Beiträge von Karpatenköter

    Mantrailing wäre vielleicht sein Ding. Er ist Weltmeister im Finden von Sachen, die niemand finden soll... z.B. benutzte Kondome, volle Pampers und alle sonstigen unappetitlichen Hinterlassenschaften.

    Ich enttäusche nur ungerne, aber das hat genau null mit Mantrailing zu tun. Beim Mantrailing wird eine (gezielt) versteckte/"vermisste" Person gesucht. Da müsste er also auch Maulkorb tragen UND gut im Gehorsam stehen - weil er mit Menschen arbeiten muss, die sich eben auch mal unberechenbar verhalten, sich zu schnell bewegen, verschwitzt riechen ... glaub mir, da kommt es überhaupt nicht gut an, wenn der Hund auf einmal im Ärmel der VP hängt.

    Gut im Gehorsam stehen tut er deinen Schilderungen nach ja offensichtlich nicht. Dementsprechend würde ich großen Abstand vom MT nehmen und mit dem Hund erstmal

    a) an meiner eigenen Einstellung arbeiten - nicht euer Umfeld ist schuld an euren Problemen, der Vermehrer/Züchter auch nicht, alle anderen Hundesportler auch nicht, sondern schlicht und alleine ihr!

    b) einen gescheiten Trainer aufsuchen und gezielt mit dem Hund arbeiten

    oder

    c) den Hund verdammt nochmal endlich in vernünftige, fähige Hände geben und aufhören, die Schuld aufs Umfeld abwälzen zu wollen.

    warum ist sie im Freilauf plötzlich auch so ätzend?

    Meine Vermutung: weil sie gelernt hat, dass Angriff die beste Verteidigung ist. Weil sie nicht auf die Idee kommt, dass sie auch gar nicht erst hingehen muss und den Konflikt einfach meiden könnte. Sie will sich die Hunde vom Leib halten und sucht sich dafür eben ihre eigene, nicht unbedingt "nette" Lösung.

    Mein fünfjähriger Rüde ist auch so drauf. Auch Leinenpöbler; war er im Freilauf, schoss er auch auf andere Hunde zu und kippte dann ins Stressverhalten. Entweder fight oder fiddle about. Das haben wir inzwischen gut in den Griff bekommen und er kommt zuverlässig zurück bzw. bleibt stehen und lässt sich anleinen, wenn wir einen fremden Hund sichten. Ich leine lieber einmal zu oft an als einmal zu wenig und vermeide grundsätzlich den Kontakt zu fremden Hunden.

    Hundekontakt gibt es für ihn nur mit gut einschätzbaren Hunden von Freunden oder DFlern.

    Mein Vorschlag für die nächste Zeit: Hund nicht frei laufen lassen bzw. ne Schlepp dran, einen guten Abruf oder einen Notstop etablieren (z. B. ein bombenfestes Sitz oder Platz...) und darauf achten, dass Jessa nicht auf die Idee kommt, sie müsste das Problem jetzt lösen gehen. Eben indem du sie mit der Schlepp bei dir behältst und ihr nicht die Chance gibst, das Problem selbst zu lösen, sondern ihr zeigst, dass ihr jetzt einfach weggeht und der andere Hund definitiv nicht zu euch kommt.

    Du hast dir schon den richtigen Plan zurechtgelegt. Leinenpöbelei in den Griff kriegen und dann am Freilauf-Pöbel-Problem arbeiten.

    Bei mir wäre Jessa in der nächsten Zeit dauerhaft an der Schlepp (oder Flexi) und würde nur da freilaufen (mit schleppender Schlepp), wo ich fremde Hunde vor ihr sehen kann. Und dann gibt's auch kein übliches Freilaufbummeln, sondern ihr übt den Abruf, den Notstopp ... was auch immer.

    Zusätzlich würde ich auch ein paar Einzelstunden bei einem Trainer in Anspruch nehmen. Dino und mir hilft es auch wahnsinnig, dass wir grob alle 2 Wochen eine Einzelstunde haben und die Elemente, die wir in den letzten ~3 Monaten gelernt haben, regelmäßig wiederholen, die Trainerin draufschauen lassen usw.

    Wir alle - also Hund, Trainerin und ich - haben einen Mordsspaß dran, auch weil die Chemie stimmt und man sich gut versteht. Das ist (neben der entsprechenden Kompetenz) ein Muss, finde ich.

    Das beste Training bringt nichts, wenn man sich nicht auf den Trainer einlassen kann. Geht jedenfalls mir so.

    Ich drück dir und Jessa die Daumen, dass ihr das in den Griff bekommt! :bindafür:

    Bezüglich Schmerzmittel seh ich das wie ihr - die Schmerzmittel kommen demnächst wieder in den Hund. Es schadet ihr nicht und im Gegensatz zu Metacam gibt's mit Previcox ja auch einen spürbaren, positiven Unterschied.

    Librela hatte ich am Freitag mal bei ihr angesprochen, davon hat sie noch gar nichts gehört. Vielleicht hat sie sich ja ein bisschen darüber belesen, ansonsten sag ich übermorgen mal, dass ich das gern ausprobieren würde, ob das möglich wäre... gleiches mit dem Anabolika.

    Magnesium merk ich mir auch mal! Das kommt auch auf die Liste.

    Ich war ja am Freitag wieder mit Masha bei unserer Physiotherapeutin. Auf dem UWL hat sie sich wacker geschlagen und sichtlich Spaß daran gehabt... unsere Physio hält aber nicht so viel davon, dass Masha nun dauerhaft Previcox bekommen soll und meinte, wir sollen das jetzt mal ne Woche lang weglassen und dann will sie am Freitag gucken, wie Masha läuft ...

    Ja, was soll ich sagen? Masha läuft beschissen... :verzweifelt: Sie lässt den Kopf wieder öfter hängen, schlurft mir wieder hinterher, anstatt auch mal vorzulaufen und so weiter. Diesen Freitag sind wir wieder da, ich hoffe, dass unsere Physio dann einsieht, dass es Masha mit Previcox definitiv besser geht und das nicht nur phasenweise, sondern ohne Kompromisse dauerhaft bekommen sollte.

    Wir schauen jetzt mal, dass wir mit den nächsten 7 Terminen UWL wieder die Muskeln etwas aufgebaut bekommen. Leider hats Ömchen auch schon im Schulterbereich an Muskulatur verloren. Eventuell können wir mit Cartrophen und Anabolika noch was rauskitzeln, aber ich denk immer öfter über die Möglichkeit nach, dass Masha zum Ende des Jahres hin vielleicht gar nicht mehr bei uns ist ... :/:tropf:

    So geht es ihr ja gut, sie nimmt am Leben teil, frisst wie ein Scheunendrescher und kann auch noch blödeln - aber das bringt ja alles nichts, wenn sie irgendwann nicht mehr selbständig aufstehen kann. Je älter sie wird, desto schwieriger wird ja der Muskelaufbau und -erhalt...

    Ach mann. Irgendwie blöde.

    Mich würde mal interessieren ob eure Hunde mit euch kuscheln und dieses auch sichtbar genießen. Also wirklich eng bei euch, oder sogar auf euch liegen, und in den Schlaf gekrault werden.

    Dino definitiv, der ist ein richtiger Schmusehund. Ich glaube, ohne regelmäßiges Kuscheln würde er sich ungeliebt vorkommen |) Der braucht das auch nach stressigen/anstrengenden Tagen, um abzuschalten.

    Von Fremden lässt er sich überhaupt nicht anfassen, das ist ihm nicht geheuer. Das Verkuschelte beschränkt sich explizit auf mich und seine vorherigen Besitzer. Wenn wir bei denen zu Besuch sind, bin ich oft erstmal abgemeldet :lol: Nur wenn er dann müde wird, kommt er zu mir.

    Bonny ist nicht so der Kuschelhund. Die lässt sich zwischendurch gerne mal streicheln, inzwischen schmeißt sie sich auch manchmal hin und lässt sich den Bauch kraulen. Aber wirklich kuscheln ... nee, das ist bei ihr nicht drin.

    Masha ist so'n Zwischending. Wenn sie will, dann betreibt sie hin und wieder mal Kontaktliegen, aber auch sie ist nicht annähernd so verschmust wie Dino. Die lässt sich lieber den dicken Bauch kraulen, anstatt mit unter die Decke zu kriechen oder den Schoßhund zu mimen.

    Sie dockt auch mal bei ihren Tierärzten an, um ein paar Streicheleinheiten abzukriegen, lässt sich auch mal von Freunden durchknuddeln.

    Welche Rasse hat euer Hund?

    Dino ist lt. Gentest (dem man nicht soo viel Glauben schenken sollte) ein Schäferhund-Herdenschutzhund-Senfhund-Mix, Bonny vermutlich Schäferhund-Dackel und Masha ist ebenfalls ein Schäferhundmix.

    Habt ihr den Hund seitdem er ein Welpe ist?

    Nein. Alle kamen als erwachsene Hunde aus dem Tierschutz zu mir. Dino und Bonny waren schon in DE, Masha kam mehr oder weniger als Direktimport zu mir.

    Hat euer Hund schon immer mit euch gekuschelt, oder hat sich hier mit dem Alter etwas verändert?

    Dino war von Anfang an sehr verkuschelt. Der hat sich am Einzugstag kurz in der Wohnung umgeschaut und hat sich dann zu mir und meinem Ersthund aufs Sofa gesetzt. Plopp, bitte einmal bekuscheln, dankeschön.

    Bonny hat immer noch Angst vor Männern, mich fand sie am Anfang auch eher semi-gruselig. Ich hab ihr Zeit gelassen und sie nicht bedrängt. So nach einem halben Jahr ließ sie sich mal kurz streicheln, inzwischen ist sie ja fast 1,5 Jahre bei mir und kann das Streicheln auch richtig genießen. Am liebsten hat sie es hinter den Ohren und am hinteren Rücken, da tippelt sie dann immer genießerisch von einer Hinterpfote auf die andere.

    Masha hat am Anfang eher Distanz gehalten, ließ sich aber auch streicheln. Mit der Zeit (sie lebt seit November 2020 bei mir) hat sie dann auch gemerkt, dass sie auch selbst Streicheleinheiten fordern darf und schmust sich zur Begrüßung auch gerne wie eine Katze an meinen Beinen entlang.

    Will sie gestreichelt werden, reibt sie ihren Kopf an mir oder lehnt sich gleich an. Und wenn man aufhört, ihr die Wampe zu kraulen, wird man nachdrücklich mit der Pfote angetatzt, damit man doch bitte weitermacht. :pfeif:

    Sind eure Hunde immer zum Kuscheln bereit, oder nur in bestimmten Situationen oder zu bestimmten Tageszeiten?

    Dino nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um mit mir zu kuscheln. Setz ich mich aufs Sofa, kommt er dazu und kuschelt sich an. Und wenns dann ins Bett geht, kommt er auch mit und möchte unter die Bettdecke. Da rollt er sich dann an mich gedrückt ein :herzen1: Oder kuschelt sich in meinen Arm. Es kommt ganz selten vor, dass er nicht bei mir im Bett schläft, meistens ist ihm dann einfach zu warm.

    Er war ja von Anfang an sehr verkuschelt, aber dass er mit unter die Bettdecke will, kam erst mit dem Umzug ins Haus. Vielleicht liegts auch am Alter, er ist ja jetzt grob 5 Jahre alt.

    Draußen steht er nicht so auf Kuscheln, außer wir sind schon eine Zeit lang im Garten. Dann gibt's auch durchaus mal eine Kuschelpause für den Dicken, aber die fällt längst nicht so innig aus wie im Haus. Bloß nicht die Fassade des coolen, unnahbaren Rüden bröckeln lassen |)

    Bonny ist definitiv nicht "allzeit bereit". Die kommt oft von selbst an, besonders dann, wenn ich eh gerade aufm Boden sitze.

    Gleiches für Masha, aber die kommt auch mal zum Kurzzeitkuscheln vorbei, wenn ich gerade im Garten herumwusel.

    Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich nur einen Hund habe, der so extrem verschmust ist. Wären alle drei so drauf, bräuchte ich definitv ein größeres Bett und mehr Hände zum Streicheln :lol:

    Ist schon ganz gut so, dass die zwei Omis nicht so aufs Kuscheln stehen. So bleibt mehr fürs Dinotier übrig.

    Gibt sicher Rassen, die eher zum Extremkuschler neigen als andere, aber schlussendlich ist es ja auch Charakter- und Erfahrungssache. Rassen mit dichtem/sehr warmem Fell sind vermutlich auch nicht so schmuseaffin wie kurzhaarige.

    Ich würde mir dafür ehrlich gesagt eine andere Trainerin suchen, vor allem eine, die nicht aversiv arbeitet. Das, was sie dir als Trainingsmethode verkauft, verschlimmert euer Problem nur und Ares verknüpft fremde Hunde mit "tut weh, ist doof". Also absolut das Gegenteil von dem, was du erreichen willst - und souverän ist das eben auch nicht.

    Bei Leinenpöblern kommt man mit Ruhe, souveränem Auftreten und netten Trainingsarten (Zeigen und Benennen, Click für Blick etc.) deutlich schneller deutlich weiter.

    Das Verhalten am Zaun kenn ich übrigens von der Nachbarsschäferhündin, bei ihr ist das definitiv Aggression. Wenn sie könnte, würde sie meine Hunde auch zerlegen :fear:

    Ich würde Ares künftig nur noch mit Schleppleine in den Garten lassen - als Absicherung - und dann darauf hinarbeiten, dass er den Labrador in Ruhe lässt. Das dauert, besonders wenn der Labbi eventuell noch Randale macht, aber es schont eure Nerven, wenn Hund einmal begriffen hat, dass Zaunpöbeln auch nicht erwünscht ist und es bei dir vieeeeel, viel cooler ist - schließlich gibt's bei dir Kekse, Streicheleinheiten (wenn er das als Belohnung sieht) und ganz viel Lob. :nicken:

    Auf die Art und Weise hat Dino auch gelernt, dass er nicht jedes Mal auf die Nachbarshunde reagieren muss und auch Masha verinnerlicht das allmählich.

    Füttert hier eigentlich jemand dieses Hills i/d (oder so) Gelenkfutter, irgendwas mit Mobility? Mashas Physio hat uns das vorgeschlagen und die Große durfte in der Praxis auch direkt probieren, die findet das Futter unheimlich gut :D Sie frisst ja eh alles, aber ich frag mich, ob das Futter wirklich so einen Unterschied macht, was ihre Knochenbaustellen angeht (HD, Arthrose etc. pp, die Liste unserer Verdachtsdiagnosen ist lang). Günstig ist das ja nun nicht und bevor ich so viel Geld für einen Sack Futter ausgebe, hör ich mich lieber mal um.

    Ist das J/D und ja, einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert!

    Hat auch eine sehr gute Werte für Senioren.

    Nimm auf jeden Fall direkt das j/d (Joint Care) und nicht das normale Healthy Mobility.

    Olay, danke für die Rückmeldung :D

    Aktuell ist die Futtertonne der Omis noch gut gefüllt, aber wenn der Vorrat zur Neige geht, werd ich wohl mal einen Probesack davon holen.