Hey, also über Abgabe würde ich da nicht nachdenken. 
So schlimm ist's doch gar nicht und das, was du von Mico schilderst, liest sich so, als ob er damit keine Probleme hätte. Klar - mehr Mensch-Hund-Zeit ist (fast) immer gut. Da werden die wenigsten Hunde "Nein" sagen. Aber wenn's nicht anders geht, ist es eben so.
Hier ist es so, dass ich in Teilzeit (32 h/Woche) arbeite, aber durch den Fahrtweg dann trotzdem insgesamt ~8,5 Stunden pro Tag außer Haus bin. Ich verlass um 6:50 Uhr das Haus und bin je nach Verkehrslage ab 15:10 Uhr wieder zuhause. Außer freitags, da bin ich nur von 6:50 bis ~13:15 außer Haus.
Meine drei Hunde kennen das und haben sich - soweit ich das beurteilen kann, in ihre Köpfe gucken kann ich ja leider nicht - gut damit arrangiert. Wenn ich außer Haus bin, wird gepennt. Ich hab damit kein Problem und ehrlich gesagt auch kein schlechtes Gewissen. Aber: der Rüde geht auch min. 2x wöchentlich zum Training, das sind dann 2x 2-4 h, die wir effektiv "zusammen" außer Haus sind. Und die Omas dürfen dann eben bei Unternehmungen mitkommen, die für den Rüden nix sind - der ist nicht so super sozialkompatibel. So ist's dann ausgewogen: der Dicke geht zum Schäferhundverein und zum Mantrailing, die Omas dürfen mit, wenn ich mit Freunden was unternehme.
Was deine privaten Unternehmungen angeht: wär es vielleicht möglich, Mico mitzunehmen, wenn du mit Freunden was machst? Gerade jetzt im Sommer sollte das doch gehen - man trifft sich irgendwo im Park zum Grillen oder so, und Mico kann dann einfach dabei sein. Das reicht vielen Hunden ja schon. Gerade Shelties sind doch mWn auch gute Begleithunde 
Weil: "nur" wegen dem Hund würde ich nicht alle meine privaten Geschichten streichen wollen. Mein Alltag ist schon zu einem Großteil um die Hunde herumgebaut, aber genau so wie die meisten Hunde Sozialkontakte brauchen, brauchen wir Menschen das auch. Der eine mehr, der andere weniger. Und es ist in meinen Augen völlig legitim, dass man als engagierter Hundehalter eben auch ein Recht auf hundefreie Zeit (abseits der Arbeit) hat.
Und vielleicht kannst du dir auch vornehmen, nach der Arbeit oder am Wochenende mit Mico etwas in einem Hundeverein zu machen. Dann hast du Sozialkontakte und machst gleichzeitig etwas mit Mico. Vielleicht kannst du so auch dein schlechtes Gewissen etwas lindern, weil z. B. Mittwochabend von 17-19 Uhr immer "Micozeit" im Hundeverein ist. Die Zeit ist dann fest für Mico reserviert.
Zusätzlich oder alternativ würde ich, wenn das finanziell machbar ist, auch einen Gassigeher oder eine Tagesbetreuung für Mico organisieren. Muss ja nicht jeden Tag sein - 1-2x wöchentlich reicht ja sicher schon.
Schlussendlich solltest du dich selbst auch fragen: wirkt Mico auf dich zufrieden? Hast du den Eindruck, dass er ausgelastet ist? Oder hast du eher den Eindruck, dass ihm irgendwas fehlt, dass er sich langweilt?
Es gibt sooo viele Hunde und noch viel mehr unterschiedliche Hundecharaktere - meine Bonny z. B. ist, denke ich, ganz froh darüber, dass sie unter der Woche ihre Ruhe vor mir hat. Der Dino würde sich nicht beschweren, wenn ich weniger außer Haus wäre, aber ihm und mir tut es auch gut, dass wir eben auch mal "Pause" voneinander haben. Und Masha ... Masha ist eh so selbständig, die juckt das nicht großartig.