Beiträge von Karpatenköter

    Hier ist es auch so, dass die Hunde von sich aus viel ruhen. Wirklichen Tiefschlaf gibt es nur, wenn ich auch schlafe, ansonsten wird halt echt eher gedöst. Gut, Bonny schläft mittlerweile auch tagsüber bzw. abends tiefer, aber die ist mit 15 halt auch schon recht alt.

    Muss auch sagen, ich hab mir nie wirklich Gedanken darum gemacht, ob meine Hunde genug schlafen bzw. ruhen :???: Hab die Faustregeln erst hier im DF aufgeschnappt.

    So grob geschätzt würd ich sagen, dass die Bande unter der Woche auf ±18 h Ruhezeit täglich kommt.

    6-8 h Nachtschlaf

    8-9 h Ruhezeit, weil ich außer Haus bin

    2-3 h Dösen/Rumliegen, wenn ich nach der Arbeit wieder daheim bin

    Hängt halt immer von unserem Tagesablauf ab. An Tagen mit Training bekommt Dino logischerweise weniger Ruhezeit, das holt er dann eben an anderen Tagen auf.

    Ich für meinen Teil versuche meinen Hund so wenig wie möglich zu stressen, indem ich mich nicht wie ein Hampelmann benehme. Ich finde es keineswegs verwerflich oder schwach, wenn Menschen sich zivilisiert mitteilen können. Vermutlich bin ich halt zu alt. Sprache und Form sind heute zu Sonderausstattungen verkommen. Schade.

    Nichts für ungut.

    Jaja, schieb ruhig alles auf "die Jugend von heute"... Schon gut. Wir habens verstanden, wir übertreiben allesamt und stellen uns nur an.

    Mein gefährlicher Hund ist bestimmt auch nur deshalb so gefährlich, weil ich übertreibe und ihm alle Fremdhunde vom Leib halte. :ironie2:

    Ich lass mal ein Update da, nachdem wir uns ja lange Zeit sehr rar gemacht haben.

    Kurzum: den Omas (inzwischen 15 Jahre und 13,5 Jahre alt) geht es super.

    Bonny möchte inzwischen gar nicht mehr Gassi gehen, die haut nach 50 m die Bremse rein. Zum Glück haben wir einen Garten, also darf sie jetzt immer im Garten flanieren, während ich mit Dino oder Masha eine Runde drehe. Ihre DCM ist weiterhin unauffällig, wir sind nach wie vor bei einer Dosis von 5 mg (jeweils Cardisure und Nelio/Benakor).

    Um die fehlenden Gassirunden auszugleichen, kommt sie jetzt öfters mit, wenn ich was ruhiges mit Freunden unternehme. Schlicht und ergreifend, damit sie ab und an mal was Neues sieht und erlebt.

    Masha hatte im Mai die 2. OP an der kaputten Pfote, das hängt uns noch etwas nach. Madame schleckt ja sowieso gerne an Wunden aller Art rum, leider ist die inzwischen top verheilte OP-Wunde davon auch nicht ausgenommen :roll: Erneute Kontrolle beim TA war unauffällig, unter Schmerzmitteln ändert sich da auch nix, also gibt's jetzt halt dauerhaft ne Socke drauf. Damit lässt sie die Pfote dann auch artig in Ruhe.

    Die Gassirunden haben wir in der Länge eingekürzt. Standard für Masha sind jetzt 1,5 bis 2 km. An sehr guten Tagen gehen auch mal 6 km, danach braucht die Oma aber definitiv einige Pausentage und auch Schmerzmittel. Ansich bahnt sich aber die gleiche Entwicklung an wie bei Bonny: man legt weniger Wert auf Gassi und will öfter im Garten rumhängen. Also gibt's morgens eine Gartenrunde, (nach)mittags darf sie entscheiden, obs noch eine Gartenrunde gibt oder ob wir Gassi gehen. Abends ist ne kurze Gassirunde die Straße raufrunter aber Pflicht, da besteh ich drauf.

    Aber sie meckert inzwischen häufiger, wenn es auf die Fütterungszeit zugeht. Abendessen gibt's für die Hunde immer so ab 18.30/19:00 Uhr. Wir habens jetzt 17:29 Uhr und die Große steht nölend im Flur, man hat Hunger. Hint: es gab erst um 16 Uhr Mittagessen ... |)


    Ende diesen Jahres bzw. Anfang nächsten Jahres geht Bonny wieder zum DCM-Checkup, aber da das Herz auch dieses Jahr absolut unauffällig und lt. Kardiologe auch normal groß war, denke ich nicht, dass uns da irgendeine Überraschung erwarten wird.

    Masha hatte im Rahmen der OP-Vorbereitung schon ein großes Senioren-Blutbild bekommen, da waren alle Werte tiptop, nix auffällig.

    Ich lass mal gedrückte Daumen und viele gute Wünsche für die anderen Seniörchen hier :herzen1:

    Dino wurde als Schäferhundmix, evtl. mit Beagle-Einschlag, vermittelt. Von privat.

    Schlussendlich ist er eine sehr bunte Mischung aus DSH, Beagle, Labrador und Kangal. Wenn ich jetzt noch mal die Wahl hätte und wüsste, was da auf mich zukommt - wahrscheinlich würd ich so einen Rassemix nicht wieder kaufen.

    Ich wusste, dass bei einem Schäferhundmix Schutz- und Wachtrieb auf mich zukommen, ggf. Artgenossenaggression, Unfreundlichkeit gegenüber Menschen, aber auch ein gewisser Arbeitswillen und Anhänglichkeit. Das hab ich mit Dino bekommen - er ist sehr anhänglich, sehr auf mich bezogen, ein unheimlich liebevoller Hund und so vom grundsätzlichen Wesen mir gegenüber so ziemlich das, was ich mir von einem Hund wünsche. Aaaaber seine Territorialität ist extrem, der Schutz- und Wachtrieb ist dafür halbwegs gut zu managen. Ich habs mir damals ehrlich gesagt nicht so extrem vorgestellt in Hinsicht auf die Territorialität, aber das kann auch schlichtweg eine Dinomacke sein. Der hat ja so einige Baustellen, die uns sein Leben lang begleiten werden :rollsmile:


    Bonny wurde stumpf als Mischling mit deutlichem Schäfi-Einschlag vermittelt, kommt aus einem Tierheim.

    Laut DNA-Test isse ein Mix aus Rauhaardackel, osteuropäischem Schäferhund und Mops. Schäferhund x Dackel ist ja jetzt nicht soo selten, und ich glaube, so eine Mischung würde ich mir jederzeit wieder ins Haus holen. Die DSH-Dackel-Mixe, die ich so kenne, sind alle recht angenehme Kerlchen ohne großartige Macken... und davon ab: Kurzbeine sind leider einfach unheimlich süß. :sweet:

    Bei nem Schäferhund-Dackel-Mix erwartet man ja typische Schäfi-Eigenschaften wie Wach- und Schutztrieb gepaart mit dem Jagdtrieb des Dackels. Ist bei Bonny aber alles nicht so wirklich ausgeprägt |) Wenn sie die Möglichkeit hatte, ist sie früher gerne mal irgendwelchen Spuren nach, hat aber nie aktiv gejagt. Da sie jetzt im Alter kaum noch Gassi geht bzw. wenn dann eh an der Flexi hängt, ist das jetzt auch kein so'n großes Thema mehr.

    Früher war sie sehr ängstlich, das schieb ich aber nicht auf den Rassemix, sondern auf ihre unbekannte Vergangenheit. Sie hat trotz Schäfianteil keinen "Vorwärtsgang" und ergreift in Konflikten lieber die Flucht - find' ich (verglichen mit dem Knallkopf) sehr angenehm und leichter zu händeln.

    Daher: ja, ein eher ruhiger Schäferhund-Dackel-Mix dürfte hier jederzeit wieder einziehen.


    Masha wurde als Schäferhundmix aus Italien vermittelt.

    DNA-Test steht noch aus, aber die Vermutung geht in Richtung DSH x regionaler HSH-Schlag. Wachtrieb hat sie, Schutztrieb auch, aber der ist eher mäßig ausgeprägt. Territorial ist sie, ja, aber nicht so extrem wie Dino: Besucher sind überhaupt kein Thema, die dürfen in meiner Anwesenheit einfach aufs Grundstück und für Masha ist das dann ok.

    Dafür ist Masha kein Fan von Zusammenarbeit mit dem Menschen. Sie ist ziemlich eigenständig, macht max. für die Leckerli mal Sitz und Platz. Will to work hat sie eher nicht bzw. nicht in dem Maße wie Dino - Hundesport zur Auslastung alleine findet sie überflüssig. Sie ist alles in allem eher gemütlich, das spiegelt sich auch beim Gassi wieder. Viel schnüffeln, viel bummeln. Aber wehe irgendwo wittert sie Wild, dann steht sie kreischend in der Leine. Jagdtrieb hat sie mehr als Dino und Bonny zusammen |)

    So alles in allem ist Masha ein toller Hund, aber mit ihrer Eigenständigkeit kann ich wenig anfangen. Das hat seine Vorteile, keine Frage, aber mir fehlt der Gehorsam bzw. der Wille zur Zusammenarbeit, den Dino und Bonny zeigen. Als Mitlaufhund dürfte so ein Rassemix sicher wieder einziehen, wenn die Kapazitäten dafür vorhanden sind - aber als "Haupthund" eher nicht.


    Ich bin so oder so den Schäferhundartigen verfallen, also ist eh klar, dass hier immer irgendwas aus der Richtung rumwuseln wird. Ob's wieder ein Mix oder doch ein Hund vom Züchter wird, lass ich mir noch offen. Aktuell bin ich mit 3 Hunden ja eh gut beschäftigt.

    Mit Dino hab ich die negativen und die positiven Seiten eines Schäferhunds bzw. -mixes kennen und schätzen gelernt. Masha hat mir gezeigt, dass mir eher eigenständige Hunde nicht sooo sehr liegen, und Bonny ist vom Wesen her eh alles, aber kein Schäferhund |)

    Also 1. Stock ohne Aufzug find ich jetzt nicht soooo dramatisch, was den Alltag angeht.

    Zumal es ja noch mittelgroße Hunde gibt - so ungefähr 45 bis 50 cm. Mein Dino ist mit 48 cm und 15-16 kg nicht klein, aber auch nicht besonders groß und kann im Notfall auch mal getragen werden.

    Klar, wenn man nun doch nen 30 kg Hund hat, der nach einer OP o. Ä. die Treppe hochgetragen werden muss, sieht das evtl anders aus - aber für die Akutphase direkt nach der OP, wenn der Hund noch völlig auf Droge ist, kann man sich ja sicher kurz nen Nachbarn schnappen, der mitanpackt.

    Ansonsten: schau dich um, welche Hunde dir auf den Websites der TSV spontan zusagen. Les dir die Beschreibungen durch, informier dich über die evtl. angegebenen Rassen und dann wird sich so nach und nach rauskristallisieren, was für ein Typ Hund für dich "stimmig" ist. Heißt nicht, dass es unbedingt passen muss, aber das dürfte dir die Suche schon mal erleichtern.

    Ich trete inzwischen alles weg, was angerannt kommt und sich anders nicht stoppen lässt.

    Ich habe durchaus Verständnis bei dem, was euch zugestoßen ist. Keiner möchte so etwas. Gewalt sollte aber trotzdem die ultima ratio bleiben.

    Ich werde mich bestimmt irren, aber das Treten geht hier in der Diskussion ein wenig zu locker von den Lippen. Ich bin nicht grundsätzlich dagegen, weil ich selber weiß, dass es sogar mir passieren könnte. Mich irritiert hier die Selbstverständlichkeit, mit der man über Gewalt redet.

    Weil man halt nach x beschissenen Hundebegegnungen kein Verständnis und keine Geduld mehr für hirnlose Hundehalter übrig hat. Deshalb geht mir und anderen das so locker über die Lippen. So traurig es ist, viele Hundehalter sehen "Bitte behalten Sie Ihren Hund bei sich" eher als nette Empfehlung denn als Anweisung. Da wird häufig erst ein "Behalten Sie Ihren Köter bei sich oder der lernt fliegen" so wirklich wahrgenommen. Ich hab leider selbst oft genug erlebt, dass ich nur ernst genommen wurde, wenn ich laut und unfreundlich wurde. :/

    Weisst du, das Ding ist, mein Rüde ist gefährlich und würde ohne Maulkorb definitiv auch den anderen Hund beißen. Ich trete die Fremdhunde also nicht nur weg, um meinen Hund zu schützen, sondern auch, um die Hunde davor zu schützen, von meinem Hund gebissen zu werden.

    Ich versteh, dass man das seltsam findet, dass hier so lockerflockig von "Hunde wegtreten" gesprochen wird, aber da stecken halt auch unzählige blöde Erfahrungswerte dahinter. Irgendwann resigniert man einfach.

    Und sollte mir mein eigener Hund abhauen und einen anderen angreifen, dann würde ich auch nicht auf die Idee kommen, dem anderen HH einen Vorwurf zu machen, wenn der sich wehrt.

    Sollte der Eindruck entstanden sein, dass die Aussies von meinem Hund angegriffen wurden und sich gewehrt haben, dann ist es nicht so. Einmal war er Opfer von Ressourcen-Verteidigung, weil er am falschen Ort zur falschen Zeit vorbei ist. Und Bälle sind ihm vollkommen egal, also hat er den auch nicht haben wollen. Das zweite Mal war er vermutlich der dritte Hund und somit der eine zu viel. Beide Male aus dem Hinterhalt. Hätte ich da die Hunde treten sollen? Noch dazu wurden die Besitzerinnen noch pampig. Sicher in einer Zeit der Gleichberechtigung hätte ich ihnen auch eine pfeffern können. Stattdessen habe ich gesagt, dass jeder weiß, dass man Gremlins nicht mit Wasser in Kontakt bringen sollte, was am Rhein sogar Sinn ergibt.

    Klar habe ich leicht reden, weil mein Hund ein Kuschelbär ist. Sein Fell hat ihn das eine oder andere mal vor Wunden geschützt.

    Du, es geht mir konkret darum, dass ich mit meinem angeleinten, mit Maulkorb gesicherten Hund unterwegs bin und ein freilaufender Hund mit deutlicher Angriffsabsicht auf uns zugewalzt kommt. Wenn der sich durch lautes "Hau ab!" und andere Maßnahmen zur Abwehr (zB Ausfallschritt) nicht vertreiben lässt, ja, dann trete ich zu - um meinen Hund und mich selbst zu schützen!

    Wenn mein Hund frei läuft und ein anderer Hund auf ihn zukommt, es dann zu einer Beißerei kommt, dann ist das was völlig anderes!

    Es geht mir explizit um die Situationen, in denen mein Hund bei mir ist und ein anderer Hund in unseren Tanzbereich eindringt, mit der deutlichen Absicht meinen Hund angreifen oder anderweitig belästigen zu wollen.

    Und wenn sich der andere HH dann darüber aufregt, dass ich seinen Hund getreten habe, weil er sich nicht durch Lautwerden und eindeutige Körpersprache verjagen ließ: das ist mir sooooowas von egal. Der andere HH hat dafür zu sorgen, dass sein Hund niemand anderen belästigt. Wenn der HH das nicht gewährleisten kann und Hund genauso merkbefreit ist wie der Halter, dann gibt's halt körperlich spürbare Auswirkungen. Punkt. Notfalls darf der andere HH sich dann auch gerne noch von der dazugerufenen Polizei erklären lassen, dass er seinen Hund unter Kontrolle zu haben hat. =)