Blöd, was dir und Karl passiert ist. Mein Tipp: wenn die Leute sagen, ihrer tut nix - nimm die Beine in die Hand. Denn meistens tun die Hunde eben doch was, hören dafür aber nicht. Das sind dann Tutwas-Hörtnixe 
Wenn du Karl Kontakte ermöglichen willst, würde ich mich gezielt mit anderen, netten Hunden treffen. Das geht entweder über lokale Facebookgruppen oder über Verabredungen im DF. Davon haben du und Karl auch mehr, weil die Halter aus dem DF ihre Hunde idR sehr gut einschätzen können und auch regulierend eingreifen, wenn's nötig wird.
Hab mich auch schon öfter mit Leuten aus dem DF getroffen und es war jedes Mal absolut entspannt und schön 
Können zwei fremde Rüden (oder auch Hündinnen) miteinander klarkommen oder kommt da zwangsläufig ein Kampf zustande?
Grundsätzlich: ja. Aber es kommt zum einen auf die Rasse und dann noch auf den Charakter des Hundes an.
Eher ernste Rassen wie Schäferhunde zum Beispiel können gut und gerne auf gleichgeschlechtliche Artgenossen verzichten. Das ist bei dieser Rasse eine Eigenschaft, mit der man rechnen muss.
Nicht ganz so ernste Rassen wie der Labrador zeigen die Eigenschaft nicht ganz so häufig, aber auch da kann es nicht ausgeschlossen werden, dass ein Labbi-Rüde andere Rüden überflüssig findet.
Ich hab hier Schäfi-Mixe mit verschiedenen Anteilen sitzen. Dackel, Herdenschutzhund, bisschen Beagle ... ist quasi alles mögliche mit drin, aber den Schäferhund können alle drei nicht leugnen.
Der Rüde (DSH-HSH-Senfhund) kommt mit Hündinnen grundsätzlich gut klar, bei Rüden entscheidet die Sympathie. Mit intakten/geschlechtsreifen Rüden kann es manchmal knallen, da muss ich dann gut aufpassen und ggf. mit Maulkorb sichern - hatten wir bisher aber nur einmal und nach gemeinsamen Spaziergängen mit angeleiteter Interaktion konnten die Rüden auch recht entspannt zusammen an der gleichen Stelle schnüffeln.
Er geht Konflikten lieber aus dem Weg und checkt den anderen Hund erstmal ab. Dann kommt entweder ein Spielangebot, wenn der andere Hund sympathisch wirkt oder er trollt sich, weil der andere Hund ihm schon deutlich macht, dass der keinen Bock hat.
Die kleine Hündin (DSH-Dackel oder Corgi) ist grundsätzlich nett und kommt mit allen Hunden klar. Die will aber auch keinen Stress und ist zu nett, um selbst Ansagen zu machen, da muss ich sie dann manchmal beschützen. Meistens sagt sie kurz Hallo, wenn sie darf (freundliches Wedeln, entspannte Körperhaltung, höfliches an der Lefze schnüffeln - oder am Hintern, wenn der andere Hund das zulässt) und geht dann wieder. Die interagiert eher wenig mit Hunden und läuft einfach mit. Auf ein Spiel lässt sie sich extrem selten ein - wenn, dann nur bei meinem Rüden, der sich ihr dann anpasst und sehr nett mit ihr umgeht.
Die große Oma (Schäferhund x unbekannt) ist anderen Hunden gegenüber ignorant. Die guckt vielleicht mal, wen sie da vor sich hat, interessiert sich aber eher nicht so für andere Hunde und macht dann ihr Ding. Wenn ein Hund zu aufdringlich wird, kommuniziert sie das sehr deutlich und hat dann meistens auch ihre Ruhe.
Wir treffen uns regelmäßig mit Hündinnen und Rüden von befreundeten Haltern und da gab es bisher nie Probleme. Ich weiß aber auch in etwa, mit welcher Art von Charakter meine Hunde zurecht kommen und "such" mir die Kontakte dann meistens schon danach aus.
Der Rüde spielt gerne - also sind ähnlich gepolte, aufgeschlossene Hunde in Ordnung.
Die beiden Omas haben lieber ihre Ruhe, da sind dann auch eher ängstliche oder aufgeregte Hunde gut aufgehoben, weil die dann lernen, dass nicht jeder Hund etwas von ihnen will und Hundebegegnungen nicht immer Action bedeuten.
Wie ist das bei euren Hunden? Geht gleichgeschlechtig gar nicht? Wie kann man dann in einer Gruppe spazieren gehen?
Siehe oben, was Geschlechter angeht.
Wenn wir einen neuen Hund kennen lernen, nehm ich grundsätzlich nicht alle drei auf einmal mit. Je nachdem, wie der andere Hund drauf ist, nehm ich entweder den Rüden oder eine der Omas mit. Und dann gehen wir erstmal ein Stück zusammen, die Hunde bleiben dabei an der Leine. Die schnüffeln dann ein Stück vor sich hin und wenn der andere Halter damit einverstanden ist, werden die Hunde abgeleint. Wir bleiben dabei in Bewegung - das vermindert die Konfliktgefahr und senkt bei allen Beteiligten den Stress. Wenn man nämlich nur auf einer Wiese rumsteht und sich nicht als Gruppe bewegt, ist das für manche Hunde ziemlich stressig und das Konfliktpotential steigt.
Die Interaktion der Hunde wird dann natürlich weiterhin beobachtet. Übertreibt einer, wird abgerufen und es gibt eine Pause an der Leine. Meistens ist das aber gar nicht nötig, weil die Hunde irgendwann entspannt nebeneinander herlaufen und zusammen die Gegend erkunden.
Ich würde dir empfehlen, dich wirklich mal mit Haltern aus dem DF zu treffen. Viele sind wirklich ganz nett und man kann wunderbar gemeinsam spazieren gehen, die Hunde sind auch ganz oft einfach nur zauberhaft und dann ist auch der Mensch nach so einem Spaziergeh-Treff glücklich. 