Ich gehe mit allem mit und finde auch, dass man den eigenen Hund schützen sollte. Ich habe aber doch ein Problem damit, wenn der Eindruck vermittelt wird, dass es in Ordnung sei, einen fremden Hund zu treten. Der Hund, aber eigentlich noch mehr der Halter, haben sich nicht korrekt verhalten. Ok. Aber die Reaktion darauf ist dann eben auch nicht besser.
Wenn du einmal in der Situation warst, dass dein Hund vor Todesangst kreischend zwischen deinen Beinen stand, weil ein 40 kg-Schäferhund knurrend auf ihn zugeschossen kam, denkst du anders. Glaub mir.
Ja, fremde Hunde wegtreten ist nicht nett, aber sorry, das Wohlergehen MEINES Hundes ist mir deutlich wichtiger als das Seelenheil des anderen Hundes. Und da tret ich mittlerweile auch zu, wenn ich den Fremdhund nicht anders geblockt kriege.
Sie war wirklich zurückhaltend, hat sich klein gemacht oder lief weg vor einigen Hunden
Mal ganz schräg gedacht ... eventuell kann es sein, dass sie Hundebegegnungen schon damals blöd fand oder damit überfordert war. Damals wusste sie schlichtweg nicht, wie sie das am besten händelt - auf die Idee, bei dir Unterstützung oder Schutz zu suchen, kam sie vielleicht auch nicht. Gabs denn Momente, in denen sie sich bei dir "versteckt" hat o. Ä.?
Das Hetzen, das sie jetzt zeigt, kann vielleicht ihr missglückter Versuch sein, sich den anderen Hund vom Leib zu halten bzw. zu verscheuchen. Nur so ein Gedanke - ich würd's aber mal im Hinterkopf behalten.
Ich habe es sogar der HH von betreffendem Hund gesagt, die mich davon überzeugen wollte, dass die zwei spielen würden.
Ein Tipp für die Zukunft: wenn dir HH begegnen, die eine Hundebegegnungen unter zwei völlig fremden Hunden mit "Die wollen nur spielen" einleiten - nimm die Beine in die Hand. Das sind in einem Großteil der Fälle leider Hundehalter, die ihren eigenen Hund nicht kontrollieren oder überhaupt lesen können, und diese Hunde mobben dann auch oft oder hacken einfach in deinen Hund rein, weil ihnen was nicht passt (aka "Das hat er ja noch nie gemacht"). Diese Art von Hundebegegnung hat für viele Hunde keinen besonderen Mehrwert. Überleg mal: du begegnest einem wildfremden Kerl, der ist super aufdringlich, distanzlos und schert sich einen Scheißdreck um deinen personal space - will aber unbedingt sofort mit dir spielen.
Ausgeglichenes Spiel unter sich fremden, erwachsenen Hunden (von denen min. einer einem eher ernsthaften Rassemix angehört wie zB deine Hündin) kommt sehr sehr selten vor. Ausgeglichenes Spiel heißt: die Rollen werden getauscht. Mal macht Hund A den Hasen, mal macht Hund B den Hasen. Es gibt Pausen zwischendrin, die Körpersprache der Hunde ist sehr übertrieben und überdeutlich, aber entspannt. Wenn meine Masha und der Dino miteinander spielen (z. B. Maulfechten), dann haben beide den Fang oft weit geöffnet, Dino liegt und Masha steht oder andersrum, und so alle paar Minuten gibt's mal eine kurze Pause, dann geht es weiter. Und wenn die genug haben, dann trennen sich deren Wege im Garten wieder. Die kennen sich seit 3+ Jahren, es hat gedauert, bis die ihr gemeinsames Spielniveau und ihre "Sprache" dabei gefunden haben.
Wenn ich mich mit anderen Hundehaltern treffe und die Hunde Kontakt haben dürfen, wird auch sehr, sehr selten gespielt. Auf 4 von 5 Spaziergängen latschen die Hunde gemütlich nebeneinander her, schnüffeln zusammen an der gleichen Stelle, machen einander auf interessante Stellen aufmerksam ... die ziehen einfach gemeinsam als lose Gruppe durch die Gegend, während wir Hundehalter uns unterhalten und daran erfreuen, wie schön entspannt die Hunde miteinander interagieren.
Es muss nicht immer gespielt werden. Den meisten Hunden reicht es, wenn sie entspannten Kontakt zu Artgenossen haben und zusammen die gewählte Gassirunde erkunden können.
indem sie sich immer wieder in Spielhaltung vor oder neben ihn legt. Bei mir heisst das vorn unten Hintern hoch Ohren locker und Schwanz wedelt.
Es gibt ganz grob genommen zwei "Spiel"haltungen: eine echte, freundliche und eine "unechte", die alles andere als freundlich ist. Das wären der Playbow und der Preybow. Es kann schwierig sein, die auseinander zu halten, wenn man noch nicht so versiert in der Hundesprache ist, aber so ganz generell gesprochen gibt es einen großen Unterschied: die Pfotenhaltung.
Beim Playbow sind die Vorderpfoten weeeeit auseinander und quasi wie eine Schere geöffnet, von oben betrachtet würden die ein V bilden.
Du siehst auf den beiden Infografiken noch andere Unterschiede. Schau dir bei Gelegenheit mal deine Hündin an, wenn sie wieder "Spiel"aufforderungen macht und überlege, ob das nun wirklich Spiel ist oder nicht.
Mit ihren Freunden macht sie das auch und die machen mit. Das geht hin und her ohne Knurren oder hetzen und dann laufen die auch nebeneinander oder schmusen wenn Pausen sind.
Der Unterschied hier ist: ihre Freunde kennen das Verhalten und sie schon und können dann ggf. entsprechend dagegen halten. Das weiß ein Fremdhund in aller Regel nicht und sagt dann (mit Pech) sehr deutlich "Ey, was soll der Scheiß, benimm dich oder es gibt aufn Deckel".
Hunde unterscheiden sehr deutlich zwischen "den Hund kenn ich gar nicht ", "den hab ich schon ein paar Mal gesehen" und "oh, den kenn ich, mit dem waren wir schon öfter unterwegs!".
Da sie nicht an der Leine war und er auch nicht und sie aus meiner Sicht nicht angespannt war, hatte ich nichts dagegen
Das Ding ist: kanntest du den Hund? Wusstest du, dass der nett ist und nichts macht? Konntest du seine Körpersprache eindeutig einschätzen?
Nicht jeder Hund, der unangeleint auf euch zukommt, hat freundliche Absichten. Genauso gut kann es sein, dass der Hund sich denkt "Ey ein fremder Hund auf meiner Gassistrecke, DEN mach ich jetzt fertig" - und zack gibt's ne Beißerei.
Hatte ich leider in genau der Situation schon mal, ein fremder Hund kam unkontrolliert auf uns zu, der Halter hat gar nichts gemacht, nicht mal abgerufen, und am Ende hatte mein Hund ein Loch in der Pfote. Es gab weder eine Entschuldigung vom Halter noch sonst irgendetwas, der ist samt Hund einfach wieder abgedampft und hat sich einen Scheißdreck drum geschert, dass sein blöder Köter meinen Hund verletzt hat. Ohne erkennbaren Grund übrigens.
Und deshalb würde ich dir auch raten, bei sowas künftig argwöhnischer zu sein. Gerade als Laie kann man oft schlecht einschätzen, wie ein fremder Hund so drauf ist und was für Absichten der hat. Dazu kommt: als Laie ist man mit dem Trennen einer Beißerei oft überfordert, bricht evtl. in Panik aus und machts nur schlimmer, besonders wenn der andere Halter nichts macht.
Was mir Angst macht ist, dass ich nicht möchte, dass sie irgendwann mit jedem Hund so wird, genau weil ich das mache.
Ruhig Blut. Es endet ja nicht damit, dass deine Hündin für den Rest ihres Lebens an der Leine bleiben soll. Es geht erstmal darum, dass du deine Hündin sicherst und ihr gezielte Hundebegegnungen (am besten unter Aufsicht der Trainerin) erlaubst. In den Begegnungen musst du ihr aber auch klar machen, wie sie sich verhalten bzw. nicht verhalten soll: fängt sie an zu provozieren oder zu hetzen, kommt sie an die Leine und die Hundebegegnung ist beendet. Wer andere Hunde hetzt und sich wie der letzte Assi benimmt, der darf halt einfach keinen Kontakt haben, punkt
Im Gegenzug wird aber nettes, höfliches Verhalten gelobt und belohnt. Also zB entspanntes Nebeneinanderlaufen, gemeinsames Schnüffeln usw.
Ich hab genau einmal ein Rezept bei einer unserer Tierkliniken anfordern müssen, weil ich keine Lust hatte, 2x 70 km für die Medikamente meiner Hündin zu fahren. So warens "nur" zig Mails, drei Anrufe und zwei Tage Wartezeit, damit ich die blöden Medikamente in der Praxis abholen konnte, die "nur" 20 km von mir entfernt ist...
Mein Fazit: Hundemedikamente auf Rezept sind mir zu blöd, ich hol die direkt beim (Fach)Tierarzt. Und dann auch in solchen Mengen, dass ich im Bestfall nur alle 2-3 Monate die Strecke fahren muss. Mir werden übrigens keine Gebühren dafür berechnet, die TÄ verkaufen mir die Medikamente für den "normalen" Verkaufspreis - ohne irgendwelche Zusatzposten. Sind dann (je nachdem, ob ich nur ein Medikament oder doch beide holen muss) zwischen 50 und 150 €. Da würden mich 2-5 € Obolus auch nicht mehr stören, ehrlich gesagt.
Wobei, doch, einmal hab ich von einer Hunde-Physiotherapeutin ein Rezept ausgestellt bekommen. Das hab ich aber nicht in einer Tierarztpraxis o. Ä. vorgelegt, sondern in einem Onlineshop, der pflanzliche (?) Medikamente für Hunde vertreibt. War irgendwas mit P ... ist schon länger her, war auch das einzige Mal, dass ich da was bestellt habe. Die Medikamente waren zwar nett, haben aber keine spürbare Wirkung auf meine Hündin gehabt.
... Ich korrigiere mich, für Dino hab ich auch mal ein Rezept bekommen. Da gings dann aber um eine Salbe, die primär im Humanbereich angewendet wird - hochdosiertes Cortison, das gibt's so oder so nur mit Rezept. Aber auch dafür wurde mir (glaube ich) nix extra berechnet. Hab halt in der Apotheke die Salbe bezahlt und gut war.
Edit: Apoquel ist (leider) echt teuer, da lohnt es sich, in die Großpackungen zu investieren. Die Herzmedikamente meiner Hündin (Cardisure und Nelio bzw. Benakor, jeweils 5 mg) kauf ich auch in der Großpackung (jeweils um die 100 Tabletten). Ist günstiger, als sich nur x Blister mitgeben zu lassen.
Izzy Laut deinem Vorstellungspost hast du einen Schäferhund-Ridgeback-Mix.
Mal vorab etwas dazu: die beiden Rassen sind dafür bekannt, dass sie im Erwachsenenalter häufig mit anderen Hunden unverträglich werden. Meistens (!) betrifft das nur gleichgeschlechtliche Artgenossen, d. h. ein Schäferhundrüde kann andere Rüden nicht ab, aber es kann auch sein, dass die Hunde dann später einfach ALLE Hunde (unabhängig vom Geschlecht) "scheiße" finden.
Deshalb wäre mein Handlungskurs ab jetzt: bei Hundesichtung Leine dran. Behalt deinen Hund bei dir, ohne Wenn und Aber. Wenn Hundebegegnung, dann nur mit ausgewählten Hunden. Und dann auch erstmal nur gemeinsames Gassi an der Leine. Wenn die Hunde entspannt wirken, kann man auch mal die Leine abmachen und so weiterlaufen. Evtl. würde ich bei deiner aus Sicherheitsgründen die Schlepp dranlassen, damit du eingreifen kannst.
Situation 1 (Freilauf im Wald meine hündin fordert mehrfach auf, der andere interessierte sich aber nicht, sie fängt an ihn zu hetzen)
Wie hat deine Hündin "aufgefordert"? Was genau hat sie gemacht? Wie hat der andere Hund reagiert - ist er weggegangen, einfach still stehen geblieben? Um aus der Situation schlau zu werden, braucht's ein paar mehr Details.
"Frust" seh ich da nicht als Grund. Ich kann mir eher vorstellen, dass deine Hündin durchs Hetzen des anderen Hundes einen Kick bekommt und das einfach geil findet. Ist natürlich nicht ok, dass sie andere Hunde "einfach so" hetzt.
Situation 2. war letzte Woche im Feld. Sie war frei und ich übte gerade mit ihr Fuß. Ein anderer Hund in ihrer Größe (30-35kg) kam auf sie zu. Sie legte sich hin. Als er bei ihr war, stand sie auf und die zwei beschnüffelten sich. Auf einmal hetzte sie dem Hund genauso nach wie dem vor ein paar Monaten im Wald. Also im direkten Körperkontakt aber nur in eine Richtung.
Ganz konkret: wenn deine Hündin nicht zuverlässig bei dir bleibt, dann kommt auch beim Üben eine Leine dran. Gerade wenn du siehst, dass ein anderer Hund auf euch zukommt.
Deine Hündin legt sich hin - hat sich also in Lauerstellung begeben. Das ist unter Hunden grob unhöflich, weils eine Sequenz aus dem Jagdverhalten ist und der Hund dadurch zur Beute degradiert wird (ums vereinfacht auszudrücken). Auf gut Deutsch: deine Hündin verhält sich in der Situation wie die Axt im Walde.
Du sagst, die beiden standen dann und haben sich beschnüffelt. Wie war deren Körpersprache? Entspannt? Eher angespannt? Wirkte deine Hündin von der Körperspannung her eher wie ein Schluck Wasser, oder eher wie ein gespannter Bogen?
Wenn du jetzt antwortest mit "eher angespannt und wie ein gespannter Bogen": gratuliere, die Situation war alles andere als entspannt und mit Sicherheit nicht freundlich.
Meine Hündin geht interessiert und höflich zu einer anderen. Sie beschnuppern sich, ich mache mir keine Gedanken, weil sie in der Regel diejenige ist, die sich unterwirft und niemals diejenige die anfängt.
Äh, Einspruch: deine Hündin hat in den letzten Monaten schon 2x gezeigt, dass sie sich wie offene Hose benimmt und andere Hunde einfach so HETZT. Streich das "sie fängt niemals an" also mal aus deinen Gedanken.
Ich konnte gar nicht so schnell schauen da eskalierte die Situation und meine fing knurrend an, die andere Hündin zu jagen.
Auch hier wieder: es gab in den letzten Monaten schon min. 2 Situationen, in denen dir hätte klar werden sollen, dass du deiner Hündin künftig keine unmoderierten Hundebegegnungen mehr erlaubst. Schon gar nicht mit (wahllosen?) Fremdhunden. Wie das endet, siehst du ja.
Ich steh da auf der Seite der anderen HH. Das geht echt gar nicht, behalt deine Hündin künftig bei dir und besorg dir v. A. eine gescheite Trainerin, die dir GENAU erklärt, warum Hund sich so verhält und was du da machen sollst.
Deine Hündin hat dir jetzt insgesamt 3x demonstriert, dass sie mit unmoderiertem Hundekontakt nicht souverän umgehen kann. Nimm sie also ausnahmslos an die Leine, wenn ihr andere Hunde seht. Nicht nur, weil sie evtl. anderen Hunden "schaden" kann, sondern weil evtl. der andere Hunde auch "nicht nett" ist oder der Halter einfach gar keinen Kontakt will.
Aus persönlicher Erfahrung. Handle JETZT, bevor die Situation komplett eskaliert und es zu einem Beißvorfall kommt. Einer meiner Hunde hat im Oktober 2021 völlig unprovoziert zwei kleine Hunde angegriffen und den einen nicht mehr losgelassen, sodass ich meinem (!) Hund per Halsband die Luft abdrehen musste. Ich kann von Glück reden, dass wir nicht angezeigt wurden, dass mein Hund NICHT zum Wesenstest musste usw. Konsequenzen hab ich trotzdem daraus gezogen: Dino durfte mehr als 1,5 Jahre lang nur mit Maulkorb und angeleint Gassi gehen. Entweder Schleppleine oder Flexileine, aber kein Freilauf. Erst jetzt, fast 2 Jahre nach dem Beißvorfall, trau ich mich die Regeln zu lockern und ihn in absolut hundearmen, übersichtlichen Gebieten wieder frei laufen zu lassen - ohne Maulkorb. Weil ich mein Gebiet kenne, wir hier vielleicht alle paar Monate mal einem Hund begegnen und ich meinen Hund mittlerweile auch so gut im Griff habe, dass ich bei einer solchen Begegnung (da sind meist noch 20-50 m Distanz dazwischen) sofort eingreifen kann.
Nachtrag: damit will ich nicht sagen, dass deine Hündin genauso wird wie mein durchgeknallter Rüde. Bei dem gibt's etwas mehr Vorgeschichte. Ich will dir nur sagen, wie der worst case aussehen kann, der euch eventuell unangenehm überraschen könnte, wenn du nicht anfängst, da jetzt gezielt gegen zu lenken.
Noch eine Frage: hat deine Hündin jemals gelernt, wie "richtige", höfliche Hundebegegnungen ablaufen? Oder kennt sie nur das distanzlose "Rumballern", wie mans oft auf Hundewiesen sieht?
Ist auch meine Vermutung. Mit Dino hab ich ja schon einen Hund mit 20% Kangal-Anteil hier sitzen, wäre also nicht mein erster DSH-HSH-Mix. Bei Masha bin ich mir aber recht sicher, dass der HSH-Anteil da größer ausfällt. Tippe mal so auf +-40-60 % ...
Ihr dürft wieder raten, ich hab bei ForGen gerade ein Entnahmeset für Masha angefordert Ich will eeeeendlich wissen, was bei ihr drinsteckt...
Masha ist aktuell 13,5 Jahre alt (geschätzt), kommt ursprünglich aus Italien. Mit rund 70 cm Schulterhöhe und ~32 kg Gewicht ist sie doch ein ziemliches Kaliber für eine Hündin - aber so groß wie sie ist, so entspannt, souverän und gechillt ist sie.
Mit anderen Hunden kann sie super. Sie ignoriert die meisten zwar und macht ihr eigenes Ding, aber es gibt auch durchaus Hunde, mit denen sie sich auf längeren Kontakt einlässt. Welpen und Junghunde dürfen bei ihr viel, aber nicht alles, und sie setzt auch souverän und deutlich Grenzen.
Menschen gegenüber ist sie sehr freundlich. Besuch ist kein Thema, der kann problemlos mit aufs Grundstück und wird nach anfänglicher Schnüffelkontrolle dann auch recht flott als Gruppenmitglied betrachtet. Der Besuch darf sie dann auch streicheln, lieb haben usw., Masha liiiieeeebt Aufmerksamkeit.
Noch mehr liebt sie aber Futter Sie klaut wie eine Elster, wenn ich nicht aufpasse. Auch mal ganze Töpfe vom Herd
Sie wacht, besonders im Garten. Da liegt sie aber meist auf einem ihrer Lieblingsplätze herum und bewegt sich nur, wenn sie etwas meldenswertes wahrnimmt. Schutztrieb ist auch da, lässt sich aber gut managen. Gehorsam ... äh ja, was ist das? Mag daran liegen, dass sie erst mit knapp 11 Jahren (Ende 2020) zu mir kam. Zusammenarbeit mit dem Menschen kannte sie vorher scheinbar gar nicht. Aber für Leckerli macht sie dann doch meistens mit, hat dann auch Spaß an Dingen wie Sitz/Platz/Pfote usw., bis es ihr halt zu blöd wird.
Da sie aber bis heute nicht zuverlässig abrufbar ist und auch eine gewaltige Portion Jagdtrieb mitbringt, ist Freilauf nicht möglich.
Masha wurde als Schäferhundmix vermittelt, ich denke, da steckt auch definitiv Schäferhund drin. Vielleicht auch ein Schuss Maremmano oder ein ähnlicher "netterer" HSH. Ganz sicher bin ich mir nicht. Golden Retriever schließ ich aber auch nicht aus...
Gute Standbilder hab ich von ihr nicht, ihren Körperbau würd ich aber durchaus als eher kräftig beschreiben. Und sie hat Unterwolle für drei Hunde. Fusselt wie nix Gutes und ist gefühlt ein halbes Schaf.
Ich würde wohl eine Art kleines "Trost"paket schnüren und mitbringen. Schokolade z. B., wenn die Person Schokolade mag. Oder Teesorten. Oder oder oder. Irgendwas, von dem man weiß, dass es der Person gut tun könnte. Mit Blumen wüsste ich persönlich zum Beispiel gar nichts anzufangen, aber Knabberkram hat mir schon über so manches Tief hinweg geholfen
Ich glaub generell, dass man mit so kleinen, universellen Aufmerksamkeiten mehr bewirken kann als mit "generischen" Blumensträußen. Aber ich muss auch ehrlich sagen, dass ich noch nie in der Situation war.
Also wenn's unbedingt ne Wolfsbegegnung sein muss, dann doch bitte so, wie im Wildtierpark Schorfheide. Da gibt's (auch für teuer Geld, hust) eine gesonderte Führung durch den Wildtierpark bei Nacht, man besucht das Wolfs-Informationszentrum im Park, die Wildparkbetreiberin hält einen Vortrag über die eigenen Wölfe und dann kann man anschließend noch gegen Mitternacht bei der Wolfsfütterung zugucken. Als Gast steht man hinterm Zaun, aber die Wildtierparkbetreiberin steht mit den Eimern voller Fleisch im Gehege, erklärt dann noch mal was zu den Wölfen, deren Hintergrund usw. und man kann mit wenigen Metern Abstand (wir erinnern uns, da ist immer noch ein Zaun dazwischen) eine kleine Gruppe Wölfe "in natura" erleben.
Man ist so nah dran, dass man alles gut sieht und die Tiere super beobachten kann, aber trotzdem wird der respektvolle Abstand zum Wildtier gewahrt. Und auch wenn die Betreiberin scheinbar sorglos bei den Wölfen im Gehege stehen kann - sie betont immer wieder, dass es schlicht und ergreifend Wildtiere sind, keine Kuscheltiere. Obendrauf gibt's wertvolle Informationen zum Thema Wolf, wie man sich am ehesten bei Begegnungen in freier Wildbahn verhält usw.
Wolfsbegegnungen, wie sie in diesem Filmtierpark angeboten wurden ... äh ja. Früher hätte ich das sicher gefeiert, mittlerweile frag ich mich nur, welchen nichtmonetären Sinn und Zweck das haben soll. Respekt vor dem Wildtier Wolf schafft man damit wohl eher nicht - eher das Gegenteil, denn der Wolf wird ja romantisiert ...
ich glaube das der Hund von Anfang an überfordert war mit euren Wünschen/Vorstellungen
zu wenig Zeit /Möglichkeit einfach Hund zu sein und sich seines Lebens zu erfreuen
zu viel aufgestaute Energie die er nicht ausleben kann, da kann er garnicht bei lernen
ich glaube auch das er gestresst ist und das über *Unarten* abreagiert
vielleicht könnt ihr mal für regelmäßige körperliche Auslastung sorgen ? Radfahren z.B , so ein Hund braucht doch 2 bis 3 Stunden Bewegung am Tag
2-3 h stumpfe Bewegung am Tag, grad Radfahren bei einem Hund, der aktuell noch massive Probleme mit anderen Hunden an der Leine hat, würde ich erstmal sein lassen.
Mein Hund wiegt nur (!) 15 kg und hat mich bei einer Testrunde mit dem Rad trotzdem fast vom Rad geholt, weil er der Meinung war, er muss jetzt ausrasten, weil in 40 m Entfernung ein Hund steht.
Das kann man machen, wenn man absolut hundefreie Strecken in der Pampa oder den Hund besser unter Kontrolle hat, aber definitiv nicht jetzt.
Davon ab: "solche Hunde brauchen 2-3 h Bewegung am Tag" ist grundsätzlich schon kein guter Ratschlag. Qualität über Quantität. Bei Sam würde ich eher auf gezielte Auslastung/Beschäftigung in kleinen Einheiten (sprich 10-15 min) denken, das strengt den Kopf an und lastet langfristig eher aus als stumpfes Laufen. Hunde sind Lauftiere, für die sind 2-3 h kontinuierliche Bewegung ein Klacks.
Davon ab: wo liest du raus, dass der Hund mit den Anforderungen (von denen ich btw. nix lese) überfordert war?
So, zurück zum Thema: ich schließ mich der Frage nach dem groben Tagesablauf an. Was macht ihr sonst so mit Sam? Irgendeine Art Hundesport? Übt ihr vielleicht zuhause irgendwelche Kommandos?
Hundebegegnungen an der Leine müssen gezielt geübt werden. Ich hab auch so einen Knallkopf an der Leine - anfangs wurde er zum Berserker, mittlerweile (nach 3+ Jahren Training) lässt er sich da halbwegs gut kontrollieren. Nicht immer, aber recht oft. LUKE13 hat euch ja schon grob erklärt, wie das vonstatten gehen sollte: erst auf große Distanz üben und wenn das klappt, könnt ihr nach und nach die Distanz verringern. Ich bin grad aufm Sprung, sonst hätte ich geschildert, wie ich das bei meinem Knallkopf in den Griff bekommen habe.