Erstmal: super, dass du die Ratschläge hier annehmen kannst!
Es wurde ja schon so viel Gutes gesagt, da muss ich gar nichts weiter hinzufügen, ich will dir nur sagen, dass du hier wirklich unheimlich viel lernen kannst.
Darüber, wie du deinem Hund am besten hilfst, worauf du bei ihm achten musst. Wie ihr euch, wenn sein Stresslevel nicht mehr so extrem hoch ist, zusammen sinnvoll beschäftigen könnt.
Mein 5-jähriger Rüde z. B. macht mit mir zusammen Mantrailing. Er darf "vermisste" Menschen suchen und macht das wirklich unheimlich gerne, das ist sein Highlight der ganzen Woche - und nach 3-4 h Training, Zusammensein mit den Staffelkollegen usw. ist er dann auch glücklich und angenehm müde. Wir trainieren natürlich nicht die ganze Zeit durch, sondern effektiv nur für 5-10 min am Stück, je nachdem, wie lange die gelegte Strecke ist. Das ist schon sehr anstrengend für den Großen und nach 2-3 Durchläufen ist er dann "fertig". Der pennt dann den restlichen Sonntag über und geht dann nur noch abends kurz zum Lösen vor die Tür. 
Genau das ist mit sinnvoller, gemeinsamer Beschäftigung gemeint. Etwas, wo du und der Hund lernen müssen, einander zu vertrauen usw.
Ich kann mir vorstellen, dass Longieren vielleicht etwas für deinen Hibbel wäre. Aber das Thema solltet ihr erst angehen, wenn sein Stresslevel im Normalbereich angekommen ist.
Außerdem kann man hier auch wirklich wunderbare Gassi-Treffen organisieren. Ich treffe mich öfter mit anderen Berliner DFlern - überwiegend mit dem Dino, weil er von allen dreien noch am ehesten Spaß an Hundekontakt hat.
Der spielt vielleicht kurz mal mit seinen Hundefreunden. Aber ansonsten läuft er zusammen mit seinen vierbeinigen Freunden vor uns her, während wir plaudern und den Hunden beim Schnüffeln zugucken. Davon haben alle so viel mehr als von sinnlosem Rumgebolze.
Du wirst hier sicher noch einige Beiträge lesen, die auf dich hart wirken. Das ging mir auch so, als ich mit einer Schäferhündin, die ich etwas sehr naiv gekauft habe, auch so.
Aber: die Leute meinen es oft nur gut. In dem Fall hat es mir geholfen, das Forum mal Forum sein zu lassen und was anderes zu tun. Und wenns mir dann besser ging, hab ich mir die Beiträge noch mal in Ruhe durchgelesen. Das, was ich hilfreich fand, hab ich mir "rausgezogen" und mich dann einfach höflich dafür bedankt.
Niemand verlangt, dass du ALLE Ratschläge jetzt sofort umsetzt. Kann man manchmal auch gar nicht.
Aber wichtig ist eben schon, dass du JETZT damit anfängst, Baileys Stresslevel zu reduzieren.
Kein Spielen mehr. Keine Hundewiese mehr. Kein Ball.
Plüschtiere würde ich auch erstmal weg lassen. Fahr das erstmal alles auf 0 runter. Für ein paar Wochen, vielleicht auch 1-2 Monate. Dann lebt ihr erstmal nur den Alltag miteinander und lernt einander so richtig kennen.
Was mag Bailey? Schnuppert er gerne im hohen Gras herum? Oder sitzt er lieber mit dir auf einer Wiese im Schatten und schaut, was die Welt zu bieten hat?
Es gibt wirklich nichts schöneres als einen entspannten Spaziergang mit einem entspannten Hund. Wenn man sich danach noch zusammen aufs Sofa kuschelt und die gemachten Fotos anschaut, während der Hund neben einem zufrieden schläft - das ist für mich der Jackpot schlechthin.
Glückseligkeit pur.