Beiträge von Karpatenköter

    Was meint ihr?

    Krankenhaus, definitiv.

    Also würdet ihr generell bei Hundebissen dazu raten, egal wie groß die Verletzung ist? Oder ist euer Rat speziell auf die anhaltenden Schmerzen und die unklare Herkunft des Hundes bezogen?

    Yep. Sobald die Haut durch ist -> Krankenhaus, mindestens Hausarzt. Und bitte gut dokumentieren lassen, falls da noch was nachkommt, allein schon für die Versicherung.

    Dino hat mich, als er von einem Fremdhund frontal angegriffen und ich ihn hinter mir in Sicherheit bringen wollte, auch mal gebissen. Er hat sofort losgelassen, als er bemerkt hat, dass er grad meinen Arm im Maul hat, aber die Wucht hab ich natürlich trotzdem gespürt.

    Ich sags mal so ... auf dem Weg zum Krankenhaus ist mein Arm gespürt immer steifer geworden. Ich hatte auch ein paar Tage lang nen fetten blauen Fleck am Oberarm, das war echt nicht geil. Dinos Impfungen waren zwar alle up to date, aber ICH wusste nicht, wann bzw. ob ich gegen TW und Tetanus geimpft wurde. Habs also sicherheitshalber beim Hausarzt auffrischen lassen - die im KH habens für unnötig gehalten. Meine Hausärztin hat daraufhin die Hände überm Kopf zusammengeschlagen.

    Der Rüde fährt aus Gründen auf der Rückbank mit, die kleine Omi genauso. Nur die Große aus Italien fährt aktuell hinten im Heck mit, ich hab da aber auch keine Box, sondern ein Heck- und Trenngitter mit Türen drin. Sodass der Kofferraum quasi eine große, geteilte Box ist. Das andere Abteil, das nicht von der Großen belegt wird, dient als Abteil für Einkäufe oder das Mantrailinggedöns. Oder für Gasthunde.

    Wir trainieren vor Allem über Führung und Gehorsam. Wir trainieren, dass sie sich auf mich verlassen kann, sich an mir orientiert. Wir haben viel über "schau" aufgebaut. Mittlerweile schaut sie mich automatisch an, wenn ein Mensch auftaucht und solange dieser Mensch nicht näher als 10 bis 15 Meter kommt kann sie auch ruhig bleiben. Wir üben täglich um diese Distanz zu verringern.

    Das klingt doch schon mal super. :bindafür:

    Ich drück euch die Daumen, dass ihr damit weiterhin Erfolge einfahrt und Kona auch lernt, dass sie sich auf dich verlassen kann.

    Sie wird nie wieder ein Hund werden der Menschen liebt, aber ich gebe nicht auf und will mit ihr arbeiten, dass sie Menschen nicht mehr als Gefahr ansieht und sie irgendwann tolerieren kann.

    Dass du bei dem Thema nicht aufgeben willst, ist löblich. Bedenke aber auch, dass Hunde ihre Grenzen haben.

    Es kann sein, dass sie Menschen irgendwann duldet - solange du mit 120% deiner Aufmerksamkeit bei ihr bist und ihr das Gefühl gibst "Ich hab alles unter Kontrolle - auch den Menschen da".

    Ich (!) würde mich aber nicht an dieser Vorstellung festklammern. Man kann sich das als ganz großes Extrafleißziel auf den Trainingsplan stecken, aber ich würde auch damit rechnen, dass das evtl. nie möglich sein wird.

    Mein Rüde z. B. mag Besuch überhaupt nicht und würde, wäre er nicht gesichert oder ständig getrennt vom Besuch, beschädigen. Selbst wenn der Besuch "nur" im Garten steht - dass der mit ins Haus reinkommt, während der Hund anwesend ist, ist Stand heute undenkbar.

    Ich weiß aber, dass das nicht ausschließlich am Hund oder seiner Genetik liegt, sondern ich mir auch einen großen Teil Schuld daran zuzuschreiben habe - Stichwort Führung. Man kann daran arbeiten und klar, ich würde mich freuen, wenn ich Dino irgendwann nicht mehr ins Auto sperren muss, nur weil ein Handwerker vorbeikommt ... aber ich bin da auch realistisch und geh davon aus, dass ich ihn halt weiter separieren muss - er dabei aber nicht mehr den Besuch anbrüllt. Wenn wir DAS erreichen können, dann bin ich schon verdammt zufrieden.

    Es gibt Wunder, aber man sollte nicht alles auf sie setzen.

    Kona stammt vom Bauernhof, wurde sicher nicht groß sozialisiert und durfte nicht viel kennenlernen. Sie war unsicher und manche Defizite kann man nicht mehr aufholen. Sie hat immer schon unsicheres Verhalten gezeigt und hatte nie die besten Nerven, aber aggressiv hat Sie bis zu dem Vorfall nie reagiert.

    Wenn sie schon immer unsicheres Verhalten gezeigt hat - wie hast du ihr in derartigen Situationen geholfen? Hast du ihr gezeigt "Schau, ich bin da, ich kümmer mich drum, du kannst entspannen"?

    Es gibt Defizite, die man niemals völlig ausmerzen kann, aber mit dem richtigen Trainer, den passenden Methoden und vor allem der richtigen Führung - sowohl draußen als auch zuhause - kann man die ausgleichen. Du sagst, ihr habt schon vergleichsweise viel geschafft in Hinsicht auf "Menschen aushalten" - magst du mal erzählen, WIE ihr das trainiert?

    Vielleicht gibt es da ja Stellschrauben, an denen man noch drehen und euer Training optimieren kann? =)

    Mein Rüde ist situativ auch unsicher und hat lange Zeit von mir nicht die Führung bekommen, die er gebraucht hätte. Das hat dazu geführt, dass er kürzlich zwei völlig unbeteiligte Hunde angegriffen hat.

    Hätte ich schon viel früher etwas an der Art und Weise, wie ich ihn führe, verändert, hätte man das vermeiden können - und ich denke, so ähnlich ist es bei dir und Kona auch. Nur, dass die Haltungsbedingungen da sehr wahrscheinlich auch eine große Rolle spielen.

    Ganz ehrlich: DAS würde ich nur unter der Anleitung eines guten und erfahrenen Trainers machen und vor allem auch erstmal draußen auf neutralem (!!!) Boden damit anfangen.

    Das Risiko, dass das gehörig nach hinten losgeht und mit (Schwer)Verletzten endet, ist bei der aktuellen Konstellation verdammt hoch.

    Ich glaube, dass die Grundsteine in der Welpenzeit gelegt werden. Im Junghundalter wird das dann gefestigt und neue/andere Reize werden auch ins "Fundament" eingearbeitet.

    Wenns in der Welpenzeit nun so gar keine Reize gibt, das im Junghundalter (bis +-1 Jahr) aber nachgeholt wird, bleiben meiner Meinung nach "nur" leichte Lernprobleme, ggf. Unsicherheit usw. Die lassen sich sicher nie völlig ausmerzen, aber ich denke, man kann dem Hund mit genügend angepasstem Training dann auch genug Werkzeuge an die Hand geben, damit diese Dinge fast gar nicht auffallen.

    Fehlen in der Welpen- UND Junghundezeit nun aber die gängigen Reize, sodass weder die Basis gelegt noch gefestigt werden kann ... ja, hm, schwierig. Ich glaube, da ist es dann ganz besonders wichtig, dass der Halter sich in den Hund einfühlen und dadurch auch geduldig sein kann, dass man sich auch Zeit nimmt, um dem evtl. vernachlässigtem Hund die wichtigsten Dinge nahezubringen.

    Gleichzeitig muss man sich aber auch damit abfinden, dass der Hund immer speziell und mental eingeschränkt bleiben wird, manche Verhaltensweisen einen ständig begleiten usw.

    Wie meine eigenen Hunde aufgewachsen sind, weiß ich entweder gar nicht oder nur extrem grob. Von Dinos Vorleben ist mir noch am meisten bekannt, weil ich auch guten Kontakt zu seinen Vorbesitzern habe.

    Ich nehm bei den dreien aber auch keine besonderen Defizite wahr ... gut, Bonny steht sich mit ihrer Aufregung manchmal selbst im Weg, Masha ist nicht sooo menschenorientiert wie Dino und Bonns und der Große ist in Hinsicht auf Menschen etwas speziell, aber sonst gibt's da nicht wirklich etwas, was man nicht auch mit den Rasseeigenschaften und Führungs-/Erziehungsfehlern meinerseits erklären könnte.

    Das mit den Rohren ist das kleinste Problem - das Problem, dass der Schornstein ja um 1,5 m verlängert werden muss, bleibt ja vermutlich bestehen.

    Das OK (bisher nur über Whatsapp in Textform) vom Vermieter habe ich. Solange das alles fach- und sachgerecht gemacht wird, er keinerlei Kosten tragen muss usw., ist's ihm genehm, dass hier dann halt 1,5 m auf den Schornstein draufgesetzt werden müssen usw.

    Ich würde das nicht machen.

    Was wenn du bald dann ausziehen musst? Du investierst ja in die Wohnung und wenn nicht fix ist dass du da noch X Jahre drin bist fände ich das recht riskant.

    Eben deshalb schau ich mich nach flexibleren Lösungen (z. B. die IR-Heizungen) um, die man beim Auszug dann auch einfach mitnehmen kann. :tropf:

    @Vakuole Danke für den Link! Ich habs jetzt nur grob überflogen, aber das scheint als Entscheidungsgrundlage erstmal die sinnvollste Option zu sein.

    Ich weiß - ich kenn das aus dem Elternhaus. Da haben wir zwar nicht ausschließlich mit Holz geheizt, aber den Ofen eben als Zusatzheizung genutzt...

    Wegen der Holzkosten hat mir meine Mutter zu Briketts aus dem Baumarkt geraten. Die sollen recht lange brennen und dabei auch sparsamer als reines Holz sein.

    Zwecks Pelletofen: stand bzw. steht auch auf meiner Liste, aber da wird es wohl an den gleichen Dingen scheitern wie beim Holzofen: der Umbau. :/

    Als mein erster Hund aus dem TS eingezogen ist, hat der selig neben mir in seinem Körbchen gepennt. Ohne Heulen.

    Als der zweite Hund aus dem TS eingezogen ist, hat der sich noch in der ersten Nacht zu mir ins Bett gekuschelt und durchgeschlafen. Ohne Heulen.

    Als die 9-monatige Schäferhündin aus fragwürdiger Haltung (ähnlich wie bei dir übrigens... ahem) hier eingezogen ist, hat die sich erst auf die Decke im Wohnzimmer gelegt und kam dann mitten in der Nacht zu mir aufs Sofa. Ich hab gar nicht bemerkt, dass die sich regelrecht zwischen meinen Rücken und die Sofalehne gequetscht hat. Die hat drei Wochen lang nachts förmlich an mir geklebt, weil sie als Welpe auch einfach nur in den Garten geschmissen und ihr der extrem wichtige Sozialkontakt entzogen wurde.

    Die hat geheult, wenn sie alleine bleiben musste - weil sie Angst hatte, dass man ihr wieder dieses Kontaktliegen, das Kuscheln, das gemeinsame Dösen am Nachmittag entzieht!

    Als der dritte Hund aus dem TS hier eingezogen ist, hat der freiwillig die ersten drei Nächte im Bad verbracht - weil die Hündin Angst vor mir hatte.

    Nach zwei Wochen hat sie dann die Höhle im Wohnzimmer entdeckt und da geschlafen.

    Nach drei Monaten hat sie das Körbchen im Schlafzimmer angenommen und fortan bei mir und meinem Rüden gepennt.

    Als der vierte Hund aus dem TS eingezogen ist, hat sie sich - wie auch die anderen Hunde davor - den Schlafplatz freiwillig aussuchen können. Sie hat die ersten Wochen einfach nur auf dem Boden geschlafen - bei mir und den anderen zwei Hunden im Zimmer.

    Ein paar Monate später hat sie dann eine Zeit lang auch bei uns im Bett geschlafen. Jetzt aber schläft sie am liebsten in ihrem gemütlichen Körbchen im Flur - weiß aber auch, dass sie jederzeit zu uns kommen und auf dem Sofa oder bei uns im Bett nächtigen kann, wenn ihr danach ist.


    Keiner dieser Hunde hat nachts jemals geheult, weil er alleine schlafen musste. Meine Hunde hatten von Tag 1 an die Wahl, in welchem Raum und auf welchem Platz sie schlafen.

    Der rumänische Schäferhund-HSH-Mix liegt eng an mich gekuschelt im Bett und kriecht nachts manchmal unter die Decke, weil er das Extrabisschen Körperkontakt dann einfach braucht wie die Luft zum Atmen.

    Der polnische Schäferhund-Dackel-Mix liegt eingerollt in ihrer Kuschelecke unterm Schreibtisch. Oder manchmal auf dem Sofa. Und wenn es gewittert oder heftig stürmt, dann klettert sie zu mir und dem Rüden ins Bett - weil sie dann die körperliche Nähe und die Versicherung braucht "Dir kann wirklich nichts passieren".

    Und der große, imposante Schäferhundmix aus Italien? Die pennt alle paar Wochen mal bei uns im Bett, wenn die Knochen besonders bös zwicken. Oder weil sie zu faul ist, um sich zum Schlafen noch mal umzubetten.

    Du siehst, liebe TE: nicht nur Chihuahuas schlafen bei Herrchen und Frauchen im Bett. Auch die großen pösen Schäferhund(mischlinge) tun das. ;)