Ich sag auch: lass es.
Zum einen, weil Mitleid ein verdammt schlechter Ratgeber ist. Ebenso der Gedanke des "Rettenwollens". Dazu gehört viel viel mehr als nur "einpacken und mitnehmen". Wie schon geschrieben umfasst "retten" auch, dass man sich bedingungslos auf die Probleme und Macken des Hundes einstellt, ohne Erwartungen rangeht usw.
Zum anderen, weil du eigentlich einen netten Mitlaufhund ohne Baustellen suchst, und von dem was du schreibst, glaube ich eher nicht, dass dieser Hund eben genau das erfüllen KANN.
Ich hab auch mal eine Hündin aus Mitleid gekauft, weil die Umstände in ihrem ersten Zuhause einfach Bockmist waren. Die kannte nix außer dem Garten, in dem sie die meiste Zeit verbracht hat - Halsband und Leine hat sie erst gesehen, als ich sie dann ins Auto geladen habe. Nun ist ein Schäferhund natürlich ein anderes Kaliber als ein Pom-Chi-Mix - aber glaub mir, ein Hund, der nicht ohne Unterstützung zur Ruhe kommt und permanent unter Strom steht, ist verdammt anstrengend. Mit Trainer, Verhaltenstierarzt und Co. mag das gehen, aber willst du dir das wirklich aufbürden? Wirklich-wirklich? Kannst und willst du deinen Alltag im allerschlimmsten Fall komplett um den Hund herum bauen?
Schlussendlich haben sowohl die Hündin als auch mein Rüde und ich unter der Situation so gelitten, dass der einzige Ausweg die Abgabe der Hündin ins Tierheim war.
Und wenn du dich vom Gedanken des Rettenwollens nicht lösen kannst, dann wäre das auch mein Vorschlag: bring den Hund zu Leuten, wo er vernünftig vermittelt wird und auch erstmal runterfahren kann. Also ins Tierheim. Denn bei dem aktuellen Run auf Hunde wird der sicher bald wieder das Zuhause wechseln - und dann nach wenigen Wochen wieder abgegeben werden, da beginnt der Teufelskreis dann erneut.