Beiträge von Karpatenköter

    Gut, ich war nämlich grad etwas irritiert, weil folgender Passus in der Mail vom zuständigen Entsorgungsbetrieb steht:

    Zitat

    Nur zum Sperrmüll gehörende Gegenstände werden mitgenommen. Schrott, Metallgegenstände, Fahrräder sowie Abfälle aus Umbau- und Abrissarbeiten (z. B. Fenster, Türen, Wandverkleidungen, Sanitärkeramik) gehören nicht dazu.

    Was dagegen zum Sperrmüll gehört, wird natürlich nicht spezifiziert. Im Zweifel muss ich die Box morgen halt wieder von der Straße zurück in meinen Garten schleppen und anderweitig entsorgen |)

    Ich glaube, Masha möchte sehr, sehr gerne zu Clover ziehen. Masha klaut nämlich auch suuuuuuuper gerne "heimlich" (vermeintlich) Essbares von allerlei Oberflächen. Die Kindergitter gibt's auch nur wegen ihr: damit sie nicht unkontrolliert in Wohnzimmer und Küche rumwuseln kann. Die ist zum Glück auch zu faul und zu alt, um über die 70 cm hohen Gitter zu springen (obwohl sie selbst ne SH von 70 cm hat :ugly:)

    Das Ding an diesen gestellten Situationen ist: der Hund checkt irgendwann, dass die Situation gestellt ist. Gerade wenn ihr das immer mit dem gleichen Menschen übt. Dann kann (!) es sein, dass der Hund lernt "Okay, bei Peter lohnt sich betteln nicht, weil ..." - im Gegenzug heißt das für den Hund dann "Das gilt aber nur bei Peter, bei anderen Leuten darf ich trotzdem hinlaufen/betteln/was auch immer".

    Die Basics (!) mit einem Sparringpartner etablieren, ja, das ist ok. Aber das Training muss eben auch im "echten" Leben, sprich beim Gassi mit ungestellten Situationen stattfinden. Sonst wird das nix.

    Aus genau dem Grund gibt's beim Hundetraining ja auch "Hausaufgaben" mit nach Hause. Eben damit Sache X nicht nur auf dem Hundeplatz der Hundeschule geübt, sondern auch im echten Leben trainiert und verfestigt wird.

    Wenn du sie ins Sitz schickst, sie sich wegen Reiz X dann aber aus dem Sitz löst und abzischt - ja, dann mach ne Schleppleine dran und halt die Schlepp fest. Gib ihr in der Situation nicht die ganze Leine zur Verfügung. Durch die Schlepp kannst du verhindern, dass sie einfach abzischt, und du kannst sie zurück zu dir und wieder ins Sitz beordern.

    Wenn deine Hündin das Sitz in diesen Situationen jedes Mal selbst auflöst und dafür keine Korrektur erfährt, wie soll sie denn dann lernen, dass Sitz auch dann Sitz heißt, wenn (übertrieben gesagt) 3 Meter vor ihr ein Kilogramm Leckerchen rumliegt?

    Hier ist es z. B. so, dass Sitz wirklich Sitz heißt. Dino darf sich erst dann aus dem Sitz lösen, wenn ich ihm das explizit sage. Meistens ein "OK" (unser allgemeines Auflösesignal) oder eben ein anderes Kommando - Platz z. B. Das gilt auch so lange, bis ich ihm wieder was anderes sage.

    Löst Dino das Kommando selbständig ohne meine Erlaubnis auf, schick ich ihn eben wieder ins Sitz/Platz/was auch immer. ICH sage, wann Sitz nicht mehr gilt. Das hat - krass ausgedrückt - mein Hund nicht zu entscheiden (Situationen wie nasser, kalter Boden, aggressive Ameisen usw. mal außen vor).

    Und wie gesagt: um explizit die Basics dafür in dieser Situation zu etablieren, kann ein Sparringpartner nützlich sein. Aber eben nur für die Basics, damit der Hund die Grundlage versteht. Damit deine Hündin kapiert "Aha, Sitz heißt Sitz, auch wenn da der Leckerchenautomat Peter in 20 m Entfernung rumläuft".

    Aber damit der Hund das vollends lernt, musst du das eben auch in echten, ungestellten Situationen üben. Und das kann u. U. dauern.

    Ich finds ja echt schön, daß hier so viele sind, die offensichtlich in akuten Notsituationen, welchen sie sich unvermittelt gegenüber sehen, sehr besonnen handeln können, unter völliger Ausschaltung des dann herrschenden emotionalen Stresses, und genau wüßten, was sie tun und daß es das Richtige wäre.

    Hey, ruhig Blut. =)

    Ich war schon oft genug in akuten Notsituationen und konnte da nur deshalb ruhig bleiben und sinnvoll handeln, WEIL ich mich vorher informiert habe, wie man da am besten handelt. Und das oft nicht mal bewusst, sondern übers Mitlesen hier im Forum.

    Am prägnantesten war da der Beißvorfall vor 2 Jahren. Da hat mein! Hund zwei kleine Hunde angegriffen und den einen nicht mehr losgelassen. Ich hab in den Jahren vor diesem Beißvorfall immer wieder gelesen, dass es nix bringt, den angreifenden Hund in diesem Moment zu treten, mit nem Stock drauf einzuprügeln, Wasser drüber zu schütten etc. pp. - das einzige, was in einem Großteil der Fälle funktioniert, ist das Abschnüren der Luft. Entweder mit der Leine oder direkt mit dem Halsband. Und diesem Wissen hatte ich es zu verdanken, dass die kleinen Hund mit einem ordentlichen Schrecken und oberflächlichen Kratzern* davon gekommen sind.

    Genau deshalb informiert man sich doch über solche Situationen, auch wenn man denkt, dass einem selbst das natürlich niemals passiert.

    Hätte ich jemals damit gerechnet, dass mein Hund derart reagiert, weil ich 2 Sekunden lang nicht aufgepasst habe? Nein.

    Hat mir das Wissen geschadet? Nein, absolut nicht. Im Gegenteil, es hat mir und den kleinen Hunden wahrscheinlich den Arsch gerettet.

    Genau deshalb belegt man doch z. B. auch Erste Hilfe-Kurse: damit man im Ernstfall weiß, was zu tun und wie zu handeln ist. Dieses Wissen gibt einem selbst ja auch eine gewisse Sicherheit, und erst wenn man diese Sicherheit hat, kann man in solchen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. =)

    Auch bei den EH-Kursen verändern sich immer wieder die vermittelten Informationen, weil es z. B. neue medizinische Erkenntnisse gibt (wie im Fall "Hitzschlag beim Hund"), weil es neues Equipment gibt usw., und genau deshalb macht es doch schon allein aus theoretischer Sicht Sinn, dieses Wissen immer wieder aufzufrischen.

    Übrigens: nachdem der Beißvorfall als solcher aufgelöst und die kleinen Hunde samt Besitzern davon waren, wars vorbei mit meiner Ruhe. Da hatte ich dann vor der versammelten Gassitruppe nen absoluten Nervenzusammenbruch und bin heulend, mit dem wie Fort Knox gesicherten Hund (der ebenfalls völlig von der Rolle war), zurück zum Auto gestapft.

    Und das ist sicher nicht nur bei Beißvorfällen so, sondern auch bei allen anderen Situationen, in denen man einfach nur funktioniert. Man schaltet den emotionalen Stress nicht bewusst aus - das passiert automatisch. Quasi wie Fight or Flight. Und erst wenn das Adrenalin, das in einer solchen Situation im Körper freigesetzt wird, langsam abebbt - erst dann trifft einen der emotionale Stress. Und das meistens richtig hart. Die Schilderung des Beißvorfalls und wie mich das beeinflusst hat kann man übrigens in meinem Pfototalkthread nachlesen. Ist aber eben 2 Jahre her, man wird also dementsprechend graben müssen... Ich sag nur so viel: spurlos ist das an mir nicht vorbei gegangen.

    *ob es weitere Verletzungen gab, weiß ich nicht. Ich hatte den Haltern meine Daten gegeben und ein, zwei Tage später auch versucht, selbst in Erfahrung zu bringen, wie es den Hunden geht. Hab keine Antwort bekommen.

    Hach Dino ...

    Ich war mit den Hunden grad im Garten, bin danach ins Bad. In der Zwischenzeit hör ich, wie Dino über das Kindergitter zwischen Flur und Wohnzimmer hüpft, weil sein Plüschmuffin im Wohnzimmer liegt.

    Ich latsch vom Bad in die Küche - Fütterungszeit für die Bande. Masha und Bonny haben eh schon im Flur gewartet, Dino ruf ich mit einem "Hopp!" zu mir, in der Erwartung, dass er dann wieder übers Kindergitter springt - hat er ja vor wenigen Minuten schon mal gemacht.

    Statt seinen Hüpfgeräuschen hör ich nur verzweifeltes Miepsen. Ich schiel um die Ecke. Dino steht vor dem auf einmal unüberwindbaren Kindergitter, Muffin in der Schnute, und kratzt ganz bemitleidenswert am Kindergitter. "Oben drüber?? Häh, bist du bekloppt, Herrchen? Das geht doch gar nicht! Ich KANN doch gar nicht springen :( :"

    Für den Muffin kann man also übers Gitter springen, aber fürs Futter auf einmal nicht mehr :roll:

    Dieser Hund. Manchmal frag ich mich echt, ob der ohne mich überhaupt lebensfähig wär.

    Ich bewundere ja eher eure Aufmerksamkeit, 10 Minuten gehen und mein Hirn schaltet ab. Die Gedanken schweifen und manchmal frage ich mich, wie ich hier jetzt überhaupt hingekommen bin :ops:

    Dachte immer das wäre Sinn und Zweck vom Gassi, mal nicht im Arbeitsmodus sein.

    Naja, ich hab mit Dino einen (potentiell) gefährlichen Hund an der Leine, da kann ichs mir einfach nicht erlauben, nicht im Arbeitsmodus zu sein.

    Seit Dino eingezogen ist, ist Gassi für mich quasi permanent mit "ständig aufmerksam beim Hund sein" und "Umgebung scannen" verbunden - auch wenn der Knallkopf an der 2 Meter-Leine schräg vor mir läuft und seinen Maulkorb trägt. Und ja, auch wenn in unserem Wald quasi nix los ist, es kann halt doch jederzeit mal ein Reiter, ein anderer Hundehalter, ggf. ein freilaufender Hund, ein Wildtier usw. unseren Weg kreuzen. Und gerade weil wir solche Begegnungen in unserem "Territorium" so super selten haben, muss ich da umso mehr geistig beim Hund sein. Ich bin mit der Aufmerksamkeit aber nicht nur bei Dino, sondern auch bei den Umgebungsgeräuschen. Hör ichs in der Ferne knirschen, wenn wir auf dem Schotterweg unterwegs sind? Dann sind da sicher Spaziergänger (mit oder ohne Hund) unterwegs. Heißt für mich: Dino ranrufen, Leine ggf. kurznehmen und je nachdem, wer/was uns da entgegen kommt, ausweichen oder entspannt, aber aufmerksam weiterlatschen.

    Auf unseren Waldwegen hab ich das Glück, dass man die recht gut einsehen und bei Bedarf auch häufig gut ausweichen kann. Und die paar Hundehalter, denen wir dann doch mal beim Gassi begegnen, weichen dann meist schon von selbst aus, weil deren Hund entweder auch ein Thema mit Fremdhunden hat oder weil sie uns schon kennen und wissen, dass Ausweichen entspannter ist.

    Wenn ich z. B. mit Masha unterwegs bin, dann bin ich wesentlich entspannter und ja, da lass ich dann auch mal die Gedanken schweifen. Bei Masha muss ich eigentlich "nur" darauf achten, dass sie nix vom Boden aufnimmt. Aber durch 4,5 Jahre mit dem Knallkopf schalt ich auch bei den Omas nie wirklich ab, sondern bin immer mit min. einem Ohr und einem Auge bei Hund und Umgebung. Das ist mittlerweile so tief drin, das krieg ich einfach nicht raus. Ist auch so, wenn ich mit anderen Leuten spazieren gehe und mich unterhalte: die Aufmerksamkeit ist nie so ganz vom Hund weg. Auch nicht bei Bonny, denn da muss ich aufpassen, dass die Oma nicht verloren geht |)

    Hey, also über Abgabe würde ich da nicht nachdenken. =)

    So schlimm ist's doch gar nicht und das, was du von Mico schilderst, liest sich so, als ob er damit keine Probleme hätte. Klar - mehr Mensch-Hund-Zeit ist (fast) immer gut. Da werden die wenigsten Hunde "Nein" sagen. Aber wenn's nicht anders geht, ist es eben so.

    Hier ist es so, dass ich in Teilzeit (32 h/Woche) arbeite, aber durch den Fahrtweg dann trotzdem insgesamt ~8,5 Stunden pro Tag außer Haus bin. Ich verlass um 6:50 Uhr das Haus und bin je nach Verkehrslage ab 15:10 Uhr wieder zuhause. Außer freitags, da bin ich nur von 6:50 bis ~13:15 außer Haus.

    Meine drei Hunde kennen das und haben sich - soweit ich das beurteilen kann, in ihre Köpfe gucken kann ich ja leider nicht - gut damit arrangiert. Wenn ich außer Haus bin, wird gepennt. Ich hab damit kein Problem und ehrlich gesagt auch kein schlechtes Gewissen. Aber: der Rüde geht auch min. 2x wöchentlich zum Training, das sind dann 2x 2-4 h, die wir effektiv "zusammen" außer Haus sind. Und die Omas dürfen dann eben bei Unternehmungen mitkommen, die für den Rüden nix sind - der ist nicht so super sozialkompatibel. So ist's dann ausgewogen: der Dicke geht zum Schäferhundverein und zum Mantrailing, die Omas dürfen mit, wenn ich mit Freunden was unternehme.

    Was deine privaten Unternehmungen angeht: wär es vielleicht möglich, Mico mitzunehmen, wenn du mit Freunden was machst? Gerade jetzt im Sommer sollte das doch gehen - man trifft sich irgendwo im Park zum Grillen oder so, und Mico kann dann einfach dabei sein. Das reicht vielen Hunden ja schon. Gerade Shelties sind doch mWn auch gute Begleithunde =)

    Weil: "nur" wegen dem Hund würde ich nicht alle meine privaten Geschichten streichen wollen. Mein Alltag ist schon zu einem Großteil um die Hunde herumgebaut, aber genau so wie die meisten Hunde Sozialkontakte brauchen, brauchen wir Menschen das auch. Der eine mehr, der andere weniger. Und es ist in meinen Augen völlig legitim, dass man als engagierter Hundehalter eben auch ein Recht auf hundefreie Zeit (abseits der Arbeit) hat.

    Und vielleicht kannst du dir auch vornehmen, nach der Arbeit oder am Wochenende mit Mico etwas in einem Hundeverein zu machen. Dann hast du Sozialkontakte und machst gleichzeitig etwas mit Mico. Vielleicht kannst du so auch dein schlechtes Gewissen etwas lindern, weil z. B. Mittwochabend von 17-19 Uhr immer "Micozeit" im Hundeverein ist. Die Zeit ist dann fest für Mico reserviert.

    Zusätzlich oder alternativ würde ich, wenn das finanziell machbar ist, auch einen Gassigeher oder eine Tagesbetreuung für Mico organisieren. Muss ja nicht jeden Tag sein - 1-2x wöchentlich reicht ja sicher schon.

    Schlussendlich solltest du dich selbst auch fragen: wirkt Mico auf dich zufrieden? Hast du den Eindruck, dass er ausgelastet ist? Oder hast du eher den Eindruck, dass ihm irgendwas fehlt, dass er sich langweilt?

    Es gibt sooo viele Hunde und noch viel mehr unterschiedliche Hundecharaktere - meine Bonny z. B. ist, denke ich, ganz froh darüber, dass sie unter der Woche ihre Ruhe vor mir hat. Der Dino würde sich nicht beschweren, wenn ich weniger außer Haus wäre, aber ihm und mir tut es auch gut, dass wir eben auch mal "Pause" voneinander haben. Und Masha ... Masha ist eh so selbständig, die juckt das nicht großartig.

    Ich habs tatsächlich mal versucht mit Kopfhörern (die InEar-Teile) Gassi zu gehen.

    Ging nicht. Krieg ich nicht hin. Musik hören beim Bahnfahren, Auto fahren (da übers Radio - ist eh klar), das geht klar, aber beim Gassi ist das... wuah nee. Ich hab das fünf Minuten ausgehalten und mir ging ALLES auf die Nerven: das Zuppeln des Kabels, weils zwangsweise an den Westentaschen hängen bleibt. Das Rumrutschen des einen InEar-Kopfhörers, weil der nicht im Kragen der Weste hängen bleiben wollte. Dann das Kabel, das eben vor mir rumbaumelte... Und dann eben noch die Tatsache, dass ich mich selbst mit nur einem Knopf im Ohr mega anstrengen muss, um noch die Umwelt mitzukriegen. Und bei uns im Wald ist nun echt nicht viel los :ugly:

    Ich bewundere Leute, die das hinkriegen bzw. gemütlich finden. Ich krieg da die Krise bei xD Früher während meiner Schulzeiten war das irgendwie einfacher - aber da hab ich ja nicht noch zusätzlich auf Krawalldino aufpassen müssen...

    Vielleicht lags auch schlicht an der Tatsache, dass die InEar-Kopfhörer für solche Aktionen einfach meh sind. Aber alles, was schon in Richtung OverEar geht, ist mir für sowas dann auch wieder zu klobig :tropf:

    Normales Gassi:

    Rolle Kacktüten, Handy, Leckerli

    Wanderungen:

    Getränke für Hund und mich, Futterration für den Hund, Snacks für mich (Dauerwurst, Proteinriegel, belegte Brote, Wraps... sowas eben), Erste Hilfe-Set, ggf. Stirntaschenlampe, Ersatzleine, je nach Wetterlage Regenklamotten für Hund und mich, Handy.

    Handy, Schlüssel und Geldbeutel hab ich eigentlich eh immer dabei, außer ich schlurf in der Jogginghose ausm Haus. Dann nehm ich meist nur das Handy mit.