Beiträge von Karpatenköter

    Ich glaub, hier bin ich richtig.

    Dino ist vieles. Knallkopf, Spinner, Spacko, Dummhund (;)), Spatzi, Süßilino, Schmusilino, Kuschelkönig ... aber allen voran mein Lieblingshund.

    Auch wenn Dino jedem anderen Menschen auf meinem Grundstück das Existenzrecht abspricht.

    Auch wenn Dino nach 4,5 Jahren immer noch zum Leinepöbeln neigt.

    Auch wenn Dino ein potentiell gefährlicher Hund ist.

    Auch wenn andere sich fragen, warum ich mir so einen "durchgeknallten" Hund überhaupt antue.

    Ganz einfach: weil ich ihn lieb habe. Weil er mir gegenüber so ein unheimlich liebevoller, anhänglicher, verschmuster und arbeitsfreudiger Kerl ist. Er hat seine Macken, die kenn ich inzwischen auch gut, aber mir geht jedes mal das Herz auf, wenn sich dieser potentiell gefährliche Hund abends zu mir ins Bett kuschelt, mit unter die Decke schlüpfen möchte (selbst im Sommer), nur um ganz nah bei mir in meinem Arm liegen zu können. Ohne Körperkontakt gehts für Dino einfach nicht.

    Und wenn wir zwei so ganz gemütlich aufm Sofa liegen, der Dicke selig vor sich hin schnarcht und sich noch enger an mich kuschelt, während ich am Handy was lese - dann weiß ich, dass dieser Hund trotz aller Schwierigkeiten hier goldrichtig ist.

    Wenn ich sehe, mit was für einem Feuereifer Dino beim Mantrailing mitmacht, dass er sich mittlerweile auch gegen mich durchsetzt, weil er weiß "da geht's lang!", dass er sich unseren Trail-Kollegen um den Hals wirft, um schnell ein paar Streicheleinheiten abzustauben - dann weiß ich, dass unser Weg der richtige für diesen Knallkopf ist.

    Am Anfang war Dino völlig überfordert mit dem Leben ansich. Bei fremden Hunden ist er völlig ausgerastet, fremde Menschen wurden schon auf 80 m Entfernung bitterböse verbellt, während man auf zwei Beinen in der Leine stand. Wenn irgendwo unverhofft Sperrmüll rumstand, war das immer ein kleiner Horror für Dino. Fahrradfahrer wollte er am liebsten fressen, besonders wenn die pfeilschnell an ihm vorbei sind.

    Mittlerweile ist Dino einfach ein toller Hund. Immer noch mit seinen Knallkopf-Qualitäten, keine Frage |) Die gehören einfach zu Dino dazu. Er wird nie ein "normaler" Hund sein, ich werd immer ein Auge auf ihn haben müssen, wenn er mit anderen Menschen oder Hunden zusammen ist, und Besuch mit Dino wird nie möglich sein. Aber das ist okay, denn das macht Dino aus. Er ist eben ein Spezialfall - mein Spezialfall. :herzen1:

    Dino (inzwischen 7, ebenfalls ein Auslandshund, seit rund 4,5 Jahren bei mir) hat auch so seine Tage, an denen er grundlegend "schlecht drauf" ist bzw. eben tendenziell nervöser ist und dadurch dann schneller reagiert als sonst. "Reagieren" sieht bei Dino häufig so aus, dass er den triggernden Reiz gerne angreifen würde |)

    Am Anfang (2019) war das bei ihm quasi Dauerzustand. Der Hund stand einfach so dermaßen unter Strom und hatte keinerlei Ahnung, wie er denn nun am besten mit sowas umgeht. Da kam dann ich ins Spiel: ich musste Dino zeigen, dass ich eine Lösung parat habe.

    Da vorne kommt ein Mensch mit Rucksack? Ja mei, wechseln wir eben die Straßenseite oder warten kurz abseits des Waldwegs. Ist letzteres der Fall, wird Dino fürs ruhige (!) Anschauen des Reizes belohnt - den Keks gibt's aber erst, wenn er von selbst zu mir schaut.

    An Dinos schlechten Tagen hat das alles gar nicht funktioniert und wir sind dementsprechend nur wirklich kurze Runden a 15-20 min gegangen, damit er sich entleeren konnte. Kein Training, kein Spielzeug, nix - nur raus, um den Block, wieder rein. Und auch zu Hause hatte Dino dann Sendepause. Da gabs dann auch kein Training o. Ä., stattdessen dann einen Kausnack, an dem Dino lange zu tun hat. Das beruhigt nämlich auch und hat dem Spinner sehr oft beim Abschalten geholfen.

    Mittlerweile ist der Knallkopf älter, reifer und geduldiger geworden und es gibt kaum noch Tage, an denen er seine Zwangspausen braucht. =) Seit Wochen (!) sind Dino Fahrradfahrer egal, auch wenn die uns mit Karacho überholen und ich das zu spät mitkriege: Dino zockelt einfach entspannt weiter. Ganz selten mal guckt er den Radfahrer schief an, und noch seltener muss ich Dino mit einem "Lass es" daran erinnern, dass er den Radfahrer nicht anmotzen muss. Früher hat er jedem Radfahrer das Existenzrecht abgesprochen.

    Die Sache ist halt die: auch wenn deine Trainerin das Pensum als okay empfindet - Louie zeigt dir ja auf seine Art und Weise, dass es scheinbar eben doch manchmal zuviel ist.

    Kürz die Spaziergänge mal ein. Statt ner Stunde im Wald dann eben nur ne halbe Stunde.

    Lass die 3 h-Wanderungen am Wochenende mal sein oder lass wenigstens Louie zuhause, gerade wenn du das Gefühl hast "nee, heute ist der nicht gut drauf". Geh doch stattdessen mit deinem Mann eine schöne Runde - hundefreie Zeit kann auch unheimlich erholsam sein (besonders, wenn man Mehrhundehalter ist ...)

    Wenn du Louie trotzdem mitschleppst, tust du weder dir noch ihm einen Gefallen.

    Hier gibt es nach anstrengenden Erlebnissen mit den Hunden immer (!) einen Tag Sparprogramm. Dino z. B. war am Freitag so dermaßen platt von der Gruppenstunde Unterordnung, dass der die Abendrunde völlig verschlafen hat. Kommt sonst nicht vor, der Herr besteht auf die Abendrunde - das spricht dementsprechend Bände, wenn er die Abendrunde verpennt. Also gabs am Samstag nur einen kurzen, entspannten Morgenspaziergang für ihn und sonst eben Gartenzeit gemischt mit weiteren kleinen Löserunden. Eben weil ich meinen Knallkopf mittlerweile so gut kenne und weiß, dass er bei größeren Aktivitäten direkt danach die Nerven über Bord geschmissen hätte und wieder in alte Muster gefallen wäre. =)

    Es ist völlig in Ordnung, auch mal nix mit dem Hund zu machen. Auch mal ohne den Hund spazieren zu gehen. Auch mal nur Pipirunden zu drehen und danach gemeinsam mit dem Hund aufm Sofa rumzufläzen.

    Du sagst ja schon, es gibt Tage, an denen es nur vier kurze Spaziergänge gibt. Das ist super, und es ist auch voll ok, dass ihr dann eben 15-20 min lauft, bis Louie sich entleert. Denn das ist ja das Ziel dieser kleinen Runden - der Hund soll sich (halbwegs) leerpinkeln.

    Aber was spricht denn dagegen, dass es mehr Tage gibt, an denen ihr eben nur Löserunden dreht? Gerade dass ihr immer erst die lange Straße hinter euch bringen müsst, ist dabei doch super - dann sieht Louie immer die gleiche Strecke, hat (fast) immer die gleichen Reize und die eventuell schon überforderten Murmeln im Kopf werden nicht großartig weiter belastet. Probiert es doch einfach mal, das Programm runterzufahren.

    Was ich mich frage ... hat man denn gar nicht die Wildkameras untersucht, die da in manchen Kameras an Bäumen etc. hängen? Ich mein, klar, da ist nicht garantiert, dass die ominöse Löwin vor die Wildkamera getappt ist, aber mein Gedanke ist: wenn man das Bildmaterial der Wildkameras in dem Bereich, in dem die Löwin angeblich gesichtet wurde, auswertet, dann könnte man doch u. U. über das Tierchen stolpern - wenn's das denn tatsächlich gab.

    :ka: Nur so'n Gedanke, ich hab keine Ahnung, ob im ehemaligen Gefahrengebiet überhaupt Wildkameras aushängen. Aber in meinem Kopf macht's halt schon Sinn...

    Edit:

    Als ich das Video zuerst gesehen habe, war ich auch skeptisch. Mich hat die Rute irritiert - zu kurz und buschig für einen Löwen. Aber der Rest sprach durchaus für was löwen- oder zumindest katzenartiges. Einen eurasischen Luchs kann man ja aufgrund der fehlenden Flecken im Fell gut ausschließen - aber der wäre initial wahrscheinlicher gewesen als ein Löwe. In Bayern gibt's mWn wieder Luchse; es wäre also nicht soo unwahrscheinlich gewesen, dass über Polen einer nach Brandenburg eingewandert wäre.

    Genauso gut hätte es auch ein großer Hund gewesen sein können. Aber ein Wildschwein? Nee. Das glaub ich nun nicht.

    Ich würde versuchen, mit allen Hunden vor dem Betreten des Geländes eine Runde zu drehen, damit die sich schon mal auf neutralem Boden abchecken können. Dann kann man auch schon grob einschätzen, wie die Hunde untereinander klarkommen. Hab ich z. B. so gemacht, als mein dritter Hund einzog - ich hab die beiden Alteingesessenen mitgenommen, wir sind bei der Pflegestelle eine Runde gelaufen und dann mit der ganzen Rasselbande ins Haus der PS rein. Gab null Probleme (wobei meine kleine Hündin absolut unkompliziert ist und der Rüde nur ein Thema mit anderen Rüden hat).

    Wenn ihr zeitgleich aufs Gelände kommt, dürfte es für Ruffi noch mal klarer sein, dass die anderen beiden auch "dazu" gehören. Am Anfang würd ich trotzdem ein Auge auf alle drei Hunde haben, nicht dass Ruffi dann doch mal irgendwem auf den Deckel gibt oder es zu Streitigkeiten kommt - gerade wenn sie dazu neigt, sich bei anderen Menschen anzubiedern und die für sich zu beanspruchen.

    Auf Nummer sicher gehen ist in dem Fall sicher nicht verkehrt.

    Darf ich euch auch mal die Hundehilfe Mariechen ans Herz legen?

    Die vermitteln zwar überwiegend ihre "eigenen" Hunde aus Italien, leisten aber auch immer mal wieder für andere Notfälle Vermittlungshilfe. Die haben ein recht gutes Netzwerk, eventuell haben die auch jemanden auf der Warteliste, zu dem 'eure' Hündin passen würde.

    Ganz ehrlich, ich glaub die Story mit dem Wildschwein nicht. Auf dem reingezoomten Video sieht das so gar nicht nach Wildschwein aus. Ob es ein Löwe war oder was anderes, keine Ahnung, aber das Wildschwein kaufe ich denen auch nicht ab.

    Ein Bekannter von mir meinte schon, dass die Berliner Polizei von den Clans unterwandert ist und man daher vielleicht jetzt "urplötzlich" auf ein Wildschwein gekommen ist, weil man nicht noch mehr Beef als ohnehin schon mit den Clans haben möchte.

    Der Remmo-Clan hat ja so einige verdächtige Äußerungen getätigt, die ziemlich danach klangen, als ob denen die Löwin ausgebüchst wäre. Nachdem man in deren Villa bei einer Hausdurchsuchung ja schon mal einen Tiger gefunden hat, würde mich das ehrlich gesagt auch nicht wundern, wenn da was dran ist :ugly:

    Aber nun gut... Theorien gibt's viele. Von daher:

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    xD

    Hat jemand einen Tipp für eine 5m Flexi für einen 35kg Hund?

    8m und 10m sind mir für städtische Wohnlage zu lang. Ja, ich kenne die Stopp Funktion, ich schwör 😁, aber das Gehäuse ist dann unnötig sperrig und schwer.

    Die Flexi Extreme gibt's bis 5 Meter und mit Gurtband. Hatte die eine Zeit lang für Dino in Gebrauch, bin jetzt aber grundsätzlich auf die Professional mit 10 m umgestiegen :ugly:

    Zu spät zum Editieren, aber bei näheren Nachdenken ... wir haben x tausend Wildschweine in BRB. Wenn der Löwe (dessen Existenz/Nichtexistenz ja immer noch nicht gesichert ist) an der Fundstelle tatsächlich ein Wildschwein gefressen hat, isses doch logisch, dass man da Haare findet.

    Und: beim An-Bäumen-Scheuern hinterlassen die Viecher ja auch Haare usw. Das muss jetzt nichts heißen, dass sich die Haarprobe als Wildschweinhaar entpuppt.

    Gleiches für den Kot, der gefunden wurde - das kann alles mögliche gewesen sein, und wer sagt, dass der Haufen nicht schon vorm Sichten der Löwin da war?

    Dass man keine Trittsiegel vom angeblichen Löwen gefunden hat, wundert mich jetzt auch nicht wirklich - es war die letzten Wochen bzw. Tage über verdammt warm und trocken in Brandenburg, da isses doch klar, dass sich im (Wald)Boden nicht so mega viel abzeichnet. Laienmeinung, bitte korrigieren, wenn ich falsch liege...