Beiträge von Karpatenköter

    "Heilmittel ohne Skalpell" wäre wohl eine Bestrahlungstherapie oder Chemo, ich glaube da kann @Vakuole was dazu sagen. Ich weiß aber nicht, ob der Tumor deines Hundes damit überhaupt noch behandelt werden kann - davon ab ist die Therapie sehr, sehr teuer.

    Ich würde mich wohl gegen die OP entscheiden. Man könnte den Hund zwar noch in der OP gehen lassen, falls Komplikationen auftreten sollten oder der Hund zu schwach für eine OP ist, aber ob du und dein Hund mit Kotinkontinenz leben können, das weißt du nur du.

    Schlussendlich kennst du deinen Hund am besten. Hätte er trotz Kotinkontinenz noch ein gutes Maß an Lebensqualität? Dann würde ich mich für die OP entscheiden.

    :streichel: Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit und deinem Hund noch möglichst viele schöne, schmerzfreie Zeit.

    Oder es läuft ganz anders bei dir — am würdest du hier im Forum fragen, du bekämst tausend Antworten von Leuten, die überrascht waren, dass sie plötzlich Pudel schön fanden oder sich IGP Sport vorstellen können.

    *meld* :ugly:

    Ich im Oktober 2018, als ich überlegt habe, welchen Hund ich eigentlich möchte:

    "Hm. Schäferhunde fand ich ja schon immer cool. Aber die brauchen so viel Beschäftigung (hallo Falschannahme), ob ich das leisten kann? Nee. Erstmal irgendwas einfaches, das Sport nicht unbedingt braucht...n älterer Tierschutzhund vielleicht?"

    Ich heute, anderthalb Jahre, div. Mantrailing-Stunden und Social Walks später:

    "Boah, Hundesport macht voll Bock, ich will MEEEEEHR. Wieso ist das Rettungshundetraining schon zu Ende, ich hatte grad sooo viel Spaß... Mhm, vielleicht sollte ich auch mal in IGP und Obedience reinschnuppern..."

    Ich bin auch der Ansicht, dass man viele viele Dinge erstmal ausprobieren muss, um überhaupt zu wissen, ob man Spaß daran hat oder im Fall der Hundeanschaffung überhaupt diszipliniert genug ist, um wirklich jeden Tag min. 3x mit dem Hund rauszugehen und was zu machen.

    Das war bei mir am Anfang die große Frage. Ich wollte als Kind schon immer einen Hund haben, aber Mutti hat das immer mit "Nö, die Arbeit bleibt doch eh an mir hängen" abgewürgt. Weil - ja, die Arbeit, die Kaninchen, Katzen und Co. gemacht haben, blieb tatsächlich an ihr hängen. Mit zunehmendem Alter hab ich dann aber mehr und mehr Verantwortung für die Haustiere übernommen, bin z. B. mit meinen Ratten selbständig zum TA gefahren (aufm 25 km/h-Roller... :ugly:) usw.

    Inzwischen denkt meine Mum sogar, dass mir ein Hund als Teenager doch gut getan hätte und ich vielleicht nicht in so ein tiefes Loch gefallen wäre. Zu Katzen, Kaninchen und Co. hab ich schlichtweg nie so einen Draht aufbauen können wie zu meinen Hunden - weil ich mit Hunden einfach deutlich mehr machen kann.

    Hätte ich den Schritt zur Hundehaltung damals nicht gewagt, ... ich glaube, ich wär nicht so zufrieden und ausgeglichen wie ich es jetzt bin.

    ...okay, da hab ich jetzt sehr weit ausgeholt :ops: Aber ich glaube, man weiß, was ich meine. Hoffe ich. :ugly:

    Bonny und ich hatten heute eine bemerkenswerte Begegnung beim TA ... :ugly:

    Wegen Corona dürfen nur ein paar Leute gleichzeitig im Wartezimmer sein. Ich warte aus Prinzip lieber draußen, mach also kurz die Tür zur Praxis auf und melde mich mit "Hallo, Herr soundso mit Hündin Bonny zum Organcheck" an. Bonny ist von der neuen Umgebung etwas überwältigt und steht mit dem Hintern zum Praxiseingang rum und beguckt die Gegend.

    Gerade als ich die Tür wieder zuziehen und uns ein schönes Plätzchen zum warten suchen will, seh ich, dass direkt neben der Tür eine schwarze Schäferhündin liegt, die sehr neugierig an Bonny schnüffelt. Kurz über den hübschen Hund gefreut, mit "Bis gleich" temporär von der Sprechstundenhilfe verabschiedet und dann auf einem Baumstumpf am Wegrand Platz genommen.

    Zwanzig Minuten später kommt der Herr mit der Schäferhündin raus. Ich ziehe Bonny zwischen meine Beine, damit sie nicht einfach hinrennt... der Herr sagt zu seiner Schäferine recht fröhlich "Sei nett zu dem ... oder zu der?", als er auf unserer Höhe ist und fragt kurz darauf, ob ich da einen Rüden oder eine Hündin an der Leine habe.

    "Eine alte Hündin."

    Er: "Oh, na das ist ja interessant. Normalerweise will meine andere Hündinnen immer plattmachen. Ist Ihre kastriert?"

    ... :emoticons_look: Wie gut, dass wir eh vor der Tierarztpraxis sitzen - wenn die Schäferine auf Bonny losgegangen wäre, hätten wirs immerhin nicht weit und die Personalien des Halters gehabt :fear:|)

    Zum Glück wurden wir kurz darauf aufgerufen und die Schäferhündin, die seit der zweiten Läufigkeit andere Hündinnen nicht mehr mag, wurde ins Auto geladen.

    Leute gibts :ugly:

    Wir geben die Daumen für Bonny erstmal wieder frei - die kleine Omi ist lt. Ersteindruck von der Tierärztin kerngesund.

    Lediglich die Temperatur war/ist leicht erhöht, das kann ein Infekt sein, kann aber auch von der Aufregung kommen.

    Herz, Lunge und Co. hören sich super an, absolut frei, schön regelmäßig etc.

    Schmerzen hat Bonny offensichtlich auch keine. Wir geben jetzt aber trotzdem mal einen Entzündungshemmer über die nächsten Tage und ich mess später, wenn wir daheim sind, noch mal die Temperatur.

    Dafür drücken wir jetzt bei allen Sorgenkindern und Notfellen mit.