Beiträge von Karpatenköter

    Liebe TE, ich hoffe, du überlegst dir doch noch mal ganz ganz stark, ob das wirklich die richtige Entscheidung ist.

    Bitte hör auf die User hier. Gerade, wenn der Hund auf den Fotos nicht gesund wirkt, würde ich davon erst recht Abstand nehmen - vor allem, wenn dir der Verein nicht gesagt hat, dass der Hund irgendwie krank ist!

    Bei Masha z. B. wusste ich gar nicht von ihrer kaputten Pfote, als ich die Anfrage gestellt habe. Das wurde mir aber im persönlichen Gespräch mit der Vereinsvorsitzenden erzählt. Der Verein konnte mir aber nicht sagen, ob das mit einer einzigen OP behoben sein wird oder nicht.

    Ich bin das Risiko, dass ich mir damit einen Tierarzt-Dauerpatient ins Haus hole, eingegangen. Und ... nee, mit einer OP wars eben nicht behoben. Bei Masha ist mehr "kaputt" als nur die eine Pfote. Und sie ist eben doch Dauerpatient beim Tierarzt. Braucht dauerhaft Schmerzmittel. Und auf Dauer ist das wirklich nicht günstig.

    Kannst du im Ernstfall auch monatlich Tierarztkosten in Höhe von 200-300 € stemmen? Regelmäßig?

    Wenn der Hund "nur" stark verwurmt ist, ist das eine Sache. Das kann man behandeln, aber welche Langzeitfolgen das u. U. hat, kann man nicht eindeutig absehen. Du kannst Glück haben und nach ein paar Monaten ist die Verdauung soweit stabil, dass der Hund dann weitestgehend unbeschwert leben kann. Du kannst aber auch gewaltiges Pech haben und der Hund trägt Langzeitfolgen davon, die sich evtl. auch erst viel später zeigen.

    Es gibt so so so viele tolle Hunde in Deutschland. Auch Nicht-Jagdhunde, auch nette kleine Hunde, die wirklich super unkompliziert sind und trotzdem viel Spaß machen. Bonny ist im Grunde so ein Hund. Klar, mit jetzt 13 ist sie nicht mehr die Jüngste, aber sie ist der liebste Hund im gesamten Trio. Kommt mit jedem Hund klar, kann auch problemlos bei Freunden geparkt oder mit ins Restaurant genommen werden. Alles schon gemacht - Bonny braucht ein bisschen, um sich an die Situation anzupassen, aber dann liegt sie z. B. selig dösend unterm Tisch im Restaurant auf ihrer Decke und ist quasi "unsichtbar" für die anderen Gäste. Wenn ich mit ihr bei Freunden bin, sucht sie sich einen bequemen, sicheren Platz - sie ist halt doch eher ängstlich - und beobachtet von da aus. Eigentlich wirklich der perfekte Anfängerhund, wenn man von der Schreckhaftigkeit usw. mal absieht. Es gibt natürlich auch Dinge, die ich nicht mir ihr mache, weils zu viel für die alte Dame wäre ... aber ich hab mit ihr genauso viel Spaß wie mit meinem schwierigen, arbeitsfreudigen Rüden. Denn Bonny ist auch trotz und wegen ihrer Einfachheit ein ganz besonderer, toller Hund.

    Ich muss immer so grinsen, wenn sie sich glücklich im Gras wälzt, wenn sie über die Wiese zu mir rennt oder aufgeregt singt und trippelt, weils gleich Futter gibt. Hunde können einen auf so viele Arten und Weisen glücklich machen - warum also willst du es dir unbedingt so schwer machen?

    Leicht OT:

    aber die hätte auf's Land gehört, wo nicht überall Essen rumliegt

    Essen liegt hier auch rum. Besonders am Waldeingang. Und menschliche Exkremente finden die Hunde hier auch verhältnismäßig oft. Klar ist die Dichte in der Stadt höher und je nach Umgebung liegt da auch noch Schlimmeres rum (in manchen Ecken vom Berliner Tiergarten z. B. benutzte Spritzen von Junkies), aber auch aufm Land hat man je nach Ort usw. auch Zeug, das der Hund nicht unbedingt aufnehmen sollte.

    Karpatenköter Das Kleinmetall highway wäre nix für euch?

    Ich hatte eine ähnlich gebaute Lösung schon mal, die war mir nicht stabil genug. Liegt aber auch daran, dass der Logan innen hinter den Fahrersitzen halt doch recht hoch ist, die +-110 cm von der Billiglösung haben da nur leidlich gereicht. Kann mir vorstellen, dass die Kleinmetall-Lösung eventuell stabiler ist, wenn ich die Lösung mit 8 oder 10 Querstreben nehme. Danke für den Tipp!

    Masha hab ich direkt bei der Abholung in die Box befördert. Gab keine Probleme und kein Gemaule. Mittlerweile springt sie (ihren Möglichkeiten entsprechend) selbst ins Heck rein, ich muss dann halt nur noch den dicken Hintern reinheben.

    Bonny ist auch eher ein Sensibelchen, aber auch die kommt damit klar, wenn sie mal hinten im Heck mitfahren muss. Die akzeptiert sowas allerdings stillschweigend und ist da vermutlich anders gepolt als Maya.

    Der einzige Hund, der absolut nicht im Heck klar kommt, ist Dino. Der startet da panische Fluchtversuche und würde sich dabei auch selbst verletzen, wenn ich das zuließe. Der fährt ausschließlich auf der Rückbank mit und wartet da auch, wenn wir beim Mantrailing sind. Irgendwann will ich mir noch ein Gitter für "zwischen Rückbank und Fahrer+Beifahrersitz" bauen lassen - die Lösungen im Handel sind mir leider nicht stabil genug...

    Was haltet ihr von einer Trainingsleine im Haus? Ist es sinnvoll/ notwendig?

    Habt ihr Erfahrungen?

    Wenn sie nötig ist, dann ist sie auf jeden Fall eine gute Idee. Wenn sie nicht nötig ist ... braucht man sie nicht. =)

    Hier war die Hausleine eigentlich nur im Einsatz, als Masha dazu kam. Da war die Hausleine aber auch eher an Dino dran, weil der ein bisschen ressourcenaggressiv ihr gegenüber war. Ihr war das ziemlich wurst, da hab ich dann besonders am Anfang öfter mal regulierend eingreifen müssen. Durch die Hausleine hab ich ihn dann aus solchen Situationen rausführen können, ohne selbst Gefahr zu laufen, dass er mich tackert o. Ä. Gebraucht hab ich sie nur in den ersten 1-2 Wochen, danach konnte die Leine weg, weil dann auch verbale Kommandos gereicht haben bzw. Dino gemerkt hat "Ok, nicht mein Business, Chef regelt das schon".

    Letztens hatte ich eine kurze Leine an Masha dran, weil ich mit dem Besuch im Garten war und die Große dabei sein durfte. Da war die Leine nur eine Vorsichtsmaßnahme, weil ich zu dem Zeitpunkt nur grob einschätzen konnte, wie sie auf Besuch reagiert. Da sie mit dem Besuch aber absolut nett und toll umging, war die Leine effektiv gar nicht nötig.

    Grundsätzlich ist so eine Haus- oder Trainingsleine in Situationen, die man (noch) nicht einschätzen kann oder die ein gewisses Knall-/Gefahrenpotential bieten, keine schlechte Idee. In der Situation mit Dino und Masha konnte ich so recht gut eingreifen, ohne selbst direkt in der Situation zu stehen. Und auch bei Besuch kann man so den Hund zurückhalten, falls der dann doch mal etwas stürmischer drauf ist.

    Am Anfang reicht bei einem Welpen sicher eine einfache, dünne Wäscheleine, wenn du auf die Hausleine nicht verzichten möchtest. Ich denke aber, dass die bei dir nicht unbedingt nötig sein wird, du hast ja schon Hundeerfahrung durch deinen vorherigen Hund.

    Ahja: meine Hausleine war eine einfache Biothane-Leine, bei der ich die Schlaufe abgetrennt habe. Und Mashas Gartenleine war die übliche, kurze 1 m-Leine, die ich auch für schnelle Löserunden benutzen. So ne ganz einfache aus Tau geflochten.

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum es irgendwie ehrenwerter ist, einen Jagdhund aus Zypern in ein Leben zu zwängen, das überhaupt nicht zu ihm passt, als einen Jagdhund aus Deutschland

    Es geht mir nicht darum eine ehrenwerte Aktion zu leisten, sondern wollte ich Hamlet einfach. Die Orga hat auch Tiere in DE, aber als ich auf deren seit egeguckt habe bin ich halt auf Hamlet gestoßen, der ja aus Zypern kommt.

    Also ist dir im Grunde egal, welche Anlagen der Hund mitbringt, Hauptsache es ist irgendwas "besonderes", was halt nicht jeder hat? Verstehe ich das richtig?

    Ein Familien Hund ist fur mich ein Hund mit den man überall mit hinnehmen kann und der egal in welcher Situation ruhig bleibt .

    Nimms mir nicht übel, aber ich fürchte, da machst du es dir - bewusst oder unbewusst - schwerer als nötig.

    Wenn du einen großen, netten Hund möchtest, den du zu nahezu allen Anlässen mitnehmen kannst und mit dem du auch Mantrailing o. Ä. machen kannst, dann wärst du mit dem klassischen Labrador oder einem Kurzhaarcollie besser beraten - wenn die vom Züchter kommen. Denn da weiß man in der Regel, was man vom Hund erwarten kann. Und die kann man genauso wie deinen gewünschten Spezialisten auch auf einen bestimmten Geruch trainieren.

    Warum ist die Wahl denn z. B. nicht auf einen Hund gefallen, der in Deutschland in einem Tierheim ist? Den könntet ihr völlig unverbindlich kennen lernen, oft ist auch was über die Vorgeschichte bekannt, die Pfleger kennen ihren Schützling und können in vielen Fällen genau sagen, ob der Hund zu euch passt oder nicht.

    Bedenke: niemand weiß, welche Reize der Hund in Zypern kennen gelernt hat. Und genau das ist unheimlich wichtig. Ein Hund, der schon von Welpe an (dosiert!!!) verschiedene Dinge kennen lernt, ist später wesentlich entspannter und da ist die Chance auch höher, dass du ihn (passendes Wesen etc vorausgesetzt) überall hin mitnehmen kannst.

    Mein Rüde z. B. ist grundsätzlich ein toller Hund. Im Alltag ruhig, beim Mantrailing mit Feuereifer dabei, er hat Bock auf Arbeit und macht quasi jeden Blödsinn mit, den ich ihm vorschlage. Zuhause ist er DER Kuschelhund schlechthin. Abends kommt er zu mir ins Bett, möchte sich unter der Bettdecke ankuscheln und schnarcht dann glücklich vor sich hin, bis es ihm zu warm wird. Dann rollt er sich neben meinem Kopf oder auf dem Sofa ein und schläft selig durch. Und weckt mich morgens mit charmantem Wachkuscheln.

    Aber ins Restaurant mitnehmen? Mal kurz zum Bäcker mit rein? Besuch ins Haus lassen, während Hund freundlich wedelnd daneben steht? Vergiss es. Das ist mit dem Dicken nicht möglich, der findet fremde Menschen einfach überflüssig. Besonders in geschlossenen Räumen. Draußen außerhalb seines Territoriums (= unsere Nachbarschaft plus Gassiwege) sind sie ihm egal, wenn sie ihn in Ruhe lassen.

    Er kommt aus Rumänien. Wie er aufgewachsen ist, weiß keine Sau. Irgendwann ist er halt im Shelter gelandet, kam mit ca. einem Jahr nach Deutschland, hat dann zwei Jahre mitten in Berlin gelebt und da hat sich dann die Spitze vom Eisberg gezeigt.

    Leinenaggressiv. Sowohl Hunden als auch Menschen gegenüber.

    Besuch wird verbellt und in offensiver Absicht ("Hau ab!") angesprungen. Mittlerweile - er ist nun auch geistig erwachsen - wird Besuch auch mit den Zähnen angegangen.

    Er hat ein Kind (!) ins Gesicht gebissen. Weils sich in seinen Augen zu schnell und damit unberechenbar bewegt hat.

    Auto fahren? Die Hölle auf Erden für ihn. Als ich ihn Anfang 2019 übernommen habe, hat er mir kurz danach den Fahrersitzgurt vom Polo zerbissen - aus Angst.

    Mit so einem Hund muss man nicht nur den eigenen Alltag umplanen. Abgelegene Gassistrecken suchen, viel viel viel trainieren. Damit leben, dass man "der komische Kerl mit dem Aggrohund" ist, weil Hund auch Radfahrer gerne attackieren würde. Beim Gassi immer zu 100% beim Hund sein, wenn der im Freilauf oder an der Flexi ist, weil trotz menschen- und hundeleerer Gegend eben doch mal jemand auftauchen kann.

    So ein Hund erschwert auch die Betreuung. Mal eben einem hundeUNerfahrenen Freund in die Hand drücken? No way. Selbst hundehaltende Freunde von mir trauen sich den Dicken nicht für mehr als einen Tag zu. Und in einer professionellen Hundepension wird es mit so einem Hund dann auch nicht unbedingt einfach. Die meisten bevorzugen "nette" Hunde, die sowohl mit Rüden als auch mit Hündinnen klarkommen. Ich hab bei mehr als 10 Hundepensionen angefragt und nur eine einzige Zusage bekommen.

    Das muss man auch bedenken. Ein netter, einfacher Hund kommt eher in einer normalen Hundepension unter. Oder kann für ein paar Tage auch mal bei Freunden geparkt werden. Oder eben bei den Eltern.

    Ich liebe meinen Terrorkrümel, ich liebe sein "Jekyll and Hyde"-Gedöns. In meinem Alltag, wenn alles seinen gewohnten Lauf nimmt, ist er ein absolutes Goldstück und keiner käme auf die Idee, dass die halbe Portion, die da selig eingerollt auf dem Sofa döst, doch so schwierig sein kann.

    Ich war auch recht unerfahren, als ich ihn übernommen habe. Dachte mir, "püh, Leinenaggression, du beliest dich einfach und dann läuft das schon!". Joa - am Arsch. Der Dicke ist jetzt seit 2,5 Jahren bei mir, Mitte Januar sinds ziemlich genau 3 Jahre. Ich arbeite seit Tag 1 an seinen Problemen - damals noch auf eigene Faust und recht planlos, jetzt hab ich seit Anfang des Jahres die passenden "Werkzeuge". Ein halbes Jahr lang haben wir intensiv mit unserer Hundetrainerin gearbeitet, um die Alltagsprobleme abzuschwächen.

    Und: weißt du, wie viel Zeitaufwand im Mantrailing eigentlich steckt?

    Ich mache mit meinem Dicken (trotz und wegen seiner Probleme) seit Ende 2019 Mantrailing. Erst in der Hundeschule - zum Reinschnuppern. Aber das war Massenabfertigung, innerhalb einer Stunde je Woche kannst du das gar nicht richtig lernen, weil die Trainer auch gar nicht die Details durchsprechen können. Da kommts auf unheimlich viele Feinheiten an. Was sagt dir der Hund gerade? Ist er noch auf der Spur oder geht er einfach irgendeinem Geruch nach? Wann arbeitet der Hund und wann ist's eher Gassi am Arbeitsgeschirr und langer Leine?

    Und gerade bei solchen "Problemhunden" wie meinem ists auch unheimlich wichtig, dass sich die Gruppe, mit der du trainierst, auf deinen Hund einstellen KANN und WILL.

    Mein Rüde hat beim ersten Probetraining im Verein der Versteckperson in den Schuh gebissen, weil sich die Person in den Augen meines Hundes auf bedrohliche Art und Weise bewegt hat. Tatsächlich hat die Person nur den Fuß gehoben, um aus der Schlaufe der Schleppleine zu steigen. Aber: die Leute wussten schon, dass mein Hund "ne Macke" und Probleme mit gewissen Dingen hat. War ok - damals hab ich mich erschrocken, tausendfach entschuldigt und hab felsenfest damit gerechnet, dass ich danach nicht mehr zum Probetraining kommen darf. Heute schmunzeln wir darüber. Auch, weil mein Hund durch das Training mittlerweile um Welten entspannter in solchen Situationen ist.

    Ich weise neue Versteckpersonen heute noch darauf hin, dass mein Hund nicht angefasst, nicht angeschaut, nicht gelobt wird. Nur Futter hinstellen. Wenn ich lobe und das OK gebe, darf die VP auch loben. Früher hätte das meinen Hund massiv verunsichert, heute ist ihm das wurscht und er freut sich einfach, dass er seinen Job gut gemacht hat.

    Mantrailing ist Teamarbeit. Gerade im Verein oder in einer Staffel. Das Mantrailing, das in vielen Hundeschulen angeboten wird, ist als oberflächliche Beschäftigung ok. Aber ein Jagdhund wird sich mit 1x 10 Minuten arbeiten nicht zufrieden geben. Der ist da maximal erst warmgelaufen.

    Ich stehe sonntags ab 9 mit den Kollegen am Treffpunkt, verstecke mich für andere Hunde, laufe bei anderen Teams mit ... der eigene Hunde arbeitet effektiv 2-3x für 5-15 Minuten. Je nach Kenntnisstand, Wetterlage (an heißen Tagen gibts logischerweise keine super langen Trails), Tagesform des Hundes usw. Die "alten Hasen" unserer Gruppe sind dann auch mal länger unterwegs, aber das ist dann nicht die Regel. Das sind meist auch die Hunde, die eh Einsätze laufen.

    Meistens sind wir dann so gegen 14 Uhr fertig. Dann sind die Hunde müde, jeder war mehrfach dran, jeder hatte nach jedem einzelnen Trail eine detaillierte Nachbesprechung. Manchmal sitzen wir dann noch gemütlich bei den Autos rum, trinken mitgebrachten Kaffee und knabbern Kekse, während wir das Training noch mal durchsprechen oder einfach so plaudern.

    Und je nach Verein gibt's dann eben nicht nur Training, sondern man hilft dann eben auch mal bei externen Veranstaltungen als Parkeinweiser, beim Kuchenstand oder als Ersthelfer (natürlich nur mit entsprechender Ausbildung!) aus. Es gibt bei uns vereinsinterne Fortbildungen, die dann auch mal ein ganzes Wochenende dauern.

    Es ist ein sehr zeitaufwendiger Sport. Es gibt auch Wochenenden, da passt mir das Training gar nicht in den Kram, weil die Arbeitswoche schon so anstrengend war.

    Niemand hier will dir etwas Böses. Ich genauso wenig. Die Leute wollen dir nur in aller Deutlichkeit klar machen, dass dein Plan womöglich nicht der beste ist und du dir viele Dinge vermutlich zu einfach vorstellst. Die Leute wollen dich schlicht davor bewahren, sehenden Auges ins Messer zu laufen - weil das weder dir noch dem zukünftigen Hund gut tut.

    Das ich keinerlei Besuch mehr empfange ist aber sicherlich auch nicht die Lösung. Sam hatte am Anfang Angst vor allem, dass haben wir ja auch schaffen können, inzwischen läuft er entspannt durch die Innenstadt. Das hätte ich niemals gedacht, wenn mir das jemand gesagt hätte. Insofern bin ich überzeugt, dass wir auch Besuch schaffen, wenn ich den richtigen Ansatz habe.

    Man kann mit Hunden sehr viel schaffen, aber eben nicht alles.

    Mein Dino ist deinem Sam nicht unähnlich. Auch ein Rumäne, auch ein Schäferhund-HSH-Mix. Und er hat ein massives Problem mit Besuch. Erst war es "nur" Verbellen, dann hat sich das immer weiter gesteigert, bis er schlussendlich dann auch mal gebissen hat.

    Natürlich kann man auch trainieren, dass der Hund Besuch zumindest duldet. Aber gerade bei Mischlingen wie Sam und Dino muss man sich darauf einstellen, dass man den Hund dann ständig kontrollieren, managen, im Auge behalten muss. Und das bedeutet dann für alle Stress - für dich, für den Hund, für den Besuch. Denn der muss sich darauf verlassen können, dass du deinen Hund genau einschätzen und kontrollieren kannst. Immer zu 120% die Kontrolle hast

    Ich habe mich damit abgefunden, dass Dino bei Besuch separiert werden muss. Das bedeutet für ihn, mich und den Besuch weniger Stress. Muss je nach Hund natürlich auch erstmal trainiert werden - der "Eindringling" ist ja trotzdem da. Hund muss dann einfach lernen "Okay, Besuch ist da, ich bin in Zimmer X, ich hab mein Lieblingskauteil - Herrchen/Frauchen hat alles im Griff, ich chill dann halt mal". Das dauert unter Umständen auch.

    Und: es kann ja absolut nicht schaden, wenn dein Hund eben jetzt lernt, dass du, und nur du, dem Besuch was zu sagen hast und er in der Zeit in Zimmer X abhängt. Fang lieber jetzt - zusammen mit einem guten Trainer - damit an, bevor sich das Verhalten wie bei meinem Dino noch weiter steigert und ggf. irgendwann eskaliert. =)

    Ja natürlich fänd ich das super cool, wenn Dino bei Besuch genauso relaxt wäre wie die alte Masha. Die checkt den Besuch kurz ab, schaut, ob der einen Snack für sie hat und wenn nicht, dann ist der uninteressant. Aber Dino ist halt nicht wie Masha. Dafür hat er andere Qualitäten. Mir gehts da wie dir: von Dino trennen kommt nicht in Frage, nicht wegen sowas. Ich hab den Terrorkrümel unheimlich gern, wir passen wie Arsch auf Eimer und haben auch schon so viel zusammen geschafft.