Beiträge von Karpatenköter

    Aaaach, okay. Dann bist du ja auch mit LOOT und Co. vertraut, nehm ich an |)

    In der Sims-Ecke von Nexusmods hab ich mich bisher noch nie sooo genau umgeschaut, muss ich zugeben - ich habs mir auch von div. Quellen zusammengesucht. Tumblr, Patreon, auch div. Empfehlungslisten usw, und dann eben die "großen" Sims-Modding-Websites...

    Fand das schon komisch, dass es nicht wie sonst eine gescheite Webseite als Sammelsurium gab

    Psst, guck mal hier: https://www.nexusmods.com/thesims4

    Nexusmods ist quasi DIE Sammelstelle für nahezu alle mod-baren Spiele. Ganz besonders z. B. RPGs wie Skyrim, The Witcher, Cyberpunk 2077 ... usw. Im Grunde genommen kann man sagen: wenn das Spiel gemoddet werden kann, ists zu 95% auf Nexusmods vertreten. Man muss sich halt einen Account anlegen, um die Dateien runterladen zu können, das ist aber kostenlos.

    Den Vortex-Mod Manager würd ich nicht empfehlen. Sims 4 zu modden ist relativ einfach. Gewünschte Mod manuell runterladen, entpacken, danach die Inhalte in den folgenden Pfad ziehen (sofern nicht anders in der Beschreibung angegeben):

    Dokumente - Electronic Arts - The Sims 4 - Mods

    Wenn's den Ordner da nicht gibt, einfach anlegen. Und da kommen dann alle Mods rein. Ob man die da alle unsortiert reinwirft oder nicht, ist mWn wurscht. Danach muss man die Mods dann halt nur im Spielmenü aktivieren.

    Modden ist einfach. Wenn's nicht gerade Skyrim ist. Da muss man sich nämlich noch mit div. Zusatzprogrammen rumschlagen, damit alles funktioniert und so läuft, wie es soll. Ich hab mir schon ganze Nächte um die Ohren geschlagen, nur um herauszufinden, welche von den 200+ installierten Mods jetzt auf einmal Probleme macht ... :ugly:

    Ich hab meinen ersten Hund damals genau einmal angebunden und danach nie wieder. Ich wollte nur kurz in den Postshop rein, ein bereits etikettiertes Paket abgeben und dann wieder raus. War auch nicht viel los, die Tür zum Postshop stand offen und ich hatte meinen Hund im Blick, wenn ich mich umgedreht habe.

    Ich stell mich an, vor mir 1-2 Leute. Genau 20 Sekunden nachdem ich in den Laden spaziert bin, fragt die Dame am Tresen verwirrt "Wem gehört denn der Hund?" - ich dreh mich irritiert um, seh meinen Hund ins Geschäft spazieren. Ohne Geschirr, ohne Leine. Der hat sich einfach aus dem gut und (eigentlich, haha) sicher sitzenden Geschirr rausgewunden und ist mir hinterher gelatscht.

    Ich hatte ein Riesenglück: Hundi wusste, wo ich hin bin und ist mir hinterher. Er ist nicht einfach weggelaufen. Genauso gut hätte der kleine Frechdachs auch einfach auf die Straße (zum Glück 50 m vom Postshop entfernt) latschen können. Oder eben wirklich von jemandem mitgenommen werden können. Oder oder oder.

    Wenn ich jetzt zwingend in einen Laden muss, in dem keine Hunde erlaubt sind, dann würd ich einfach schauen, dass ich mir ne vertrauenswürdig wirkende Person schnappe und die drum bitte, kurz auf meinen Hund aufzupassen. Bei Bonny kein Thema, die ist lieb und macht nix. Masha ist halt n großer Hund, aber auch lieb und pflegeleicht. Nur bei Dino hätte ich schon mehr Bauchschmerzen... trotz Maulkorb usw. Der ist einfach nicht ohne und löst Probleme gerne nach vorne bzw. mit den Zähnen.

    Eine abschließbare, durchbisssichere, ... Leine mag vor Diebstahl schützen - aber sie schützt meinen Hund nicht davor, von meinen Mitmenschen oder anderen Hunden ("Tutnixen") belästigt zu werden. Klar kann ich meinem Hund für die Situation zur Abschreckung einen Maulkorb aufziehen, aber es gibt trotzdem Idioten (sorry), die dann einfach den Hund angrabbeln. Schon mehrfach erlebt, sowohl beim Gassi als auch im ÖPNV. Weil "der hat ja n Maulkorb auf, der kann ja nicht beißen".

    Ich würd, im Falle der TE, einfach möglichst so planen, dass man möglichst viel Proviant schon selbst mitnimmt und dann nur absolute Notwendigkeiten unterwegs einkauft, und in der Situation dann eben Passanten fragt, ob die für 5 Minuten auf den Hund aufpassen können.

    Ich hab bisher fast alle meine Tierschutzhunde mindestens 1x zum Kennenlernen besucht.

    Dino wurde von privat vermittelt, ohne Tierschutzverein im Hintergrund. Die damaligen Besitzer wollten, dass er in gute Hände kommt und waren schon bei der "Bewerber"-Auswahl sehr sorgfältig - am Ende fiel deren Wahl auf mich und einen anderen Interessenten. Ich bin zum Kennenlernen hin, wir sind eine Runde mit dem Hund spazieren gegangen, hab mich mit den Vorbesitzern über den Hund unterhalten und dann gings zum weiteren Kennenlernen noch mit in die Wohnung rein. Ich fand den Hund super, Hund fand mich ok, wir haben einen Termin zum zweiten Kennenlernen vereinbart ... und bei dem zweiten Termin hab ich Dino dann auch mitgenommen. Jetzt hockt der Spinner seit 4,5 Jahren hier ;)

    Bonny kommt aus dem Tierheim. Auch da - einmal zum Kennenlernen hin, Hund angeguckt, mit der zuständigen Betreuerin über den Hund gesprochen. Bonny war damals noch seeeehr ängstlich, aber ich hatte ein gutes Gefühl und fand sie auch einfach süß. Trotzdem haben wir noch einen zweiten Kennenlern- und Gassitermin vereinbart, und auch da hieß es dann vom Tierheim, dass sie mir Bonny gerne mitgeben.

    Lediglich Masha war der einzige Hund, den ich quasi ohne vorheriges Kennenlernen gekauft habe - sie kam direkt aus Italien, hat eine Woche lang auf einer Pflegestelle gewartet, weil ich sie vorher nicht abholen konnte, und ich bin dann eben 600 km einfache Strecke durch Deutschland gefahren, um sie dann bei der PS abzuholen. Allerdings gabs da einige entscheidende Faktoren:

    • die vermittelnde Person (zufälligerweise auch der Vereinsvorstand) hatte Masha persönlich in Italien kennengelernt und konnte mir daher schon sehr viel über sie erzählen
    • Masha hat in Italien schon auf einer Pflegestelle gelebt, daher konnte die PS auch viel über sie erzählen
    • die deutsche Kurzzeitpflegestelle hat mir täglich von Masha berichtet und auch völlig unverblümt von Problemen erzählt, die sie bei Masha entdeckt haben
    • es hieß klipp und klar "Masha kann auf der dt. PS bleiben, wenn es wider Erwarten doch absolut nicht passt", z. B. weil sich mein Rüde absolut nicht mit ihr verträgt - ich hab meine bereits vorhandenen Hunde zum Kennenlernen mitgenommen

    Nur unter diesen Gesichtspunkten würde ich mich auf einen Hundekauf ohne vorheriges Kennenlernen einlassen. Und auch nur dann, wenn mir der Verein die absolute Garantie dafür gibt, dass sie den Hund auch wieder zurücknehmen oder sehr kurzfristig eine Pflegestelle auftun können.

    Ich find das Vorgehen von "deinem" Verein ziemlich seltsam. Für Mashas Verein hab ich in meiner Region (östliches Brandenburg) schon drei Vorkontrollen gemacht, und die liefen immer nach dem gleichen Schema ab:

    1. Interessenten haben den Hund auf der Vereinsseite gesehen, eine Email geschrieben, und wurden vom zuständigen Vermittler als geeignete Interessenten eingestuft
    2. Wenn der Hund auf einer PS war, gabs einen Kennenlerntermin. Hat alles gepasst, wurde der Hund für die Interessenten reserviert und ein Termin für die Vorkontrolle vereinbart
    3. Die Vorkontrolle wurde gemacht. Haus angucken, Garten angucken - ist alles hundesicher? Seh ich so spontan irgendwelche Probleme? Zusätzlich hab ich den zukünftigen Besitzern auch oft noch gesagt, dass sie bei einem Auslandshund u. U. sehr geduldig sein müssen, dass evtl. nicht sofort alles klappt und so weiter.
    4. Wenn die Vorkontrolle positiv ausgefallen ist, hab ich meinem Ansprechpartner beim Verein Bescheid gegeben. Der wiederum hat das an die zuständige Stelle weitergegeben.
    5. Wenn der Hund schon in Deutschland war, durften die künftigen Besitzer zur Pflegestelle fahren und den Hund abholen - kennengelernt haben sie ihn ja schon. War der Hund noch in Italien, wurde er für den Transport nach Deutschland vorbereitet (sofern noch nicht geschehen) und den künftigen Besitzern wurde gesagt, wann der Transport in DE eintrifft und wo sie ihren Hund abholen können.

    Damit war die Sache dann schon meistens gegessen. Und auch bei anderen Tierschutzvereinen liefs immer nach dem Schema ab, nie andersrum.

    Dass du den Hund direkt beim Kennenlerntermin mitnehmen sollst (musst?), find ich persönlich sehr, sehr merkwürdig. Ist mir so bisher noch nie untergekommen. Wenn du direkten Kontakt zur Pflegestelle hast, würd ich mal nachfragen, was es damit auf sich hat - vor allem, wenn du den Hund in nächster Zeit ohnehin noch nicht übernehmen kannst. Ich find das Vorgehen vom Verein irgendwie reichlich seltsam ...

    Wir haben die letzten Hitzetage überraschend gut überstanden. Morgens und abends gings fürs Gassi raus, tagsüber gings für Kleinkram eben nur in den Garten. Und da wars im Schatten auch ganz aushaltbar.

    Gestern hatten wir um die 35°C, das war nach div. Tagen mit max. 29°C schon ... heftig. Aber wir haben uns einfach im abgedunkelten Haus eingebunkert, die Hunde haben zwischendurch gekühlte Karotten als Snack bekommen und die Mittagsrunde, die Dino eingefordert hat, war auch erstaunlich okay.

    Heute sollens nur 24°C werden, dank nächtlichem Unwetter usw. ist's aber recht feucht draußen - aber noch angenehm. Wir tuckern gleich zum Training, mal sehen, obs dann auch noch angenehm ist... bei aktuell 21°C bin ich zuversichtlich.

    Keiner meiner Hunde kann gescheit an der Leine laufen. :ugly:

    Dino zieht. Nicht wie ein Ochse, eher moderat, aber er zieht eben. Locker neben mir laufen geht erst, wenn er nachm Gassi platt ist, und das wird dann oft eher zu einem "hinter Herrchen herschleichen" :roll: Das Fuß aufm Hundeplatz und beim Üben zuhause klappt wunderbar, aber an lockerer Leine laufen? Nö, wieso ... brauchen wir im Alltag aber auch nicht wirklich. Wir sind eh meistens im Wald unterwegs und da isser dann an der Schlepp oder Flexi.

    Wir haben noch ein paar andere Baustellen, aber die gehen über den Umfang dieses Threads hinaus...

    Masha hab ich bis heute nicht beibringen können, dass Essbares, was in meiner Anwesenheit aufm Tisch steht, tabu für sie ist. Egal ob die Chipstüte leer ist oder nicht - Frau Hund muss immer mit der Nase dran, könnte ja doch noch was für sie drin sein. Wenn ich nicht im gleichen Zimmer bin wie sie, kann ich zu 80% davon ausgehen, dass sie sich alles Essbare von Oberflächen klaut. Deshalb sind zB das Wohnzimmer und die Küche mit Kindergittern gesichert, und wenn ich außer Haus bin, darf Masha sich eben nur im Flur zwischen den Zimmern aufhalten. Funktioniert gut für uns wir mussten seit fast 2 Jahren auch nicht mehr in den Notdienst zum TA, weil Frau Hund irgendwas gefressen hat, was sie nicht hätte fressen sollen. Höhepunkt ihrer Diebeskarriere waren mal 600 g Süßigkeiten, die zu einer heftigen Magenaufgasung geführt haben. Ohne rechtzeitige Intervention wäre ne Magendrehung draus geworden :lepra:

    Bonny ... Bonny kann gefühlt nix außer Sitz, Platz und Pfote, und das auch nur halbgar. Ist aber ok so, sie läuft im Alltag wirklich unheimlich brav mit, stellt absolut selten irgendwelchen Blödsinn an und geht sogar recht ordentlich an der Leine (wenn sie denn mal Gassi gehen möchte...). Und mit 15 hat sie inzwischen auch einfach den Omabonus - die darf jetzt eh fast alles.

    Hmmmh ... ich denk jetzt nicht ständig aktiv daran oder darüber nach.

    Ich hab bewusst zwei alte Hunde aufgenommen (11 und 10 bei Aufnahme) - da war mir von Anfang an klar, dass die nicht ewig bei mir sein werden und unsere Zeit zusammen sich vielleicht auch nur auf 1-2 Jahre beschränkt. Grad bei Bonny hab ich anfangs noch gedacht "na, wie lange wird die bei mir sein?", weil ich bis dato keine Erfahrung mit alten Hunden hatte. Tjo, was soll ich sagen... inzwischen scherz ich mit Freunden regelmäßig darüber, dass Bonny als Dackelmix einfach zu stur zum Sterben ist und bestimmt 18 oder sogar 20 wird ... |)

    Inzwischen sind die beiden 15 und 13,5 Jahre alt, die 15-jährige ist inzwischen auch herzkrank und kurzfristig stand auch ein Lymphom im Raum, das hat sich zum Glück nicht bestätigt. Aber in der Situation ... hm, ich war jetzt nicht mega bestürzt oder so. Damals hab ich für mich entschieden, wenn sich die Diagnose bestätigt, dann schieb ich Bonny nicht noch durch Chemo und Co., sondern mach ihr noch solange eine schöne Zeit, wie das eben geht. Und wenn das nicht mehr geht, ja dann darf sie eben gehen. Die Haltung vertret ich jetzt auch noch, obwohl sie kein Lymphom, sondern "nur" DCM hat. Aber auch da: wenn es sich mit Medikamenten nicht mehr händeln lässt, darf sie gehen.

    Bei meinem 7-jährigen Dino erwisch ich mich manchmal dabei, dass ich ein bisschen Angst vor der Zeit nach ihm habe. Gleichzeitig schwingt da aber auch ein bisschen Erleichterung mit - Dino ist durch seine Special Effects halt doch ein etwas schwierigerer Hund. Ich liebe diesen bekloppten Hund, keine Frage - aber ich werd auch aufatmen, wenn ich endlich wieder Besuch haben kann, ohne dass ich Dino vorher in einer Pension parken muss. Was aber klar wird: Dino hat mich geprägt, sowohl was meine Trainingsmethoden als auch meine grundsätzliche Mentalität in der Hundehaltung angeht. Und das ist etwas von ihm, was ich immer bei mir haben werde.

    Er zog als 2,5- bis 3-jähriger Hund bei mir ein, da bin ich natürlich mit einem ganz anderen Mindset rangegangen als bei meinen Hunde-Omis. Keine Frage, es wird schwierig, wenn mein Knallkopf nicht mehr ist, wenn die ganzen Spezialregeln, die nur wegen Dino existieren, auf einmal nicht mehr von Belang sind... aber hey, ich werd wahrscheinlich zurückblicken und zufrieden feststellen, dass wir trotz seiner Baustellen ne verdammt geile Zeit hatten.

    Ich finde, man darf und soll sich mit diesen Dingen befassen und auch über das "Was, wenn" ... nachdenken. Es sollte aber nicht den Alltag dominieren. Wenn der Hund schwer krank ist und man weiß, man befindet sich auf der Zielgeraden, dann ist's klar, dass man ständig daran denkt. Aber solange es allen noch gut geht, der Hund (trotz Alter oder Krankheit) noch fit ist ... warum dann ständig an den Tod denken? Damit zieht man sich mMn nur selbst runter. Viel, viel lieber genieß ich doch die Zeit mit meinem Hund bzw. meinen Hunden.

    Kurzum: ja, ich denk hin und wieder an das Thema Tod, aber ich sehs locker. Wenn's soweit ist, dann isses soweit, und dann geh ich mit meinen Hunden auch den letzten Weg.

    Ein paar Häuser weiter wohnen jetzt neue Leute, die haben nen tschechoslowakischen Wolfhund. Das mal als Vorwort.

    Ich komm gerade tiefenentspannt mit Dino vom Gassi zurück, nehm ihn in weiser Voraussicht schon auf die abgewandte Seite, damit er mir nicht in die Leine kracht. Wir müssen zwangsweise an dem Grundstück vorbei und da der TWH schon mal bellend auf uns zugebrettert ist (mit Zaun dazwischen) ... naja, Dino regt sich bei sowas gerne auf. Also kommt er eben an kurzer Leine auf die abgewandte Seite. Da regt er sich nicht soo sehr auf.

    Der TWH sitzt mit Herrchen und Frauchen im Garten, alles gechillt, alles fein - bis der TWH uns sieht. Ich achte gar nicht weiter auf den Hund, sondern besäusel Dino, damit der brav weiterläuft und sich nicht provozieren lässt. Klappt auch gut. Er geht zwar in die Leine und glotzt, aber mei. Keine akustische Aufregung und ich muss ihn vor allem nicht mit dem Knie zurückschieben.

    Im nächsten Moment hör ich nur, wie der TWH auf den Zaun zu rennt und gegen das Tor kracht.

    Frauchen brüllt nur "BIST DU BEHINDERT ODER WAS?!", und der ehemals so stolze TWH trottet kleinlaut zu Frauchen zurück.

    :lol:

    Ich feier ihre Reaktion - klar, sie hätte den Hund schon weit vorher zur Ordnung rufen können, aber sie ist hier in der Straße mit die einzige Hundehalterin, die ihren Hund aktiv vom Zaun zurückpfeift... darum landets hier. Und weil ich mich eben über die Reaktion köstlich amüsiere, der Spruch hätte nämlich auch von mir kommen können |)

    Manchmal kommt man einfach an seine Grenzen und es ist in diesem Moment schwer sie zu lieben.

    Und genau das ist auch völlig okay. Das ist menschlich. Klar, optimal isses nicht, aber das gehört halt einfach zum Leben dazu. Mir gings mit Dino und Masha auch schon so, dabei liebe ich Dino abgöttisch. Masha lieb ich jetzt nicht ganz so sehr wie Dino, da bin ich ehrlich, sie ist halt nicht hundertprozentig mein Typ Hund - lieb hab ich sie ja aber trotzdem, auch wenn sie mal wieder nervt oder was ausgefressen hat. Das Liebhaben rückt dann halt nur temporär in den Hintergrund und wird vom Genervtsein überschattet. Und das ist völlig okay in meinen Augen - solange es eben kein Dauerzustand wird.

    Beziehungen sind und bleiben dynamisch, zumindest sollten sie das sein.

    Dir rennt nix weg, wirklich nicht. Du musst Indie ja nun nicht akut abgeben =)

    Es spricht auch nix dagegen, dass du anfängst, nebenbei nach einem geeigneten neuen Zuhause für Indie zu suchen. Mach dir dabei aber klar, dass es lange dauern kann, dass du viele Interessenten haben willst, die nicht wirklich wissen, was für einen Hund sie sich mit Indie ins Haus holen würden und wie anstrengend so ein Spezialist sein kann.

    Und sei dir auch bewusst, dass die Chancen auf ein "perfektes" Zuhause für Indie verdammt gering sind; dass du sowas vielleicht gar nicht finden wirst, weil die geeigneten Leute schon "voll" sind oder nach dem x-ten "Spezialfall" keine Lust mehr auf solche Hunde haben und sich einen "normalen" Hund wünschen.

    Ich wünsch dir alles Gute für euren weiteren Weg und würde mich freuen, wenn du hier vielleicht weiter darüber berichtest. Vielleicht hilft dir der Austausch hier auch langfristig, Indie so zu akzeptieren, wie sie ist. =)

    jemand der sich voll und ganz auf sie konzentrieren kann

    Was, wenn genau das der Gedankenfehler ist?

    So, wie ich das lese, scheint es doch gerade gut für sie zu sein, dass sie eben NICHT ständig im Rampenlicht steht. Dass sie die meiste Zeit über wirklich eher nebenher läuft und in einem Maß, das für sie richtig ist, Aufmerksamkeit bekommt.

    Ein Mensch, der permanent auf Indie schaut, permanent bei jedem Tasthaarzucken aufspringt und nach dem Hund guckt, wäre eher kontraproduktiv für diesen Hund.

    Wir gehen jeden Morgen, ganz früh den immer gleichen Weg. Montags stehen da seit Jahren immer die Mülltonnen draußen. Bis heute! Hat sie es nicht geschafft daran vorbei zu gehen ohne sie anzubellen und zu knurren.

    Ich sag mal ganz lapidar: dann lass sie eben die Mülltonnen anbellen und knurren. Nimms mit Humor. Wandle dein Genervtsein in einen schnippischen Spruch um. Ja, das dauert, ja, das ist manchmal gar nicht so einfach - aber du brauchst ein Ventil für dein Genervtsein. Schlucks nicht runter, lass es raus. Und wenn du dann eben augenrollend sagst "Ey Indie, die stehen da seit Jahren, du Pappnase" - dann ist das ok, wenn es dir gut tut.

    Bei jedem! Hund wird man früher oder später genervt sein.

    Ich bin oft genervt, wenn Masha um 18 Uhr das Bellen anfängt, weil sie weiß, dass es ab ca. 18.30 bis 19 Uhr rausgeht und es danach Futter gibt. Die kriegt dann aber einfach ein "Halt die Klappe" entgegen gepfeffert. Notfalls auch fünf Mal, bis sie sich brummelnd in den Flur legt und da wartet, bis es eben raus geht und Futter geht.

    Bonny nervt mich inzwischen oft, weil sie sooooo oft im Weg steht und ich über sie drüberfalle. Sie nervt, weil sie anfängt zu jammern und rumzuhüpfen, wenns Futter gibt. Ich hab versucht, ihr beizubringen, dass sie "wenigstens" im Platz jodeln darf. Ja äh, vergiss es, das ist für diesen Hund zu hoch :ugly: Wir haben uns darauf geeinigt, dass sie nicht an mir hochspringt, sondern in der Ecke beim Gefrierschrank tanzen und jodeln darf.

    Masha nervt, weil ich NICHTS rumliegen lassen kann, das in ihren Augen halbwegs essbar sein könnte. Ja, auch wenns leere Verpackungen sind, die nie nicht Kontakt mit Essenspartikeln hatten - der Hund frisst wirklich alles, was in ihrer Reichweite liegt, wenn ich sie nicht beaufsichtige. Mein Kompromiss? Sie darf nur ins Wohnzimmer, wenn ich anwesend bin. Bin ich das nicht, wird sie in den Flur gesperrt - durch das Kindergitter in der Wohnzimmertür sieht, hört und riecht sie aber auch Dino und Bonny, also isse nicht komplett alleine.

    Keine Hundehaltung ist jemals zu 100% perfekt. Und wer was anderes sagt, lügt sich meistens selbst was vor. =)