Ich hab drei Hunde, einen intakten Rüden (5 Jahre alt) und zwei kastrierte Hündinnen (11,5 und 13). Alles Schäferhundmixe...
Ob es Krach gibt oder nicht, hängt am Ende auch von dir als Halter ab. Wenn du von Anfang an klare Regeln aufstellst, den Hunden nicht die Ressourcenverwaltung überlässt, sondern direkt selbst verwaltest, senkst du das Konfliktpotential in die Richtung.
Es lässt sich (als Ottonormalhundehalter) nicht vermeiden, dass es doch mal zu Zankereien kommt. Das ist mMn normal und gehört einfach dazu, wir Menschen haben uns ja auch mal wegen irgendwas in den Haaren.
Ob man die Hunde dann auch zusammen alleine lassen kann, kommt sehr auf den Charakter der Hunde an, da kann man gar nicht pauschalisieren.
Meine Hunde sind nach einer mehrwöchigen Eingewöhnungsphase, in der ich sehr viel beobachtet habe, immer zusammen alleine. Da gab es bisher nie Probleme - die verschlafen meine Abwesenheit meistens sowieso.
Und ob du überhaupt regulierend eingreifen musst, ist auch sehr von den Hunden selbst abhängig.
Als Bonny dazu kam, gab es quasi null Probleme zwischen ihr und Dino. Das liegt aber daran, dass Bonny grundsätzlich einfach nur lieb ist, Konflikten aus dem Weg geht und lieber nachgibt, wenns drauf ankommt. Das hätte bei einem Hund, der das aktiv ausnutzt, aber auch nach hinten losgehen können.
Ressourcen waren bei den beiden überhaupt kein Thema. Wenn ich gerade Bonny streichel und Dino will sich dazwischen schieben, wird er weggeschickt - und darf dann zu mir kommen, wenn Bonny genug hat. Oder wenn ich ihn zu mir einlade.
Zwischen den beiden klappt das ganz wunderbar.
Anders war es, als Masha zu Dino und Bonny dazu kam. Da war Dino dann ressourcentechnisch garstiger und es hat am Anfang auch ein paar Mal geknallt, weil Masha zB an den Wassernapf im Flur wollte - Dino stand da aber grad in der Nähe, fand das doof und dann hats halt geknallt.
War blöd, passiert aber in der ersten Zeit einfach. Das gehört ein Stück weit dazu.
Selbstverständlich hab ich dann auch viel reguliert und dafür gesorgt, dass jeder beim Fressen seine Ruhe hat, nicht belästigt wird und z. B. auch "Einzelzeit" mit mir verbringen kann.
Masha wohnt jetzt seit rund einem halben Jahr bei uns und es ist schon wesentlich entspannter. Dino und Masha liegen zusammen bei mir im Bett und keiner motzt. Masha brummt maximal genervt, wenn Dino ihr zu nahe kommt - das ist ganz normale Kommunikation und sie darf auch mitteilen, dass er ihr gerade zu sehr auf die Pelle rückt.
Meine Hunde lieben sich nicht und könnten sicher auch aufeinander verzichten. Abgesehen von Bonny, aber die braucht einfach einen Ersthund, an dem sie sich orientieren kann. Sie leben miteinander im gleichen Haus, bis auf ein bisschen toben im Garten, zusammen an der gleichen Stelle schnüffeln oder in der Nähe des anderen rumliegen machen sie nicht viel zusammen.
Es gibt sicher Hundepaare oder -gruppen, die sich wirklich gern haben und auch regelmäßig miteinander kuscheln. Das kommt mMn aber eher selten vor, gerade bei den ernsteren Rassen.
Ob sich deine zukünftigen Hündinnen gut miteinander verstehen, kann dir jetzt niemand sagen. Weil niemand weiß, wie Hündin A mal ticken könnte.
Geh es langsam an. Lass Hündin A erstmal groß werden, etwas Erziehung genießen und wenns mit ihr gut läuft, kannst du über Hündin B nachdenken.