Beiträge von Karpatenköter

    Tierheim-Hunde sind einfach häufig schlecht mit Artgenossen, die sitzen da ja oft wegen Aggressionen.

    Zum fett markierten ... Öhm, nö. :ka:

    Ich hab hier einen Hund aus dem Tierheim (Bonny) und zwei aus dem Tierschutz, die kommen (bis auf bekannte Ausnahmen) gut mit Artgenossen zurecht. Ob der Hund vom Züchter oder aus dem Tierheim kommt, sagt nix über die Verträglichkeit aus.

    Viele Hunde aus Tierheimen und Tierschutzvereinen sind sogar ziemlich sozial und können (gezwungenermaßen) gut mit anderen Hunden. Das hast du ganz oft bei Hunden aus ausländischen Sheltern. Die leben da in riesigen Gruppen zusammen und müssen sich zwangsweise irgendwie arrangieren. Meistens kann man da drei Gruppen ausmachen:

    die, die verprügeln

    die, die verprügelt werden

    die paar Glücklichen, die es schaffen unterm Radar zu fliegen und zu keiner der Gruppen gehören.

    Die lieben natürlich nicht immer jeden Hund, aber sie können durch die Gruppenhaltung und (oft auch) ihre Straßenhund-Vergangenheit meistens unheimlich gut kommunizieren und kommen dadurch besser durch die Hundewelt. Genauso gibt's da aber auch Hunde, die einfach komplett auf Artgenossen verzichten können - sei es durch ihre Erfahrungen oder andere Gründe ...

    Was die (Un)Verträglichkeit betrifft, muss man sich als allererstes mal klar werden, was man da an der Leine hat.

    Ists ein Schäferhund? Dann wird der eher nicht verträglich sein. Ausnahmen gibt's durchaus.

    Ist es ein Labrador? Dann ist der höchstwahrscheinlich recht verträglich. Ausnahmen gibt's aber auch bei den Labbis.

    Das ist einfach ein Thema, bei dem man sich nicht vollends auf Pauschalaussagen verlassen kann und sollte. Natürlich gibt's sicher irgendwo den einen Blümchen-Schäferhund, der alle Artgenossen toll findet - aber das ist einfach super selten.

    Schwer zu sagen. Ich glaube, so pauschal kann man da gar nichts festlegen, das ist echt vom individuellen Charakter abhängig.

    Rüden haben sich vielleicht eher mal in den Haaren (Stichwort Kommentkampf), aber das ist wie mit Männern auch: die hauen sich gegenseitig eine runter, gehen danach ein Bier trinken und dann ists wieder gut.

    Hündinnen dagegen ... wenn die sich einmal richtig gekloppt haben, ist es gut möglich, dass die sich dann bis ans Lebensende hassen. Ich selbst habs bisher noch nie erlebt und kanns dir daher gar nicht bestätigen, auf Rüdenseite aber eben schon ...

    Mein Rüde hat sich mit dem Aussie-Rüden einer Freundin zwei Mal gekloppt. Da flog maximal Fell und Sabber, mehr war da nie - und trotzdem konnten sie bei gemeinsamen Spaziergängen auch nebeneinander laufen, ohne sich an die Gurgel zu gehen. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich quasi.

    Aber wenn man jetzt mal nicht von der Härte ausgeht, sondern nur von der Anzahl der Konflikte. Sind Hündinnen da nicht etwas besser dran?

    Du, es gibt mWn keine Statistik über die Kloppereien zwischen Hündinnen und Rüden. Es gibt super nette Hündinnen mit einer ewig langen Zündschnur (wie meine Bonny), es gibt aber auch Hündinnen, die Artgenossen schon scheisse finden, weil die einfach nur atmen. Es gibt da so viel Varianz, dass man gar nicht genau sagen kann "Hündinnen kloppen sich auf ein Leben hochgerechnet genau x Mal". Man kann immer nur Tendenzen beobachten.

    Glaubst du, dass Hündinnen etwas freundlicher sind? Wenn es zur Sache geht, geht es ordentlich zur Sache, aber es geht erfahrungsgemäß nicht so oft zur Sache. Kann das sein?

    Schwer zu sagen. Ich glaube, so pauschal kann man da gar nichts festlegen, das ist echt vom individuellen Charakter abhängig.

    Rüden haben sich vielleicht eher mal in den Haaren (Stichwort Kommentkampf), aber das ist wie mit Männern auch: die hauen sich gegenseitig eine runter, gehen danach ein Bier trinken und dann ists wieder gut.

    Hündinnen dagegen ... wenn die sich einmal richtig gekloppt haben, ist es gut möglich, dass die sich dann bis ans Lebensende hassen. Ich selbst habs bisher noch nie erlebt und kanns dir daher gar nicht bestätigen, auf Rüdenseite aber eben schon ...

    Mein Rüde hat sich mit dem Aussie-Rüden einer Freundin zwei Mal gekloppt. Da flog maximal Fell und Sabber, mehr war da nie - und trotzdem konnten sie bei gemeinsamen Spaziergängen auch nebeneinander laufen, ohne sich an die Gurgel zu gehen. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich quasi.

    Wenn ich Besuch habe oder zu Besuch bin, klär ich vorher ab, was gegessen wird. Entweder kocht man dann zusammen etwas, das alle essen oder man bestellt etwas.

    Ich bin jetzt auch keinem böse, wenn der den Lachs aus der Lachssuppe aussortiert - ich nehm das gerne :pfeif: Mehr für mich ...

    Was ich dagegen blöd finde, ist, wenn ich z. B. schon alles Nötige eingekauft habe und man dann doch lieber was anderes haben oder gar bestellen möchte. Da ärger ich mich dann schon ein bisschen - aber mei, dann koch ichs halt am nächsten Tag nur für mich. :ka:

    Ich bin da pragmatisch.

    Und wenn ich irgendwo eingeladen bin, wo ich nicht weiß, was es zu essen gibt, dann frag ich einfach höflich. Wenn dann Kleinigkeiten dabei sind, die ich sonst nicht so wirklich mag, ess ich die - gibt's aber z. B. Rosenkohl mit xyz, verzichte ich dankend auf den Rosenkohl.

    Allerdings probier ich auch gern Neues aus. Es gibt manche Dinge, die ich partout nicht essen werde, aber ich geb mir Mühe, offen für alles zu sein.

    Ich mag die Ausführungen von Phonhaus, die sind super :nicken:

    Wollt ich nur mal gesagt haben - ich selbst kann dazu nix weiter beitragen, weil die Hunde sich hier alle eher in Ruhe lassen und "Zwangsputzen" eher nicht vorkommt.

    Maximal nervt die Große die anderen beim Fressen, aber da hab ich den Daumen drauf. Die anderen Näpfe darf sie erst abchecken, wenn die jeweiligen Hunde freiwillig vom Napf weg sind - vorher darf sie da nicht dran und wird zur Not auf ihr Kissen geschickt.

    Beim Rüden weiß sie schon, dass sie es da gar nicht erst probieren muss, der warnt sehr deutlich und hat auch abgeschnappt, als sie es noch nicht verinnerlicht hatte. Die Kleine allerdings macht sofort Platz am Napf, wenn die Dicke drangeht und da bin ich dann gefragt, die Kleine soll schließlich in Ruhe fressen können, ohne dass die Dicke ihr die Hälfte ausm Napf klaut.

    Mehrhundhaltung ist schon eine Sache für sich, aber das Miteinander der Hunde ist einfach faszinierend zu beobachten. Ganz egal, ob die Hunde viel miteinander kuscheln oder eher nebenher leben.

    Letzteres ist hier der Fall und ich finds auch okay so.

    Kann auch in so einer Konstellation (wo Kontaktbestreben beiderseits vorhanden ist) trotzdem Konfliktpotenzial stecken?

    Ich persönlich denke eher nicht - kann aber sein, dass sich mit dem Erwachsenwerden durchaus Konfliktpotential einschleicht. Gerade bei Hunden ernsthafter Rassen würde mich das nicht wundern.

    Hei hei,

    ich suche momentan ein Geschirr, das so wenig und leicht wie möglich ist.

    Hintergrund: Juro trägt momentan noch oft Schleppleine, da wir noch nicht über die "ich renne zu Hunden hin"-Phase hinaus sind und auch weil ich den Jagdtrieb noch nicht zu 100% einschätzen kann.

    Es ist aber zu 99,99999% kein Zug auf dem Geschirr. Also natürlich der minimale Zug einer schleppenden Schleppleine, aber er ist jetzt keiner, der in die Leine springt oder zerrt wie wild. Auch in aufregenden Situationen nicht. Deswegen fände ich es ganz schön, wenn wir eine "so wenig Geschirr wie möglich"-Option finden, irgendwas ganz softes, leichtes, schnell trocknendes. Kennt da jemand etwas gutes? Oder gibt es sowas überhaupt?

    Ich hab da spontan an diese einfachen Geschirre von AniOne denken müssen. Die sind echt nur aus Gurtband, haben nur das Nötigste dran und lassen sich gut einstellen.

    Bonny trägt eins in orange, das trocknet mMn recht fix und sitzt auch bei ihrem langen Rücken ganz gut.

    Ganz so weich ist das aber nicht, müsstest du dir mal live angucken, ob das was für euch ist. Ich finds für die Omi auf alle Fälle in Ordnung, die zieht halt auch nicht und rennt selten in die Leine.

    Blöd, was dir und Karl passiert ist. Mein Tipp: wenn die Leute sagen, ihrer tut nix - nimm die Beine in die Hand. Denn meistens tun die Hunde eben doch was, hören dafür aber nicht. Das sind dann Tutwas-Hörtnixe =)

    Wenn du Karl Kontakte ermöglichen willst, würde ich mich gezielt mit anderen, netten Hunden treffen. Das geht entweder über lokale Facebookgruppen oder über Verabredungen im DF. Davon haben du und Karl auch mehr, weil die Halter aus dem DF ihre Hunde idR sehr gut einschätzen können und auch regulierend eingreifen, wenn's nötig wird.

    Hab mich auch schon öfter mit Leuten aus dem DF getroffen und es war jedes Mal absolut entspannt und schön =)

    Können zwei fremde Rüden (oder auch Hündinnen) miteinander klarkommen oder kommt da zwangsläufig ein Kampf zustande?

    Grundsätzlich: ja. Aber es kommt zum einen auf die Rasse und dann noch auf den Charakter des Hundes an.

    Eher ernste Rassen wie Schäferhunde zum Beispiel können gut und gerne auf gleichgeschlechtliche Artgenossen verzichten. Das ist bei dieser Rasse eine Eigenschaft, mit der man rechnen muss.

    Nicht ganz so ernste Rassen wie der Labrador zeigen die Eigenschaft nicht ganz so häufig, aber auch da kann es nicht ausgeschlossen werden, dass ein Labbi-Rüde andere Rüden überflüssig findet.

    Ich hab hier Schäfi-Mixe mit verschiedenen Anteilen sitzen. Dackel, Herdenschutzhund, bisschen Beagle ... ist quasi alles mögliche mit drin, aber den Schäferhund können alle drei nicht leugnen.

    Der Rüde (DSH-HSH-Senfhund) kommt mit Hündinnen grundsätzlich gut klar, bei Rüden entscheidet die Sympathie. Mit intakten/geschlechtsreifen Rüden kann es manchmal knallen, da muss ich dann gut aufpassen und ggf. mit Maulkorb sichern - hatten wir bisher aber nur einmal und nach gemeinsamen Spaziergängen mit angeleiteter Interaktion konnten die Rüden auch recht entspannt zusammen an der gleichen Stelle schnüffeln.

    Er geht Konflikten lieber aus dem Weg und checkt den anderen Hund erstmal ab. Dann kommt entweder ein Spielangebot, wenn der andere Hund sympathisch wirkt oder er trollt sich, weil der andere Hund ihm schon deutlich macht, dass der keinen Bock hat.

    Die kleine Hündin (DSH-Dackel oder Corgi) ist grundsätzlich nett und kommt mit allen Hunden klar. Die will aber auch keinen Stress und ist zu nett, um selbst Ansagen zu machen, da muss ich sie dann manchmal beschützen. Meistens sagt sie kurz Hallo, wenn sie darf (freundliches Wedeln, entspannte Körperhaltung, höfliches an der Lefze schnüffeln - oder am Hintern, wenn der andere Hund das zulässt) und geht dann wieder. Die interagiert eher wenig mit Hunden und läuft einfach mit. Auf ein Spiel lässt sie sich extrem selten ein - wenn, dann nur bei meinem Rüden, der sich ihr dann anpasst und sehr nett mit ihr umgeht.

    Die große Oma (Schäferhund x unbekannt) ist anderen Hunden gegenüber ignorant. Die guckt vielleicht mal, wen sie da vor sich hat, interessiert sich aber eher nicht so für andere Hunde und macht dann ihr Ding. Wenn ein Hund zu aufdringlich wird, kommuniziert sie das sehr deutlich und hat dann meistens auch ihre Ruhe.

    Wir treffen uns regelmäßig mit Hündinnen und Rüden von befreundeten Haltern und da gab es bisher nie Probleme. Ich weiß aber auch in etwa, mit welcher Art von Charakter meine Hunde zurecht kommen und "such" mir die Kontakte dann meistens schon danach aus.

    Der Rüde spielt gerne - also sind ähnlich gepolte, aufgeschlossene Hunde in Ordnung.

    Die beiden Omas haben lieber ihre Ruhe, da sind dann auch eher ängstliche oder aufgeregte Hunde gut aufgehoben, weil die dann lernen, dass nicht jeder Hund etwas von ihnen will und Hundebegegnungen nicht immer Action bedeuten.

    Wie ist das bei euren Hunden? Geht gleichgeschlechtig gar nicht? Wie kann man dann in einer Gruppe spazieren gehen?

    Siehe oben, was Geschlechter angeht.

    Wenn wir einen neuen Hund kennen lernen, nehm ich grundsätzlich nicht alle drei auf einmal mit. Je nachdem, wie der andere Hund drauf ist, nehm ich entweder den Rüden oder eine der Omas mit. Und dann gehen wir erstmal ein Stück zusammen, die Hunde bleiben dabei an der Leine. Die schnüffeln dann ein Stück vor sich hin und wenn der andere Halter damit einverstanden ist, werden die Hunde abgeleint. Wir bleiben dabei in Bewegung - das vermindert die Konfliktgefahr und senkt bei allen Beteiligten den Stress. Wenn man nämlich nur auf einer Wiese rumsteht und sich nicht als Gruppe bewegt, ist das für manche Hunde ziemlich stressig und das Konfliktpotential steigt.

    Die Interaktion der Hunde wird dann natürlich weiterhin beobachtet. Übertreibt einer, wird abgerufen und es gibt eine Pause an der Leine. Meistens ist das aber gar nicht nötig, weil die Hunde irgendwann entspannt nebeneinander herlaufen und zusammen die Gegend erkunden.

    Ich würde dir empfehlen, dich wirklich mal mit Haltern aus dem DF zu treffen. Viele sind wirklich ganz nett und man kann wunderbar gemeinsam spazieren gehen, die Hunde sind auch ganz oft einfach nur zauberhaft und dann ist auch der Mensch nach so einem Spaziergeh-Treff glücklich. =)