Beiträge von Karpatenköter

    Nu atme doch mal ganz tief durch und mach die Kleine nicht zum potentiellen Problemhund :D

    Sagt sich natürlich so leicht, so aus der Distanz - aber glaub mir, im Moment ist Mina einfach nur ein Auslandsjunghund wie jeder andere auch. Die kommen fast alle mit irgendwelchen kleinen Baustellen an :pfeif:

    Die einzigen Probleme, die ihr jetzt akut habt, sind doch deine Welpenblues und Minas Futterneid, richtig?

    Atme durch. Schieb die Gedanken an "Oh Gott oh Gott, was hab ich mir da geholt???" mal beiseite.

    Was findest du an Mina toll?

    Was macht sie super?

    Was hat dich an ihr positiv überrascht?

    Du sagst, du möchtest sie später mit ins Büro nehmen und sie soll dann da warten. Das klingt doch super - so ist sie nicht dem kompletten Schultrubel ausgesetzt und unter deinem Schreibtisch kannst du ihr eine gemütliche Höhle einrichten. Oder eben in einer anderen Ecke, wo sie nicht stört.

    Ich finde das ganz realistisch und in meinen Augen klingt das gut machbar. =)

    Draußen treffen - ist doch auch klasse. Dann kann Mina mitkommen (sofern sie das mag - gibt eben auch Hunde, die von sowas eher nix haben und lieber alleine auf dem Sofa dösen) und bei euch herumwuseln. =)

    Und mit Hund nimmst du so oder so ab. Egal, ob man sich das als Ziel gesetzt hat oder nicht |)

    Als ich mit der Hundehaltung angefangen habe, war ich zwar nicht übergewichtig, aber mit 65 kg bei 1,55 m Körpergröße eben doch etwas "rund" - das ist jetzt drei Jahre her und durch die regelmäßige Bewegung komm ich selten über die 55 kg hinaus xD

    Wichtig ist da natürlich auch die Ernährung, aber das weißt du sicher.

    Versuch einfach mal, zu entspannen. Du liest dich so außer Atem, so angespannt und nervös.

    Mach dir einen Tee. Mach deine Lieblingssendung oder einen spannenden Film an und lass Mina mal Mina sein.

    Es ist nicht selten, dass man durch den ersten eigenen Hund (besonders wenns ein Welpe/Junghund ist) erstmal mit Überforderung und "Oh Gott, wo steht mir der Kopf?" zu tun hat. Halt dir vor Augen, dass Mina erst seit ein paar Tagen bei dir ist. Da kann und wird sich noch SO VIEL zum Positiven verändern, glaub mir!

    Eine liebe Freundin von mir hat sich Anfang des Jahres auch den ersten eigenen Hund geholt. Auch ein Auslandshund. In den ersten Wochen und Monaten war die Umstellung für sie sehr anstrengend.

    Und jetzt, knapp ein halbes Jahr später, will sie den Knirps nicht mehr missen. Der gehört zu ihr wie Salz zu Pommes.

    Glaub mir, das wird. Atme mal tiiiieeeef durch und lass die Gedanken nicht permanent um den Hund kreisen. =)

    Karpatenköter

    Ab und an Erbrechen, ab und an Durchfall, bzw. ne lange Zeit sehr weicher Kot, und vor allem halt Darmflora voll durcheinander. Dazu dann noch Kram, der vlt auch gar nicht damit zusammenhängt, wie Juckreiz, Pfötchen knabbern, Gras fressen, Decken knabbern, Aufstoßen, Grummelbauch. Momentan sind aber ein paar Dinge davon besser (Futterumstellung). Leaky Gut las sich so schön erklärend für all das. Inklusive Lahmheit, die sie ne Zeit lang mal hatte. Da hatte ich kurz schon den Gedanken, ach schön, endlich wissen wir was los is :D Aber ich hab auch noch gar nicht mit der Ernährungsberaterin über den erhöhten Zonulin Wert gesprochen, mal sehen was sie sagt.

    IBD hatte ich schon im Hinterkopf, aber dafür kommen mir die Symptome nicht stark genug vor. Aber das ist vermutlich Unsinn. Ich frag meine TÄ mal! Danke für's nochmal auf den Schirm bringen.

    Das, was du an Symptomen beschreibst, klingt für mich schon so, als ob es zusammenhängen könnte.

    Mein Rüde ist ja Futtermittel- und Umweltallergiker. Ich hab anfangs gar nicht an eine Allergie gedacht, weil der Kot ja soweit tiptop war - dafür war da Juckreiz halt extrem. Er hat sich den Bauch und die Innenschenkel z. T. blutig geleckt/geknabbert, die Lefzen waren dauerhaft geschwollen und auch an den Pfoten hat er sich regelmäßig massiv beleckt ...

    Masha scheint im Moment auch ein Problem mit ihrem neuen Futter zu haben, ihr Kot ist da nämlich auch weich, sie frisst zum Teil exzessiv viel Gras und muss zT 8-9x am Tag raus, wenn sie das Trofu bekommt.

    Hab grob den einen Thread von dir überflogen, ihr habt ja ne Zeit lang Unmengen an Probiotika gegeben und euch wurde geraten, die mal wegzulassen.

    Hat sich dadurch etwas verändert?

    Den Zonulin-Wert betrachte ich wegen des einen verlinkten Artikels ziemlich kritisch, der scheint in der evidenzbasierten Medizin ja keine Aussagekraft zu haben. Und wenn man speziell danach googlet, tauchen auch ausschließlich alternativmedizinische Seiten im Zusammenhang mit Leaky Gut auf ... daher wär ich persönlich da (und auch in Bezug auf die Ernährungsberaterin) ziemlich vorsichtig und würde dem nicht zuviel Bedeutung beimessen. Gerade weil teilweise ein Wochenendseminar ausreicht, damit man sich Ernährungsberater schimpfen darf.

    Stattdessen würde ich eventuell eher mal mit einer Ausschlussdiät anfangen, sofern ihr das noch nicht gemacht habt. Ohne Probiotika oder irgendwelche Zusätze.

    Beim Rüden gab es ganz zu Anfang wochenlang RC Anallergenic und damit ist grad in Bezug auf die Futtermittelallergie echt Ruhe eingekehrt. Als ich das Go vom Dermatologen hatte, hab ich mit Reinfleischdosen (Rinti Exclusive Ross) angefangen. Erstmal ohne Gemüse dazu, für ein paar Wochen geht das klar... und dann gabs eben testweise Kartoffeln dazu. Als das beides vertragen wurde, gabs entsprechendes Trofu und seitdem ist Ruhe im Karton.

    Oder ihr wendet euch an "große" Ernährungsberatungen wie Futalis und lasst euch da mal beraten.

    Ich weiß ja nun nicht genau, wo Maras Probleme liegen - aber IBD ist ausgeschlossen?

    Heh. Darm-Hypnose klingt in der Tat sehr zweifelhaft. Muss mir gerade vorstellen, wie jemand mit so einer tickenden Taschenuhr an meinem Hintern rumwedelt und irgendwelche Phrasen vor sich hinbrabbelt :flucht:

    noch ne Post-OP-Frage, diesmal an die Mehrhundehalter*innen:

    Verhalten eure nicht operierten Hunde demjenigen, der durch die Narkose angeschlagen ist, gegenüber anders?
    Elsa knurrt in einer Tour Bolle an, seit er aus der Praxis rauswackelte. :muede:

    Nö, hier wurde ganz normal reagiert. Als Masha von ihrer Pfoten-OP zurück kam, hat Dino erstmal geschnüffelt, weil Masha halt nach Tierarzt, Desinfektionsmitteln etc. gerochen hat, aber damit wars für ihn dann geklärt.

    Nach Bonnys großer Zahn-OP hat er auch nicht anders auf sie reagiert.

    Hat hier wer Erfahrung mit Leaky Gut in Kombination mit Struvikristallen? Bzw. kann mir jemand sagen, ob ein erhöhter Zonulin-Wert und Struvitkristalle, die auch nach 14 tägiger Gabe von Guardacid nicht weggehen, zusammenhängen können? (Dachte, dass die Leber vielleicht einfach zu viel auf einmal zu tun hat, aber ich bin absolute Laiin. Und schon in Kontakt mit TÄ und Ernährungsberaterin, aber zu ungeduldig um auf die Gesprächstermine zu warten, deshalb wollte ich hier schonmal ein bisschen rumhören)

    "Leaky Gut" gibt es meines Wissens nach in der Tiermedizin nicht. Das ist eine hmmm Erfindung aus der Esotherik/Alternativmedizin-Ecke, mit der man sich da Allergien, chronische Krankheiten etc. erklären will.

    https://www.medizin-transparent.at/leaky-gut-syndrom/

    Ergänzung zum Zonulin-Wert: https://flexikon-mobile.doccheck.com/de/Zonulin - siehe Punkt 5 Kritik.

    Die Ausflüge würde ich auf später verlegen, jetzt am Anfang würde ich immer nur die gleiche Strecke gehen. Das ist Gewöhnung für Mina - die kommt ja quasi aus einer völlig anderen Welt und muss sich jetzt in Deutschland zurechtfinden. Da ist es auch für dich hilfreich, wenn ihr euch erstmal eine Stamm-Gassistrecke aufbaut.

    Anspruchsvoll ... hmmh, Ansichtssache. Gerade bei den Mixen kommts ja darauf an, wie sehr der HSH-Anteil durchschlägt. Wichtig ist im Grunde bei allen Hunderassen und Mischlingen die richtige Führung. Bei Hütehunden muss man sich auf deren Sensibilität einstellen - bei Herdenschutzhunden muss man mit Humor rangehen, weil die oft Dinge hinterfragen. Drölfmal Sitz hintereinander? Der HSH machts beim ersten Mal noch artig, beim zweiten Mal fragt er sich schon, was das soll und beim dritten Sitz zeigt er dir die Mittelkralle |)

    Sensibel sind sie aber auch.

    Mal als Beispiel: mein Rüde ist ein Mix aus Schäferhund und Herdenschutzhund. Beides merkt man ihm im Verhalten an - er wacht, verteidigt sein Territorium, in Konfliktsituationen geht er nach vorne.

    Er arbeitet aber auch gerne MIT mir und ist unheimlich anhänglich. Er ist ein toller, lieber Hund - mir gegenüber. Bei fremden Menschen braucht er eine Weile, um die als "ok" abzuspeichern. Manche liebt er schon beim zweiten gemeinsamen Gassi, andere findet er auch nach dem x-ten Treffen einfach scheisse. Fremde Hunde an der Leine findet er überflüssig.

    Vieles bei ihm ist sicher seiner Aufzucht geschuldet, anderes ist bei ihm einfach genetisch vorgegeben und ein paar Dinge hab ich sicher auch verbockt.

    Schlussendlich kommt es darauf an, ob du dich auf deinen Hund einlassen kannst und willst.

    Du hast das große Glück, dass du einen Welpen/Junghund hast. Ich hab Dino mit 3 Jahren übernommen, da ist er im Kopf erst so richtig erwachsen geworden.

    Ihr habt soooo viel Zeit, um euch aufeinander einzustellen, um eventuelle Probleme frühzeitig anzugehen, um gemeinsam zu einem Team zu werden.

    Ja, für den Ottonormalmenschen sind Herdenschutzhunde bzw. deren Mixe schon ne Hausnummer. Aber hier im DF gibt es auch genügend positive Beispiele - tinkar fällt mir da ein. Oder Xsara, deren Hündin Coco mWn auch HSH-Anteile hat.

    Der Rassemix ist das eine. Was du daraus machst und wie dein Alltag mit deinem Hund aussehen soll, ist das andere. =)

    Und pssst. Nur, weil Mina auf dem einen Foto aussieht wie ein Mix mit HSH-Einschlag, heißt es noch lange nicht, dass da auch ein Vollblut-HSH drin sein muss.

    Das beste Beispiel für "sieht aus wie X, benimmt sich aber nicht so" ist z. B. meine Bonny. Stell dir einen schwarzen Schäferhund vor und schraub Dackelbeine dran - dann hast du Bonny. :lol:

    Die sieht aus wie ein tiefergelegter Schäferhund, ist aber ein absolut liebes Wesen und hat mehr Angst vor dir als du vor ihr. Sport? Mit ihr? Näää. Bonny chillt und pennt lieber.


    Wie stellst du dir denn deinen Alltag mit der erwachsenen Mina vor? Soll sie mit in die Schule kommen oder bleibt sie zuhause, wenn du arbeiten bist?

    Hast du viel Besuch zuhause - oder trefft ihr euch eh lieber draußen?

    Kannst du dir später ruhigen Sport (ZOS wurde ja schon genannt) vorstellen? Oder sind dir gemütliche Spaziergänge lieber?

    All das sind Dinge, die mitunter auch darüber entscheiden, wie gut ihr als Team zusammenpasst. Da ist jetzt erstmal nichts falsch oder richtig - es geht nur darum, dass du dir grob überlegst, wo eure gemeinsame Reise später mal hingehen soll. Damit du auch ein Ziel vor Augen hast. =)

    Nach Border Collie sieht die Kleine nun nicht aus. Eher würde ich da den klassischen rumänischen Mix vermuten, da kommt es auch häufiger vor, dass Herdenschutzhunde (bzw. deren regionale Varianten) mitgemischt haben. Ist bei meinem Rüden auch so, nur dass man ihm den HSH nicht ansieht. =)

    Mach erstmal langsam.

    Die Kleine ist jetzt wie lang bei dir? Seit Freitag. Das sind inkl. heute fünf Tage - nicht mal eine Woche. Da ist es völlig normal, dass noch nichts so läuft, wie es soll =) Mach dir keinen Kopf. Es kann manchmal Monate dauern, bis man sich wirklich eingegrooved hat und als "Team" funktioniert.

    Du hast einen Junghund aus dem Tierschutz. Die sind von Natur aus übermütig, kennen oft noch keine Beißhemmung und keine Erziehung. Das kommt mit der Zeit und durch dein Engagement.

    Mein Tipp für die erste Zeit: richte ihr in der Box und ggf. mit einem Welpenauslaufgitter einen gemütlichen Platz ein, in dem ihr Wassernapf, ein Spielzeug und ein paar Dinge zum Schreddern (leere Klopapierrollen sind hier sehr beliebt!) drin sind.

    Und wenn du isst, führst du sie kurz davor in ihre "Zone", gibst ihr z. B. eine Karotte und isst dann in Ruhe. Ich glaube, das könnte dir schon mal helfen.

    Alles weitere kommt dann mit der Zeit. Wie gestaltest du denn eure Spaziergänge? Für so junge Hunde ist es am besten, wenn man gar nicht soo lange Strecken läuft. Oft reicht es auch, wenn man ein Stück zu einer Wiese etc. geht, wo der Zwerg in Ruhe erkunden kann. Mach am besten eine Schleppleine an ihrem Geschirr fest und dann setzt du dich auf die Wiese. Und guckst ihr beim Erkunden zu.

    Ich glaube, das dürfte für die ersten 1-2 Wochen genug Programm für Mina sein. Und dir hilft es sicher zusätzlich beim Entspannen und Verarbeiten des Welpenblues.

    Kopf wegdrehen, vermutlich in Kombi mit zusammengekniffenen Augen, Einfrieren

    Das ist wahrscheinlich der Punkt, der hier am wichtigsten ist - Dino guckt mich beim Pfote auflegen immer erwartungsvoll an. Und wenn ich nicht darauf reagiere, werd ich nachdrücklicher angepfötelt.

    Hab das daher nie als "Du, das ist mir zuviel" gedeutet.