raus. Beim Hauseingang nebenan, etwa 6-7 m entfernt, standen eine Nachbarin mit ihrem Mann und dem Fahrrad. Der Mann hat am Fahrrad rumgefummelt, wohl weil die Kette rausgesprungen ist - jedenfalls hat das nicht in Dinos gewohnten Ablauf gepasst. Er fing an zu bellen, hat deutlich gezeigt, dass er sich dadurch gestresst fühlt und wir sind dann auch erstmal wieder in unseren Hauseingang rein, damit er sich beruhigen kann. Beim zweiten Anlauf war er zwar noch merklich angespannt, aber wir konnten das Pärchen passieren und die Sache mit 2-3 m Distanz auch erklären, sie hatten zum Glück Verständnis für Dinos Ausraster. Und genau in der Situation fing Dino an, sich energisch abzulecken, genau an seinen Problemstellen.

    Ich denke, das ist ein klarer Indikator dafür, dass seine Leckerei wirklich eher stressbedingt und nicht von einer Allergie o. Ä. ausgelöst wird. Wäre es eine Allergie, würde er sich wahrscheinlich unabhängig von Stressauslösern lecken, oder nicht?

    Vermutlich sind wir damit in der Neurologie besser aufgehoben als in der Dermatologie, was meint ihr? Weil Blutabnahme, Hautgeschabsel etc. kann unsere Haus-TÄ eigentlich auch machen ... dafür müssen wir nicht erst zwei Stunden lang mit der Bahn fahren :fear:

    Von einer Freundin wurde mir auch nahegelegt, mich mit Entspannungstechniken per Markerwort zu beschäftigen, um Dino anzeigen zu können, wie lange der Stress in Situation XYZ jetzt anhalten wird. Das wird wohl eine Strategie, die wir zusätzlich zu den tiermed. Untersuchungen verfolgen werden.

    Fürs erste werd ich mir wohl mal Gedanken darüber machen, ob der Dermatologie-Termin Sinn macht oder nicht - und im Zweifelsfall das große Blutbild bei unserer Haus-TÄ machen lassen. Doof, wenn einen alles so'n bissl verunsichert...

    Aktuell lebe ich mit Dino in einer 3-Zimmer-Wohnung auf 60 m². Für uns ist das ausreichend viel Platz, drinnen gibt's nicht viel Action. Vielleicht ein bisschen Spielzeug suchen und Tricks hier und da.

    Nach dem Morgengassi gibts für uns beide Frühstück, danach arbeite ich an meinen Kundenaufträgen - ich bin momentan im Schneiderwesen selbständig. Damit verdien ich natürlich nicht unbedingt viel Geld, aber es reicht zum Leben. Nachmittags, so zwischen 14-16 Uhr, gehen wir die große Runde. Da darf Dino rumtollen und schnüffeln, wie er lustig ist, wir üben Kleinkram wie Abruf, an den Wegrand gehen, wenn ich es sage und so weiter. Ab und an machen wir aber auch mal gar nichts. Danach gibt's für mich Mittagessen und Dino bekommt die zweite Hälfte seiner Tagesration. Ich arbeite dann weiter, während er meistens unterm Schreibtisch pennt ... und dann gehts halt abends zwischen 19-23 Uhr noch mal für die letzte Runde raus.

    Viele Ausflüge o. Ä. mache ich mit Dino nicht. Dafür treffen wir uns alle zwei Wochen mit der örtlichen Hundegruppe, damit er mit anderen Hunden herumtoben und schnüffeln kann.

    Hundesport betreiben wir nicht ernsthaft, eher hobbymäßig. In der Wohnung bauen wir allmählich die Grundlagen für das Dummytraining auf, das werden wir jetzt, wenn es irgendwann nicht mehr so knallwarm ist, nach draußen verlegen und ausbauen.

    Mit dem Hund, der hier in nächster Zeit einziehen soll, möchte ich dann - je nachdem, woran er Spaß hat - vielleicht in den "ernsthaften" Hundesport einsteigen, also auch 1-2x die Woche auf den Platz gehen und trainieren, wenn er alt genug ist. Wirkliche Turnierambitionen habe ich aber (noch) nicht. Vielleicht ändert sich das irgendwann, aber bis dahin wird das Kerlchen hier auch schlicht im Alltag mitlaufen, wir werden (dann wieder) zu dritt die Umgebung erkunden und auch kleine Wanderungen machen, wenn der Knirps alt genug ist. Ich plane allerdings auch ein, Einzelausflüge mit Knirpsi zu machen, weil Dino ja nun nicht so autofahr-affin ist.

    Ich bin sehr froh darüber, dass Dino ein "alles kann, nichts muss"-Hund ist. Wenn wenig los ist und wir nur unsere täglichen Runden drehen, ist er zufrieden. Wenn wir dann doch mal etwas Action haben und z. B. eine Hundefreundin in Berlin besuchen, mit ihren Aussies spazieren gehen und so weiter, fällt er danach noch glücklicher todmüde aufs Sofa und pennt bis abends durch.

    Wir leben so, wie es sein muss, damit wir beide glücklich sind. Das kommt auch seinen Problemen entgegen, denke ich ... Ich verlange jedenfalls nichts von ihm, was er (aktuell) nicht leisten kann. Wenn er einen Schritt aus seiner Komfortzone wagen kann - super! Ich finde es aber auch völlig in Ordnung, wenn er sich lieber in seinem geordneten, bekannten Rahmen bewegen möchte. Ich passe mich ihm an und versuche, seine Probleme bestmöglich zu behandeln. Und dazu gehört für mich auch, dass ich einen Teil meines Lebens nach ihm ausrichte.

    Puh, gute Frage. Steht da was genaueres dabei? Oder kannst du einen Screenshot von der Fehlermeldung machen?

    Spontan fällt mir nur ein Tippfehler ein, aber wenn du sagst, dass du ganz normal über das Antwortenfeld geantwortet hast, kann man das eigentlich ausschließen ...

    Eventuell kann es aber auch sein, dass der Mailserver (entweder der deines Anbieters oder der von deinem Gesprächspartner) abgestürzt ist oder sich in Wartung befindet. Da kommts dann durchaus mal vor, dass die Mails in der Warteschleife hängen oder einfach als "unzustellbar" zurückkommen.

    Das mit der eindeutigen Stimme hat leider in diesem Fall nicht funktioniert bei ihr..Ich dachte eigentlich auch dass das reicht, sie ist zwar gewichen aber war wohl letzten Endes doch nicht so davon beeindruckt.

    Das wird nach dem 1. Mal auch noch nicht perfekt sitzen. Das musst du ganz viele Male wiederholen, bis Hund verinnerlicht "Okay, wenn ich an den Mülleimer rangehe, findet Frauchen das scheiße".

    Mein Hund hat auch eine ganze Weile gebraucht, bis er kapiert hat, dass das Katzenklo ihn nicht zu interessieren hat. Boah, wie oft ich ihn da hab wegschicken müssen ... das war nicht mit ein oder zwei Mal wegschicken getan.

    In deinem Fall sieht das wohl im Kopf des Hundes so aus:

    "Oh, okay, das war jetzt wohl blöd. Vielleicht darf ich ja nachher an den Mülleimer ran. Ich probiers später einfach nochmal."
    Nach der x-ten Korrektur merkt Hund dann ... "ACHSOOO! Ich darf überhaupt gar niemals nicht an den Mülleimer dran. Okay, kein Ding!"

    Noch dazu musst du bedenken, der Hund kennt sowas noch gar nicht. Der kennt keine verbale Korrektur, der weiß auch gar nicht, was du da überhaupt von ihm willst. Der lebt sich gerade erst bei dir und und checkt erst allmählich, dass es da Regeln gibt. Die gab es vorher nicht, zumindest nicht in unserem Ausmaß. Und die Regeln innerhalb eines Rudels sind etwas ganz anderes als die innerhalb eines menschlichen Haushalts.

    Hab Geduld, und wenn es dich sehr stört, dass der Hund an verbotene Dinge geht (und du das korrigieren musst), dann bleibt dir nur die Option des Absicherns oder des Wegstellens.

    Und vorallem vergiss nicht den Spaß mit ihm. Du brauchst Spaß, das lockert auf, entspannt und gleichzeitig stärkt es auch die Bindung, wenn ihr gemeinsam schöne Sachen macht. Was auch immer ein bisschen Rennen, auf Baumstämmen balancieren, ihn Kekse suchen lassen und sich freuen wenn er sie findet. Da ist jeder Hund verschieden.

    Das möchte ich mal ganz besonders hervorheben - sowas ist nämlich Gold wert, wenn man auf Spaziergängen mit Hund nur noch gestresst ist. Das hat den tollen Effekt, dass ihr für eine kurze Zeit eure Probleme vergesst und wieder Spaß aneinander habt. Baut sowas immer mal wieder ein, nutzt eure Umgebung und entdeckt sie vor allem gemeinsam.

    Wenn du eine schöne Blume oder eine interessante Steinformation siehst - zeig sie ihm! Freut euch zusammen über die kleinen Dinge, die es in der Natur gibt. Und wenns nur das erste Veilchen ist ...

    Mir und meinem Leinenaggro haben diese kleinen Dinge sehr gut getan. Wir haben uns eine ruhige Wiese gesucht, er durfte freilaufen, weil er schon bei den Vorbesitzern zuverlässig abrufbar war - und dann durfte er seinem Ball hinterher jagen. Oder er durfte geworfene Leckerchen aufspüren. Oder wir haben Tricks geübt ...

    Die Hauptsache ist wirklich, dass ihr beide wieder mehr Spaß am Spaziergang habt. =)

    Einen Hund in den Dienst zu vermitteln (und im Vorfeld ggf. grob in diese Richtung auszubilden, was als Privatmensch nur sehr schwer machbar ist) ist aber nicht das selbe, wie DH mit deren DHF auszubilden.

    Abgesehen von Training das in der Freizeit stattfindet (und oft genug ist das gar nicht erlaubt!!), kenne ich niemanden, der das tut. Auch wenn es zig Leute gibt, die das gerne behaupten und sich damit wichtig machen...

    Interessant ja wieviel Leute angeblich Einblick in die DH-Ausbildung haben..

    Fair point. Ich war an der Sache allerdings auch gar nicht beteiligt, sondern habs nur als Zuschauer mitbekommen. Wichtig machen wollte ich mich damit auch gar nicht - mir kam die Sache bei Mamawaus Kommentar nur in den Kopf.

    Ich weiß nicht, ob ich den Namen des Trainers hier nennen darf - aber evtl. sagt dir Sebastian Moosmaier was? (Falls nicht erlaubt, einfach löschen ...)

    Kann natürlich auch sein, dass ich da geistig einfach was durcheinander geworfen habe, die Sache liegt ein paar Jahre zurück :tropf: