Beiträge von Karpatenköter

    Am effektivsten wäre es, wenn man den Auslöser meidet. Geht bei Herbstgrasmilben halt nicht.

    Sei froh, dass es Apoquel gibt und bleib dabei. Es gibt hier einige Hunde, die das Medikament dauerhaft bekommen und auch da zeigen sich kaum Nebenwirkungen. Es ist ein unheimlich gut verträgliches Medikament, das man bedenkenlos auch dauerhaft geben kann.

    Treten bei deinem Hund irgendwelche Nebenwirkungen auf? Wenn nein, warum willst du etwas anderes geben?

    Mit natürlichen Mitteln kann man gerne unterstützen, aber sie werden selten die gleiche Wirkung haben wie ein echtes Medikament.

    Ich gehe morgen mit einer Freundin und ihrem Hund wandern. Werden bestimmt 3-4 Stunden. Sowas m acht mir im gemäßigten Tempo nichts aus.

    Das klingt sehr gut! Wandern ist toll. Das tut nicht nur dem Hund, sondern auch deiner Seele gut. Ich glaub, das ist nach dem Input hier besonders wichtig. Es ist nicht verkehrt, mal etwas Abstand vom Forum zu nehmen und sich dann in aller Ruhe die Beiträge noch mal durchzulesen. Denn wenn von allen Seiten Input kommt, dann KANN man irgendwann gar nichts neues mehr aufnehmen und fühlt sich überfordert. Ging mir hier auch mal so, ich kann dich da echt verstehen. Und da kann's dann echt helfen, wenn man mal sagt "Ich brauch ne Pause". Ich hab mir dann auch ein paar Tage "DF-frei" genommen, danach fiel es mir wesentlich leichter, Hilfreiches und Nützliches aus den Beiträgen heraus zu ziehen.

    Also: viel Spaß morgen beim Wandern =)

    Hat vielleicht noch jemand einen Rat? Ich weiß es war blauäugig auf eine schön dargestellte Welt zu hören aber nun ist das Kind in den Brunnen gefallen. Gibt es denn so gar keine andere Lösung? Bei uns Zuhause ist er immer nur kurz aufgeregt bei fremden Menschen und dann wieder entspannt. Es ist nur so sobald wir das Grundstück verlassen. Kann denn da wirklich alles schon verloren sein?

    Vielleicht könnt ihr eure PLZ/euren Landkreis nennen und so an eine Trainerempfehlung rankommen? Das würde ich nicht unversucht lassen. Ich würd aber darauf achten, dass es ein Trainer ist, der sich auch mit Gebrauchshunden auskennt. Die meisten Hundeschulen-Trainer sind mit spezielleren Hunden (dazu gehören Schäferhunde mMn dazu) überfordert.

    Problem ist, es gibt keinen Park oder kein auslaufgebiet hier in Berlin ohne wild... hier triffst du eigentlich überall auf Maus, ratz, Igel, hörnchen, Fuchs, wildwutz und reh 🙈 zusätzlich triffst du die grüne grasfee oder die viele bunte smarties Gang in vielen Gebüschen oder eben tut nixe oder rallt und lallt nixe und manchmal auch miezen oder leichte Damen 🤣

    Belohnung für jedes nach mir schauen oder zu mir kommen ist klar.

    Berlin ist halt echt ne Hausnummer für sich für Hunde. Ich werd mir demnächst mal das tempelhofer Feld ansehen, da gibts auch größerer eingezäunte ausläufe.

    Es gibt außerhalb von Berlin sehr schöne, ruhige und vor allem übersichtliche Gassigebiete, ganz ohne Junkies im Gebüsch.

    Mein Tipp: fahrt mal für ein paar Tage das Pensum runter und dann zum Gassi raus. Nur entspanntes Laufen an der Schlepp- oder Flexileine. Keine direkten Übungen etc pp.

    Wenn du willst, können wir uns auch zusammen zu einer entspannten Runde treffen, dann zeig ich dir gerne eins meiner Lieblingsgebiete.

    Sportlich werde ich in diesem Leben nicht mehr

    Ach komm, du bist 19. Ich bin 24, war bei Dino-Anschaffung 22/23 und hab's binnen einem Jahr auch geschafft, vom absoluten Stubenhocker mit leichter Computer-Sucht zum Hobby-Hundesportler und Wander-Fan zu werden ;) Man muss halt den Arsch hochkriegen und auch was machen WOLLEN.

    Wäre Mantrailing denn wirklich gar nichts für euch?

    normalerweise ist Snow sehr verträglich. Keine Ahnung was sie gegen den Chiwawa Nix hatte. Er lief killend frei durch die Gegend, hat sie wohl getriggert. Aber ist ja zum Glück nichts passiert.

    Wie gesagt, das hab ich mir bei meinem Rüden, den manche User hier schon persönlich kennen, auch gedacht. Der Dino ist ansich ein super netter Hund und wenn der andere Hund zu ihm nett ist, dann ist Dino auch nett.

    Das ändert halt trotzdem nix an seiner Genetik ... denn Dino ist ein Herdenschutzhund-Mix. Heißt: wenn wir uns irgendwo länger als 10 Sekunden aufhalten, erklärt er das Gebiet zu seinem Territorium. Scheißegal, wo das ist - wenn wir auf einer Lichtung mitten im Wald stehen, ist das seine. Stehen wir auf einem Parkplatz, ist das auch seiner usw.

    So. Was hat also am Sonntag zu dem Beißvorfall geführt? Ganz einfach - wir standen zusammen mit der Hundegruppe, mit der wir vorher schon unterwegs waren, am Strand und haben Pause gemacht. Dino dachte sich "Cool, wir stehen hier jetzt rum, ich pass dann mal auf - meine Gruppe, mein Strand". Und dann kamen eben die zwei kleinen Hunde. Da dachte Dino sich "Ey, die haben hier nix zu suchen!" und ist losgezogen, um denen GENAU DAS klarzumachen - nur leider eben auf eine völlig überzogene Art und Weise.

    Das ist seine Genetik und als Hundehalter ist es meine Pflicht, dieses angezüchtete Verhalten

    1. zu erkennen

    2. zu kontrollieren

    3. in geordnete Bahnen zu lenken

    Und zwar so, dass weder deine Umwelt noch dein Hund darunter leiden. Das kann man lernen, aber je nach eigenem Kenntnisstand, Hund usw. ist das auch durchaus anstrengend. Es macht aber einen Heidenspaß und man lernt SO. VIEL. =)

    Snows Genetik gibt ihr vor "Du musst laufen und jagen ist das Geilste auf der Welt". Was heißt das für dich?

    An allererster Stelle: rassegerechte Auslastung. Und da wären wir bei dem Punkt, auf den ich eigentlich hinauswollte...

    Du sagst von dir selbst, du bist unsportlich und übergewichtig. Jo, das ist bei einem Husky natürlich die denkbar schlechteste Ausgangssituation, aber jetzt hast du ja erst recht einen Grund, um daran etwas zu ändern.

    Ich bin bzw. war auch nicht sportlich, als Dino eingezogen ist und hatte auch ein paar Kilo zu viel auf den Rippen. Agility? Absolut nicht meins, da muss man fit sein. Gleiches für Radtouren etc. pp. ...

    Und ich glaube, da ist Mantrailing ein guter Kompromiss für euch, das mach ich mit Dino auch. Der ist zwar keine Jagdsau, ist aber trotzdem super happy damit (und ich auch).

    Fürs Mantrailing musst du am Anfang nicht besonders fit sein. Ihr fangt eh erstmal klein und mit den Grundlagen an und arbeitet euch langsam hoch. Anfangs ist das eh super anstrengend für den Hund und dich.

    Ich mach jetzt seit November 2019 Mantrailing mit meinem Rüden - sobald der nach dem Training ins Auto klettert, pennt der. Und den Rest des Tages über hörst und siehst du nix mehr von dem, weil der einfach platt und glücklich ist.

    Schaus dir doch mal an. Es macht echt unheimlich viel Spaß, man muss gar nicht soooo mega sportlich dafür sein - gerade, wenn mans nur auf Hobbyebene betreiben und keine Einsätze laufen will.

    Und wer weiß, vielleicht gehts dir ja doch wie mir und du willst mehr übers Mantrailing lernen, ich bin nach wenigen Monaten zu einem freien Spürhundeverein gewechselt.

    Sicher deine Hündin ab sofort vernünftig und lass sie nicht mehr ungesichert freilaufen.

    Heißt konkret: mindestens Schlepp- oder Flexileine, besser Schlepp-/Flexi UND gescheites Antijagd- bzw. Jagdkontrolltraining. Und rassegerechte Beschäftigung.

    Im Fall eines Huskies wären das dann eben klassisch der Zughundesport, Canicross oder eben Mantrailing. Letzteres hat auch den Vorteil, dass der Jagdtrieb kontrolliert ausgelebt werden kann.

    Was passiert, wenn man seinen Hund mit Potential nicht ausreichend sichert, hab ich am Wochenende leider selbst erleben müssen. Mein Hund (DSH-HSH-Mix), der sonst gut hört, Zusammenarbeit mit mir geil findet und mit anderen Hunden eigentlich sehr sozial ist, hat ohne besondere Vorwarnung zwei (!) kleine Hunde angegriffen, die sich nicht im Geringsten für ihn interessiert haben.

    Und glaub mir, es fühlt sich RICHTIG scheiße an, wenn man seinem eigenen Hund die Luft abdrehen muss, weil der den kleinen Spaniel, der in Todesangst schreit, sonst nicht loslässt. Die völlig geschockten Besitzer haben mir dann den Rest gegeben.

    Lass es nicht so weit kommen. Lein deine Hündin an, laste sie entsprechend ihrer Anlagen aus, geh zu einem gescheiten Trainer und schau, dass du auch andere, vernünftige (!!) Husky-Halter kennen lernst, damit du dir anschauen kannst, wo eure Reise hingehen könnte, damit du aus deren Erfahrungen lernen und profitieren kannst.

    Mein Rüde geht seit dem Beißvorfall nur noch mit Maulkorb raus. Und das, obwohl bis auf einen Kratzer im Ohr "eigentlich" keine Verletzungen bei den zwei Spaniels festgestellt werden konnten. Das Trauma sitzt bei denen und ihren Besitzern trotzdem tief, ich hab einen Teil meines Vertrauens in meinen Rüden verloren. Und er sein Privileg des ungesicherten Freilaufs - alles, weil ICH nicht aufgepasst habe. Ich wusste vorher um sein Potential, denn wir haben durchaus einige Baustellen - nur hätte ich nie im Leben gedacht, dass er völlig unvermittelt und ohne sichtbare Vorwarnung auf zwei kleine Hunde losgeht.

    Bitte sicher deine Hündin. Erspar dir und anderen diese absolut grauenhafte Erfahrung.

    Bissprävention ganz grundsätzlich: wenn man Hund "sprechen" und verstehen kann, dann kann man auch idR rechtzeitig eingreifen und sagen "So, der Bello braucht jetzt mal eine Pause, der ist müde/dem gefällt das nicht", wenn Bello schon durch Mimik und Co. zeigt "das ist mir gerade zu viel, ich möchte meine Ruhe, Hilfe".

    Das ist mMn das A und O für jeden Hundehalter, ganz egal ob der Hund mal Therapie-, "nur" Familien- oder doch einsatzfähiger Rettungshund werden soll.

    Man muss aber auch mit den anwesenden Menschen kommunizieren können - und da muss dann auch ein selbstbewusstes "Nicht anfassen!" drin sein.

    Ich war mit meinem (bemaulkorbten!) Hund außerhalb der Saison mal am Strand unterwegs. Frontal kam ein Mann auf uns zu. Das ist für Hunde grundsätzlich schon mal ne unfreundliche Art der Näherung. Der Mann hat mich was gefragt, wir haben uns kurz unterhalten, Hund saß neben mir, leicht durch mich abgeschirmt. Mitten im Gespräch seh ich, wie der Mann sich in Richtung Hund beugt und streicheln will - da hab ich sofort und unverzüglich ein deutliches Zeichen gesetzt, sowohl für den Mann als auch für meinen Hund, indem ich laut "Nicht anfassen!" gesagt habe.

    Mein Hund trägt den Maulkorb nicht umsonst. Hätte er in der Situation keinen getragen und ich nicht dafür gesorgt, dass der Mann sich das mit dem Streicheln anders überlegt, hätte mein Hund zugebissen.

    Vielleicht kannst du deine Frage noch etwas konkreter stellen? =)

    Sie stammt aus demselben Rudel unserer Hündin, vermeintlich sind es Geschwister, jedenfalls haben sie knapp 6,5 Jahre zusammengelebt (vor Abgabe und dann im Shelter), bevor unsere Hündin zu uns kam.

    Mein erster Gedanke: "Oh, das könnte Konfliktpotential bergen". Ich weiß jetzt nicht, wie die Hunde vorher gelebt haben, aber gerade bei Shelterhunden ist es so, dass die scheinbar so gut in der Gruppe klar kommen, weil die wissen: Streit und dauerndes Gezanke bringt eh nix. Die wollen da alle nur überleben und lassen Fünfe gerade sein. Klar hat da fast jeder Hund einen Kumpel, aber auch das muss kein Garant für sein, dass die Hunde sich dann auch später im "besseren" Lebensabschnitt vertragen. Ist wie im Knast: man arrangiert sich mehr oder weniger zwangsläufig mit den Leuten, mit denen man noch am ehesten klar kommt, weil man als völliger Außenseiter oft die Arschkarte hat.

    Sie reagiert auf fremde Menschen, die direkt mit ihr interagieren wollen (also nicht eng an ihr vorbeilaufen etc., sondern auf sie zugehen und sie streicheln wollen) noch etwas unsicher/vorsichtig. Dadurch, dass sie das nicht können muss, hat das nicht wirklich Auswirkungen auf unseren Alltag. Allerdings merke ich, dass sie da noch „in der Entwicklung“ ist und weiterhin Fortschritte macht, also immer sicherer wird.

    Kannst du "unsicher/vorsichtig" definieren? Geht sie nach vorne oder möchte sie lieber weg?

    Bei ersterem: ich würde definitiv weiter trainieren, bis sie da sicher ist und weiß "Frauchen/Herrchen regeln das für mich, ich kann mich entspannt zurücklehnen". Liegt vielleicht daran, dass mein Rüde da sehr ähnlich agiert, aber definitiv beißen würde, wenn er bedrängt wird und nicht weg kann.

    Meine kleine Hündin dagegen entzieht sich dem einfach und geht, wenn sie die Möglichkeit hat. Da sehe ich persönlich jetzt weniger das Problem, wenn eure Hündin auch eher der Typ "ich geh lieber" ist.

    Was, wenn ich manche Dynamiken gar nicht sehe?

    Das wird zwangsläufig so kommen, aber du kannst dein Auge dafür schulen, in dem du mal hier vorbeischaust:

    Momo und Lotte
    20. Juni 2021 um 19:28

    Der Thread hier Der Mehrhunde-Laberthread Teil 2 ist vielleicht auch noch interessant für euch.

    Als Lektüre kann ich folgendes empfehlen:

    Ich hab's mir von einer lieben DFlerin geliehen - da ist auch viel Theorie und Vorwissen drin, diverse Konflikte und Lösungsstrategien werden auch beleuchtet.

    Was, wenn ein Hund unglücklich ist?

    Dann sollte der Zweithund wieder ausziehen, ums abzukürzen. Kommt natürlich auf die Gründe an, aber hier würde immer der neue Hund gehen, wenn der Ersthund aus irgendeinem Grund dauerhaft nicht glücklich damit wird.

    In meinem Haushalt achte ich darauf, dass jeder Hund möglichst auf seine Kosten kommt, damit alle möglichst glücklich sind. Heißt halt auch viel Einzelzeit, individuelle Grenzen und Freiheiten usw.

    Konkret bei uns:

    Der Rüde darf im Bett schlafen, weil er ein kleines Papakind ist und den Körperkontakt braucht. Mit ihm geh ich auch regelmäßig wandern und mach größere Ausflüge - da, wo möglichst wenig Menschen und Fremdhunde unterwegs sind, die sind eins unserer größeren Themen. Er geht am Wochenende zum Mantrailing, damit er neben dem üblichen Sitzplatzpfote beim Spaziergang oder im Garten auch einen "Job" hat.

    Die kleine Omi darf mitlaufen, wie sie lustig ist. Wenn sie unbedingt mit auf die große Runde vom Rüden will, darf sie (vorausgesetzt, die ausgewählte Strecke überfordert sie nicht) mit. Wenn sie lieber im Garten rumbummelt - ok, ist mir auch recht. Findet sie super, gerade im Sommer, wenn's warm ist. Kuscheln ist nicht soo ihrs, aber auch sie bekommt ihre Streicheleinheiten und albert mit mir herum.

    Die große Omi wird ähnlich wie die kleine gehandhabt. Ich erwarte von beiden keine Höchstleistungen mehr, nur dass sie sich an die Hausregeln halten - die je nach Hund mal enger und mal lockerer gehalten sind. Wer sich grundsätzlich gut benimmt, hat auch mehr Freiraum und wer sich nicht benehmen kann, fliegt halt aus'm Zimmer, bis man die Murmeln wieder geordnet hat.

    Während die kleine Omi also beim Gassi auch freilaufen und sich zurückfallen lassen darf, weil sie grad noch ne Minute länger am Busch schnüffeln möchte, darf die große Omi nicht von der Leine. Die läuft maximal an der Flexi, hat damit aber kein Problem. Hauptsache schnüffeln und bummeln, dann isse glücklich. Große Runden schafft sie nicht mehr, freut sich aber, wenn wir dann doch mal im Omitempo 3 km durch die Gegend zuckeln. Aber da sie früher Hofhund war, ist sie auch happy damit, wenn sie den Tag über im Garten herumbummeln darf. =)

    Die Omis dürfen natürlich auch ins Bett. Wollen sie aber eher selten und darum hat's das Rüdentier halt für sich. Ist mir ganz recht, mit drei Hunden im großen (!) Bett wird's nämlich doch manchmal etwas zu eng :D

    Ein Vorteil ist auch, dass die beiden lange und gut zusammengelebt haben. Ich weiß zwar nicht, ob die beiden sich aneinander erinnern würden/erkennen können (Können Hunde das?), aber zumindest haben sie von ihrem Charakter her zusammengepasst.

    Wie eingangs schon geschrieben, ich würde mich nicht darauf verlassen, dass die sich dann immer noch vertragen. Sie erinnern sich sicher aneinander, aber ob die dann wieder/immer noch ein inniges Verhältnis zueinander haben oder nicht, kann dir wohl niemand beantworten.

    Deine Hündin hat jetzt ein Zuhause, das sie sich bisher nicht teilen musste. Sie hat eure ungeteilte Aufmerksamkeit, muss sich keine Gedanken um potentielle Ressourcenkonflikte machen, weil kein anderer Hund anwesend ist usw.

    Wie schätzt du sie denn vom Wesen her ein? Meinst du, sie würde Ressourcen zum Streitthema erklären? Denk dran - auch du bist für den Hund eine Ressource.

    Die potentielle Zweithündin ist auch vom Schlag „unsicher“. Wie unsere Hündin auch, müsste sie auch alles einmal (kennen-)lernen.

    Da kommt es in meinen Augen darauf an, wie ihr führt und ob ihr euch in der ersten Zeit auch individuell mit dem einzelnen Hund beschäftigen könnt und wollt, wie ichs geschildert habe.

    Ich geh halt insgesamt 6x am Tag Gassi - morgens 2x, (nach)mittags 2x, abends 2x. Das schlaucht und ich hab auch offen gesprochen manchmal auch keine Lust darauf, mit allen Hunden nach der Arbeit ne große Runde von 2-3 km zu gehen.

    Bei zwei Hunden lassen sich gemeinsame Gassigänge aber noch gut kombinieren, wenn ihr eh zu zweit seid und jeder einen Hund übernehmen kann. Da seh ich weniger das Problem, aber alleine mit drei Hunden (davon einer, den ich als gefährlich einschätze) ist's halt doch ein anderes Niveau.

    An eurer Stelle würde ich mich also darauf einstellen, dass die Neue in der ersten Zeit - das können ein paar Wochen, ein paar Monate oder sogar ein/mehrere Jahr/e sein - Solo-Spaziergänge braucht. Könnt und wollt ihr das leisten? Ihr könnt, da zu zweit, natürlich Zeit sparen - du gehst mit der alteingesessenen Hündin, dein Freund mit der Neuen z. B.

    Hier war es so, dass die kleine Omi als Zweithund dazugekommen ist. Sie flüchtet lieber, wenn ihr was ungeheuer ist, während der Rüde nach vorne tendiert. Das ist gut managebar für mich, weil sich die Kleine eher raushält - mit zwei Hunden mit Vorwärtstendenz wärs definitiv anstrengend gewesen und das hätte ich auch nicht gewagt.

    Inwieweit die unsichere Zweithündin eure unsichere Ersthündin zurückwirft - keine Ahnung. Ich hab bei meinen zweien keinen besonderen Unterschied bemerkt. Das lag aber sicher auch daran, dass sich die Omi anfangs nicht komplett am Rüden orientiert hat. Das kommt erst jetzt so nach und nach... Beispiel: wir gehen zum Wald die Straße entlang und hinterm Zaun kläfft der Erzfeind vom Rüden. Omi ist auch dabei - mein Rüde pöbelt zurück, weil Erzfeind kläfft und Omi denkt sich "Ey geil, ich mach einfach mal mit!".

    Hätte sie sich vor einem Jahr nicht getraut, sondern eher dumm geguckt, warum denn jetzt gekeift wird |)


    Konkret würd ich mir halt immer die Frage stellen: warum will ich einen Zweithund? Nur für mich? Für den Ersthund? Um was Gutes zu tun? Weil ich dazulernen möchte? ...

    Meine Gründe damals waren schlicht und ergreifend, dass ich die Dynamik grundsätzlich angenehm finde und mich auch gern um zwei Vierbeiner gleichzeitig kümmere. Zusätzlich wollt ich (nach dem Reinfall mit der Schäferhündin) einem alten Hund mit schlechten Chancen ein Zuhause geben. Da kam die kleine Omi halt genau richtig - auch wenn ich zu der Zeit eigentlich keinen Zweithund wollte :ugly:

    Wenn der Zeitpunkt nicht passt und man sich nicht sicher ist, ob der ausgesuchte Zweithund halbwegs passt, würd ich's lassen. Wenn ihr die Möglichkeit habt, sie vorher kennen zu lernen und mehrfach mit eurer Hündin zu besuchen, würd ich die Chance nutzen, das schadet nie!