Beiträge von Karpatenköter

    Mein Tipp: schau dich in örtlichen Tierheimen um. Die sind mMn oft zuverlässiger als irgendwelche neuen Auslands-Tierschutzvereine und vor allem ist zu den Tierheimhunden wenigstens ein bisschen Vorgeschichte bekannt. =)

    Das Tierheim Berlin zB bietet auch den Service, dass deren Hunde mit Handicaps ein Leben lang kostenlos in der tierheimeigenen Praxis behandelt werden - gilt allerdings nur für die Erkrankungen, die schon bei Abgabe bestanden. Würde ich mir wieder bewusst einen kranken Hund holen wollen, würde ich wohl am ehesten da gucken, auch wenn das Tierheim Berlin mit ~70 km einfacher Strecke nicht ums Eck liegt für mich.

    Vielleicht gibt es ein Tierheim mit ähnlichem Service auch in deiner Region? Ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich...

    Oh, oder du schaust mal bei dem Verein, von dem ich Masha habe. Die machen das seit Jahren, helfen auch regelmäßig vor Ort und kennen viele ihrer Schützlinge recht gut. Die deutschen Pflegestellen sind mMn auch recht hundekundig. Schau dir mal die Hundehilfe Mariechen an.

    Die Frau von der Pflegestelle sagte am Telefon, dass er keine langen Spaziergänge mag. Da wurde ich hellhörig und fragte sie, ob er vielleicht Schmerzen wegen der O-Beine hat.

    Meine Einschätzung dazu: Schmerzen sind durchaus wahrscheinlich, aber es kann auch (noch) an der allgemeinen Kondition liegen und ggf. daran, dass ihm die Reize einfach zu viel sind. Die Hunde müssen sich ja oft an das neue Umfeld gewöhnen, das ist für sehr viele Auslandshunde schon anstrengend genug.

    Besagte Schäfermixhündin kam mit massivem Übergewicht zu mir. 46-47 kg hatte sie auf den Rippen, Kondition quasi null. Die war nach 20 Minuten entspanntem Dahinschlendern (!) völlig k.o., weils der Körper einfach nicht gewohnt war und sie durch ihre Vorerkrankungen plus das Übergewicht natürlich auch Schmerzen hatte. Vom Kopf her hätte sie sicher noch mehr gewollt, das hat man ihr angesehen. Wir sind dann statt 3x täglich 20 Minuten eben 5-6x täglich 20 Minuten spazieren gegangen, so konnte Masha langsam Kondition aufbauen und hat trotzdem was von der Umgebung gesehen. Nach Bedarf haben wir dann auch Pausen eingelegt.

    Jetzt hat sie gesunde 32 kg, mehr Kondition und macht auch mal 2-3 km am Stück mit, ohne danach völlig kaputt zu sein. Und durch die Dauergabe von Schmerzmitteln bewegt sie sich jetzt auch richtig, richtig gerne, die tobt auch mit meinem jüngeren Rüden durch den Garten. =)

    Für so kleine Zwerge kann man sich ja einen Tragerucksack o. Ä. holen und dem Zwerg dann eine Pause anbieten (oder ihn heimtragen). Bei meiner Dicken war das schon schwieriger |)

    Du lernst den Kleinen ja erstmal kennen. Warte mal ab, wie er sich im echten Leben so zeigt und ob dir in Bewegung nicht schon ein paar mehr Unstimmigkeiten auffallen. Noch ist ja nix in trockenen Tüchern.

    Oder zumindest keinen aus dem Tierschutz nehmen, sondern einen vom Züchter mit Papieren und hoffen, dass man kein Pech hat.

    Dass man sich kein Tier anschafft, wenn man nicht auch die Tierarztkosten stemmen kann, sollte logisch sein!

    Aber das Fettgedruckte ist in meinen Augen auch keine sonderlich gute Basis für die Tierhaltung... :rollsmile:

    Denn auch Tiere vom guten Züchter können sehr schnell sehr teuer werden, ich hab da einige User im Kopf... Tierhaltung ist in Bezug auf die Gesundheit halt immer eine gewisse Art von Glücksspiel. Man kann die Chancen für schwerwiegende Defizite/Krankheiten minimieren, wenn man beim Züchter kauft, aber eben niemals vollständig ausschließen.

    Zumal die Kleinen da wie gesagt hart im Nehmen sind und das oftmals wirklich lange lange verstecken bevor man das überhaupt mitbekommt. Da muss das schon ganz arg sein.

    Ach, und weil sie das besser verstecken als z. B. die Großen, macht es das automatisch besser? Wie hab ich das zu interpretieren?

    Schmerzen sind Schmerzen. Egal wie groß das Tier ist, egal wie sehr es das zeigt - kein Tier sollte Schmerzen erleiden müssen. Aus welchen Gründen auch immer.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kleinen meistens ziemlich zäh sind und mit sowas gut klar kommen. Schäferhund ist wie gesagt eine ganz andere Gewichtsklasse! Und der Kleine ist ja erst 7, da ist bei dem ja gerade mal Halbzeit.

    Richtig, aber auch bei einem kleineren Hund sind die Behandlungskosten für Physio und Co. nichts, was man mal eben so aufbringen kann - zusätzlich zu den Kosten für evtl. andere Krankheiten.

    Ich hab hier ja auch einen kleinen Mix sitzen. Die ist 13 und fitter als die Große. Ist ja klar, kleinere Hunde leben meistens länger, müssen nicht so viel Gewicht mit sich herumtragen etc. pp. - und kommen durchs Längerleben dann im Endeffekt auch wieder auf die gleichen Tierarztkosten wie große Hunde, die eher selten 16+ werden.

    Es geht einfach darum, dass man sich darauf vorbereitet, dass eben auch dieser kleine Hund so teuer werden kann wie z. B. mein großer Mix ...

    Natürlich sieht der abgerockt aus, der war ja sicher auch länger im rumänischen Shelter..

    Ich würde mit dem mal zur Physio und mir dann Muskelaufbau-Übungen zeigen lassen und die dann fleißig machen. Außerdem steht der sicher auch ein bisschen besser wenn der aufgebaut ist und mal länger geradeaus laufen kann als nur ein paar Meter.

    Ich finde es ein bisschen hart was ihr schreibt, der kleine Kerl hat es auch verdient ein schönes zu Hause zu haben. Wenn man nicht gerade mit dem lange joggen oder ewig wandern gehen will (mehr als mal eine Tagestour), dann schafft der das bestimmt auch. Wie gesagt, der ist klein und leicht.

    Klar hat der ein schönes Zuhause verdient - das hat meine fast 12-jährige Schäfermixdame mit den kaputten Hüften, der kaputten Pfote usw. auch. Trotzdem sind die Tierarzt- und Physiokosten nicht ohne, die Dicke hat mich innerhalb von 11 Monaten ungefähr so viel gekostet wie ein günstiger Gebrauchtwagen - Spritkosten für die wöchentlichen Termine nicht miteingerechnet. Das sind die reinen Behandlungskosten inkl. Medikamente.

    Und DAS muss man

    a) wollen

    b) finanzieren können

    c) zeitlich mit Job, Privatleben und Co. vereinbaren können

    d) nervlich mitmachen wollen

    außerdem dürfen die anderen Hunde, so vorhanden, deshalb nicht hintenüber fallen.

    Zumal Muskelaufbau auch nicht so schnell geht. Man ackert da u. U. ne ganze Weile dran, meine Dicke war jetzt etwas länger als ein halbes Jahr nahezu regelmäßig 1x wöchentlich bei der Physio. Mobilisieren, Verspannungen lösen, Unterwasserlaufband ... mehr als Erhalt haben wir bei ihr nicht rausholen können, sie ist halt auch schon alt mit ihren 12 Jahren.

    Tierschutz hin oder her, wenn ich die dauerhaft notwendige medizinische Behandlung des Tiers nicht leisten kann, dann macht es einfach keinen Sinn, das Tierchen aufzunehmen, egal wie süß der ist oder wie sehr er doch ein schönes Zuhause verdient hat.

    Nein, wir haben die Wohnungsgesellschaft damals nicht gefragt, da uns viele andere Halter der Gesellschaft sagten, dass sie es auch nicht taten und alles seit Jahrzehnten gut läuft, ohne jegliche Probleme. Wie bereits erwähnt, werden Hunde geduldet, auch bei Mietern, die nicht um eine Erlaubnis gebeten haben. Es kann doch nicht sein, dass mir meine Hunde weggenommen werden sollen, während andere Mieter ihre Hunde halten dürfen. Das hat nichts mit Gleichbehandlung zu tun. Schließlich verpetze ich auch nicht fremde Menschen, da mich das absolut nichts angeht.

    Das ... ist dann gelinde gesagt dumm gelaufen. Wenn ihr nichts schriftlich habt, bewegt ihr euch auf GANZ dünnem Eis.

    Nur weil andere Halter/Mieter das genauso handhaben, macht's das nicht sicher ... erst recht nicht vor Gesetz. Gleichberechtigung hin oder her, wer keine Genehmigung hat, hat keine Genehmigung.

    Entweder holst du dir schleunigst eine Genehmigung ein oder du lebst eben dauerhaft mit dem Risiko, dass dir (wenn das auffliegt) die Tierhaltung untersagt wird - was dann entweder einen Umzug für euch oder eben die Abgabe der Tiere bedeutet...

    Je nach Wohnungsgröße halte ich es übrigens für fraglich, ob 2 Hunde und 2 Katzen überhaupt erlaubt werden. Ich hab damals auf +-60 m² gelebt und bei zwei Hunden (1x 48 cm, 1x 35 cm Schulterhöhe) und einer Katze war dann seitens der Wohnungsgesellschaft Schluss, das haben die auch sehr deutlich formuliert.

    Und noch was: wenn Mieter A die Hunde weggenommen werden, weil er keine Genehmigung hat - ich aber schon - dann ist das echt nicht mein Problem. Ich hab mich an die Regeln gehalten, Mieter A eben nicht. Punkt.